Schaut mal einer an, da bin ich wieder und ich hoffe, dass ich euch mit einem neuen Chap erfreuen kann.


Draco hatte noch nie Schwierigkeiten damit gehabt, seine Maske aufrecht zu erhalten, doch wenn er jetzt Hermione so ansah, dann musste er sich schon zusammen reißen, um nicht laut aufzulachen. Erst ihr großen Entsetzen, selbst wenn er glauben würde, dass Phoenix seine Schulkameraden wirklich ins Jenseits geschickt hätte, dann würde er doch trotzdem nicht so offentsichtlich seine Emotionen zeigen. Hatte sie denn gar nichts gelernt in den Jahren ihrer Schulzeit und vor allem danach?

Noch immer hatte keiner Anstalten gemacht, den Raum zu verlassen, vor allem weil die meisten ihre Entscheidung schon getroffen hatten, bevor sie gefragt wurden und so kam es, dass der Großteil von ihnen damit beschäftigt war Hermione anzusehen und ihre Reaktion abzuwarten. Diese war sich mit der Zeit auch dessen bewusst und musste leicht lächeln und nickte Phoenix zu, damit dieser weiterredete.

„Schön, dass wir uns alle einig sind. Nun, Neville, dann kannst du auch wieder aufstehen und ich schlage vor, wir essen auf den Schreck erst einmal etwas." Neville rappelte sich vom Boden auf und Fred und George beglückwünschten ihn für seine Schauspielerischen Leistungen, ohne zu verschweigen, dass ihre neue Erfindung wirklich gut wirkte. Hermione fiel ein Stein vom Herzen und Tonks schüttelte sich leicht.

Einige Minuten standen ein wahres Festmahl vor ihnen und alle griffen zu, doch eine gelöstes Stimmung, wie früher, als sie zusammen kamen, wollte sich nicht einstellen. Sie hatte solange gekämpft, um die Situationen, wie diese in denen sie sich augenscheinlich wieder befanden, zu vermeiden. Hatten das Vertrauen in sich aufrecht erhalten wollen, doch es hatte zu viele späte Einsichte gegeben. Draco kam nicht drumherum zu bemerken, dass Hermione sich überall hinwünschte, nur nicht mehr hier zu ein, gerade weil sie es gewesen war, der eindeutig zugetraut wurde, dass sie es sein könnte, dessen Loyalität man sich am unsichersten gewesen war. Das traf sie so hart, dass sie sich die Tränen mit aller Kraft, die sie aufbringen konnte, erwehren musste. Aber mehr noch erschreckte ihn, dass er sich wünschte, dass sie diesen Kampf verlieren würde, denn diese Gefühlsbetonung würde sie in ihrer Glaubwürdigkeit hilfreich sein. Aber nein, diese Gryffindors waren nie Meister in der Selbstdarstellung gewesen. Ärgerlich wand er sich ab und lenkte seine Aufmerksamkeit darauf, sich von den Zwillingen erklären zu lassen, welchen Zauber sie darauf anwendeteten, dass man für tot gehalten wurde und mehr noch, wie war es zum Abwehren Nevilles gekommen.

Das Essen zog sich lange hin, gerade weil sie versucht waren, sich ein wenig davon zu distanzieren, dass ihnen wieder schwere Zeite n bevorstanden, aber Phoenix zog wieder die Aufmerksamkeit auf sich, in dem er einfach den Tisch leer zauberte. Zwar waren solche radikalen Aktionen nicht notwendig, aber Draco konnte, wenn er sich anstrengte den Schalk in Phoenix Augen erkennen, nur um zu zeigen, dass er sowas überhaupt konnte, ohne auch nur etwas zu sagen. Wie er vor ihnen stand in seinem Umhang, den er mit Gewissheit seinem Vater aus dem Schrank genommen hatte. Ein kleiner Stich, Draco konnte nicht darum umher, zu sehen, dass es sowas wie eine funktionierende und liebevolle Beziehung zwischen Vater und Sohn doch gab, aber er gönnte es Phoenix. Wenn nicht ihm, wem dann? Die langen schwarzen Haare, nachlässig mit einem Haarband zusammen geschlungen. Das Gesicht, übersät mit Wunden und Verbrennungen. Und doch sah er wunderschön aus und strahlte Macht und Zuversicht aus. Mit wachen und ehrlichen Augen sah er sie an, bevor er wieder die Stimme erhob.

