3. Kapitel Das Gespräch
Langsam wurde es Abend. Es war höchste Zeit zur Schule zu gehen. Also zog ich meine Schuluniform an und schnappte mir noch ein belegtes Brötchen mit Käse und Schinken aus der Küche bevor ich mich vor dem Eingag von Haus Mond stellte.
Als ich mich dann endlich vor das Tor stellte viel mir auf, dass ich die einzige war.
Ich war zu früh! Schwirrte es mir durch den Kopf.
Weder hatte ich eine Idee wie ich Das Gerücht aus der Welt schaffen könnte, dass ich mit Kaname verlobt sei ( was auch stimmte, aber ich wollte nicht einen Teil der Day-Class auf mich hetzen), noch eine Ahnung wie ich die kleine Zeitspanne bis zum Anfang des Unterrichts verbringen sollte. So lehnte ich mich dann an die Wand und schloss die Augen.
Ich lauschte dem, was die Day-Classschüler sagen. Einige schwärmten von Idol-Senpai, Wild-Senpai, Shiki-Snpai, Ichijo-Senpai und Kaname-Senpai, viele von ihnen wollten ihrem Schwarm gerne etwas schenken obwohl heute kein Sankt-Schokolatius tag war. Aber es gab auch welche, die aufgeregt dem Reden der zwei Mädchen zuhörten, die mir heute über dem Weg gelaufen waren.
»Denkst du es stimmt? «
»Natürlich Maaya. Wenn du heute mitgekommen wärst und nicht eine auf braves Mädchen gemacht hättest, würdest du dir genauso sicher sein wie ich. Man hätte einfach nur ihr Gesicht sehen müssen… hihi«, antwortete eine der beiden. Nun machte die andere den Mund auf.
»Außerdem wurde sie ganz rot und verlegen. Sie konnte kaum richtige Sätze bilden ohne zu stottern. Leider kam Wild-senpai dazwischen«
»Aber diese Yuki war doch immer schon in ihn verliebt. Wer sagt denn dass sie keine gute Schauspielerin ist und dass sie nicht lügt? «, fragte Maaya.
»Stimmt… Was denkst du Keiko? «
»Wie? Äh… oh ich mag Kekse…«
»Das war nicht die Frage. Denkst du sie lügt? «
»Wer? «, fragte sie eine vierte Stimme
»Yuki«
»Oh äh ja… hmm ich denke du hast noch eine Chance bei ihm, Maaya. «
»Wirklich? «, fragte Maaya und in ihrer Stimme war ein Hauch von Überraschung.
»Das glaube ich nicht«, murmelte jemand anderes deren Stimme ganz kalt war.
»Kuran-Senpai liebt sie glaube ich. Denn ihr wisst doch letzten Donnerstag habe ich ihn doch nach einem Rendezvous gefragt, oder? «
»Ja das du dich so was traust…«
»Jep das stimmt, und? «
»Na ja er hat irgendwie angedeutet, dass er schon eine Freundin hat und er hatte dabei kurz auf Yuki geschaut. Ich denke er hat nicht mitbekommen, dass ich es gesehen habe. «
»wirklich? Davon hast du gar nicht erzählt. «, fragte Keiko deprimiert.
» Wieso sollte ich? Ich hätte mich doch nur blamiert. «
»Ich gebe dir völlig Recht. «
Oh die armen. Jetzt habe ich ihren Traum zerstört
Ich hörte hinter mir Schritte und fuhr herum. Idol-Senpai Händchenhaltend mit Aimi, gefolgt von Shiki und Rima und Kain- senpai und Ruka. Als letztes kam Kaname. Er blieb vor mir stehen.
»Gehen wir? «, fragte er. Ich nickte schnell und wir gingen Seite an Seite durch das Tor und durch den Gang den Die Schüler gemacht haben. Diese wurden von dem Vertrauensschüler weg gedrängt. Die Schüler kreischten als ob wir irgendwelche Popstars wären und machten den Vertrauensschülern die Arbeit schwer. Ich lächelte Yori-chan noch zu bevor wir im Schulgebäude verschwanden. Doch ich konnte noch hören wie die Day-class Schüler tuschelten.
