Steaming wachte langsam auf, und wurde sogleich mit einem heftigen Schmerz an seinen Hinterkopf begrüßt.

„Au, auauauauauau, au! Fühlt sich so an wie nach ner Flasche Applejack Daniels! Apropos, muss AJ fragen ob sie noch eine für mich hat." Sagte er, und versuchte aufzustehen.

Erst jetzt bemerkte er, dass er sich nicht bewegen konnte, und er auf einem Stuhl gefesselt war.

„Wow, Déjà-vu vom feinsten." Grummelte er, und versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen.

Plötzlich ging vor ihm eine Lampe an, und er musste stark die Augen zukneifen, um etwas sehen zu können. Der Lichtstrahl verschwand von seinen Augen, und er konnte vor ihm eine Gruppe von 4 Mädchen erkennen. Die größte (wahrscheinlich die Anführerin) begann in einer, ihm unverständliche Sprache, zu sprechen.

Hör gut zu, deutscher! Du wirst unsere Fragen beantworten, und wenn nicht-" begann sie, aber Steaming unterbrach sie.

„Tut mir leid sie zu unterbrechen, aber, was?"

„Er kann englisch?" Frage sie, und wandte sich an eines der Mädchen.

„Ich konnte ihn nicht Fragen, ich hatte ihn schon ausgeknockt." Sagte sie.

„(genervtes brummen) Jenny, ERST die Sprache hören, dann zuschlagen." Sagte die Anführerin.

„(schulterzuckend) Sorry Hanna, war ne Reflexhandlung."

„(Zu Steaming) Na gut, dass vereinfacht die Sache. Also, du wirst uns alles sagen, was du weißt, deutscher! Oder-" Sie nahm ein Metallrohr, und zerbrach es in zwei Hälften. „Verstanden?"

Steaming schluckte schwer, fand aber seine Stimme wieder.

„Da-das ist ein Irrtum! Ich bin kein deutscher! Ich bin Lokführer!" Sagte er.

„Pah! Das sagen sie doch alle!" Kam eine erboste Stimme.

„Rin, ruhig bleiben. Wieso sollten wir dir glauben? Du hattest immerhin eine deutsche Waffe mit dir." Sagte Hanna.

„Die hab ich von einem toten Soldaten! Ich hab sie mitgenommen um mich zu schützen! Ich war auf der suche nach Hilfe für... Bei Celestia! Schnell! Last mich frei! Meine Freunde sind in Gefahr! Sie sind unter den Loks beim Untersuchungsgraben! Sie sind ohnmächtig, ich muss ihnen helfen!" Schrie er, und rüttelte an den Fesseln seines Stuhles.

Die Mädchen sahen ihn ungläubig an, und versuchten ihn wieder zu beruhigen, doch plötzlich rissen die Seile die ihn an den Stuhl gefesselt hatten. Er sprintete los, rannte aus dem Raum und durch die Gänge, die Mädchen jagten hinter ihm her. Er sprintete weiter, bis er zu einem Ausgang kam. Er brach durch die Tür, und blieb stehen. Er war auf dem Dach des Lokschuppens, und vor ihm war nichts weiter als ein gut 4 Meter tiefer Fall, und der harte Erdboden, mit den darüber verlegten Schienen. Die Mädchen rannten durch die Tür, und umzingelten Steaming. Gleichzeitig fuhr eine Lokomotive aus dem Schuppen, direkt unter dem Drama.

„ Du hast keine Chance, du deutsches Schwein!" Rief Rin, und zückte ihre Waffe, eine M1911 Handfeuerwaffe, und zielte auf seinen Kopf.
Steaming spürte die Vibrationen der Lok, und sah kurz nach hinten, wo die Lok langsam aus dem Schuppen fuhr. Er drehte sich mit einem überlegenen Ausdruck auf seinem Gesicht, und sah die Mädchen vor ihm an.
„Tja, ich sollte mich wohl besser ergeben-" Begann er, worauf die Mädchen siegessicher Grinsten.