"Ich werde euch nicht anführen, ohne das ihr den Weg und die Vorgehensweise kennt. Ihr werdet in einem Team arbeiten, wobei ich mir die Freiheit herausnehme, euch einzuteilen. Ihr werdet wissen für was ihr arbeitet, doch trotzdem, alles kann ich euch nicht offenbaren, was weitreichend auch zu eurer eigenen Sicherheit ist. Denn ihr wisst aus der Vergangenheit, dass es Voldemort immer das liebste Druckmittel war, mir zu nehmen, was mir lieb und teuer."

In seinen Augen war bei dem letzten Satz nichts zu erkennen gewesen, weder Schmerz noch etwas anderes. Vielleicht hätte es Draco erstaunen sollen, aber wie sollte es. Vor ihm stand ein Snape, von dem Goldjungen war nichts mehr zu sehen. Verschwunden war seine Naivität, die eine seiner früheren Stärken gewesen war, denn so hatte er wenigstens Vertrauen empfinden können. Nichts mehr von diesem ekelerregenden Helfersyndrom war ihm anzusehen, er strahlte vor Eleganz und Autorität. Diese Dinge waren es, die für ihn entscheidend waren. Jemand, der seine Ideal teilte und dessen Herrschaft er mit Sicherheit unterstützen würde.

"Mit eurem Einverständnis, dass ihr mir mit eurem Hierbleiben gegeben habt, seid ihr gerade Angehörige der Morituri geworden", Hermione ließ ein erstauntes Keuchen vernehmen, Draco hatte schon Gerüchte dieser Verbindung gehört, aber er war sich sicher gewesen, dass es ein Mythos gewesen wäre. Doch wiedermal belehrte Phoenix ihm eines besseren, Draco sah seinen Patenonkel an, der seinem Sohn mit den Augen durch den Raum folgte. "Es wird nicht viele geben, die damit etwas anfangen könne, was zum großen Teil daran liegen mag, dass diese seit dem Fall Roms nicht mehr in Erscheinung getreten sind. Doch ich werde euch jetzt keine Geschichtsnachhilfe geben", Fred und George konnten ein kurzes erfreutes Schnaufen nicht unterdrücken und Draco grinste Blaise kurz zu, schön das manche Dinge sich einfach nicht änderten. "Diese Verbindung hat so viele Mitglieder, das es unmöglich ist sich auch nur annähernd untereinander zu kennen. Gerade diesem Umstand ist es zu verdanken, dass bis zum heutigen Tag niemals geschehen ist, das irgendein Außenstehender etwas davon erfahren hat, abgesehen von dem Namen. Sobald ein Name fällt, spinnen solche Geschichte darum, so auch hier. Aber nichts davon kann sich auf Beweise stützen und so kommt es, dass nichts an die Allgemeinheit dringt."

Mit langsamen Schritten ging Phoenix an der Unterseite des Tisches auf und ab und hob dann den Kopf und blickte Hermione, Neville und Nott durchdringend an. "Es ist möglich wieder auszusteigen, nur das Gedächnis wird so ausgelöscht, dass man sich auch an viele Passagen in seinem Leben nicht mehr erinnern kann. Ich habe vor einiger Zeit jemanden getroffen, der ausgestiegen ist, sich nicht mehr dadran erinnern konnte, verständlicherweise und dann wieder eingetreten ist. Das macht deutlich, dass, wenn ihr euch entschieden habt zwar nicht von normalen Zweifeln verschont bleibt, aber die Entscheidung in der Regel die richtige ist."

