Warnung: Rating M für Erwachsenengespräche
…nur um einen Killer zu stellen?
3. Heimfahrt
Bobby schließt die Tür von seinem und Alex ‚Flitterwochen-Zimmer' ab, nachdem alle Beamten das Hotelzimmer verlassen haben und Alex und er ihre Sachen gepackt haben. Alex kramt in ihrer Handtasche nach den Autoschlüsseln und fragt: „Fährst du? Ich bin müde."
„Klar, kein Problem." Bobby streckt die Hand aus und nimmt von Alex die Schlüssel entgegen. Er öffnet den Kofferraum ihres Dienstautos und legt seine und Alex Tasche hinein. Alex Tulpen legt er vorsichtig dazu. Bevor Alex nach dem Türgriff fassen kann, steht Bobby schon neben ihr und öffnet die Tür für sie.
„Danke", sagt Alex und lächelt Bobby entgegen.
Als Bobby den SUV startet, sagt Alex: „Der Mustang war wirklich ein Traum. Schade, dass wir den wieder abgeben mussten."
„Ja, den hätte ich auch sehr gerne mitgenommen und Lewis gezeigt.", lacht er.
Nachdem sie auf die Hauptstrasse abgebogen sind, ergreift Alex erneut das Wort. „Wir waren wirklich überzeugend. Er hat es uns abgekauft."
Bei Alex Worten tastet Bobby unbewusst nach dem Ring, der immer noch an seinem Finger steckt. „Soll ich Jos Ring wieder ablegen?", fragt er unsicher. Langsam gewöhnt er sich an das Gefühl, Jos Ring passt ihm perfekt. Als Paul Mannings vorhin nach den Ringen fragte, ist er kurz erschrocken. Daran hatte er gar nicht gedacht, aber Alex war wie immer gut vorbereitet. Sie holte die kleine, weiße Schatulle hervor und reichte sie dem achtfachen Mörder, der vorhatte, aus ihnen beiden Nummer neun und zehn zu machen.
Alex reagiert auf Bobbys Verlegenheit, indem sie ihre Hand nach ihm ausstreckt. „Nein nimm ihn noch nicht ab. Es ist schön, den Ring mal wieder an einem Finger zu sehen." Sie nimmt ihre linke Hand aus ihrem Schoß und streichelt vorsichtig mit ihren Fingerkuppen über den Ring an Bobbys Finger. Behutsam lehnt sie ihren Kopf an seine Schulter und schließt ihre Augen. „Ich mache ein wenig die Augen zu, okay Bobby?"
Atemlos durch ihre Worte und das unglaublich schöne Gefühl ihrer Fingerspitzen, die den Ring entlang fahren erwidert Bobby: „Ja, ruh dich aus, Alex. Ich fahre direkt zum 27 Beach Crest durch."
-xXx-
Als sich Bobby auf den Atlantic City Expressway einfädelt, schläft Alex tief und fest. Die letzten Junisonnenstrahlen färben ihr Kleid blass rosa und lassen ihr Gesicht sanft glühen. Bobby hat einige Probleme sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Alex Kopf ruht immer noch an seiner Schulter und ihre Hand liegt leicht auf seinem Oberschenkel, was ein ganz andern Grad an Ablenkung bedeutet.
Alex gesamtes Kleid ist etwas verrutscht, als sie in Schlaf gesunken ist. Der Rock ist weit auseinander gefallen und Bobby kann Alex schöne, lange Beine bewundern. Sie sind blass und ganz glatt. Er will sie gerne berühren, um zu fühlen, wie weich sie sind. Alex trägt ein blaues Strumpfband. Bobby fragt sich, was sie wohl Altes, Neues und Geborgtes am Körper hat.
Und auch ihr Ausschnitt hat sich vergrößert. Irgendwie muss sich der Knoten an ihrem Kleid gelockert haben. Der Stoff ist über ihre Schultern gerutscht und Bobby kann den Ansatz von Alex markelosen Brüsten sehen, die nicht durch einen BH gehalten werden. Im Sonnenuntergang schimmert ihre Haut golden.
