Wie die Welt sich dreht

Liebe kann vieles, doch manchmal ist Liebe nicht genug.

Glaube ist stark, doch manchmal ist Glaube Selbstbetrug.

Wir wollten Wunder, doch sie sind nicht geschehn

(Elisabeth - Boote in der Nacht)

Kapitel 3

Das Erste was er bemerkte, als er das Zimmer betrat, war das unregelmäßige Piepen des Herzmonitors. Es roch stark nach Desinfektionsmittel und Krankheit.

Der Raum war beheizt und die Wärme staute sich. Machte das Atmen schwer.

Und dennoch beherrschte ihn eine eiskalte innere Kälte. Das zittern das ihn durchströmte wollte gar nicht mehr aufhören.

Sein Blick war auf die Person im Bett gerichtet, als er mit unsicheren Schritten auf dieses zuging. Alles sträubte sich in ihm gegen den Anblick der ihm geboten wurde. Er hatte den inneren Drang den Blonden zu packen und zu schütteln. Ihn zum aufwachen zu zwingen. Ihn sagen zu hören das alles wieder gut werden würde.

Doch es fehlte ihm die Kraft auch nur einen Finger zu bewegen. Er fühlte sich innerlich ausgesaugt, so als hätte man ihm, als er das Zimmer betrat, einfach all seiner Kraft beraubt.

Nichts machte mehr Sinn. Alles war außer Kontrolle. Und er hasste nichts mehr als die Kontrolle zu verlieren. Er war auf einem Karussell das nicht anhalten wollte. Sich immer weiter drehte und es gab keine Chance abzuspringen. Man musste bis zum Ende mit fahren.

Er wollte so gerne die Hand ausstrecken und Naruto berühren, fühlen das er wirklich da war. Das dieses zerbrechliche Wesen, das in den Bettlacken fast zu versinken schien, wirklich sein bester Freund war. So viele Schläuche waren mit Naruto und irgendwelchen Maschinen verbunden. Alles war so Unwirklich, nicht so wie es sein sollte. Schuldgefühle nagten in seinem Inneren an ihm. Ließen ihn nichts vergessen. Er sollte hier liegen. Er allein und nicht Naruto.

Eine Hand die sich auf seine Schulter legte riss ihn aus seinen düsteren Gedanken. Kakashi stand neben ihn, sein Blick auf Naruto ruhend. Tsunade war auch ans Bett getreten und checkte alle Geräte und deren Daten. Ihre Gesichtszüge gaben nichts wieder, nur ihre Augen verhärteten sich und das leichte zittern ihrer Hände ließ etwas erahnen. Doch sie klärte keinen von ihnen auf, drehte sich nur um und verließ den Raum ohne ein weiters Wort zu verlieren.

Kakashi verstärkte den Druck auf seiner Schulter und zwang Sasuke so sich in den Stuhl sinken zu lassen der neben dem Krankenhausbett stand. Er bemerkte nicht wie sein ehemaliger Sensei mit einem letzten Blick auf den Jungen im Bett das Zimmer verließ.

Und Sasuke war alleine mit seinen Gedanken und dem ständigen Piepsen des Herzmonitors, das die Stille zerriss.

Sein Blick starr auf Naruto gerichtet, rasten seine Gedanken. Er spürte noch Sakuras Anwesenheit hinter dem großen Fenster, mit dem Blick ins Krankenzimmer. Merkte aber nicht mehr als sie zusammen mit Kakashi den Raum verließ.

In seinen Kopf wiederholte sich ständig der gleiche Gedanke. Wie ein Mantra das er betete.

Wach auf, bitte, bitte wach auf. Lass mich hier nicht alleine. Bitte wach einfach auf.

Seine Gedanken und Schuldgefühle schienen ihn zu verschlingen und es wurde immer schwerer sich aus ihnen hinaus zu winden. Nur zu gerne hätte er sich in sich selbst zurückgezogen. Es war schon immer die einzige Möglichkeit für ihn gewesen, sich vor dem Gefühlschaos zu schützen das in ihm herrschte. Doch das konnte er Naruto jetzt nicht antun. Dieser brauchte ihn jetzt und das letzte was Sasuke wollte, war seinen besten Freund im Stich zu lassen. Das hatte er schon viel zu oft getan und sich geschworen nie wieder zu tun.

