Titel: Sirius Geschichte

Autorin: me

Kommentar: Hey Leute, so hier bin ich wieder...weil ich das Kapitel schon seit Tagen fertig hab, dacht ich mir warum nicht was Gutes tun und es schon setzt on setzen. Aber ich sag euch gleich noch was.. das ist eine Ausnahme und was das nächste Kapitel (schon in Arbeit) angeht... ich poste nicht mehr ohne Kommis. Ich schreibe zwar in erster Linie schon immer, nur für mich, und weils mir Spaß macht.. aber bei sovielen Hits (Danke Leute! O.O Das hätte ich wirklich nicht erwartet, whow..).. Also ehrlich! Das ist nicht fair. Ich denke nicht das es so schwer ist mir wenigstens 5 Sekunden eures Lebens zu widmen und wenigstens (!!) drei Worte wie "Es war okay" oder "Bitte weiter" zu tippen. . Okay?! Ansonsten.. - Ich hoffe das Kapitel gefällt und ich kann euch ein bisschen damit viellt. einen schweren Tag erleichtern? Ich zumindest hatte einen und deshalb widme ich es allen, denen es gerade genauso.. be..scheiden geht, wie mir. -smile-

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Azkaban Prison – Gegenwart; Sirius erstes 'Jahr in Azkaban3rd of November, 1989 (Nacht)

„Sirius Black. Ihnen werden schwerwiegende Verbrechen zur Last gelegt.", die förmliche Stimme des neuen Ministers Fudge drang zu ihm wie durch eine Röhre. Sein Geist befand sich kaum mehr unter den Lebenden, zu lange hatte er versucht sich geistig vor den Angriffen der Dementoren abzuschirmen… aber nun würden sie ihn doch kriegen. „Grund gütiger, ist dieser Mann überhaupt bei Bewusstsein?", entfuhr es Fudge ungehalten als Sirius keine Reaktion von sich gab. Der Minister trat ein paar unruhige Schritte in der Zelle (in der er sich äußerst unwohl fühlte) vor dem Gefangenen auf und ab. Black saß regungslos in der Ecke der Zelle, ringsum eingeschlossen von dicken, grauen Steinmauern. Er zitterte am ganzen Leib. Unter seinen Augen stachen dunkle Augenringe hervor, die ihn aufgrund der Blässe seiner Haut, (die der Farbe von Pergament glich) gespenstisch erscheinen ließen. Die Kleidung war verdreckt, seine Lippen blau, die Haare ungewaschen und zottelig. Aber am grässlichsten war sein Blick, fand Fudge. Starr, wie der einer fleischgewordenen Puppe.

„Minister Fudge..", versuchte ihn sein wichtigster persönlicher Angestellter zu beruhigen. Diggory, lächelte Fudge matt in sich hinein, der gute Junge, angagiert und fleißig. Ja, es war in der Tat eine gute Entscheidung gewesen den ältesten Sohn der Diggory´s zu seinem Sekretär zu wählen, obgleich sein Vater nicht viel von dieser Entscheidung gehalten hatte. Nun, welche Eltern wünschten sich dieser Tage ihre Kinder auch in den Krieg verwickelt zu sehen?

„Einer der Wächter sagte, er sei schon seit fast einem Monat in diesem Zustand. Aber es könnte auch nur ein Trick sein. Sie sollten ihm die Lastschrift vorlesen, ob er nun Reaktion zeigt oder nicht.", gab der junge Mann stoisch von sich. Man sah ihm an dass er sich in seiner Position, hier, an der Seite des Ministers wohl fühlte, obwohl der Ort etwas unpassend schien. Es war immer eisig kalt hier, an der Küste… aber das lag bestimmt nicht nur am Wetter. Die Dementoren, die strikt dazu angehalten waren das Personal (von denen es aber nur eine handvoll gab) oder Führungskräfte des Ministeriums nicht anzugreifen, zeigten sich nur auf Befehl, aber wenn sie erst einmal aus den Schatten heraus traten… Nun, niemand war gerne bei den Foltermethoden, des Gefängnisses von Azkaban anwesend, sinnierte Fudge. Er persönlich hasste es sogar, aber einen Straftäter der womöglich mehr wusste als er zugab, den musste er verhören, koste es was es wolle. Gerade jetzt in diesen stürmischen Zeiten, in der die Zauberergemeinschaft Schuldige angeklagt sehen wollte, in der sich jeder fortan Frieden wünschte. Nun nachdem… der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, von der Bildfläche verschwunden und das Ministerium noch kaum Todesser gefangen hatte.

