Werde mich aber hoffentlich bessern.
Dann wünsch ich euch allen noch besinnliche Weihnachten, ein schönes Fest und falls wir uns nicht mehr sehen einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Kapitel 3: „Der 1. Winterball" oder„Was morgens in deinem Nikolausstiefel liegt gehört dir auch!"
Am Morgen des 5. Dezembers war in der Großen Halle die Hölle los. Nachdem alle Frühstück gegessen hatten waren Lehrer und Schüler der 6. Und 7. Klasse damit beschäftigt diese für den Ball zu schmücken.
Seit der Party der Slytherins, vor etwa einem Monat, hatte Draco sich geweigert ausserschulisches mit Blaise zu bereden. Blaise hingegen hatte jede Chance genutzt um Draco dazu zu bringen wieder mit ihm zu reden. Doch jeder Versuch hatte darin geendet, dass der blonde Slytherin wütend abgezogen war.
Genauso, wie auch jetzt, als die beiden einen Tannenbaum in der Großen Halle ganz in grün schmückten und Blaise Draco fragte, wen er mit zum Ball nehmen würde.
„Wenn du in sie verknallt bist brauchst du es nur sagen, aber nein, dein scheiß Stolz verbietet es dir ja, zuzugeben, dass du dich in Sie verliebt hast!" schrei Blaise durch die Halle. Als Draco die Tür laut knallend hinter sich schloss starrten alle in der Halle Blaise an. „Was gibt's da zu glotzen?" fuhr dieser die anderen an und wand sich wieder seinem Baum zu.
Wenn Draco nicht über seinen Schatten springen konnte würde er ihm auch nicht helfen können. Musste er halt selbst sehen, wie er es am besten schaffte an Kitty rann zu kommen.
„Meint ihr, dass mir das Kleid wirklich steht... ich meine, seh ich damit nicht etwas blass aus?" Kitty stand in ihrem grünen, schulterfreien Samtkleid vor dem Spiegel und betrachtete sich. „Quatsch, du siehst mit deinen schwarzen Haaren schon nicht blass aus, da macht dir doch so'n grüner Fummel nichts aus!" meinte Luna, die auf ihrem Bett saß und ebenfalls im Zimmer von Tiny und Kitty war.
„Damit wirst du Blaise den Kopf verdrehen!" meinte Tiny und grinste anzüglich, woraufhin Kitty die Augen verdrehte. „Du vergisst vielleicht, dass ich mich heute von Blaise trennen will!" wand Kitty ein und drehte sich zu ihren zwei Freundinnen um „Ist das nicht ein bisschen gemein... am Abend vor Nikolaus?" fragte Luna. „Ach Quatsch, immerhin hat Blaise es verdient!" entgegnete Kitty und drehte sich wieder zum Spiegel. „Genau und außerdem kann sie sich dann endlich Draco angeln... mit diesem Kleid wird er ihr verfallen!" eröffnete Tiny Luna, welche anerkennend nickte. Doch Kitty drehte sich empört zu Tiny um „Was redest du da für'n scheiß? Ich will absolut nichts von Draco und ihn schon gar nicht verführen, oder so!" fuhr Kitty die beiden Ravenclaw an. „Aber er steht total auf dich. Seit du mit Blaise zusammen bist redet er mit ihm kein Wort mehr und du solltest ihn mal sehen, wenn ihr euch küsst. Ich sag dir, nach diesem Abend wird er dir sabbernd hinterher laufen!" erklärte Tiny, woraufhin Kitty sich wieder zum Spiegel drehte und sich darin besah. Dann fing sie an zu grinsen „Meinst du?" fragte sie ihre Freundin. „Auf jeden!" antwortete diese ihr.
„Und, aufgeregt?" fragte Thomas Blaise, der neben ihm stand und etwas nervös die Treppe hinauf, zum Turm der Ravenclaws, sah. „Ach, weißt du ... etwas, ja." Antwortete dieser, ohne seinen Blick von der Treppe zu lösen.
„Und du?" Nun sah Blaise den Jungen neben sich an. Thomas war etwas größer als er selbst, seine Haare sahen etwas strubbelig, aber bei weitem nicht unordentlich, aus und der schwarze Festumhang stand ihm ebenfalls sehr gut.
Blaise trug sein schwarzes Haar so locker, wie immer und hatte einen dunkelgrünen Festumhang.
