Hey Leuter´s,

hier kommt nun schon Kapitel 3 dieser Story und ich wünsche euch viel Spaß. Außerdem möchte ich mich für eure Reviewes bedanken, obwohl ich euch auch dazu aufrufen muss, eure Bemühungen in dieser Angelegenheit zu verstärken. Denn ab diesem Kapitel steht mir eine helfende Hand, in Form meiner Beta-Leserin GinnyPotter 1988, zur Seite und ich muss mir das Lob mit ihr teilen. (Grins )

Also hämmert auch ihr mal wa auf die Tasten und lasst es uns spüren.

MfG Mr. Figgs

Kapitel 3

Voller Entsetzen starrte Harry auf die dunkle Gestalt seines früheren Lehrers. Dieser aber kümmerte sich nur sehr halbherzig und den Jungen vor sich und verriegelte erst einmal die Tür des Zimmers und die Fenster. Dann legte er einen Stillschweigezauber auf den ganzen Raum und nahm zu guter letzt Harry´s Zauberstab an sich.

„Den brauchst du nicht mehr, Potter." Sagte Snape mit einem fiesen Grinsen im Gesicht. Harry bemerkte allerdings anhand der Tonlage, dass Snape Schmerzen zu haben schien.

Geschieht ihm ganz recht", dachte Harry und versuchte sich zu befreien. Schließlich wollte er kämpfend untergehen und nicht wie Dumbledore, der gezwungen war zu flehen und dann doch ermordet wurde.

Snape schien sich nach all den Vorkehrungen einigermaßen sicher zu sein und schnippte mit seinem Zauberstab das Licht an. Damit wurde es Harry zum ersten Male möglich in das Gesicht des Verräters zu blicken. Snape sah fürchterlich aus, auch wenn dies Harry eigentlich freuen sollte. Sein Gesicht war schmutzig, die Robe zerrissen und Snape´s Haut war blass und wirkte blutleer.

Doch dies sollte und durfte Harry nicht weiter berühren, denn schließlich stand hier vor ihm der Mörder von Dumbledore und der Mann, der seine Eltern in erster Instanz an Voldemord verraten hatte. Harry versuchte es mehrfach und schaffte es schließlich den Knebel aus seinem Mund zu spucken.

„Du mieser Verräter, die Feigling und Hurensohn, hast du nicht schon genug getan ?" Schrie Harry und spuckte dabei förmlich in Snape´s Richtung.

Der Todesser sprang auf, kam zu Harry herüber und verpasste ihm eine Schelle.

„Ich hab dir schon damals gesagt, Potter, nenn mich nicht einen Feigling."

Harry, von der Wucht des Schlages zwar etwas ins Straucheln gekommen, fing sich schnell ab und stürmte auf Snape zu. Und bevor dieser reagieren konnte, hatte Harry ihm auch schon seine eh schon krumme Nase mit einem gezielten Faustschlag gebrochen.

Dies schien bei Snape die letzte Sicherung durchbrennen zu lassen. Denn er drückte Harry an die nächste Wand und seine Hände schlossen sich immer fester um die Kehle des Jungen.

Harry begann zu strampeln, doch Snape schien trotz seines Zustandes immer noch über immense Kraft zu verfügen. Seine Augen bohrten sich in die von Harry und der Schwarzhaarige glaubte, dass der treue Diener des dunklen Lords versuchte, in seine Gedanken einzudringen. Sofort wehrte sich Harry mit allem was ihn in den Sinn kam. Snape durfte an die Informationen über die Horkruxen oder die Prophezeiung nicht herankommen.

Harry mühte sich so sehr, dass er kaum mitbekam, dass Snape ihn wieder abgesetzt hatte. In seinem Gesicht zeichnete sich plötzlich ein triumphierendes Lächeln ab und Harry´s Augen weiteten sich. Snape hatte es geschafft. Er hatte, was er wollte und nun würde alles vorbei sein. Harry sank auf die Knien und sah Snape mit wütenden Augen an.

„Tun sie es. Bringens sie es zu Ende, sie Verräter", schrie Harry Snape an. Er hatte keine Angst mehr vor dem Tod. Er würde Dumbledore wieder sehen, oder seine Eltern und vielleicht auch Sirius.