Es brauchte ein Zeichen, hatte Fudge entschlossen dem Gericht erklärt, ein Zeichen dass er ihnen geben konnte. Und er würde es tun, er würde Sirius Black zu einem Geständnis bringen.

„Nun gut, fahren wir fort..", der Minister räusperte sich und das Pergament in seinen Händen raschelte leise, „Sie werden der Verbrechen - Entscheidende Mithilfe, zu zwei Morden und eines Verrats an die Familie Potter, das heißt, James und Lily Potter, im Auftrag für den-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, sowie die Verwendung der… unverzeihlichen Flüche, genauer des Imperius-Fluches, angeklagt. Bekennen Sie sich nicht schuldig zu diesen Taten und bestehen somit auf ein Verfahren mit Gegenstand zur Beweisung ihrer Unschuld, oder … geben Sie zu dass Sie sie verraten und ermordet haben!", gegen Ende wurde Fudge´s Stimme kalt und laut, aber sein Sekretär verstand dessen Ausbruch. Jeder hatte von der Tragik des Falles Sirius Black gehört, alle Zeitungen schrieben darüber. Jeder sprach davon. Die Beweise hatten im Frühjahr des Jahres so entscheidend gegen ihn gesprochen dass er ohne jegliches Verfahren nach Azkaban verschifft worden war. Aber nun wurden leise Stimme des Protestes laut, Stimmen mit Macht… sowie die Stimme von Albus Dumbledore. Eine äußerst lästige Person, dachte Fudge. Lästig aber wichtig, machtvoll und keineswegs dumm. Dumbledore hatte darauf bestanden das Sirius eine Verhandlung bekam, weil der Tatbestand nicht eindeutig gegen ihn spräche und er zu Unrecht bestraft worden sei. Pah, zu Unrecht.. unschuldig!, hatte er Dumbledore sowie dem Gericht empört entgegen gerufen. Fudge schüttelte den Kopf. Sein Ministerium sollte einen Fehler gemacht haben? Diese Stimmen musste er dämpfen, oder besser ersticken, und zwar indem er ihnen eine eindeutige Schuldaussage lieferte… darum war er hier. Aber es lief nicht gut für ihn. Sein Plan scheiterte wenn ein gewisser Gefangener Black überhaupt nicht in der Lage war, seine Schuld zu gestehen!

„Diggory…", murmelte Fudge nachdenklich. „Ja, Mr. Fudge Sir?", antwortete der Sekretär pflichtbewusst. „Sie sollen mich nicht Sir nennen, und schaffen sie mir einen Wächter und einen… dieser Dementoren her! So schnell wie möglich." – „A-Aber Sir!", die Stimme des Jungen Mannes zitterte deutlich. Obwohl es kälter nicht hätte sein können, zog der junge Mann im braunen Trenchcoat ein blütenweißes, zerknittertes Taschentuch aus seiner Jackentasche und tupfte sich den Schweiß von der Stirn. „Es ist unbedingt erforderlich. Ich bestehe darauf!", donnerte Fudge mit ausgesprochen schlechter Laune. „Ja, Sir.", dann eilte der Sekretär aus dem steinernen Raum. Die Schritte Fudge´s hallten von den Mauern wider als dieser an seinen Verdächtigen heran trat. So nahe dass er nun nur noch besser die fahle Haut des jungen Mannes, im Schein der Fackeln die den Raum spärlich beleuchteten, vor sich betrachten konnte. „Die Kunst, der Dementoren…", sagte Fudge laut genug damit Sirius es auch gut hören könnte. „Ist es nicht erstaunlich? Ein Gefängnis das keine Fesseln braucht. Aber oben im Kopf, da zerstören sie einen. Sie saugen einen aus, nicht wahr? Nachts kann man nicht schlafen weil einen die Rufe und das Wimmern der Anderen halb wahnsinnig machen. Und tagsüber schleichen sie vorbei und verbreiten diese furchtbare… Kälte! Lassen uns… unsere schlimmsten Momente durchleben. Aber wenn sie einen besonders quälen wollen, nehmen sie einem sogar die liebsten Erinnerungen. Lassen sie einen durchleben bevor sie sie einem gewaltvoll entreißen!", wisperte Fudge unheilvoll. Dann tat er etwas was er noch bei keinem seiner vorherigen Verhöre getan hatte. Er senkte sich in die Hocke, und sprach ganz offen mit seinem Gegenüber… er bräuchte nur die Hand auszustrecken und… nein. Er musste bei seinem Plan bleiben.

