Titel: Airplane! – Über den Wolken
Autor: LilyPrincess
Übersetzerin: etuaip
Altersbeschränkung: T
Wörter: 3.552
Kapitel: 3/17
Genre: Romance
Hauptcharakter: Lily Evans, James Potter, die restlichen Marauder
Pairings: LE/JP
Inhaltsangabe: Nachdem sie wegen einer dummen Muggelpanne das Konzert des Jahres verpasst hat, nimmt Lily Evans den Flug nach Chicago, bereit ein paar Wochen mit ihrem Vater zu verbringen. Der Flug dorthin aber, erweist sich als besser als das verpasste Konzert, denn dort trifft sie einen attraktiven Unbekannten…
Anmerkungen: AU, Übersetzung
Kapitel 3: Die zweite Stunde
Eine Stunde später war ich erfreut zu bemerken, dass ich in den letzten sechzig Minuten keine einzige peinliche Sache getan hatte. Genauer gesagt, gewann ich Stück für Stück meine Zuversicht zurück. Der Mann hatte die ganze Zeit kein weiteres Wort mehr mit mir gesprochen, saß nur da in offensichtlichem Frieden, nippte seine Cola weg und starrte aus dem Fenster, betrachtete den wattigen Flaum von vorbeischwebenden Wolken.
Unter der sorgsamen Inspektion meines umfangreichen Sehvermögens, bewegte er weiter seine Beine, fast zappelig. Und auch mit gutem Grund… die Frau in dem Sitz direkt vor ihm hatte die Lehne besagten Sitzes fast ganz in eine horizontale Position gestellt. Sie schnarchte ziemlich laut – sehr zum Ärger des Mannes zu ihrer linken, der ihr gelegentlich gereizte Blicke zuwarf.
In dem Moment stieß die Frau einen besonders lauten Schnarcher aus… er war laut genug um ihre groß umrandete Brille zum leicht vibrieren zu bringen und einen Strahl der obigen Lichter einzufangen. Alle im Umkreis stöhnten leicht, manche verdrehten die Augen – ich eingeschlossen. Wenn diese Frau den ganzen Weg schlafen wird, denke ich, werde ich einen Anfall kriegen und ich möchte vor dem Kerl zu meiner rechten keinen Anfall bekommen.
Ich warf einen Blick rüber zu ihm und lachte fast laut bei seinem Gesichtsausdruck. Er lehnte – praktisch eingeengt – auf der Armlehne, die er nicht mit mir teilte, sein Kinn lag auf seiner Faust. Er verdrehte die Augen und seufzte leicht, sanft bewegte er seine Beine hoch und runter um gegen den Rücken des Sitzes der Frau zu pochen und starrte sie fast neugierig an um zu sehen, ob die leichten Taps ihres Sitzes sie stören würden. Ich lehnte mich vor, befeuchtete meine Lippen und zögerte bevor ich, sicherstellend dass niemand zuhörte, ihm sehr leise sagte, „Weißt du… Ich habe meinen Zauberstab bei mir-"
Der Kerl drehte seinen Kopf um mich anzusehen, sein Kinn lag immer noch auf seiner Hand. „Hast du Lust jemanden zu verhexen?", unterbrach er mich träge.
Ich lächelte und sagte, „Nicht exakt was ich dachte... Ich kenne diesen Zauber… er lässt einen Musik in seinem oder ihrem Kopf hören…" Fast eifrig befingerte ich den Zauberstab, der in der magisch vergrößerten Tasche meines weißen Pullis verborgen war. Ich biss mir auf die Innenseite meiner Wange bevor ich sagte, „Interessiert? Ich habe sowieso Lust Black Magic zu hören."
Er lächelte mich an, „Nein, das ist okay, ich werde es überleben."
Gerade als ich leicht protestieren wollte, wachte die Frau auf und meine Argumente waren zunichte gemacht. Mit einem höflichen Lächeln wandte ich mich wieder meinen Dingen zu und erlaubte ihm das gleiche zu tun.
„Möchtest du Sitze tauschen?" Mein Nachbar, der bis jetzt gelesen hatte, blickte auf und das Licht der Deckenlampe spiegelte sich in seiner Brille. Ich starrte ihn mit erhobenen Augenbrauen an.
„Pardon?", fragte er und schloss leicht sein Buch.
„Ich sagte, möchtest du Sitze tauschen? Das sieht ziemlich unbequem aus, wie diese Lady dir all deinen Platz wegnimmt.", erklärte ich.
„Oh", sagte er und sah zu seinen Beinen, die ziemlich eingeklemmt waren. Er zögerte, sah zu meinen kurzen Beinen, die den extra Platz genossen, den der Sitz am Gang gab.
„Es ist kein Problem.", beruhigte ich schnell seine Zweifel, „Wirklich, ich habe kurze Beine. Kleiner Platz stört mich nicht."
Er war einen Moment ruhig und starrte aus irgendeinem Grund zu der Lady, die mich beiseite geschubst hatte als ich ins Flugzeug gestiegen war. „In Ordnung.", sagte er endlich nach einem Moment und wandte sich mir wieder mit einem schiefen Grinsen zu, „Danke."
Ich grinste als Antwort, stand gleichzeitig mit ihm auf, erlaubte ihm sich zuerst auf meinem Platz zu setzen damit ich mich an ihm vorbei zu meinem neuen Sitze quetschen konnte. „Ich mag Fensterplätze sowieso lieber.", informierte ich ihn in einem freundlichen Ton.
„Zieh den beengten Platz ab und ich tue es auch.", sagte er und streckte entspannend seine Beine aus.
Mit einem zurückhaltenden Lächeln von mir und einem schiefen Grinsen von ihm und einem malerischen Schnarcher der Frau jetzt vor mir, verging die zweite Stunde des Fluges.