Als die Sonne ganz verschwunden ist und Bobby seit vierzig Minuten auf dem Garden State Parkway fährt, passiert es. Ein kleiner, weißer Sportwagen nimmt Bobby die Vorfahrt. Der Fahrer, ein junger Kerl, hat zu spät seine Ausfahrt entdeckt und zieht ohne sich umzusehen einfach auf Bobbys Spur und verlässt die Autobahn.
Während Bobby in den Rückspiegel schaut, um sich zu vergewissern, dass niemand hinter ihm fährt, tritt er mit seiner ganzen Kraft auf die Bremse. Gleichzeitig hält er sich mit seiner linken Hand am Lenkrad fest und seine Rechte schnellt zu Alex und schützt sie vor einem zu harten Vorschnellen in den Sicherheitsgurt.
Alex erwacht in dem Moment, als er über sie fasst und hält sich krampfhaft an Bobbys Arm fest. Gleichzeitig greifen die Bremsen und Bobby bringt das Auto unter Kontrolle.
„Ist alles okay? Sollen wir kurz anhalten?", fragt Bobby noch atemlos.
„Nein alles okay, fahr weiter…Was ist passiert? Wo sind wir?", will Alex aufgeregt wissen.
„Auf der 9, bei Toms River…Irgend so ein Milchbubi hat uns die Vorfahrt geschnibbelt.", sagt Bobby und erst da wird ihm bewusst, dass seine Hand immer noch auf Alex Brüsten ruht. Langsam nimmt er sie weg und umfasst das Lenkrad wieder mit beiden Händen.
Alex richtet ihr Kleid indem sie den Rock wieder über ihre Beine schlägt und die runter gerutschten Ärmel wieder über ihre Schultern zieht.
„Oh man, was für ein Tag…Und er ist trotzdem immer noch besser als mein letztes Date, dass ich hatte. Oh was war das doch für ein Idiot.", sagt Alex und muss dabei schmunzeln.
„Wie jetzt?...Das verstehe ich nicht.", will Bobby jetzt neugierig wissen.
Und dann spricht sie einfach aus, was ihr so durch den Kopf geht, ohne an die Konsequenzen zu denken.
„Er war ein schlechter Küsser…" bei den Gedanken daran schüttelt Alex vor Ekel mit dem Kopf „…ganz das Gegenteil zu unseren Küssen…vorhin…die waren…perfekt…unglaublich. Seine Berührungen waren grob und ungeschickt. Man hatte das Gefühl betatsch zu werden…und du…selbst bei einem Beinaheunfall, bist du sanft und zärtlich. Deinen Namen zu stöhnen, auch nur so als ob, ist schön, einfach, leicht…", dabei lächelt sie Bobby sanft entgegen. „…um Miles überzeugend klingen zu lassen, muss man sich ganz schön anstrengen. Eigentlich bin ich nicht so eine, die den Orgasmus vortäuscht. Wenn es mir keinen Spaß macht, dann mache ich da auch keinen Hehl draus, aber er wollte und wollte nicht fertig werden, er konnte nicht kommen ohne mich kommen zu hören. Da war es nötig. Wie gesagt, der ganze Abend war die reine Enttäuschung."
Weil Alex gerade so offen zu ihm ist, traut sich Bobby zu fragen: „Stöhnst du beim Sex wirklich so wie vorhin im Hotelzimmer?" Er hat es genossen seinen Namen so zu hören, auch wenn es nur wenige Augenblicke waren.
„Nein, ich denke ich bin viel leiser dabei, genieße alles…den Mann…die Zärtlichkeiten…das Nachbeben lieber im Stillen…Was ist mit dir, wie war deine letzte Liebesnacht?", fragt Alex und denkt, quitt pro quo.
„Schön, wirklich schön.", sagt Bobby. „Sie wusste genau was sie tat, wusste wie sie mich nehmen musste. Sie hat meinen ganzen Körper mit ihrer Zunge erkundet und hat mich total genossen. Ich habe jeden Zentimeter ihres Körpers erforscht, bin in jede ihrer Körperöffnung gedrungen …es war richtig schön, währenddessen fühlte ich mich richtig gut."
Etwas sehnsüchtig kommentiert Alex: „Das kann ich mir wirklich gut vorstellen."