Snape hingegen starrte Harry abschätzend an und wie er den Jungen so vor sich knien sah, schien er am Ziel seiner Träume angekommen zu sein. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht und mit kalter Stimme sagte er,

„Wieso erinnert mich das hier nur an ein Ereignis, welches keine zwei Wochen her ist."

Harry´s Blut begann zu rasen und seine Fäuste ballten sich so stark, dass die Knöchel schneeweiß wurden. Dann schrie er Snape mit aller Kraft, die er hatte an.

„Du mieses Stück Dreck, du Sohn einer Hure, ist es dass, was du brauchst um ein wahres Glücksgefühl zu bekommen ? Müssen Menschen also vor dir knien, kurz bevor sie sterben ? Du Bastard, er war ein alter Mann, geschwächt und alles was er versuchte hat, war die Welt vor Voldemord zu schützen. Er war wehrlos und du Schwein hast ihn eiskalt ermordet."

Snape erhob seinen Zauberstab und richtete ihn auf Harry´s Brust. Dann atmete er tief durch und mit einem wissenden Grinsen im Gesicht fauchte er gefährlich.

„Potter, ich habe dir schon einmal gesagt, du sollst den dunklen Lord nicht beim Namen nennen. Und was Dumbledore angeht, dieser Mann ist niemals wehrlos gewesen. Das solltest du doch am besten wissen, Potter. Schließlich hat er es geschafft, dich zu bannen und mundtot zu machen. Oder hast du geglaubt, ich habe nicht gewusst, dass du da bist, Potter ? Ich habe jeden deiner Herzschläge gehört. Jeden deiner Atemzüge gespürt und doch... ist es an diesem Tage nicht meine Aufgabe gewesen, dich zu töten."

Harry starrte den Mann vor sich mit wütenden Augen an. Wie konnte sich Dumbledore nur so in Snape täuschen ? War dieser Mann wirklich so perfekt in seiner Tarnung gewesen ? Hatte er dies alles schon so lange geplant ? Vielleicht zusammen mit Malfoy, der es dann doch nicht tun konnte ?

Harry schaute diese Kreatur vor sich mit einem immer verachtungswürdigerem Blick an. Dann wanderte seine Augen durch den Raum, auf der Suche, nach etwas, das ihm helfen könnte, zu fliehen. Snape schien dies zu bemerken und sein Grinsen wurde immer breiter. Dies brachte Harry noch mehr auf die Palme und er schrie Snape erneut an.

„Severus Snape, ich verfluche den Tag ihrer Geburt. Denn mit diesem Tage wurde das Schicksal der Welt besiegelt. Ich hoffe sie werden eines grausamen Todes sterben. Auch wenn ich es nicht mehr erleben werde. So wird es andere gute Zauberer geben, die Dumbledore´s Werk zuende führen."

„Jetzt hör aber auf, Potter", schrie Snape zurück. „Stell Dumbledore nicht als einen Heiligen hin. Denn er war keiner, Potter. Dumbledore mag sich der Seite des Lichtes verschrieben haben, doch kannte und praktizierte er auch Zauber und Rituale der dunklen Magie. Denn in Wirklichkeit, und dies kannst du mir ruhig glauben, gibt es nur sehr dünne Grenzen zwischen ihnen. Oder glaubst du, dass Lord Grindewald damals an einem von Dumbledore´s Zitronenbonbons erstickt ist ? Glaubst du, dass der Schutz, den Dumbledore über dich und dieses Haus hier gelegt hat, reine weiße Magie ist ? Nein, es ist Blutmagie und damit vor vielen hundert Jahren als dunkel eingestuft worden."

Harry starrte Snape an und wollte etwas erwidern, doch er fand keine Worte. Snape hingegen atmete tief durch und hustete mit einem Male kräftig. Dabei bemerkte Harry, all das Blut, welches auf Snape´s Mund floss. Der Ältere spürte wie er beobachtet wurde und wischte schnell sein Gesicht sauber.

„Was ist los Potter ? Noch nie Blut gesehen ?" Fragte Snape kalt und richtete sich wieder auf.

„Doch, Schniefellus und es ist noch zu wenig, wenn man bedenkt, was du getan hast. Ich habe es gesehen, die Wut und den Zorn, als du den Todesfluch sprachest. Ich habe gesehen, wie sehr du Dumbledore gehasst hast."

