Hy! Hier kommt Kapitel nummer Drei! Diesmal ist es nicht von mir, sondern von angelwater!

Viel Spaß damit! Wir hoffen es gefällt euch...

Kapitel 3

Briefe von niemandem – oder – Zauberei?

Wann sind endlich die Sommerferien vorbei? … denkt ein Mädchen mit buschigen braunen Haaren. Ihr Name ist Hermine. Sie mochte Ferien noch nie, besonders dann, wenn sie ihre ganzen Hausaufgaben schon gemacht hatte.

„Mum, Dad, mir ist langweilig? Können wir in ein Museum oder so?", fragt sie.

„Aber Hermine, wir waren vor einer Woche erst im Museum. Wie wäre es, wenn du mal ins Schwimmbad gehst? Du solltest nicht immer lernen.", sagt ihre Mutter.

„Im Schwimmbad ist es langweilig."

„Dann geh doch in die Bücherei und hole dir ein paar Bücher."

„Ja, dass könnte ich eigentlich machen."

Hermine geht in ihr Zimmer, als sie plötzlich ein Klopfen an ihrer Fensterscheibe hört. Verwundert dreht sie sich zum Fenster. Sie kann ihren Augen kaum trauen. Dort sitzt eine Schleiereule. Sie schaut den Vogel weiterhin an. Dann klopft es wieder. Diesmal aber etwas ungeduldiger.

„Willst du zu mir?", fragt Hermine den Vogel.

Die Eule sitzt ganz ruhig da. Langsam geht Hermine zum Fenster und öffnet dieses. Die Eule kommt herein gehüpft. Jetzt erst sieht Hermine, dass sie einen Brief dabei hat.

„Wer schickt denn seine Briefe mit einer Eule?"

Bevor sie sich weiter darüber Gedanken machen kann, lässt die Eule den Brief auf Hermines Bett fallen und fliegt davon. Hermine nimmt den Brief in die Hand.

Darauf stand:

Ms. H. Granger

Zimmer im 1. Stock

Allee des Friedens 15

Big Tower

London

„Also ist der Brief wirklich für mich.", denkt Hermine.

„Merkwürdig. Der Brief ist mit Wachs versiegelt. Ich komme mir vor wie im Mittelalter.", lacht sie.

Schnell öffnet sie den Brief. Das Papier besteht aus schwerem Pergament.

Auf der ersten Zeile steht:

HOGWARTS-SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI

„Das soll wohl ein Scherz sein. So etwas wie Zauberei gibt es doch nicht wirklich.", denkt Hermine.

„Hermine, ich dachte, du wolltest in die Bücherei gehen!", ruft ihre Mutter.

„Ich komme."

Den Brief legt sie auf den Schreibtisch und verschwindet durch die Türe ins Esszimmer.

„Pass bitte auf dich auf.", sagt ihr Vater.

„Ja, Dad. Ich passe doch immer auf.", erwidert Hermine.

Der Brief liegt vergessen oben in ihrem Zimmer.

Die Bücherei ist riesig. Hermine geht zu der Abteilung, in der sie ein riesiges Buch entdeckt hat. Es sieht schon ziemlich alt aus. Das Buch heißt: „Die Geschichte von Hogwarts".

„Hogwarts? Irgendwo habe ich den Namen schon einmal gelesen.", denkt Hermine.

Sie schlägt die erste Seite auf. Dort ist ein Bild von einem riesigen Schloss abgebildet. Als sie genauer hin sieht, bemerkt sie, dass sich die Bäume und die Fahne auf dem Bild bewegen. Vor Schreck lässt sie fast das Buch fallen. Dann schaut sie auf die Überschrift: „HOGWARTS – SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI". Plötzlich fällt ihr der Brief wieder ein.

„Sollte es wirklich so etwas wie Zauberei geben? Aber warum bemerkt man davon nichts?", denkt Hermine für sich.

Sie ist sich nicht sicher, ob sie das mit der Zauberei wirklich glauben soll.

„Es kann einfach keine Zauberei geben, sonst würde man es doch fühlen, oder?", denkt Hermine. „Aber ich habe mir auch schon mal gewünscht, dass ein Buch, wo ich nicht rankam, auf dem Tisch liegt und ein paar Sekunden später lag es dort und ich habe niemanden gesehen, der das Buch da hingelegt hat. Am Besten ich nehme das Buch mit und schaue mir den Brief noch einmal an. Dann werde ich mit meinen Eltern reden. Vielleicht können sie mir ja helfen."