„Sagen sie es mir. Sehen sie nur... wir sind alleine. Sie können es mir sagen.", mit leiser Genugtuung bemerkte Fudge die erste Reaktion des leblosen Körpers. Blacks Zittern nahm zu, und langsam aber sicher kam Leben zurück in den Körper. Die Fäuste ballten sich vor Wut? Also fuhr er mit seiner Taktik fort. „Warum haben sie es getan? Nur eine einfache Antwort, auf eine einfache Frage. Vielleicht auch ein Geständnis? Dann können sie mir ihre Seele erleichtern… Sie müssen wissen, dass ist ein großzügiges Angebot." Nun richteten sich auch die durchbohrenden, dunklen Augen auf ihn und für einen Moment, erstarb Fudge´s Atem. Aber er war völlig überrascht als der Gefangene plötzlich versuchte zu sprechen.Erst jetzt bemerkte der Minister die rissigen Lippen, seines Gegenübers. Und er fragte sich wie lange es wohl schon her war, dass er etwas getrunken hatte. „Ein… Geständnis..?", die Stimme klang rau und brüchig, so als wäre sie schon lange nicht mehr benutzt worden. Ein Husten folgte. Fudge riss die Augen auf.

„Ich war es nicht… Ich habe sie nicht getötet… Sie nicht verraten!", Fudge schüttelte den Kopf. „Oh doch Mr. Black, die Beweise sprechen gegen Sie, Sie-" – Blacks Stimme durchschnitt plötzlich eisig den Raum. „Nein!", brüllte er und ohne Vorwarnung legten sich zwei kräftige Hände um Fudge Hals der völlig überrumpelt von den Beinen gerissen wurde. Er gab ein erschrecktes, gurgelndes Geräusch von sich und versuchte die Hände zu lösen aber alles was er wahrnahm waren diese zwei dunklen, stechenden Augen! Wahnsinn, er.. er ist wahnsinnig geworden!, dachte Fudge erschüttert, dann wurde sein Geist zunehmend nebliger. „Mr. Fudge!", rief ein aufgebrachter, ängstlicher Sekretär und dann schrie jemand ganz schrecklich. Die drückende Last, die ihm die Luft nahm war verschwunden, und dann sah er ihn… den Dementor. Fudge röchelte, ob nun aus Angst oder Luftnot, und der Sekretär versuchte ihm aufzuhelfen da packte ihn der Minister an der Schulter und keuchte etwas in dessen Ohr. „Diggory.. Ich will… das sie ihn foltern…foltern sie ihn!"

(Anm. d. A: mit sie meinte Fudge die Dementoren… u.u)

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Hogwarts-school,9th of January, 1981