Er verstummte kurz und fuhr sich durchs Haar, eine Strähne löste sich und fiel ihm ins Gesicht, er wischte sie sich ungeduldig wieder fort. "Diese Verbindung wurde in Rom gegründet. Wo sich bekannterweise auch das Hauptquartier befindet, doch wir können nicht da unser Lager aufschlagen, wir haben von dort keine Möglichkeit, bzw nicht ausreichende, um ordentlich zu argieren, deswegen wurde ich ausgesandt um von hier zu starten. Es gibt nur ein Ziel, die Todesser müssen vernichtet werden, ausgeschlachtet, die ganze Idee vom Reinen Blut muss in geruhsamer Richtungen gelenkt werden, ansonsten wird die Magie an Macht und Kraft verlieren. Wie wir das erreichen, das ist uns überlassen, wir können uns auf keine höhere Macht verlassen, die kommen wird, um uns zu retten, wir müssen in eine Krieg ziehen und töten. Das ist der Plan. Wir müssen die Richtigen finden, die Todesser zerschlagen um in Frieden leben zu können", er hielt inne und seine Augen suchte die Blicke der Slytherin. Fest sah er sie einem nach dem Anderen an: "Dieser Krieg wird hart. Wir werden ihn nicht öffentlich machen, aber wir werde vor denen stehen, ihnen in die Augen sehen, wenn wir sie töten, und wir müssen töten. Familie, Freunde und vielleicht sogar andere Respektpersonen. Das wird uns begleiten- unser Leben lang. Aber es gibt keinen Ausweg."

Es war kein angenehmes Schweigen, dass folgte. Draco fröstete es ein wenig, wenn er daran dachte, dass er nun vor dem stand, dem er vor Jahren entgangen war. Es war nur ein Aufschub gewesen und das erfüllte ihn nicht gerade mit Freude, aber auch nicht mit Angst. Es war einfach keine Überraschung, dass es so gekommen war.

Blaise suchte seine Blick und nickte ihm aufmunternd zu. So trugen sie doch die gleiche Last, mussten sich gegen ihre Familien stellen, doch wobei Blaise eher darum herum kam, seine Eltern zu töten, die sich nämlich nie wieder aufgemacht hatten und in Frankreich geblieben waren und sich so den Fängen der Todesser entzogen hatten. Bei dem Gedanken gegen seinen Vater antreten zu müssen, wurde ihm ganz anders, wusste er doch um dessen Stärke, wo er diese Macht doch schon des öfteren selbst hatte zu spüren bekommen. Aber sie würde siegen, denn sie waren es, die auf der richtigen Seite standen.


Später am Abend war es Phoenix, der sich seinen Stimmen im Kopf stellen musste. War er es richtig angegangen? Nur weil es hier keine Zeremonien gab, die einen feierlich der Aufnahme in die Morituri zelebrieren ließen, war es ein großer Schritt für seine Freunde gewesen und er war sich nicht sicher, ob er das richtig gemacht hatte. Waren sie sich dessen bewusst gewesen, als er sie um ihre Entscheidung gebeten hatte. In seinem Leben hatte er schon zwei wirklich miserablen Anführer kennengelernt und wie manche ihre eigenen Eltern als schlechtes Beispiele ansah, so tat er das mit diesen beiden Personen, die sein Leben unweigerlich geprägt hatten. Er wollte nicht wie Voldemort werden, der in Hass und Schmerz regierte oder Dumbledore, der alle nur als Spielfiguren sah. Doch es war nicht einfach mit offenen Karten zu spielen, das sicher nicht.

Die Tür öffnete sich, ein kalter Windzug ging durch das kleine Zimmer. "Ich wusste, dass ich dich hier antreffen würde. Wo auch sonst sollten sich die Personen aufhalten, die in Zweifel mit sich selbst sind, ohne ihrer Stärken gewahr zu sein?", Lupin war neben ihn getreten und sah mit ihm auf die Straßen hinunter. Keiner war auf der Straße, es würde auch keiner kommen, nicht einmal Ratten waren in dieser Gegend noch anzutreffen. Phoenix konnte den Blick nicht abwenden, er wollte dem letzten Rumtreiber nicht in die Augen sehen.