Mit diesen Gedanken geht Hermine aus der Bücherei.

„Na nu Hermine, du bist schon wieder hier?", fragt ihre Mutter.

„Ja, ich habe schnell ein Buch gefunden, das ich jetzt gerne lesen würde.", antwortet Hermine.

Schnell geht sie auf ihr Zimmer. Auf ihrem Schreibtisch liegt der geöffnete Brief. Sie nimmt ihn in die Hand und liest:

Sehr geehrte Ms. Granger,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände.

Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli.

Mit freundlichen Grüßen

Minerva McGonagall

Stellvertretende Schulleiterin

PS: Da sie eine muggelgeborene Hexe sind, möchte ich Ihnen noch etwas mitteilen. Die benötigten Sachen für dieses Schuljahr finden Sie in der Winkelgasse, London. Gehen Sie in den Tropfenden Kessel und fragen Sie jemanden danach.

Erstaunt lässt Hermine den Brief sinken. Sollte sie wirklich eine Hexe sein? Nach dem Brief, ja. Sie schlägt das Buch auf. Die ganzen Bilder bewegen sich und es wird von einem alten Schloss berichtet, das über Magie verfügt.

„Aber was sind Muggelgeborene?"

Plötzlich schlägt das Buch eine Seite ziemlich weit vorne auf.

„Muggelgeborene sind magisch begabte Kinder oder Erwachsene, die nicht von einer Zaubererfamilie abstammen. Muggel werden die Menschen genannt, die keine Magie besitzen."

„Okay, dann weiß ich wenigstens das schon.", denkt Hermine.

„Wie soll ich das bitte meinen Eltern beibringen? Ob sie mir überhaupt glauben? Ich würde gerne nach Hogwarts gehen. Da lerne ich bestimmt viel."

Sie geht zu ihren Eltern.

„Mum, Dad. Ich muss mit euch reden.", sagt Hermine.

„Was ist denn Hermine?", fragt ihr Vater.

„Es ist vorhin ein Brief angekommen."

„Aber heute war keine Post im Briefkasten."

„Er kam auch mit einer Eule."

„Bitte was?"

„Der Brief kam mit einer Eule."

„Aber wer sollte einen Brief mit einer Eule schicken?"

„Eine Schule für Hexerei und Zauberei."

„Aber Hermine, du weißt, dass es so etwas nicht echt gibt."

„Doch, es gibt wirklich Magie. Schau dir das Buch an."

Hermine gibt ihren Eltern das Buch über Hogwarts.

„Die Bilder bewegen sich, aber das ist bestimmt nur elektrisch hergestellt worden.", sagt Hermines Mutter.

„Dafür ist das Buch aber viel zu alt. Es kann nur Magie sein.", versucht Hermine ihre Eltern weiter zu überzeugen.

„Wenn ihr mir nicht glaubt, dann lest euch den Brief hier durch."

Hermine zeigt ihren Eltern den Brief von Hogwarts.

„Wenn es wirklich so etwas wie Magie geben sollte, warum haben wir dann bis jetzt nichts davon gemerkt?", fragt Hermines Vater.

„Ich weiß es nicht. In dem Buch steht, dass Hexen und Zauberer vor den nichtmagischen Menschen versteckt leben. Wie wäre es, wenn wir morgen nach London fahren und schauen, ob es die Winkelgasse wirklich gibt? Dann wissen wir, ob es nun Magie gibt oder nicht.", schlägt Hermine vor.

„Okay, und wenn es sie nicht gibt, vergessen wir das Ganze einfach wieder."

Glücklich lächelt Hermine ihre Eltern an.

Als Hermine im Bett liegt, lässt sie sich noch einmal alles durch den Kopf gehen.

„Bitte lass es so etwas wie Zauberei geben. Vielleicht lerne ich dann neue Freunde kennen. In meiner Schule, die ich jetzt besuche, habe ich ja kaum Freunde, da niemand mit einer Streberin befreundet sein will. Was kann ich dafür, dass ich gerne lerne?"

Mit diesen Gedanken schläft sie dann endlich ein.

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