In diesem Bett lag die einzige Person die ihm noch etwas bedeutete und er wusste er würde sein Leben dafür geben, nur damit Naruto die Augen aufschlug und ihn mit diesem leuchtenden blau ansah. Die Schuldgefühle fraßen ihn von innen auf und vermischten sich mit der Angst um Naruto und ließen ihn fast ersticken.

Er wünschte sich nichts mehr als mit Naruto zu tauschen und in diesem Bett zu liegen. Da wo er eigentlich sein sollte.

Dann bräuchte er auch jetzt nicht so verdammt stark zu sein.


Die Zeit schien still zu stehen in diesem Raum. Hatte einfach keine Bedeutung. Er wusste nicht wie lange er schon an seinem Bett saß. Es war ihm auch egal. Alles andere was um ihn herum passierte schien unwichtig zu sein.

Immer wieder kam eine Schwester in Zimmer und checkte Narutos Daten. Keine sagte auch nur ein Wort zu ihm. Ließen ihn dort sitzen so als würden sie ihn gar nicht sehen. Doch er konnte sich schon selber einen reim daraus machen was los war.

Nichts veränderte sich an Narutos Zustand. Gar Nichts in den Stunden die er schon an seiner Seite saß. Der Herzmonitor gab immer weiter sein unregelmäßiges Piepen von sich. Keine Regung ging durch Narutos Körper. Noch nicht mal das kleinste Zucken. Nichts das einem in seiner Hoffnung bestärkte. Und doch ließ er seinen Blick auch nicht einmal von Naruto abschweifen.

Leicht zitternd schaffte Sasuke es endlich seine Hand aus zu strecken und die leblose seines Freundes zu ergreifen. Um zu spüren das Naruto noch da war. Das er selber noch da war. Kälte durchströmte ihn als er die Hand ergriff. Seine Haut fühlte sich weich an, aber kalt. So als würde Narutos Körperwärme immer mehr aus ihm heraus gesogen.

Er würde ihm so gerne seine eigene Körperwärme schenken, von der er gar nicht so sicher war ob er sie überhaupt noch besaß. Wusste er doch das sein Inneres schon so lange eis kalt war. Bangte er doch gerade um die einzigste Wärme in seinem Leben. Lag die einzige Sonne die noch zählte in dem Bett neben dem er saß.

Seine Hand schloss sich noch fester um Narutos. Er suchte die Nähe, das Gefühl von Geborgenheit, das in seinem Gefühlschaos zu ertrinken drohte.

Doch es reichte nicht aus. Die Nähe war einfach nicht genug. Er brauchte mehr. Mehr Wärme, mehr Geborgenheit.

Schwankend stand er von seinem Stuhl auf. Seine Muskeln waren verspannt und noch immer schmerzte sein ganzer Körper. Sein Gesicht verzog sich leicht vor schmerzen als er sich neben Naruto aufs Bett sinken ließ. Er lag auf der Seite, sein Gesicht so nah neben Narutos. Er verschränkte die Finger mit der Hand die er immer noch fest hielt. Sah den Brustkorb seines besten Freundes sich leicht heben und senken. Spürte die unglaubliche Nähe die ihn ein leichtes, kaum zu erkennendes Lächeln auf die Lippen zauberte.

Er atmete tief ein und er konnte immer noch den Duft von Naruto erkennen, der von dem stechenden Geruch von Desinfektionsmittel überdeckt wurde. Er war aber immer noch da und wie immer konnte Sasuke einfach nicht genug bekommen. Er schloss die Augen und atmete noch einmal tief ein. Er konnte die Sonne riechen und den Wald und vor allem die Freiheit. Er ließ sich tiefer in das Kissen sinken, seine Nasenspitze berührte die Haut an Narutos Halts. Sein Atem streifte Narutos Haut, hinterließ dort eine kaum sichtbare Gänsehaut.

Hinter seinen geschlossenen Liedern blitzten Erinnerungsfetzen immer wieder auf An glückliche Zeiten.

Es schien so als würde für einen kurzen Moment die Zeit still stehen.