„Halt dein dreckiges Maul, Potter. Du verstehst gar nichts, rein gar nichts. Ja, ich habe ihn gehasst, in dem Moment, wo er mich zwang, das Schlimmste zu tun, was er von mir verlangen konnte. Ich habe ihn dafür verachtet und es gab mir die Kraft, es zu tun."

Mit diesen Worten baute sich Snape vor Harry auf und schlug den Jungen mitten ins Gesicht. Dann drehte er dem am Boden liegenden Jungen den Rücken zu und ging zur Tür. Harry sah ihm nach und erschrak. Was hatte Snape jetzt vor ? Wollte er das tun, was Harry dachte ? Nein, das durfte nicht geschehen, auch wenn Harry die Dursleys verachtete.

Snape blickte aber nur kurz aus dem Zimmer und horchte nach außen. Dann kam er zurück und sagte mit einem Grinsen.

„Los Potter, zieh dich an und packte deine Sachen in den Koffer. Wir haben noch etwas zu Ende zu bringen, bevor Severus Snape aufhört zu existieren."

Harry schaute geschockt in Snape´s Gesicht und rappelte sich danach auf. Vorsichtig und langsam ging er zu seinem Schrankkoffer und plötzlich erinnerte er sich an etwas, dass ihm vielleicht helfen konnte und was sich im Inneren des Koffers befand.

Bevor Harry aber all sein Hab und Gut erreichte, rief ihn Snape mit einem amüsierten Lachen zurück. Harry drehte sich um und bekam gerade noch mit, wie ihn ein violetter Lichtstrahl traf. Und kaum dass ihn das Licht berührte, fühlten sich Harry´s Hände auf irgendeiner Art taub an.

„Das ist nur für den Fall, Potter, dass du glaubst mich mit den Zauberstäben deiner Eltern bedrohen zu müssen. Es handelt sich um einen Magieblocker. Oder hast du gedacht, ich wüsste nicht, dass sie sich in deinem Koffer befinden ?"

Harry starrte Snape ungläubig an, bis dieser ein lautes, nach einem Lachen klingendes Miauen von sich gab.

So also, war er hier herein gekommen, dachte Harry plötzlich. Snape war ebenfalls ein Animagus und ohne Zweifel auch ein illegaler, wie die Rumtreiber auch.

Da sich Harry nun dieser Chance zur Flucht beraubt sah, sank sein Optimismus allerdings erheblich und so begann er rasch all seine Sachen in den Koffer zu werfen. Danach verschloss er ihn und versuchte ihn leise in Richtung Tür zu wuchten. Schließlich sollten Tante Petunia und Onkel Vernon nicht wach werden. Wer weiß, was Snape dann mit ihnen machen würde ?

Während Harry sich mit dem Koffer abplagte, beobachtete ihn Snape mit Argusaugen, wie er es schon früher im Unterricht getan hatte.

„Sag mal Potter", flüsterte Snape plötzlich voller Sarkasmus,

„Bei Merlin, wie bin ich je auf den Gedanken gekommen, dich mit deinem Vater zu vergleichen ? James Potter mag zwar ein arrogantes, verzogenes Reichensöhnchen gewesen sein. Doch selbst er war so clever, seinen Koffer schon in unserem zweiten Jahr so zu verzaubern, dass er ihn auf zwei Fingern balancieren konnte."

Harry warf Snape einen vor Hass strotzenden Blick zu. Wie konnte er es nur wagen, jetzt hier auch noch über seinen Vater herzuziehen. Einen Mann, dessen Tod ebenfalls auf sein Konto ging.

Bevor es aber wieder zu einem Wortgefecht zwischen den Beiden kommen konnte, hatte Snape seinen Zauberstab auf den Koffer gerichtet und ihn geschrumpft. Dann befahl er Harry ihn aufzuheben und drängte den Jungen in Richtung Tür. Danach ging es die Treppe hinab und vor das Haus.

Dort angekommen, holte Snape einen alten Lederhandschuh aus seinem zerrissenen Umhang und murmelte leise „Portus". Der Handschuh leuchtete kurz blau auf und Harry wusste, dass es sich nun um einen Portschlüssel handelte.

„Zeit zu gehen, Potter. Wir müssen noch was zu Ende bringen. Ich hab es jemandem schwören müssen. Und damit wir dabei ungestört sind..." Snape drehte sich kurz um und richtete seinen Zauberstab auf den Himmel.