"Du bist jetzt seit zwei Wochen in diesem Haus. Und abgesehen von eben, hast du seinen Namen noch nie in meiner Gegenwart gesagt, nicht wissentlich. Wir müssen darüber reden", Lupin hatte leise gesprochen, mit viel Phantasie konnte Phoenix sich einreden, dass er gar nichts gesagt hatte, die Stimme war in ihm gewesen, sein schlechtes Gewissen. Der Vorhang schwang im Wind, der eisig durch den Raum zog, ihn in die Realität zu treiben schien.

"ich habe dich gefunden, in dieser Nacht. Das erste Mal nach Jahren, dass ich Empfindungen gespürt habe, von denen ich sicher gewesen war, dass diese erloschen waren. Verbundenheit und Verständnis. Vertrauen, ohne darüber sprechen zu müssen. Auch wenn du nicht der bist, für den wir alle dich gehalten hatten, so bist du zu einem Freund gewesen, egal ob mit Potter als Nachnamen oder Snape. Sirius hätte dich weitergeliebt", ein Schluchtzen brach aus Phoenix hervor, als er sich in den Schreibtisch vor ihm krallte und die andere Hand vor die Augen schlug. Aber Remus sprach weiter: "Ich habe mit ihm in diesem Haus gelebt, tag für tag, nach seiner Flucht. Er hat nur von dir gesprochen, aber egal was alle behaupten, du warst nicht sein Ersatz für James, du warst sein Grund zu leben, morgens aufzustehen und weiterzumachen." Tränen rannen über das Gesicht beider, Tränen, die Phoenix nicht mehr geweint hatte, seit seines fünften Jahres.

"Ich weiß, dass er dir fehlt, ich habe dich in dieser Gasse gefunden und die ersten Nächte bin ich nicht von deiner Seite gewichen. Es war auch sein Name, den du gerufen hast." Die Tür fiel ins Schloss, bevor das letzte Wort in dem Zimmer erschallt war. Remus blickte auf das Bild, das auf dem Schreibtisch stand: "Er wird Abschied nehmen von dir, Tatze, hab Geduld."


Ginny, ihre Zwillingsbrüder, Draco und Severus waren die letzten, die sich noch in der Kerkerküche aufhielten, als Phoenix ebendiese betrat. Sie sagten nichts, sahen ihn nicht fragend an. Neben seiner Freundin nahm er Platz, zog sie in eine innige Umarmung und sein Blick fiel auf das auf dem Tisch liegende Pergament und horchte dem Vortrag der Zwillinge, die Draco augenscheinlich auf den neuesten Stand bringen wollten.

"... hier war der letzten Anschlag, am hellichten Tag mitten in Hogsmead, zentraler Angriff auf das Wirtshaus Eberkopf. Es gab viele Tote, aber auf beiden Seiten, doch wir haben niemanden schnappen können, der uns weiterhelfen kann, um die Machenschafen Voldemorts aufzudecken." Sein Vater knurrte leicht auf, wie so oft in Situationen wie diesen: "Ohne Spion ist das auch kein leichtes mehr." Phoenix nickte beipflichtigend und sah auf, Draco ins Gesicht: "Bist du nie gefragt worden?", es war ungewohnt, Draco wusste alles über ihn, wo er doch früher immer derjenige gewesen war, der die Briefe geschrieben hatte und berichtet hatte. Und nun, war er fast so fremd, wie vor einigen Jahren gewesen war, nur das Vertrauen, das war da, wie eh und je.

Dracos Augen wurde eine Spur dunkler und er schüttelte leicht den Kopf. Es war wundersam, er hatte nie länger als fünf Minuten mit einem Wealsey in einem Raum verbracht und nun war er mit drei von ihnen und das ohne einen Hauch von Deckung, die sonst permanent von ihm ausging. "Sie haben mich eher wie einen Hauselfen angesehen und versucht ihre Kreise wieder auszubauen. Mir war es nicht einmal möglichen eine Arbeit auszuführen und so habe ich mich der letzten Zeit mit Studien befasst. Was auch jetzt hilfreich sein wird, denn ich war auf der Suche nach Antworten, wie er an Macht halten kann und ob er womöglich noch immer Magische Kräfte in sich hat."


