Und da ist auch schon das 2. Pitelchen on.

Ihr scheint ja nicht sonderlich begeistert zu sein...schmoll

Jedenfalls vielen vielen Dank an Laje, freut mich dass es dir gefällt. Oh, fürs erste nicht, aber längerfristig ist es ganz schön dramatisch geplant...muss ja meine Depressionen abarbeiten lol

In diesem Kapitel wird übrigens das große Geheimnis gelüftet, warum Potter immer auf Severus' Nase abzielt...na dann, viel Vergnügen.


2. Kapitel

Hogwarts

Anaxandra hatte ihr Gesicht in dem Buch vergraben, während vor dem Fenster die Landschaft vorbeiflog. Sie hatte einen Entschluss gefasst: Sie musste zwischen sich Zuhause und sich in der Schule unterscheiden. Also beschloss sie, sich in der Schule nach ihrem zweiten Namen benennen zu lassen.

Plötzlich knackten die Lautsprecher – eine modifizierte Muggelerfindung - und eine schnarrende Stimme durchbrach das angeregte Gespräch von Potter und Lupin: „Wir erreichen in Kürze Hogwarts. Bitte legen sie ihre Schuluniformen an. Ihr Gepäck wird zur Schule gebracht."

Milde erstaunt sah das Mädchen auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie schon so lange gelesen hatte. Beim Lesen vergaß sie immer die Zeit…

Nun sie trug ihre Schuluniform bereits, deshalb vergrub sie ihr Gesicht wieder zwischen den Seiten.

Als der Zug quietschend seine Fahrt verlangsamte, packte sie ihr Buch ein und begab sich ohne die Vier eines Blickes zu würdigen auf den Gang.

Im Freien war es kalt und dämmrig. Anaxandra fröstelte etwas. Sie fühlte sich wie bestellt und nicht abgeholt.

Alle anderen schienen zu wissen wohin. Sie wollte ihnen gerade folgen, als plötzlich eine donnernde Stimme das Geschnatter übertönte: „Ersklässler zu mir! Hier nüber! Kommt schon, ch beiß nich! Beeilt euch n bisschen!"

Anaxandra wandte sich etwas skeptisch dem riesenhaften Mann zu, der sie zu kleinen Booten führte und erklärte, sie sollten sich immer zu viert in ein Boot setzen.

Sie blickte sich nach einem freien Platz um und entdeckte noch einen in einem am Rand. „Ist hier noch frei?", fragte sie schüchtern.

„Natürlich!", erklärte ein Junge mit ernster Freundlichkeit. Sie musterte ihn etwas genauer. Er war schlaksig und hatte blasser Haut kombiniert mit schulterlangen glatten schwarzen Haaren, was ihm ein verschlossenes Aussehen gab. Man sah ihm die schwarzmagische Familie schon an der Nasenspitze an. Aber das war bei ihr wahrscheinlich genauso.

Zwei kichernde Mädchen saßen bereits im Boot und ignorierten die beiden.

„Eigentlich ist es mir egal, in welches Haus ich komme. Hauptsache, ich lerne viel Neues. Aber wahrscheinlich wird es Slytherin, ich bin in die Richtung erzogen, weist du. Severus Snape", stellte mit einer Verbeugung im Sitzen vor die das Boot zum Schaukeln und die Gänse zum Kreischen brachte.

„Geht mir ebenso. Aber sollte ich nach Slytherin kommen, brächte ich mich wahrscheinlich um. Mein Vater setzt es natürlich voraus. Morgan Greenleaf.

Erst wollte er grinsen, doch dich die Selbstverständlichkeit mit der sie das sagt jagte ihm einen Schauer über den Rücken. Und Severus Snape war sicherlich niemand, der so einfach zu beeindrucken war.

Als er aber ihren Namen hörte verfinsterte sich sein Blick. „Die Greenleafs sind sogar in Slytherin unbeliebt, von anderen Häusern ganz zu schweigen. Du wirst einen schweren Stand haben. Ihr seid eine Familie, die immer ins Extrem geht, egal in welche Richtung", seine Stimme war hart geworden.

„Glaube mir", sagte sie bitter. „Diesen Grundsatz beziehen sie auch auf Kindeserziehung!" Verstohlen rieb sie sich die Wange in Erinnerung daran.

Er blickte sie aufmerksam an. „Ich glaube, du hast keine einfache Kindheit hinter dir. Ich wünsche dir, dass du Freunde findest. Wenn ich nach Slytherin komme und du woanders hin, könnte es Probleme geben, also biete ich dir meine Freundschaft jetzt lieber noch nicht an." Er grinste. „Slytherin durch und durch", bemerkte sie. „Nichtsdestotrotz danke."

So schlimm schien es ja doch nicht zu werden.