„Morsmordre"

Als nächsten spürte Harry, wie es hinter seinem Bauchnabel zog und das letzte, was er sah, war das Dunkle Mal, welches nun über dem Haus seiner Verwandten schwebte.

Z z Z z Z z Z

Als Harry wieder bei Sinnes war, spürte er zuerst, wie die kalte Nachtluft seinen Körper umhüllte. Sie waren also nicht in einem Gebäude gelandet und dies verhieß ja eine Möglichkeit zur Flucht.

„Da lang", fauchte Snape und stieß Harry mit seinem Zauberstab in die Seite. Dann drängte er ihn durch mehrere Büsche und vorbei an einigen Tannen, die unangenehm ihre Nadeln in Harry´s Gesicht bohrten. Schließlich erreichten sie eine kleine Lichtung und Harry, der bis dahin nur ein ungutes Gefühl im Magen gehabt hatte, bekam nun wirklich etwas Angst.

Denn inmitten der Lichtung brannte ein Feuer über ihm schwebte ein riesiger Kessel, der bei Harry eine der schlimmsten Erinnerungen wieder hervor brachte. Der Gryffindor war so auf den dampfenden Kessel fixiert und zitterte, dass er andere Begebenheiten oder Personen in seiner Nähe gar nicht mehr richtig wahrnahm.

Doch es gab hier noch mindestens eine weiter Person. Sie lag neben dem Feuer und wimmerte vor sich hin. Wer es war, konnte Harry nicht erkennen. Denn der Körper war vollständig in einen schwarzen Umhang gehüllt. Harry allerdings kam einfach nicht vom Kessel los und seine Angst stieg noch mehr.

Was hatte Snape nur vor ? Wer war die Person in diesem Umhang und was erwartete ihn selbst ? All diese Fragen brannten in Harry´s Kopf und erst Snape, der vor Harry´s Augen plötzlich eine kleine Phiole aus dem Umhang zog und sie an den Mund führte, riss den Schwarzhaarigen aus seinen Gedanken.

Harry starrte überrascht auf das kleine Glasgefäß und erschrak. Denn es war Felix Felices, der Glückstrank, den Harry selbst im letzten Jahr von Professor Slugborn geschenkt bekommen hatte. Und da Snape ihn trank, bedeutete es, dass er Etwas vorhatte, was alle seine Kraft brauchte und nicht schief gehen durfte.

Dann sah Harry kurz zum Kessel und wieder zurück. Snape begann wie irre zu grinsen und ging an Harry´s Koffer, den er längst wieder vergrößert hatte. Er öffnete ihn und nahm zu Harry´s Überraschung das kleine grüne Glas mit dem Pulver, das Harry nicht kannte heraus.

„Ah, da ist es." Stöhnte Snape zufrieden und trat an den Kessel heran. Dann zerriss die schwarze Banderole und Snape schüttete den Inhalt des Glases in den grünlich schimmernden Trank.

„Siehst du das, Potter, Knochen des Vaters."

Harry erinnerte sich an die Nacht, als Voldemord wieder auferstanden war. Genau den selben Satz hatte Wurmschwanz damals verwendet. Und wenn Harry jetzt schon geschockt, dann entfuhr ihm im nächsten Moment ein Schrei des Entsetzens. Denn Snape war plötzlich hinter dem Kessel verschwunden und als er wieder hervor trat, hielt er etwas rotgolden schimmerndes in seiner Hand. Es war ein Phönix. Es war Fawks, wie Harry schwach erkannte. Doch der Vogel schien völlig ruhig und kraftlos zu sein. Nicht mal ein Pieps kaum aus dem Schnabel des Tieres und so wie Fawks aussah, hatte ihn Harry nur einmal gesehen. Und zwar damals in Dumbledore´s Büro, kurz bevor er vor seinen überraschten Augen in Flammen aufgegangen war.

„Du Bastard, du Mörder", schrie Harry, doch Snape zeigte sich unbeeindruckt. Sein Blick schien der Welt entrückt und nur noch ein Ziel, der Tod von Harry Potter, schien noch vor seinem Geiste zu zählen. Snape hob den Phönix über den Kessel und schrie,

„Vermächtnis und Kräfte der Alten."

