Soooo hier is das nächste Chap., hoffe es gefaellt euch!
Declare ist wie immer: nichts von alledem gehört mir
*~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~*
Rise from Nowhere - Alte ErinnerungenSchritt für Schritt wich Ginny an den Bettpfosten ihres
Himmelbettes zurück. Ihr Herz raste, sie spürte, wie sie am ganzen
Körper zu zittern begann.
„Du ...", brachte sie nur heraus,
dann versagte ihr die Stimme. War das wieder einer dieser furchtbaren
Träume, von denen sie nie jemanden etwas erzählt hatte?
Sie
spürte, wie ihre Glieder schwach wurden, doch sie zwang sich,
aufrecht stehen zu bleiben und nicht auf den Boden zu sinken.
Der
junge Mann trat einen Schritt näher und nun wurde sein Gesicht vom
Mondlicht beleuchtet. Es gab keinen Zweifel ... doch ... das war
unmöglich ...
„Ginny ...?", sagte er.
Sie presste die
Lippen aufeinander, schüttelte energisch den Kopf, als könne sie so
seine völlig irreale Erscheinung vertreiben. Tränen liefen ihr über
die Wangen.
Tom kam erneut etwas näher und betrachtete sie
eingehend.
Sie lebte. Er wartete auf die Woge des Zorns, die ihn
erfassen musste, doch sie blieb aus. Er konnte nur ein flaues Gefühl
in der Magengegend spüren. Gleichzeitig wurde ihm unwirklich
bewusst, wieviel Zeit vergangen sein musste, seit er sie in seine
Gewalt gebracht und in die Kammer des Schreckens entführt hatte: sie
hatte sich entwickelt, war zu einer jungen Frau geworden. Nichts
erinnerte mehr an das kleine, ängstliche, zerbrechliche Mädchen von
damals. Doch wie damals spürte er ihre unbändige Angst, sah sie in
ihren Augen.
„Wie ich sehe, ist es Harry Potter gelungen, euch
beide zu retten", bemerkte er mit einem trockenen Lachen.
Ginnys
Lippen bebten. Ihre Gedanken überschlugen sich, die lähmende Angst
hinderte sie daran, sich zu rühren.
„D-das ... kann nicht sein
...", stotterte sie mit tränenerstickter Stimme und starrte ihr
Gegenüber an.
Tom schmunzelte leicht.
„Wir leben in einer
magischen Welt", sagte er und kam, wenn es überhaupt möglich war,
noch näher. Seine schwarzen Augen bohrten sich in die ihren. „Vieles
ist möglich ..."
Er wird mich umbringen, dachte sie. Er
wird mich umbringen ...
„Ich brauche deine Hilfe", sagte
er mit einer überraschenden Geschäftigkeit in der Stimme und
begann, vor ihr auf- und abzuschreiten. Mitten im Gehen hielt er
inne, musterte einige Augenblicke die Tür des Schlafsaals und
richtete dann den Zauberstab darauf. Für einen kurzen Moment
leuchtete sie golden auf, dann erlosch sie wieder. Ginny wusste, dass
er sie versiegelt hatte. Das Herz schlug ihr bis zum Hals.
Tom
wandte sich ihr wieder zu und prüfte ihren Gesichtsausdruck, gerade
so, als wolle er abschätzen, ob sie versuchen würde zu
entkommen.
„Wir beide wissen, was sich damals in der Kammer
abgespielt hat", sagte er und konnte nicht verhindern, dass ein
schmerzhafter Ausdruck auf sein Gesicht trat. Kurz darauf festigte er
seine ausdruckslose Miene wieder und fuhr fort: „Potter hat mich
umgebracht, indem er das Tagebuch zerstörte. Er hat meine Erinnerung
zerstört. Aber", er lachte leise, „wie du siehst, lebe ich. Ich
bin aus Fleisch und Blut, ich bin nicht länger ein bloßer Gedanke,
der von der Kraft eines Lebenden zehrend wieder zu Kräften
kommt."
Er musterte aufmerksam Ginnys bleiches Gesicht. Er hatte
einen seltsamen Ausdruck in den Augen.
„Du ... das, was ich ...
was ich dir damals angetan habe ...", sagte er und seufzte leise.
„Es ... es tut mir leid."
Stille. Ein bizarrer Augenblick
entstand, in dem Ginny Tom anstarrte, als wäre er mehr denn je ein
furchtbares Gespinst ihrer Fantasie. Das erste Mal, seit er so
plötzlich den leeren Schlafsaal betreten hatte, löste sie sich aus
ihrer Starre.
"Was soll das alles?", fragte sie und plötzlich
wurde sie argwöhnisch."Wer bist du wirklich, raus mit der
Sprache!"
War sie da auf irgendeinen blöden Witz reingefallen?
Das, was ... Tom Riddle ... gesagt hatte, wollte einfach nicht
passen.
„Ich bin der, dessen Tagebuch du gefunden hast",
entgegnete er ruhig. „Ich bin der, dem du deine tiefsten Ängste
und Wünsche anvertraut hast. Ich bin der, der dich die Kammer des
Schreckens hat öffnen lassen und dich beinahe getötet hat."
Ginny
sagte kein Wort. Sie öffnete den Mund, versuchte vergeblich, etwas
Vernünftiges von sich zu geben, und schloss ihn wieder.
*~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~**~.~* Und wenn Dreamcatcher und ich jetzt auch noch ein Review!!! (egal welcher art) bekommen würden, dann wäre das super!