Langsam öffnete er wieder die Augen und ließ diese über das Gesicht wandern, das jetzt so nah an seinem lag. Der Anblick ließ ihn erschaudern und der innere Drang etwas zu sagen wurde immer größer. Er wollte so gerne die Stille zerreißen. Wenn schon Naruto nichts sagen konnte musste er doch die Lücke füllen.

„Hey Dobe." Seine Stimme klang so brüchig, so als würde sie gar nicht zu ihm gehören.

„Ich weiß ja nicht ob du es schon bemerkt hast, aber du bist schon ganz schön lange am schlafen. Hier sind viele Leute die sich sorgen machen und die froh wären wenn du endlich wieder auf wachst. Sakura ist die ganze Zeit am weinen und Kakashi hat sich irgendwie von allem abgekapselt. Sogar Sai ist ganz schön fertig. Ich wusste gar nicht das der überhaupt Gefühle hat. Aber das behaupten ja auch die meisten von mir." Er atmete tief ein bevor er weiter sprach.

„Ich weiß das wir schon viel durch gemacht haben und ich weiß das das hier nur eine Kleinigkeit ist zu vielen andern. Da musst du mir doch zustimmen. Du hattest schon schlimmere Verletzungen als diese. Ich weiß das, weil ich dir diese zugefügt habe. Das einzige was jetzt wichtig ist, ist das du die Augen auf schlägst. Dann wird alles wieder gut, ich verspreche es dir. Glaube mir, ich tue alles was du willst wenn du nur wieder gesund wirst und die Augen auf machst. Das ist alles was ich verlange. Mehr will ich gar nicht." Seine Stimme fing langsam an zu zittern und das sprechen fiel ihm immer schwerer. Doch er wollte noch viel mehr sagen. Er schloss die Augen als er weiter sprach.

„Ich weiß das ich Fehler gemacht habe. Viele Fehler, mit denen ich viele verletzt habe und vor allem dich. Und glaub mir, es tut mir Leid. Auf vieles was ich getan habe bin ich nicht stolz. Aber ich musste es machen um mir selber treu zu bleiben. Vielleicht war es nicht der richtige Weg aber er hat mich zu dem gemacht was ich heute bin. Ich bin mir sicher wenn ich ihn nicht gegangen währe läge ich heute nicht neben dir und währe mir so sicher das wenn du gehst, meine Welt zerbricht. Du bist die Person in meinem Leben, die mir so viel bedeutet das ich ohne zu zögern mein Leben für dich geben würde." Seine Augen öffneten sich wieder und die Hand die mit Narutos verschlungen war wurde noch fester gedrückt.

„Ich brauch dich Naruto. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr. Du bist das Einzige was mich noch gerade stehen lässt und der Grund warum ich noch nicht Aufgegeben habe. Du kannst jetzt nicht Aufgeben. Ohne dich bin ich verloren, wer sonst kann in mir alles wieder heller machen. Du bist meine Sonne, ok. Ohne dich ist alles so kalt." Tränen waren in seine Augen getreten und wie viele male schon zu vor, war er froh über die Bindekraft des Wassers. Mit einem leichten Seufzer schloss er wieder die Augen und rutschte noch näher an Naruto rann. Er vergrub seinen Kopf in Narutos Halsbeuge. Blondes Haar kitzelte ihn leicht im Gesicht und unter seinen Lippen konnte er den Puls am Hals seines Freundes leicht spüren. Die Nähe und Wärme von Naruto und das Piepen des Herzmonitors lullten ihn in einen leichten Schlaf.


Irgendetwas zuckte an seiner Hand. Mühsam öffnete Sasuke die Augen und versuchte im Halbschlaf die Orientierung wieder zu finden. Sein Blick landete auf blondem Haar und mit einem Schlag war ihm wieder klar, wo er sich befand.

Wieder spürte er das zucken an seiner Hand und wie ein Blitz schnellte sein Blick zu den beiden in einander verschlungenen Händen.

Da war es wieder, ein unverkennbares zucken. Seine Augen landeten wieder auf Narutos Gesicht und er konnte ein deutliches Augenzucken bei dem schlafenden erkennen.