Dann versank der Körper von Fawks ohne Widerstand im nun blau leuchtenden Gebräu des Todes. Snape schien zufrieden und schob seinen Ärmel nach oben. Sofort erkannte Harry das dunkle Mal an Snape´s Unterarm und der Schwarzhaarige sah, wie der Irre mit einem Messer in die Tätowierung stach. Dann hielt er den Arm über den Kessel und das fast schwarze Blut tropfte in die Flüssigkeit.

Harry schrie laut auf, das seine Narbe anfing zu brennen und verpasste somit die Worte, die Snape sprach. Allerdings konnte man dabei auch nicht von Sprechen reden, denn Snape schrie ebenfalls vor Schmerz. Als sich der Todesser aber wieder einigermaßen gefangen hatte und nun seine Wunde verband, überkam Harry ein Gefühl der Übelkeit.

Denn auch wenn Harry den Satz, welchen Snape bei der Opferung von Fawks gesagte, nicht so recht verstanden hatte. So wusste er aus seiner Erinnerung vom Friedhof, dass noch eine wichtige Zutat für den Trank fehlte, bevor man den eigentlich Geist hinzu gab... das Fleisch des Dieners, so es überhaupt von einem Untergebenen sein musste.

Harry sah Snape mit entsetzten Augen an und dieser meinte nur, „Es wird Zeit Potter, dass wir es zu Ende bringen. Zieh dich aus und mach schnell. Wir wollen doch nicht, dass all die Mühe und Opfer vergebens waren, oder ?"

Völlig geschockt und ohne in der Lage zu sein, sich überhaupt bewegen zu können, stand Harry vor Snape und dem Kessel. Seine schlimmsten Befürchtungen schienen wahr zu werden. Nicht nur, dass er heute hier sterben würde. Nein, er müsste sein Leben dafür geben, damit jemand anderes, einer seiner Feinde, wieder auferstehen konnte. Wer es sein würde, das war egal. Harry war wie versteinert.

Snape hingegen schien es an Skrupeln zu mangeln. Dies hatte er in der letzten Zeit schon so oft gezeigt. Außerdem schien es ihm plötzlich nicht mehr schnell genug zu gehen und deshalb erhob er seinen Zauberstab.

„Diffindo", bellte er und Harry´s Sachen fielen in Fetzen von seinem Körper. Dann plötzlich folgte ein „Wingardium leviosa" und der Körper des völlig erstarrten Schwarzhaarigen schwebte langsam über den Kessel mit der brodelnden Flüssigkeit.

Harry kam wieder zu Sinnen, als er die Hitze des Feuers spürte und begann wie wild zu strampeln und zu schreien. Doch es half nichts. Der Kessel kam näher und näher und Snape schien seinen Verstand immer mehr zu verlieren. Dann lachte er noch mal kurz auf und rief mit kalter Stimme,

„Wir sehen uns in der Hölle, Potter".

Letztendlich hob Snape den Schwebezauber mit einem Wink seines Zauberstabes auf und Harry´s Körper fiel mit einem Klatschen in die kochende Flüssigkeit. Das nächste, was Harry spürte, waren Schmerzen, die so glaubte er, noch nie ein Mensch ertragen musste. Seine Haut brannte und jeder Versuch an die Oberfläche des Trankes, und damit an die lebensrettende Luft, zu kommen schien von einer unsichtbaren Macht verhindert zu werden. Harry war am Ertrinken und jeder Schwall dieser abscheulichen Flüssigkeit, der seine Kehle hinablief, brannte wie Feuer. Dann plötzlich spürte Harry, wie ihn etwas berührte.

Panisch blickte er sich in der Trübe des Trankes um und erkannte den undeutlichen Körper von Fawks. Panisch griff er danach und klammerte sich fest, wie ein Ertrinkender an einen Strohhalm. Doch bevor Harry den nächsten Gedanken fassen konnte, begann der Phönixkörper zu glühen, verwandelte sich in einen riesigen Feuerball und Harry schrie so laut, dass es mit Sicherheit auf dem ganzen Erdball zu hören war.

Das Letzte an was Harry denken konnte, waren seine Freunde. Er sah Ron, Ginny und Hermine. Danach wurde es dunkel und der Körper des Jungen, der lebt, ging ebenfalls in Flammen und einer riesigen Explosion auf.