„Die Lichter da vorn sinn Hogwarts", schallte die Stimme des Riesen über das Wasser. „Ich bin übrign´s Wildhüter und so weiter, wenn ihr mich braucht, fragts nach Hagrid!"

Morgan kam er etwas beschränkt vor, aber er war wenigstens nett.

„Oh!" „Ah!" „Wunderschön!" „Pfauuu!" und „Auf diesen Augenblick hab ich mein Leben lang gewartet!" tönte aus der Menge. Ein Mädchen kreischte sogar: „Süüüüüüß!"

Morgan verdrehte die Augen und sah Severus, wie sie ihn in Gedanken bereits nannte, an, nur um zu entdecken, dass er denselben genervten Gesichtsausdruck hatte.

Er schwenkte die Hand vor seinem Gesicht hin und her.

Obwohl sich die beiden nicht zu dem Getue herabließen, konnte man doch in ihren Augen einen Glanz entdecken, der den anderen fehlte. Für sie bedeutete Hogwarts die Freiheit, endlich eigene Entscheidungen zu treffen und die Zuflucht vor ihren Eltern.

Morgan hatte schnell begriffen, dass auch Severus gewisse Probleme mit seiner schwarzmagischen Familie hatte,

Als sie sich umsah, erkannte sie in noch einem Gesicht dasselbe verträumte Leuchten: Auch Sirius Black war nicht in das Gejubel mit eingestimmt.

Sie stieß Severus an. „Sieh mal, da scheint jemand weiterer Vernünftiger zu sein…."

„Black", nickte Severus bedächtig. „Er stellt sich immer wieder vollkommen öffentlich gegen seine Familie. Allerdings sind die Blacks eher auf der manipuliven Seite und werden kaum je handgreiflich, da braucht er keine harten Strafen zu befürchten. Bei ihnen geht es eher um Etikette, Arroganz und Oberflächlichkeiten. Deren Motto lautet: ‚Um jeden Preis den Schein wahren'. Unsere Eltern hingegen wollen uns ihre Einstellung auf alle Fälle aufzwingen.

Sie hatten die Anlegestelle erreicht, wo Severus als Erster aus dem Boot sprang und ihr galant die Hand reichte.

„Darf ich bitten, die Dame?" „Sehr gerne der Herr", huldvoll lächelnd ergriff sie seinen Arm und betrat mit einem eleganten Sprung den Steg.

Die Mädchen kicherten. Sie verstanden nicht, dass man ihnen dieses Verhalten schon von klein auf eingedrillt hatte. Für sie war es so selbstverständlich wie das ‚Guten Morgen' beim Nachbarn. Auch Black hätte dies getan, wäre ein Mädchen in seinem Boot gesessen.

Aber das wussten die anderen natürlich nicht.

„Schau dir den Schleimer an!", zischte jemand, den sie als Potter identifizierte.

„Für einen Snape ist eine Greenleaf natürlich eine gute Partie. Aber dass sie sich auf dieses Niveau herablässt…"

Serverus Augen hatten gefährlich zu glitzern begonnen und hätte sie ihm nicht beschwichtigend den Arm auf die Schulter gelegt, würde er sich auf ihn gestürzt haben.

Aber Potter gab noch nicht auf: „Wahrscheinlich war sie zu geschockt von dem Riesenhöcker in seinem Gesicht, als dass sie ihm einen Korb hätte geben können!"

Tatsächlich wies Severus die schmale, scharfe Hakennase vor, die typisch für seine Familie war. Da konnte Potter mit seiner Stupsnase natürlich spotten. Obwohl…

„Ich gebe mich fast dem Eindruck hin, du seiest neidisch. Im Gegensatz zu dir hat er nämlich eine Nase!", stichelte sie.

Offenbar war die minimale Nase, die seinem Gesicht einen flachen, mädchenhaften Ausdruck verlieh, Potters wunder Punkt.

Er wollte sich auf Severus stürzen, der den Zauberstab zückte – sie war überzeugt, er beherrschte bereits eine menge schwarzmagische Flüche – da wurden die beiden Jungen plötzlich am Kragen hochgehoben.

„Keine Rauferein", dröhnte Hagrids Stimme durch das Gewölbe. „Ihr seit noch nicht mal eingeteilt und schon…..", vor sich hingrummelnd trat er an ein großes Tor, welches Morgan erst jetzt auffiel und klopfte mit seiner mächtigen Faust dagegen.


Keine Sorge, sie wird sich nicht mit Severus verbünden und ihren eigenen Club gründen.

Er wird auch nicht ihr Kumpel durch dick und dünn werden - eher ein Freund, mit dem man halt gelegentlich mal was macht.

Ansonsten...sooo schlimm dass es nicht mal einen Kommentar wert ist kanns ja auch nicht sein, oder? Bitte schreibt irgendwas, egal was!