Seine Hand drückte die in ihr liegende. Seine Stimme war leise, ein flüstern als er sprach.

„Naruto,…" wieder ein zucken in der Hand und ein flattern der Augenlieder. Er drückte noch fester zurück, sagte weiter den Namen seines besten Freundes.

Quälend langsam hebten sich die Augenlieder und verklärte blaue Augen kamen zum Vorschein. Ein leises wimmern kam über die blassen Lippen. Die müden blauen Augen wanderten durch den Raum und nahmen ihre Umgebung auf.

Naruto wandte den Kopf leicht und, so schien es auf jedenfall für Sasuke, trafen schwarz und blau nach so langer Zeit endlich wieder aufeinander. Narutos Stimme war rau und heiser als er sprach. war wie gelähmt. Er sah nur wie Naruto langsam seine freie Hand hob und seine Wange berührte.

„Sasuke,… dir .. geht es .. gut!" Tränen stiegen Naruto in die Augen und die Hand an Sasukes Wange versank in rabenschwarzen Haaren. Zogen ihn wieder näher an den anderen heran.

„Naruto .. ich .. du, oh mein Gott.." Sasuke wollte so viel sagen, wollte allen Göttern danken, das Naruto wieder wach war. Wollte schreien, weinen, lachen. Diesen Druck auf seinen Herzen los werden. Doch all dies wollte nicht über seine Lippen. Und so vergrub er nur wieder seinen Kopf in Narutos Halsbeuge und war einfach glücklich.

„Dir geht es gut, nicht." Die Frage war leise und brüchig, kaum zu hören. Er hob wieder den Kopf, schaute in diese unendlich blauen Augen.

„Ich bin nicht wichtig. Du musst wieder Gesund werden. Ich hol jemanden. Ich hol Tsunade. Sie macht alles wieder gut. Es wird alles wieder gut." Er versuchte auf zu stehen doch Naruto hielt ihn zurück. Schüttelte den Kopf.

„Was, was ist los. Jemand muss dich durchch…!" ein Finger legte sich auf seine Lippen.

„Geh nicht, noch nicht…" Narutos stimme war so leicht, kaum zu hören.

„Ich muss dir noch was sagen, ich …"

„Das kannst du immer noch machen. Ich bleibe hier, ich geh nirgendwo hin. Ich geh nie wieder weg, ok. OK ich hol nur schnell…"

Naruto schüttelte nur den Kopf.

„Nein, ich muss es dir jetzt sagen, sonst ist es zu spät."

Ein verwirrter Ausdruck legte sich auf sein Gesicht und er hielt in der Bewegung inne.

„Du musst mir jetzt zuhören. Ich denke ich kann dir das nur einmal sagen." Seine stimme war brüchig und angst schwebte unterschwellig in ihr mit. Blaue Augen schauten feste in dunkle Tiefen, die Verwirrung widerspiegelten. Naruto holte einmal tief Luft bevor er sprach. Seine Stimme war leise und man merkte, dass ihm das Sprechen schwer fiel.

„Ich liebe dich, Sasuke. Ich liebe dich so sehr das es weh tut. Ich weiß, dass ich mich in letzter Zeit so weit von dir entfernt habe. Aber ich konnte einfach nicht in deiner Nähe sein. Es tat so weh und war doch so gut und ich wusste nicht mehr was ich machen sollte. Ich weiß jetzt, dass es ein Fehler war. Es tut mir leid. Sei bitte nicht mehr sauer auf mich. Ich hoffe du kannst mich irgendwann verstehen." Naruto schloss kurz feste die Augen und öffnete sie dann wieder.

Was er dann sagte ließ Sasuke erschaudern.

„Ich hab es gerne getan. Ich wollte es so. Ich hätte es nicht ertragen wenn sie dich verletzt hätten. Ich hab den einfachen Weg hier raus genommen und es tut mir leid. Doch ich würde es immer wieder tun. Für dich. Immer für dich. Du bist es wert für dich zu sterben. Ich wollte nie mehr von dir als was du bereit warst zu geben. Deine Freundschaft. Deine Nähe. Und ich bin dankbar, dankbar für jede Sekunde mit dir. Du bist es wert, du bist es alles wert." Seine Atmung ging schneller. Dies alles hatte ihn angestrengt.