Langsam streckte er die Hände nach seinen Büchern aus, die er über die Jahre angesammelt hatte. Wenn doch alle sagten, dass er gewiss nicht an eigenen Habseligkeiten besaß, dann sollte doch bitte einer mal vorbeischauen und seine Sachen packen und sich eines besseren belehren lassen. Neben seiner Kleidung, seinen Büchern und den wichtigen Zaubertrankzutaten, die zu teuer waren um sie zurückzulassen oder zumindest zu schwer in der Beschaffung, kamen noch einiges an persönlichen Gütern zusammen, die sich in mehrere Koffer packen ließen, als wenn sie das gewohnt wären. Und dabei war es das erste Mal, dass sie ihren angestammte Platz verließen, weil es das erste Mal war, dass er seinen angestammte Platz verließ. Manchmal hatte er den Wunsch gehegt, alles hinter sich zu lassen, doch niemals hatte er den Mut gehabt. Nach dem Tod von Lily am wenigsten, denn er wusste, später würde sein Sohn an diese Schule gehen. Darauf hatte er warten müssen, um ihn einige Jahre begleiten zu dürfen, als Lehrer an seinem Leben teilzunehmen.

Es wurde an seine Tür geklopft, er musste den Kopf nicht heben, um zu wissen, wer sich da ankündigte, er hatte schon gewartet. Wie viele seiner letzten Entscheidungen hatte Dumbledore getroffen. Erst nachdem Phoenix und er zueinander gefunden hatten, war dieser Zustand beendet worden und er wurde auch der letzten Abhängigkeit entzogen. Wann immer er ihn sah, musste er sich an den Abend erinnern. Den Abend, der sein Leben einschneidend verändert hatte und ihn in wenigen Monaten zu einem freien Mann machen würde. Wie von seiner Familie vorgeschrieben, hatte er sich der dunklen Seite angeschlossen, doch als seine Liebe zu Lily immer mehr wuchs und er ihr näher gekommen war, musste er sich eingestehen, dass er den Kampf um sie nicht gewinnen konnte, wenn er nicht die Gefahr seines Lebens eingehen würde und sich als Spion zur Verfügung stellen würde. Nur mit diesem Weg konnte der Krieg womöglich ein Ende finden und er würde seinen Namen reinwaschen können und sich selber wieder im Spiegel ansehen, ihm war klar, dass Lilys Liebe sich nicht mindern würde, wenn sie wusste, dass er auf der gleichen Seite stand und dass er seinem Sohn somit helfen konnte.

Noch heute wusste er, wie schwer der Gang für ihn gewesen war. Diese hellblauen Augen, die immer zu wissen schienen, was als nächstes passieren würden. Die ihn anschauten und hinter seine Fassade zu blicken schienen. Die auch jetzt, sich in seinen Rücken bohrten, dem er ihm zugewandt hatte, absichtlich um ihm auf Abstand zu halten. Schon damals war es schwer gewesen, ihm die Hand zu reichen, mit ihm zusammen zu arbeiten, wo er doch schon damals wusste, dass auch er zu den Anführern gehörten, die sich selber sahen und wussten, danach kam lange nichts und dann erst die Gefolgsleute. Der immer Entscheidung traf und mit Leichtigkeit Menschen opferte, nur um Ziele zu erreichen.

"Also, du packst?", seine Stimme war sanft, doch in ihr schwang Vorwurf. Severus hätte fast lächeln müssen, doch er wollte nicht, dass sein Schulleiter dieser Seltenheit Zeuge wurde. "Das macht man so, wenn man Kündigungen abgibt. Nicht das ich damit Erfahrungen habe, aber ich habe mir Rat geholt." Er drehte sich schwungvoll um und sah seinen Direktor an. Er musste seinem Sohn Recht geben, wieder mal, Dumbledore sah wirklich wieder um Jahre jünger aus, nachdem der entscheidende Kampf statt gefunden hatte, die Bürde war von seinen Schulter genommen, obwohl eigentlich war es nie seine Bürde gewesen, in jedem Kampf, den er mit Voldemort ausgefochten hatte, war klar geworden, dass er sich zurück hielt und ihn nie besiegen wollte. Diese Menschen, die an der Spitze standen, aber sich nicht die Finger schmutzig machen wollten, dazu gehörte Dumbledore zweifellos.