»Wie sehe ich aus? «
»Ah.. Die sehen toll aus! «
»Idol-Senpai!«
»Shiki-Senpai«
»Wild-Senpai! « schrien sie!
Ich hörte noch einmal »Ka-ching« aus Idol-Senpais Mund bevor wir uns auf den Weg zum Klassenzimmer machten. Doch weiter hielt ich nicht aus. Was war passiert nachdem ich aus Idol-Senpais und Wild-senpais Zimmer ging? Aimi kam auf mich zu.
»Wo warst du? «
»Och… Als ich von Kaname zurückkam, warst du noch bei Idol-senpai. Also hab ich mich umgezogen und auf euch gewartet. «, murmelte ich. » Und wie lief es? Was hast du ihm gesagt? «, fügte ich mit fast Drohendem Unterton hinzu während ich die Tür des Klassenzimmers öffnete. Sie erzählte mir, sie habe alles erzählt bis auf die Geschichte mit dem Brief, denn diese hatte sie ihm verschwiegen. Ich gab mich damit zufrieden, obwohl sie diese Sache ihm hätte erzählen sollen.
»Du Yuki, woher wissen die Day Class Schüler von Kaname-Senpais Verlobung? «
Ich hätte wissen sollen, dass diese Frage kommen wurde. Uhh….. Mein Magen verkrampfte sich und ich schaute zu Boden
»Von mir«, flüsterte ich kaum hörbar. »Die Day-Class Schülerinnen sind bei uns eingedrungen und haben mich in die Ecke gedrängt. « Ich wollte nicht darüber reden und blieb weiterhin still. Aimi verstand und ließ sofort das Thema fallen. Da trat Kaname-Senpai zu uns. Aimi setzte eine Arrogante Miene auf, blickte ihn kühl an und stolzierte zu Aido.
4. Kapitel Die Verabredung
Spät in der Nacht betrat ich Aimis und mein Schlafzimmer. Sie war ca. schon eine Stunde hier drin und betrachtete sämtliche Kleidungsstücke die auf ihrem Bett lagen. Anschließend entschied sie sich für ein Lila Knielanges Kleid mit schwarzem Dekolleté. Es war ärmellos. Dann setzte sie sich vor ihren Schminktisch und begann sich die Haare zu frisieren. Ich setzte mich hin und fing an zu malen.
Plötzlich ertonte ein Geräusch und wir fuhren beide zusammen. Jemand stand vor unserer Zimmertür. War es Kaname? Wenn ja wieso war er hier? Ich wollte doch zu ihm kommen und nicht umgekehrt.
Aber es war nicht Kaname sondern zwei Day-Class Schülerinnen. Aimis und meine Augen verengten sich. Was hatten die hier zusuchen? HALLO? Schon mal etwas von Privatsphäre gehört? Wie sind die hier rein gekommen?
Ich hätte Aimis Gedanken nicht lesen müssen damit ich wusste an was sie dachte. Sicherlich das Gleiche wie ich. Ich schaute auf die beiden verängstigten Day-class Schülerinnen, die vor Angst fast am Zittern war.
»Was habt ihr hier zusuchen? «, zischte Aimi.
»Äh… Gar nichts«, sagte eine der beiden Eindringlinge.
»Genau nichts! Macht dass ihr von hier verschwindet! «
»Jawohl Aimi-san. «, murmelten die beiden, verbeugten sich vor Aimi und mir und verschwanden nach draußen.
»Denen sollte echt mal jemand Manieren beibringen«, schimpfte ich. Aimi nickte zustimmend während sie ich ihre Ballerinas anzog.
»Ich habe noch etwas Zeit Yuki, soll ich dir helfen dich fertig zu machen? «
»Eh? Wie… was…? «, fragte ich verwirrt.
»Du weißt schon…«, versuchte sie mir zu helfen. Was hatte sie vor?
Sie reichte mir die Hand, zog mich von meinem weichen, flauschigen Bett zum Schrank und reichte mir nachdem sie den Halben Kleiderschrank geleert hat ein beige-rosa Kleid.