Sasuke saß nur da, hielt noch immer Narutos Hand, versuchte das gesagte zu verstehen. Und als es langsam einsank, fingen langsam die Tränen an zu laufen.

„Nein, nein, nein,…!" seine Stimme war brüchig und Naruto sah ihn mit großen Augen an.

„Ich bin nichts wert, du bist es. Du bist alles wert und so viel mehr. Ich bin nichts, du bist alles. Sag so was nicht. Rede nicht so als wäre dass das Ende. Ich sage wann es zu ende ist." Er schloss die Augen, atmete tief ein.

„Ich brauch dich Naruto. Ich dich, du nicht mich. Es war immer so, es wird immer so bleiben. Alles was ich brauche bist du und ich weiß, dass alles wieder gut werden wird. Ich weiß es. OK? OK!"

Ein leichtes lächeln lag auf Narutos Lippen. Erhellte den Raum.

„OK… Ich hätte nie gedacht das ich irgendwann mal den großen Ushiha Sasuke weinen sehe."

Ein heiseres Lachen entfuhr ihm.

„Du musst nicht traurig sein. Wie du schon gesagt hast, es wird alles wieder gut!"

Sasuke nickte leicht. Genau so wird es sein. Genau so. Er fragte sich nur wen er zu überzeugen versuchte, sich oder Naruto?

„Naruto ich hol jetzt jemand…" doch er wurde wieder unterbrochen.

„Gleich, geh gleich. Bleib noch ein wenig neben mir liegen. Nur ganz kurz." Und dann sah er ihn mit diesen riesen Hundeaugen an und Sasuke konnte nicht mehr machen als zu nicken. Sachte ließ er sich wieder neben Naruto auf das Bett sinken und diesmal vergrub Naruto seinen Kopf in Sasukes Halsbeuge. Atmete tief ein und aus gegen seinen Hals und ließ Sasuke erschaudern.

„Ich bin so müde, soso müde …" flüsterte Naruto leise gegen seinen Hals. Und noch viel leiser fügte er hinzu.

„Ich liebe dich, Sasuke!" Eine leise Träne lief über seine Wange als er die Worte hörte und zum ersten Mal nach so langer Zeit konnte er ehrlich auf diese Worte antworten.

„Ich liebe dich auch, Naruto!" seine Stimme war zärtlich und er wusste in diesem Moment könnte alles um sie herum in Chaos verfallen, sie würden einfach ruhig so liegen bleiben. Das hier war perfekt und nichts konnte es zerstören. Naruto lächelte in seine Halsbeuge hinein.

Dann wurde die Atmung flacher gegen seine Haut und Naruto war wieder eingeschlafen.


Er musste wieder eingedöst sein, denn er wurde schmerzhaft aus seinem Schlaf gerissen. Ein lautes Piepen schalte in seinen Ohren wieder und er konnte laute Schritte und aufgeregte Stimmen hören. Erst als er Hände auf seinem Körper spürte die ihm vom Bett drängten, wurde er richtig wach. Er sah viele Medic-Nins in Narutos Krankenzimmer und Tsunade kam ins Zimmer gestürmt. Er wurde vom Bett gedrängt und ihre immer noch verschlungenen Hände wurden auseinander gerissen.

Er war wie in Trance. Er sah wie alle um seinen besten Freund herum wuselten. Sah wie Tsunade irgendetwas brüllte was er nicht verstand. Ihre Hände leuchteten grünlich von ihrem Chakra. Er sah Narutos leblosen Körper sich vom Bett heben, so als würden durch ihn Stromstöße gejagt. Er sah verzweifelte Gesichter und einen leichenblassen Naruto, der all seine Wärme zu verlieren schien.

Er wollte so gerne was sagen, so gerne helfen, doch er konnte sich nicht bewegen. Sein Körper wollte ihm nicht gehorchen. Er sah wie Tsunade es immer noch weiter versuchte, auch als alle anderen schon längst aufgegeben hatten.

Und er spürte wie sein Herz brach.

Hörte nicht das klirren als seine Welt am Boden zerschallte.

Hörte nur das durchgezogene Piepsen des Herzmonitors.

TBC…