„Sie hat mich wirklich zu Höchstleistungen angetrieben. Aber es hat trotzdem etwas gefehlt." - Bobby zuckt mit den Schultern. - "Währenddessen hatte ich viel Spaß nicht nur einmal, aber danach…es fühlte sich schal an."
„Was hat gefehlt?", fragt Alex ruhig.
„…Die Liebe. Nachdem sie fertig mit mir war, ist sie aufgestanden und gegangen. Sie hat gesagt, dass es schön mit mir war und dass sie sich meldet. Ich wollte sie gerne in meinen Armen halten und sagen wie schön es für mich war.", sagt er etwas wehmütig. „Ich dachte immer, das wäre der Part des Mannes…aufzuspringen und zu rennen. ", sagt er kläglich
Nach ein Paar Minuten des Schweigens, in denen jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt fragt Bobby erneut: „Nun bist du wieder dran. Was magst du besonders gerne, Alex?"
Alex atmet tief ein und dann sagt sie: „Es ist schön unter einem Mann zu liegen. Sein Gewicht zu spüren, seinen Duft einzuatmen. Jemanden so nahe an sich heran zulassen, dass man ihm erlaubt die Kontrolle über einen selbst zu übernehmen…Seinen Pulsschlag in sich zu fühlen."
„Das ist eine schöne Beschreibung für Sex.", sagt Bobby leise und lächelt Alex an.
„Aber ich mag es auch selbst die Kontrolle zu übernehmen. Meinen Partner mit meinem ganzen Körper zu verwöhnen und zärtlich zu ihm zu sein."
„Auch mit deinem Mund?"
Alex weiß worauf Bobby hinaus will. „Ja auch mit meinem Mund. Es ist berauschend, dann habe ich die Macht und er ist mir ausgeliefert...Ich kontrolliere ihn. Aber wenn ich das mache, muss ich dem Mann total vertrauen. Ich würde es für niemanden machen, den ich nur für eine Nacht oder zwei mit zu mir nehme."
Alex und Bobby verstummen wieder. Beide denken an die letzten Stunden und fühlen sich sehr wohl in der Gegenwart des anderen.
Bobbys Gedanken schweifen immer wieder zu Alex ab, wie es wäre ihren kleinen Körper mit seiner Zunge, seiner Nase, seinen Fingern zu erforsch…ihr neue, ungeahnte Freuden zu schenken. Aber auch wie es wäre mit ihr eine Familie zu sein, mit ihr einzuschlafen, Sonntags zusammen im Bett zu frühstücken, tanzen zu gehen, Kino,…
Alex denkt an die Küsse mit Bobby. Unbewusst ruht ihr Kopf wieder an seiner Schulter, ihre eine Hand liegt auf seinem Oberschenkel, die andere fährt immer wieder über ihre Lippen. Sie möchte von seinen starken Armen gehalten werden, sie will sich fallen lassen, sich ihm ganz hingeben. Sie will ihn, nicht nur als ihren Partner…ist es möglich, dass sie ihn als ihren Mann will?
Sie sind schon wieder in New York City, als Alex erneut anfängt: „Unsere Zungen waren in perfekter Harmonie. Du bist nicht grob vorgedrungen, du hast mich eingeladen den Mund zu öffnen, und dann ist die Zeit stehen geblieben…"
Als Bobby den Wagen vor 27 Beach Crest stoppt, fragt er aufgeregt. „Willst du, dass ich dich noch einmal küsse?"
Alex schaut lange in Bobbys Augen und nickt dann zustimmend. „Es gäbe jetzt nichts Schöneres auf der ganzen Welt, was ich lieber tun möchte."
Langsam lehnt sich Bobby zu Alex rüber, umschließt ihren Hinterkopf sanft mit seiner linken Hand und zieht seine Partnerin zu sich herüber. Nach oben reichend, umfasst Alex Bobbys Gesicht mit beiden Händen, spreizt ihre Finger über seinen Wangen.
Sie küssen sich sehr lange…sanft und zärtlich tasten sich mit ihren Lippen ab, bis sie vorsichtig ihre Lippen teilen und sich von neuem erkunden. Diese Küsse sind noch süßer, intensiver, schöner. Jetzt sind sie allein, niemand nimmt Notiz von ihnen. Sie müssen nicht auf Paul Mannings Acht geben.