Schon die ganze Woche hatte er ungeduldig auf diesen Augenblick gewartet und nächtelang wach gelegen.
Als Thomas nicht antwortete sah Blaise kurz auf die Uhr der Eingangshalle, in der sie warteten.
„Sie verspäten sich." Bemerkte er „Wie immer." ergänzte Thomas lächelnd
„Jetzt komm schon Tiny, wir kommen zu spät!" Kitty stand bereits am Ausgang des Gemeinschaftsraumes und sah aufgeregt auf die Uhr.
„Ist ja schon gut, ich komme ja schon. Immer schön locker bleiben, wir dürfen das!" meinte Tiny lächelnd und ging an Kitty vorbei, aus dem Gemeinschaftsraum.
„Bevor ich hier her kam, war ich immer pünktlich." Schmollte Kitty und wurde von Tiny aus dem Gemeinschaftsraum gezogen.
„Jetzt maul hier nicht rum, Blaise wartet und du willst ihn doch sicher nicht warten lassen, oder?" „Gott, erinnere mich bloß nicht daran!" Kitty war sofort klar, worauf Tiny hinaus wollte und ihr graute jetzt schon davor mit Blaise schluss machen zu müssen.
Die Treppe runter, zur Eingangshalle, kam Kitty sicher noch nie so lang vor und sie war beinahe erleichtert, dass sie dann endlich Blaise und Thomas am Fuße der Treppe sah.
Blaise kam ihr einige Stufen entgegen , nahm ihre Hand, verbeugte sich kurz vor ihr und küsste ihren Handrücken.
„Du siehst wunderschön aus." Flüsterte er ihr sanft ins Ohr, als er sich wieder erhoben hatte und führte sie die restlichen Treppen hinab. Kitty würde bei Blaises Worten etwas rot und erwiderte lächeln ein danke.
Blaise und Thomas führten Kitty und Tiny in die Große Halle – den Ballsaal.
Kitty staunte über die Gestaltung der Großen Halle. Überall standen große und kleine Tannenbäume, die in den Farben der Häuser geschmückt waren. Von der verzauberten Decke flogen Schneeflocken hinab, die verschwanden, sobald man sie berührte. An den Seiten der Halle lagen Schneehaufen, auf denen das Essen und die Getränke aufgestellt waren.
Im vorderen Teil waren einige runde Tische aufgestellt worden, damit im hinteren Teil getanzt werden konnte.
Einige Pärchen hatten auch schon angefangen zu tanzen oder saßen an ihren Plätzen.
„Willst du erst etwas trinken?" fragte Blaise Kitty und führte sie an einen Tisch, an dem bereits ein paar andere Slytherins, Thomas mit Tiny und Draco mit Pansy saßen.
„Ja, gerne!" antwortete Kitty und sah zu, wie Blaise verschwand.
Draco hatte missmutig beobachtet, wie Blaise und Kitty sich an ihren Tisch gesetzt hatten und Blaise verschwunden war. Erst jetzt viel ihm auf, dass er Kitty die ganze Zeit über angestarrt hatte. Und so zwang er sich, weg zu schauen, als sie zu ihm sah. Dennoch riskierte er einige Seitenblicke. Sie sah aber auch verboten heiß in diesem Kleid aus und dieser nackte Hals verführte dazu, ihn zu küssen.
Wieder hatte er sie angestarrt und dieses mal hatten sie und Pansy es sogar mit bekommen.
Er musste sich wirklich ablenken, nur womit? Draco sah zu Pansy, die ihn wütend musterte. „Soll ich uns was zum trinken holen?" fragte er sie und zauberte damit ein lächeln auf ihr Gesicht „Gerne Dracii!" zwitscherte Pansy vergnügt „Nenn mich gefälligst nicht so!" zischt er ihr zu, als er aufstand und ging.
„Jedenfalls kann er schon mal nicht die Augen von dir lassen!" bemerkte Tiny als Draco aufgestanden war. „Das verspricht also noch ein Schöner Abend zu werden!" entgegnete Kitty lächelnd.
„Auf einen Schönen Abend!" Blaise hatte Kitty ihr Glas gebracht und wollte nun mit ihr, Thomas und Tiny anstoßen. Auch die anderen drei hoben ihre Gläser und stießen mit ihm an.