"RAUS!", rief eine äußerst aufgebrachte Professor McGonagall, die Lehrerin für Verwandlung in Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. „So etwas Unerzogenes und freches ist mir ja noch nie untergekommen! Nicht in zwanzig Jahren Unterrichtsjahren hier in Hogwarts!", die Tür zum Verwandlungsraum im Gang wurde

aufgestoßen und ich und James stolperten auf den Gang. Als die Tür wieder mit einem Krach ins Schloss fiel, lachten wir laut auf. James klopfte mir stolz auf die Schulter. „Bei Morganas krummer Hackenase, das war das Witzigste das wir je gemacht haben, Black!", kicherte der Schwarzhaarige Gryffindor. „Von wegen.. das lässt sich übertreffen, dein Einfall mit dem verzauberten Stuhl war übrigens nicht von schlechten Eltern, Potter.", lachte ich, und hielt mir dabei den Bauch. James grinste stolz. „Hey sie sagte wir sollten Beine zaubern, ich finde sie hat nicht ausdrücklich genug betont dass wir unbedingt der Tasse Beine zaubern sollten…Der Stuhl auf dem McGonagall saß schien mir irgendwie passender.", murmelte James gespielt nachdenklich. Ich stieß meinem Freund sanft in die Rippen und deutete den Gang runter. „Lass uns in die große Halle runter gehen, nur Schade das Remus und Peter nicht auch mit können.", meinte ich und wurde etwas wehmütig, aber das Gefühl verflog kurz darauf als ich wieder an die kreischende Verwandlungs-Hexe mit dem spitzen grünen

Hut, dachte. James zuckte mit den Schultern. „Wir können ihnen ja ein, zwei Brötchen mitnehmen, sollten sie doch nicht wie besprochen zum Mittagessen kommen.", schlug er vor, dann zog er mit mir zusammen die Treppen hinunter.

Auf dem Weg zur großen Halle überkam mich ein Gedanke…

„Jamesie?", säuselte ich den von mir erfundenen Spitznamen für meinen Freund, von dem er wusste dass ich ihn nur dann benutzte sobald ich einen weiteren genialen Einfall hatte. „Hm?", gab er unartikuliert zurück, wahrscheinlich dachte er wieder an Lily, ich kannte diesen Blick bereits seit… Monaten! „Wie hat der alte Besen, Filch uns letztens genannt?" – „Ausgeburten der Hölle?", schlug James noch immer abwesend vor. „Nein, was Anderes.." – „Kleine Teufel, Missgeburten, Halunken, Rumtreiber-"

„Das ist es!", rief ich aufgeregt und packte James am Arm. „Was? Wovon redest du nun schon wieder?", runzelte James verwirrt die Stirn und war stehen geblieben. „Was hältst du davon wenn wir einen Klub gründen?", ich strahlte ihn an, so eine geniale Idee hatte ich noch nie gehabt. Wir könnten… und dann... „Mit Filch?", fragte James immer noch leicht bedröppelt, und ich schlug mir die Handfläche auf die Stirn. „Ich glaube du bist zu oft vom Besen gefallen! Ja, natürlich mit Filch.. und seinem Mistvieh noch dazu. Nein, wir…du, ich, Remus und.. ja, vielleicht auch Peter!", erzählte ich drauf los und sein Gesicht erhellte sich bei dem letzten Satz. „Du.. meinst…" – „Jap!" – „Und wir…" – „Ganz genau!", lachte ich und sprang gleich drei Stufen mit einem Satz gleichzeitig hinunter. „Mein lieber Sirius.", begann James förmlich und ich hatte schon Angst er hielt mich jetzt zum Narren als er mir schließlich freundschaftlich den Arm um den Hals legte und weiter sprach: „Ich schwöre hiermit feierlich, du bist der größte Tunichtgut den Hogwarts je gesehen hat… Aber du hast die besten Einfälle, und du bist mein bester Freund!", er grinste von einem Ohr zum Anderen. „Ich bin dafür.", fügte er hinzu, und ich lächelte selig. „Wir brauchen auch einen Namen.", erzählte ich weiter. „Der Name den Filch uns gegeben hat –die Rumtreiber- wäre doch was, oder?"