Alex ist gleichzeitig heiß und kalt. Ihre Erregung wächst zusehends und sie wird immer angeturnter, Hitze und Feuchtigkeit bildet sich zwischen ihren Beinen.
„Ich will dich.", keucht Bobby zwischen zwei Küssen. Seine Hände wandern Alex Körper entlang und berühren ihre Brüste, ihre Taille, ihre Beine, ihren Po. Alex streckt ihren Kopf nach hinten und Bobby beginnt an ihrem Hals zu saugen und an ihren Ohren zu knabbern.
Als Bobbys Mund zu Alex Brüsten wandert seufzt sie und versucht ihn sanft wegzudrücken „Stopp, Bobby…das geht zu schnell. Ich muss darüber nachdenken. Wenn wir weiter gehen, dann nicht nur für eine Nacht, das wäre mir zu wenig."
„O…Okay…", stottert Bobby, hört aber nicht auf Alex Haut mit seinem Mund zu liebkosen.
„Mein Körper sehnt sich so sehr nach einem Orgasmus, aber mit dir will ich mehr. Nicht nur eine schnelle Nummer, um meine Bedürfnisse zu befriedigen…Bobby, I kann nicht nachdenken während du das hier tust…hör auf! Bitte?"
Bobby beendet seine sinnlichen Zärtlichkeiten und schaut Alex lange in ihre Augen. „Gut…Okay…Aber bitte glaube mir, dass ich nicht nur einen One Night Stand will. Ich will dich…Nicht nur eine Nacht lang…Ich will dich für immer."
Und dann gesteht Bobby: „Das ich dich nicht nur als Partner, als Freund brauche habe ich gemerkt, als du mit Nathan schwanger warst. Du warst so lange nicht an meiner Seite. Ich habe versucht darüber hinweg zu kommen, aber es geht einfach nicht. Ich war so lange so unsicher und habe mich nicht getraut etwas zu sagen, nicht getraut auf dich zuzugehen, aber jetzt will ich nicht mehr zurück. Nicht jetzt, wo wir so weit gekommen sind. Du bist meine Traumfrau, Alex. Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dich halten zu dürfen."
Alex nickt langsam und weiß, dass Bobby jedes Wort absolut ernst meint.
Es ist schwierig für ihn aus dem Auto zu steigen, aber er tut es. Langsam geht er um das Auto herum, öffnet den Kofferraum, um Alex Tasche und die Blumen zu holen und öffnet dann die Beifahrertür.
Während Bobby ihre Tasche aus dem Kofferraum holt, schlüpft Alex aus ihrem Höschen. Es ist ganz getränkt von ihrem eigenen Nektar. Sie verbirgt es in der linken Hand und mit der Rechten ergreift sie Bobbys. Vorsichtig steckt sie ihm ihren Slip in die Hosentasche und schmiegt sich an ihn. Leidenschaftlich küssen sie sich von neuem.
„Ich will dich auch Bobby. Siehst du wie mein Körper auf dich reagiert?", und Alex legt Bobbys Hand auf ihre Brüste, sodass er ihre erigierten Brustwarzen fühlen kann. „Ich werde nicht nein sagen, lass mir nur ein wenig Zeit zum nachdenken."
Bobby wendet sich schweren Herzens von Alex ab und steigt wieder in den SUV, etwas beruhigt von Alex Worten.
„Ruf sofort an, wenn du bereit bist…egal wann.", sagt er und fährt langsam Alex Auffahrt herunter.
„Ich vermisse deine Lippen jetzt schon.", flüstert sie leise dem wegfahrenden Auto hinterher.
Ich entschuldige mich bei all jenen, die Miles heißen.
Ich hab den Weg von Atlantic City nach New York City über google earth gesucht. Wenn das der blödeste Weg ist, schaut doch bitte darüber hinweg, oder besorgt mir ein Ticket von Berlin nach New York, damit ich einen besseren Weg finden kann.
I weiß, dass Alex in Rockaway wohnt, aber für diese Geschichte brauche ich sie in New York.