Knapp zwei Stunden später waren die vier auf der Tanzfläche und tanzten sowohl zu romantischen- und als auch zu rockigen Liedern.
Gerade erklang die Melodie des Muggelsongs "What if" von Kate Winslet zu dem Kitty Blaise nicht lange überreden brauchte.
Erneut tanzten Kitty und Blaise an diesem Abend eng umschlungen miteinander, ohne zu bemerken, dass sie seit dem ersten Tanz von zwei wütenden sturmgrauen Augen beobachtet wurden.
Draco saß immer noch am Tisch und hatte nach dem 5. Butterbier auf Whiskey umgestellt, da das Bild, das sich ihm bot vom Butterbier nicht besser, und selbst nach dem jetzigen 3. Whiskey nur verschwommener, wurde.
Pansy hatte sich schon längst aus dem Staub gemacht, ihr war es zu dumm geworden, Draco dabei zuzusehen, wie er sich betrank und Blaise und Kitty wütend an sah.
Als Draco das 3. Glas gelehrt hatte, merkte er, dass sich das Bild auch durch den Whiskey nicht besserte und er beschloss die Feier zu verlassen. Allerdings bekam er schon beim aufstehen das erste Problem – nämlich die Erdanziehungskraft.
Kurz um: Draco viel ersteinmal zu Boden. Erst jetzt merkte er, dass er diese Flucht etwas langsamer angehen musste, um sich nicht nochmals zu blamieren. Denn dank des Sturzes sahen nun einige Schüler in seinem Umkreis zu ihm und viele mussten sich ein kichern verkneifen.
Der blonde Slytherin rappelte sich mühevoll wieder auf und verließ schwankend die Große Halle.
Als das Lied langsam verstummte und Kitty und Blaise sich voneinander trennten, küsste er sie auf die Wange und näherte sich dann ihren Lippen.
„Du Blaise, ich muss mit dir reden." War Kittys erste Reaktion, bevor sie ihn sanft weg schob. Blaise war darauf nicht vorbereitet und sah sie verwirrt an.
„Okay, klar. Worüber denn?" fragte dieser.
Kitty sah nervös zu Boden und zog ihn dann mit sich, aus der Großen Halle und in eine Stille Ecke der Eingangshalle.
„Ich... ich kann das nicht..." begann sie und sprach schnell weiter, als Blaise den Mund öffnete und etwas erwidern wollte.
„Ich kann nicht mehr mit dir zusammen sein, ich meine... ich mag dich, ich mag dich wirklich sehr, aber ich liebe dich nicht." Kitty senkte den Blick „Es tut mir leid!"
Blaise sah Kitty etwas geschockt und verwirrt an, fing sich dann aber schnell wieder und fand sich damit ab. Er hob mit seiner Hand ihren Kopf und lächelte sie an. „Schon okay. Es war sowieso zu schön um wahr zu sein. Aber lass uns bitte wenigstens noch Freunde bleiben. Ich will dich nicht ganz verlieren."
Kitty lächelte ebenfalls erleichtert und nickte „Natürlich können wir noch freunde bleiben." Antwortete Kitty und viel Blaise vor Freude um den Hals.
„Und nun, willst du noch etwas tanzen, oder bist du bereits müde?" Fragte Blaise sie, doch Kitty lehnte dankbar ab. „Nein, ich bin ziemlich müde und werde mal lieber schlafen gehen. Ich wünsche dir eine gute Nacht!" Kitty gab Blaise noch einen Kuss auf die Wange und ging dann die Treppe rauf zum Ravenclawturm.
Blaise ließ sich gegen die kalte Wand fallen und sank an ihr zu Boden. Er atmete tief ein und aus um nicht weinen zu müssen, rappelte sich dann aber wieder auf und lief schnellen Schrittes zum Slytheringemeinschaftsraum.
Kaum war Kitty aus Blaise's Blickfeld, lehnte sie sich ebenfalls an die kalte Steinmauer und atmete tief aus „Geschafft!" murmelte Kitty erschöpft und erleichtert.
Nach kurzer Zeit setzte sie sich wieder in Bewegung und ging zum Ravenclawgemeinschaftsraum.
Sie nannte dem Portrait mit dem Einhorn das Passwort und hüpfte in den Gemeinschaftsraum – jedenfalls so gut es eben mit dem Kleid ging – und war bereits auf direktem Weg zu den Mädchenschlafsälen, als ihr etwas auffiel.