„Aber, ich muss meinen Freunden helfen. Also, Sajonara Ladys." Sagte er, und sprang. Die Mädels rannten zu der Kante, und sahen wie Steaming, fröhlich Grinsend, auf dem Tender stand und ihnen zuwinkte. Doch plötzlich knallte es, und neben ihm gingen Kugeln in die Kohlen. Er sprang von dem Tender, und rannte um die Ecke des Lokschuppens, wo ihn die Kugeln nicht erwischen konnten. Er rannte so schnell er nur konnte zu den Gruben, wo The Royal Guardian noch auf die zwei ohnmächtigen wartete. Diese waren inzwischen erwacht, und waren froh Steaming wieder zu sehen.

„Ich würde mit dem Feier noch warten, den es könnte sein das ich mich grade zu Feind gemacht habe..." Sagte Steaming.

„Wie ist den das passiert?" Fragte Emerald.
„Kurz gesagt: Ich habe mich fangen lassen, eine Gruppe von Mädchen, die wohl möglich zur Army gehören, halten mich für einen deutschen Spion, und ich hab sie ganz schön verärgert, weil ich sie wie Idioten aussehen gelassen habe." Sagte Steaming, worauf der Doktor loslachte.
„Also für mich hört sich das nach einem ganz normalen Tag an. Jetzt sollten wir uns aber besser auf den Weg machen, da wir sonst noch gefunden werden." Sagte er, und kletterte aus den Graben, die anderen folgten ihm unauffällig.

Sie liefen weiter, vorbei an Lokomotiven verschiedenster Bauarten, und an Reihen von Güterwagen. Bald waren sie an einem Bahnhof angekommen, mit vielen Gleisen und Bahnsteigen. Steamings Augen funkelten als er den Bahnhof begutachtete.

„Ein Festmahl für die Augen! Erinnert mich an den Hauptbahnhof von Canterlot." Sagte der Lokführer, als er plötzlich gegen ein großes Schild lief.

„Au! Wer stellt auch das 'Willkommen in Canterlot' Schild hier-" Begann er, doch stoppte als er merkte was er gesagt hatte.
Tatsächlich. Vor ihnen, stand ein großes Schild, mit der Aufschrift 'Willkommen in Canterlot'.

„Kein Wunder das dich dieser Bahnhof an den in Canterlot erinnert. Dieser ist der Bahnhof von Canterlot! Aber der von diesem Universum." Sagte der Doktor.

„Wenn das so ist, dann Folgt mir. Ich kenne mich auf diesem Bahnhof bestens aus. Bin ja schließlich schon seit 15 Jahren hier als Lokführer." Sagte Steaming mit einem Grinsen. Sie liefen über die Bahnsteige und Gleise, bis Steaming sie anhielt.

„Was ist lo-" Begann Emerald, als plötzlich ein lautes Pfeifen kam, und mit einem starken Windzug ein langer Güterzug vor ihren Nasen vorbeifuhr.

„Was-?" sagte Emerald, der wie versteinert dastand.

„Der 12.19 Uhr Güterzug nach Appleloosa. Pünktlich wie immer. Wären wir weitergegangen wäre von uns nicht mehr übrig geblieben als man in einen Schuhkarton packen könnte." Sagte Steaming, und begann weiter zu gehen.

Als sie in der Bahnhofshalle ankamen, wurden sie von mehreren langen Reihen von Männern begrüßt, die vor mehreren Holzständen standen, und sich in Listen eintrugen, um dann zu einem, ihnen zugeteilten Zug zu gehen. Steaming ging zu einem der Männer um sich zu erkundigen, welches Jahr und Monat sie hätten, und wann der nächste Zug nach Ponyville gehen würde. Dieser sah ihn etwas irritiert an, antwortete ihm aber, und ging dann zu seinem Zug. Steaming ging zu der kleinen Gruppe zurück.

„Tja, scheint als ob wir nicht nur in eine andere Dimension gereist sind, sondern auch in eine andere Zeit." Sagte Steaming bedrückt.

„Wieso? Welches Jahr haben wir?" Fragte Guardian.