James dachte kurz darüber nach, währenddessen bewegte sich die verzauberte Treppe auf der wir uns befanden in Richtung Boden. „Ja, stimme zu. Aber das ist geheim, klar? Nur wir vier dürfen davon erfahren.", der Gryffindor zog unheilvoll die Brauen zusammen, „Wenn ich dran denke das Sniefelus davon erfährt..", er musste den Satz nicht zu Ende führen, ich wusste auch so was er mir sagen wollte. Seit dem Vorfall im Zug hatte sich Severus Snape zu einem wahren Ekel an Slytherin verwandelt, als ich überraschenderweise nach Gryffindor kam (sehr zum Ärgernis meiner Eltern, ich glaube erst nach der ersten Woche hörte meine Mutter auf mir fortwährend Heuler zu schicken in denen sie mir erklärte ich sei enterbt und vom Stammbaum entfernt worden.), war Snape natürlich nach Slytherin gekommen. Wann immer wir uns trafen gifteten wir uns an, Sniefelus entwickelte sogar regelrechten Hass gegen uns, was uns wiederum nur Recht sein konnte. Sollte Snape davon erfahren würde er, alles Mögliche in Bewegung setzen, nur um unsere Idee zunichte zu machen. „Dann werden wir es geheim halten. Gleich beim Mittagessen müssen wir Remus und Peter davon erzählen.", schlug ich begeistert vor.

Es dauerte nicht lange, kurz nachdem wir uns an den großen Tisch der Gryffindors gesetzt hatten, füllte sich auch die zuvor gespenstisch-menschenleere Halle wieder mit Leben, als schon die ersten hungrigen Schüler eintrudelten. Ich arbeitete mit James gerade eine weitere Idee für unseren geheimen Klub aus…„Wir könnten auch den Umhang den dir dein Dad geschickt hat zum Einsatz bringen.", sagte ich und James nickte wie wild, während er sich Löffel um Löffel voller Eier in den Mund stopfte (Er hatte eine bestimmte Art sein Essen runter zu schlingen, die ich lieber nicht mit ansehen wollte..).

„Was heckt ihr beiden denn nun schon wieder aus?", fragte eine strenge Stimme dicht an meinem Ohr und ich versuchte die kleinen Snitches die durch meinen Magen flogen auf den Hunger zu schieben. „Also James, warum nur traut uns Remus ständig solche schrecklichen Taten zu? Ich finde das im höchsten Maße beleidigend.", sagte ich gespielt böse und James verschluckte sich an seinem Ei weil er lachen musste. Remus der nun neben mir saß, winkte Peter zu uns, der erst jetzt in die große Halle getrottet kam. Wusste Filchs Katze Mrs. Norris, wo er sich wieder rumgetrieben hatte, vielleicht hatte er sich auch wieder verlaufen? Im Übrigen, war Peter von Anfang an eher ein Anhängsel geblieben. Natürlich mochte ich ihn, auf eine gewisse Art und Weise…Aber es würde nie das Selbe sein wie bei James, Remus und mir. Vielleicht lag das schon allein daran, auf welche Art und Weise wir uns kennen gelernt hatten, ich wusste es nicht. Aber das war jetzt nicht die Zeit um darüber zu sinnieren.