»Das müsste passen«
»Was?«
»Du sollst das«- sie zeigte auf das Kleid-» anziehen und dann« - Aimi holte tief Luft und ich machte den Mund auf doch sie schüttelte nur den Kopf- » Sag nichts. Dann mache ich dir eine schöne Frisur«
Sie schaute mich gebieterisch an.
»Na gut« Ich ging mit dem Kleid ins Badezimmer und zog mich um.
Mit dem schönen beige-rosa Kleid am Körper trat ich aus dem Bad und lief Aimi in die Arme.
»Ups«, murmelte ich. Sofort nahm sie mich bei der Hand (in der linken hielt sie eine schöne rote Rose sicher aus dem Garten des Rektors) und schubste mich auf ihren Stuhl vor dem Schminktisch. Sie zog von irgendwoher einen Kamm heraus, es war schon fast Magie, und kämmte mir die Haare. Anschließend band sie mir mit einem Band aus Seide eine Schleife um den Hals und steckte die schönste Rose die ich je gesehen habe (Jetzt war ich mir Hundertprozentig sicher, dass sie aus dem Garten des Rektors war) an. Aimi kramte aus ihrer Schmucktruhe ein Paar Perlen Ohrringe und einen Haarreif, das beige war, heraus. Sie setzte mir den Haarreif auf und steckte mir die Ohrringe an. Dann stellte sie sich vor mich und musterte mich ganz zufrieden.
»Jetzt kann Kaname-Senpai«- sie sprach seinen Namen mit Hass aus-» dir sicher nicht widerstehen. «
»Danke schön«, murmelte ich.» Apropos wieso hast du dich so fertig gemacht? Stylen die Leute von dem Set nicht mehr? « Moment mal sie hatte das Kleid an das sie vor einer Woche gekauft hat falls sie eine Verabredung mit Aido hätte. Heißt das etwa…
»Du hast eine Verabredung mit Aido-Senpai? «, rutschte es mir heraus.
Aimi wurde ganz rot und schaute verlegen an die Decke. Ich fiel ihr sofort in die Arme.
»Aimi! Du hast es geschafft! «, jubelte ich. Wir kreischten eine Weile lang.
»Ja. Kaum zu glauben. Ich habe den schönsten Vampir der ganzen Akademie herumgekriegt.«
»uii ich bin ja so-«, begann ich zu sagen wurde aber sofort von Aimi unterbrochen, die sich wieder in griff bekam. » Hey! Du hast keine Zeit mehr! Geh zu deinem Liebsten! «
Ich sprang sofort zur Tür und öffnete sie.
»Warte du hast deinen Mantel vergessen. «, schrie Aimi.
»Danke. « Ich streifte den Mantel über, wünschte Aimi viel Glück und machte mich auf den Weg zu Kaname-Senpais Zimmer. Ich lief durch den lagen, vamirleeren Gang bis ich irgendwann bei Kanames Tür stehen blieb. Ich klopfte zweimal und hörte danach Kanames sanfte Stimme.
»Du darfst rein Yuki«
Woher wusste er, dass ich es war? Ich trat in sein Zimmer. Er saß auf seiner Couch. Kaname-Senpai trug wie immer ein Schwarzes Hemd zu einer Weißen Hose. Doch hatte er einen Mantel über seinem Arm gelegt. Ich murmelte ein kurzes hallo, verlor mich in seinen wundervollen Augen und viel dann von meiner rosa-roten Wolke als ich bemerkte, dass er mich ansah. Sofort errötete ich.
Er stand auf und zog mich an sich. Dann kamen seine Lippen meinen näher. Sein Atem war auf meinem Gesicht. Er berührte meine Lippen mit seinen und drückte mich fest an sich.
Aimi hatte recht. Kaname konnte mir nicht widerstehen hihi
Nach einer Weile löste er die Lippen von mir.
»Habe ich dir gesagt wie wunderschön du heute aussiehst? «, flüsterte er mir ins Ohr. Ich schüttelte den Kopf.