„Nach der aussage von dem jungen Mann, 1946."
„MOMENT! Der Krieg wurde 1945 von den Alliierten gewonnen! Und die deutschen sind nie bis nach Amerika gekommen! Irgendetwas muss passiert sein, dass den verlauf des Krieges verändert hat, aber was?" Sagte der Doktor.

„Das erste was wir jetzt tun müssen, ist nach Ponyville zu kommen! Ich muss wissen was mit Emerald und mir passiert ist, und wir müssen Twilight finden! Wenn jemand weiß was hier passiert ist, dann ist es sie!" Sagte Steaming, und ging zum Fahrkartenschalter.

Er kam ein paar Minuten wieder, ohne Fahrkarten, aber mit einem hilflosen Gesichtsausdruck.

„Was ist?" fragte Emerald.

„Die Strecke ist gesperrt..." Sagte Steaming tonlos.

„Wieso?"Fragte Guardian.

„Zum einen weil Ponyville grade angegriffen wurde, und zum anderen, weil ein Zug entgleist ist. Sie sagten ich sollte ihnen helfen, und mit einem Truppenzug nach Ponyville fahren..." Sagte Steaming, und sah in die Richtung wo der Truppenzug stand. Vor ihm stand eine große 2D1 Lokomotive, mit USRA in weißen Lettern auf dem Tender.
„Das passt doch perfekt! Wir fahren mit dir im Führerstand nach Ponyville, und wir können Twilight ausfindig machen!" Sagte der Doktor enthusiastisch.

„NEIN! Das ist viel zu gefährlich! U-und ich möchte euch nicht in Gefahr bringen!" Stotterte Steaming.

„Nichts da! Wir kommen mit! Du kannst doch nicht den ganzen Spaß alleine haben!" Grinste Emerald.
„Ich möchte dich nicht alleine lassen Steaming. Wir sind doch ein Team." Sagte Guardian.

Steaming wollte noch etwas sagen, doch die zwei Gestalten gingen schon zur Lokomotive. Der Doktor wollte auch gehen, als Steaming in zu sich rief.

„Dok, es gibt einen bestimmten Grund warum ich wollte das die zwei nicht mitkommen. Der entgleiste Zug, war der 11.25 nach Manehatten, besser bekannt als der Salat bowl express. Dieser Zug wird nur von einer Lok und einem Lokführer gezogen: 382 und Steaming Whistle. Und heute hatte er noch einen Geologen mit in den Führerstand genommen. Dok, ich gehe stark davon aus das ich, Emerald und 382 nicht heil aus dem Unglück raus gekommen sind. Wenn wir also am Zugunglück vorbeikommen, versuch die zwei vom linken Fenster fernzuhalten." Sagte Steaming mit ernster Mine.
Der Doktor nickte, und beide gingen zur Lokomotive. Dort angekommen wurden sie von zwei Wachen mit grünen Helmen aufgehalten. Auf den Helmen war „MP" in weiß aufgedruckt.

„Stop! Papiere bitte." Sagte der eine.

Steaming begann zu schwitzen, bis der Doktor ihm eine Karte in die Hand drückte.

„Denk einfach an deinen Lokführerausweis den du in Equestria benutzt."

Steaming dachte an seinen Ausweis, und zeigte das weiße Papier der Wache. Dieser nickte, und ließ sie einsteigen. Steaming setzte sich auf den Platz des Lokführers und sah aus dem Fenster. Er sah die Soldaten in den Zug steigen, und kleine Jungen wie sie die mächtige Lokomotive beäugten. Nach 10 Minuten waren alle Soldaten eingestiegen, und der Schaffner blies in die Pfeife. Steaming sah ein weiteres mal nach unten, und sah wie die kleinen Jungen jetzt zu ihn aufsahen. Er winkte ihnen zu, und zog an dem Hebel für die Dampfpfeife. Mit einem mächtigen Geheul, setzte sich das Ungetüm aus stahl in Bewegung. Langsam fuhren sie aus dem Bahnhof, fuhren vorbei an dem Güterbahnhof, welcher gefüllt war mit Güterwagen voller Munition, Granaten, Panzer, Flugzeugbauteilen,..., und hinaus, auf die offene Strecke.