„Das liegt nur daran Sirius", betonte Remus meinen Name extra streng und mit besonderem Tadel, (eine Fähigkeit die nur Remus besaß), „das ich vor nicht allzu langer Zeit Professor McGonagall auf einem Stuhl mit vier nackten, behaarten Beinen durch den Verwandlungsraum hab laufen sehen, und sie schien nicht gerade erfreut darüber!", seine Nase kräuselte sich angewidert bei dem Gedanken und ich musste wieder grinsen. Ich nahm genüsslich einen Schluck Kürbis-saft und sonnte mich eine Minute in meinem Ruhm. Peter setzte sich nun endlich zu uns an den Tisch, aber ich ignorierte ihn vorerst. „Immerhin", versuchte ich mich herauszureden, „war es nicht nur meine Idee!", James grinste mich an als ich Remus sachte in die Rippen stieß. „Außerdem, könnte ich schwören dich auch lachen gehört zu haben. Du tust doch nur so..", und als Remus den Mund aufmachte wie ein Fisch auf dem Trockenen um etwas zu erwidern, fuhr ich fort „Aber nun zu wichtigeren Dingen!", lächelte ich und zwinkerte James zu der sich nun an den gebratenen Speck mit Bohnen machte. Remus zog elegant eine Augenbraue hoch über diese Geste und Peter…Er schien zunächst etwas abwesend über einem Buch zu studieren, aber seine Augen verweilten an einem Punkt also war mir auch seine Aufmerksamkeit sicher. „Ich und James haben eine Verkündung zu machen. Genauer gesagt wollen wir einen Klub gründen.", ich ließ diese mysteriöse Nachricht erstmal in unserer Runde schweben, bis die ersten Reaktionen auftauchten. Peter sah endlich von seinem Buch auf, und sein Blick verriet mir reges Interesse, James lächelte mich mit Backen voller Bohnensauce an (Urgh! Man, wir wird er es endlich lernen?) und Remus… „Was für ein Klub?", fragte er misstrauisch. Natürlich! Konnte er nicht einmal etwas gutheißen was ich vorschlug! Immer hatte er etwas zu meckern… „Bevor du nun wieder etwas Dagegen sagst, lass es mich erst Mal erklären Remus. Es wird Nichts... allzu gefährliches sein, auch Nichts was McGonagall-", Remus zog die Stirn kraus, dann unterbrach er mich „Professor McGonagall" – „Ja, ja. Wie auch immer, was irgendjemanden gefährdet. Wir Vier…", Ich warf jedem einzelnen einen Blick zu, „Könnten doch einen Klub gründen. Aber er muss geheim sein. Wo wir doch schon so oder so immer zusammen sind, da können wir das genauso gut auch in unserer Freizeit sein! Ich hätte sogar schon einen Namen-", und James der endlich fertig gegessen zu haben schien hob seinen Becher mit Kürbissaft und prostete uns zu ehe er feierlich für mich verkündete (leise genug natürlich, damit keiner der umsitzenden Schüler etwas bemerkte) „Die Rumtreiber!"

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Azkaban Prison3rd of November, 1989 (Gegenwart – selbe Nacht)

„Mr. Fudge..", der Sekretär sprach leise, seit Minister Fudge vor weniger als einer Stunde von Black angefallen worden war schien er neben sich zu stehen, und es war auch so gar nicht die Art des Ministers einer Folter, wie sie es hier in Azkaban nannten sobald man die Dementoren auf die Gefangenen hetzte, so gebannt zu zusehen. Vielleicht, begehrte eine leise Stimme im Kopf des jungen Diggory´s auf, vielleicht sinnt er auf Rache. Aber… das war nicht möglich. Der Minister stand doch über solch niedrigen Gefühlen. Oder?

„Sir, Mr. Fudge.. Albus Dumbledore ist hier. Er besteht aufs energischste darauf sie zu sprechen. Er ließ sich auch nicht mehr von den Wachen wegschicken so wie sie es mir gesagt hatten." – „Dumbledore, immer dieser Dumbledore!", knurrte Fudge in äußerst schlechter Laune (ein Luxus den er sich sonst noch nie geleistet hatte) „Machen Sie eine Pause.", murmelte er und machte eine wegwerfende Bewegung in Richtung Black, dessen Körper leicht zuckte, als der Dementor von ihm abließ. „Aber befragen sie ihn weiter.", wies er Diggory streng an und zupfte seinen karierten Umhang von Brix ‚n' Brix, zu Recht. „Wenn ich zurück bin möchte ich Antworten haben! Am Besten ein Geständnis! Und sollte er etwas Anderes von sich geben machen sie weiter. Verstanden?" – „Ja, Sir.", demütig nickte der junge Sekretär seinem Vorgesetzten zu als dieser mit wehendem Umhang aus den Kerkern eilte, um Dumbledore einen gebührenden Empfang zu bereiten.

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Hogwarts-school,11th of January, 1981

"Nein! Alle nur nicht sie."

"Aber warum denn nicht? Sie ist… geradezu perfekt! Oder hast du etwa etwas für sie übrig?"

"Nein.. hab ich das etwa gesagt?", fragte James gereizt zurück.

Ich hustete um mein Lachen zu kaschieren.

"Dann tu es."

"Black, ich sagte nein. Such dir jemanden Anderes."