Kitty sah zum Kamin, an dem die Nikolausstiefel standen, da sie von dort ein eigenartiges Geräusch hörte.
Sie traute ihren Augen nicht und näherte sich dem blonden Jungen, der neben dem Kamin lag und schlief.
„Draco?" sie sah verwirrt auf den Slytherin hinab, der ihren Nikolausstiefel in der Hand hielt und seelenruhig seinen Rausch ausschlief. Kitty kniete vor Draco und beobachtete ihn lächelnd. Sie streckte ihre Hand aus und strich eine seiner blonden Strähnen, die ihm ins Gesicht fielen zurück. 'Er sieht aus wie ein Engel.' Stellte sie verzückt fest, als er sich, auf ihre Berührung hin, etwas regte.
Beinahe zufällig sah Kitty hinab, auf den Nikolausstiefel, und versank in Gedanken, bis ihr eine Idee kam.
„Fehlt nur noch das Schleifchen." Meinte grinsend und überlegte, was sie nun mit Draco – ihrem Nikolausgeschenk – machen sollte.
Am nächsten Morgen wachte Kitty bereits mit den ersten Sonnenstrahlen auf und robbte schnell zu dem Fußende ihres Bettes um zu schauen, was ihr Nikolausgeschenk machte.
Sie hatte ihn am Abend noch hoch in ihr Zimmer gebracht und an das Fußende ihres Bettes gelegt – wo er immer noch schlief.
Kitty krabbelte aus dem Bett, zog sich ihren Morgenmantel an und schlüpfte in ihre Hausschuhe.
„Hey Draco!" Kitty kniete sich, wie den Abend zuvor, vor dem blonden Slytherin hin und stubste ihn sanft an der Schulter an. Draco zuckte etwas und kniff die Augen zusammen.
„Hey, Schlafmütze! Aufstehen!" Kitty stubste ihn erneut, doch nun etwas fester, woraufhin der Blonde knurrte und leicht die Augen öffnete.
Er brauchte kurz um zu realisieren, wo er sich befand und wem er gegenüber saß. Doch als er es bemerkte sprang er schnell auf und sah sich geschockt um.
„Wo zum Teufel bin ich und warum?" fragte er sie.
Kitty hingegen grinste ihren Gegenüber nur frech an „Ich hab dich in meinen Schlafsaal gebracht... konnte mein Geschenk ja nicht im Gemeinschaftsraum liegen lassen." Erklärte sie ihm.
Draco allerdings sah Kitty nun verwirrt an „Was meinst du?" Jetzt war der Slytherin endgültig verwirrt.
„Ich hab dich heute morgen quasi in meinem Nikolausstiefel gefunden, also gehörst du mir!" eröffnete sie ihm lächelnd.
„Bist du noch ganz dicht, vergiss es! Ohne mich!" entgegnete Draco empört und wand sich zum gehen, hielt aber inne, als er ein schluchzen hörte.
„Aber du bist das Einige, was ich bekommen habe!" meinte Kitty und sah Draco traurig an.
„Was ist mit Blaise? Dein Freund wird doch wohl was für dich haben!" erwiderte Draco genervt und sah Kitty verspottend an.
„Wir haben uns gestern getrennt." Erklärte Kitty etwas kleinlaut und sah Draco unschuldig an. Dieser brauchte etwas um zu begreifen, was sie eben gesagt hat „Getrennt?". Kitty nickte. „Seit wann?" „Gestern." „Nach dem Ball?" „Ja.".
Draco sah kurz aus dem Fenster und schien zu überlegen. Kurz dachte Kitty, ein Lächeln auf seinen Lippen zu sehen. Dann wand er sich wieder ihr zu. „Okay, was soll ich tun?" fragte Draco Kitty. Angesprochene sah nun ihn verwirrt an „Wie?".
Draco verdrehte die Augen „Wenn ich dein Geschenk bin, was soll ich dann tun?" wiederholte er seine Frage nochmals ausführlich.
Kitty lächelte und klatschte in die Hände. „Toll! Dann wünsche ich mir von dir, dass wir Freunde sind!" Sie streckte ihm ihre Hand entgegen, die Draco nach wenigen Sekunden ergriff. Vor Freude viel Kitty ihm um den Hals und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Danke Draco!" hauchte sie ihm ins Ohr, woraufhin dieser etwas rot wurde.