»Dann sage ich es dir jetzt. Du siehst wunderschön aus. «
Verlegen bedankte ich mich. Mein Herz fing an zu rasen und das Blut pulsierte in meinen Wangen. Hoffentlich konnte er nicht hören wie schnell mein Herz schlug, schwirrte es mir durch den Kopf. Aber natürlich konnte er es. Er legte seinen Kopf an meine Brust und hörte zu. Oh nein…
»Dein Herz flattert so schnell wie die Flügel eines Kolibris. «, bemerkte er. Seine Stimme war so zart und sanft das ich wieder auf einer rosaroten Wolke saß. Seine Lippen waren dann wieder auf meinen.
Als ich zurück zum Zimmer kam war Aimi schon da. Sie saß auf einem Stuhl neben ihrem Bett und schrieb in ein neues Tagebuch, das nicht Pink wie ihr erstes war, dass ihr abhanden gekommen ist, nein, dieses war Blutrot und mit Fotos von ihr und Aido geschmückt. Uh sie schreibt in ihr Tagebuch, das mache sie doch nur wenn etwas tolles passierte.
»Hi«
»Hey, Yuki«
Ich setzte mich auf ihr Bett und fing an sie durch zu löchern.
»Was hast du denn während deiner wundervollen Verabredung gemacht? «
Sie fuhr zusammen und presste die Tage Buch an sich.
»Woher weißt du das es super… Hast du mir gerade über die Schulter geguckt? «
»Nein so was mache ich doch nicht! Ich bin doch deine beste Freundin. «
»Woher weißt du es dann? Hast du uns beb-«
»Nein. Du schreibst in dein Tagebuch und das verrät genug. Du machst es nur wenn etwas Tolles passiert ist. «
»Wirklich?«
»Wirklich.«
»oh.. Hihi«
»Nun was habt ihr gemacht? Hat er dich geküsst oder etwas anderes gemacht? «
»Äh… Am Anfang waren wir im Garten bis wir Rima und Senri erwischt haben wie sie sich abgele… äh wie sie sich geküsst haben. Danach waren wir in seinem Zimmer. «
»Oh«
»Und konnte Kaname dir widerstehen? «, wechselte sie das Thema
»Hä?«
»Konnte… ER…. Dir… widerstehen?«
»Wer?«
»Der Stuhl. Weißt du? Kaname- senpai natürlich.«, zischte Aimi genervt.
»Achso.«
»Und?«
»ÄH.. Weiß nicht«
»WIE das Weißt DU Nicht? Das musst du doch wissen! Hat er dich geküsst?«, löcherte sie.
»Sag ich nicht!« Nach einer weile fragte ich sie dieselbe Frage. Doch sie antwortete nicht. Also fragte ich noch einmal. Aber sie sagte nur:
»Sag ich nur wenn du meine Frage beantwortest.«
»Na gut er hat mich dreimal geküsst. Zwei mal bei ihm im Zimmer und einmal draußen beim See. Bist du jetzt zufrieden?«
»Ja bin ich.«, antwortete sie grinsend.
»Und?«, fragt ich. Sie hatte mir immer noch nicht meine Frage beantwortet.
»Was und?«
»NA..« Ich wollte ihr auf die Sprünge helfen doch das war dann nicht mehr nötig.
»Oh verstehe… Er hat mich einmal geküsst bevor er seine Zähne in meinen Hals bohrte«, sagte sie und schauderte zeitgleich mit mir.
»Da hat das was wir heute gemacht haben auch seine guten Seiten.«, jubelte ich. Die Tür flog auf und der Rektor stand in der Tür.
»Nicht so vor eilig!« Er schaute uns streng an. » Ihr werdet das Chaos beseitigen.«
»Aber… herr Rektor«, protestierte ich.
»Wie oft habe ich dir gesagt, dass du mich Papa nennen sollst?«
Ich grübelte nach. Hm wie oft hatte er mich das gefragt?
»Geht das Chaos beseitigen!«
»JA, Herr Rektor!«, sagten Aimi und ich wie aus einem Mund.
»Waa-«, jammerte der Rektor. Er wollte mir sicher eine Strafpredigt halten. Aber Aimi und ich stürmten so schnell wie möglich aus dem Zimmer.