"James und Lily, verliebt, verlobt, verheiratet", schnurrte Peter, den ich bei Merlin niemals mehr schnurren hören wollte. "Argh, na schön. Aber etwas..leichtes.", gab Potter klein bei. Ha! „Wartet Mal…", das war Remus. Ich seufzte. „Warum müssen wir noch mal diese Tests bestehen?", fragte er verwirrt und ich konnte sehen dass sich seine Stirn wieder so unschön in Falten legte. „Das haben wir doch schon besprochen.", entgegnete ich etwas genervt und verschränkte die Arme vor der Brust. Nur gut dass wir für unseren Plan den Gemeinschaftsraum unseres Hauses ausgewählt hatten…

Zu gewissen Uhrzeiten schien der Raum wie leer gefegt, so wie jetzt. Entspannt lehnte ich mich in meinen Lieblings-Ohrensessel zurück und genoss die Wärme die noch von dem knisternden Feuer ausging. „Ja, aber ich hab den Sinn denke ich noch nicht ganz verstanden. Und.. Peter auch nicht!", sagte Remus verteidigend, aber für mich klang das sehr nach einer Ausrede. Peter schien eher sogar ganz geschockt das Remus gerade ihn als ‚Ausrede-Opfer' auserkoren hatte. „Nun ja… ich will nur nicht dass jemand vielleicht zu Schaden kommt?", murmelte Peter und ich verdrehte die Augen. „Also, jetzt hört Mal zu. Von mir aus müssen wir das nicht machen… aber ich fand es irgendwie, na ja, der Form halber eben wichtig. Sonst wären wir ja kein richtiger Rumtreiber Klub, wenn nicht jeder von uns schon mal jemandem einen kleinen Zauber angehext hätte.", erklärte ich und während James beipflichtend nickte sah Remus immer noch nicht wirklich überzeugt aus und Peter sah aus, als hätte er immer noch große Angst überhaupt etwas tun zu müssen. Ich seufzte wieder. „Na gut, dann stimmen wir eben ab. Wer dafür ist das wir es mit den Aufnahme-Tests machen der Hebt die Hand, die Mehrheit bestimmt.", leierte ich genervt herunter und.. alle hoben die Hand …

An diesem Abend kassierte James seine erste Ohrfeige von Lily…was mir später sehr Leid tun sollte, aber bis dahin…

„Sie wird mich auf ewig hassen, ich weiß es!", jammerte James und hielt sich immer noch die schmerzende Wange, während er beleidigt auf einem Schoko-Frosch von Remus herumkaute. Remus, der auf der roten Samt-Couch lag und ein Buch las schüttelte nur den Kopf, wie ein Lehrer der über seine Schüler urteilte. Ich wandte ihm beleidigt den Rücken zu und lehnte mich wieder in meinen Ohren-Sessel zurück. Peter war schon längst schlafen gegangen… „Du bist manchmal so eine Drama-Queen!", seufzte ich entnervt und rollte die Augen. „Auf Ewig..!", jaulte James wieder auf und ich schmiss ein Kissen nach ihm, das ihn aber verfehlte und stattdessen auf dem Boden landete. „Aber das Gesicht das sie gemacht hat als der magische Wind ihren Rock hoch gerissen hatte…", ein breites Grinsen huschte bei dem Gedanken über meine Lippen. Ich hörte Remus leise hüsteln bevor mich mein Kissen von vorhin direkt ins Gesicht traf.

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So, ich hoffe die Zeitsprünge waren nicht zu verwirrend. Wem das Datum wichtig ist, der kann sich ja am Vorwort orientieren. Und, was denkt ihr? Gut charakterisiert? Ich hab mir wirklich Mühe gegeben, müsst ihr wissen. War echt schwierig, vorallem weil ja man keinen Übergang hat, wo doch die Erinnerungen soweit auseinander liegen.. aber irgendwie gefällt es mir auch. Schließlich kann man da so schön die Phantasie spielen lassen, was sie wohl inzwischen erlebt haben und wie sich ihre Freundschaft bis hier hin entwickelt hat.. -hehe- Ich hoffe zumindest einem von euch geht's genauso. xD Dann wars die Arbeit schon wert.

t.b.c?

ò.ó Vergesst nicht auf den Button zu drücken..den lilanen, ja genau.. den da unten!

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