Langsam kam er näher, die Finger strichen beinahe sanft über den großen Schreibtisch, der das erste Mal, seitdem Severus das Büro bezogen hatte, leer war. Kurz vor seinem langjährigen Hauslehrer für das schwierigste Haus kam er zum Stehen und sein Blick war fest aber bittend: "Du weißt, dass ich dich nicht gehen lassen werde." Severus Wunsch zu lächeln wurde größer, doch er schüttelte nur den Kopf: "Sie haben keine Chance, Direktor." Er nahm sich vor, dieses Gespräch in Form zu beenden und blieb bei der höflichen Anrede und fuhr fort zu packen: "Ich werde heute Abend England verlassen und die letzte Post die mich von hier erreichen wird, wird mein endgültiger Freispruch sein und damit, dass wissen Sie ebenso gut wie ich, ist meine Schuld beglichen."

Dumbledore räusperte sich leicht und sicherte sich damit Severus Aufmerksamkeit: "Es ist nicht zuende. Wir haben noch nicht alle Todesser. Doch damit nicht genug, Voldemort befindet sich nicht mehr im Ministerium. Er ist wieder frei, Severus und damit eine drohende Gefahr für alle. Nur weil wir wieder die stärkere Seite sind, sind wir noch nicht in Sicherheit." Mit einem Schnappen schloss sich auch der letzte Koffer, die dann allesamt klein gezaubert wurden und von dem gefürchtesten Lehrer, der momentan an Hogwarts unterricht hatte, beiläufig in die Manteltasche gesteckt. "Und Sie erwarten von mir, dass ich zu meinen alten Freunden gehen und herausfinde, was das für die Zaubererwelt bedeutet?", sanft war seine Stimme, doch diesmal war die Schärfe wieder wahrzunehmen. "Was meinen Sie, soll das bedeuten? Ich kann mich noch gut daran erinnern, in welchem Zustand ich das letzte Mal war, nachdem ich eins der Treffen besucht habe", beiläufig fast strich er sich über eine der Narben, die sich über seine Brust streckten, die man nicht sehen musste, auch Dumbledore wusste, dass beinahe der ganze Körper Severus entstellt war.

Der Schulleiter konnte den Blick nicht erwidern und wand sich ab: "Und dein Sohn, Severus, du lässt ihn hier zurück?" Er war schon fast aus der Tür um die Drohung zurückschallen zu lassen und wurde von einem Lachen zurückgehalten. "Mein Sohn wird die Schule nicht an Hogwarts beenden."

Noch bevor Dumbledore darauf reagieren konnte, betrat Besagter den Raum, schlüpfte an seinem ehemaligen Mentor vorbei, ohne diesen zu berühren und wurde von seinem Vater mit einem Wuscheln durchs Haar begrüßt, ließ sich von dem bösen Blick dessen nicht einschüchtern. "Sagen Sie, Professor, wann wollten Sie erzählen, dass Voldemort wieder auf freien Fuss ist", schoss dieser gleich los, dass Temperament hatte er von Lily und weiter ausgebaut, von anderen, die sein Leben ein Stück begleitet hatten, damit es immer voll zum Einsatz kam. "Deinen Vater habe ich gerade davon in Kenntnis gesetzt", fing der Angesprochene an, doch Phoenix unterbrach ihn forsch: "Er ist seit einer Woche verschwunden und dann wäre noch die Frage, wann die gesamte englische Bevölkerung unterrichtet wird. Denn ich möchte schon wissen, dass ich achten muss, wo ich meinen Fuss hinsetze."

Dumbledore ließ sich nicht aus der Ruhe bringen udn seine Augen blitzen. "Damit wsind wir also wieder einer Meinung, dass es noch nicht zu Ende ist." Phoenix drehte sich um und lehnte sich an seinen Vater: "Nein, damit sage ich nur, viel Spaß". Im nächsten Moment waren beide verschwunden und es dauert lange, bis Dumbledore begriffen hatte, dass gerade zwei Zauberer seinen Apparierschutz und den der Gründer durchbrochen hatten. Und ihn verlassen hatten, in mehrern Arten.