3. Entdeckungen

Ein unbeschwertes Lachen war zu hören. Ein Roter Vorhang legte sich über seine Augen er spürte etwas Weiches auf seinen Lippen. Er fühlte sich glücklich an und unbeschwert wie schon lange nicht mehr. Er fühlte die Freiheit, die Freiheit von allen Verpflichtungen. Sein größter Wunsch war es die Zeit anzuhalten und diesen Moment einzufangen und nie mehr loszulassen. Doch dann brach ein Feuer aus, alles drehte sich er hörte Schreie, er lief in der Dunkelheit umher. „Bitte nicht, Mum!" „Aaahhhhhh!" Er schoss einen Fluch ab. Sie drehte sich um und……

„Aufwachen! Glaubt ihr etwa das Training erledigt sich von alleine. Los, los!" Ein dumpfer Knall war neben seinem Bett zu hören. Draco drehte sich um und spähte auf seinen Wecker. 6 Uhr morgens.

„In 5 min seit ihr unten!" hallte Snapes stimme durch den Raum.

„Mhhhhhhhhhhh" hörte er vom Boden, Blaise war aus dem Bett gefallen. . Schnell zogen sich die 6 Jungen Männer um und verließen das Zimmer in dehnen notdürftig 6 Feldbetten aufgestellt worden sind. Draco ging in die Küche und nahm sich ein Glas Wasser. Vor dem Training etwas zu essen war umsonst er würde es ohnehin nicht bei sich behalten können. Geflüster drang an sein Ohr es kam von draußen. Bellatrix und Snape unterhielten sich über den Unterricht.

„Und du denkst sie schaffen das?"

„Ja, sie sind soweit" Snape machte eine pause und sprach dann weiter „lediglich Draco bereitet mir sorgen."

„Draco? Mit dem Jungen ist alles in Ordnung in seinen Adern fließt das Blut der Blacks und……."

„Ja, ja Bella, dennoch er ist nicht ganz bei der Sache und der letzte Auftrag hat ihn ganz schön zu schaffen gemacht!"

„Ach was……"

„Bella seien wir uns doch mal ehrlich in einer brenzligen Situation wo Draco sich für eine Seite entscheiden muss wäre ich mir nicht sicher ob er nunja ….."

„Du zweifelst an ihm?"

„Um ehrlich zu sein, ja. Nicht an seinen Magisch Fähigkeiten. Das hat er bewiesen, aber solange er selbst nicht an unsere Sache glaubt sondern nur wegen seines Vaters hier steht - denke ich es ist besser wenn er keine Aufträge mehr entgegen nimmt."

„Was! Unmöglich der Dunkle Lord würde das nicht verstehen er würde ihn womöglich sogar umbringen."

„Aber versteh doch Bella in seiner jetzigen Lage, jetzt wo er sich noch nicht sicher für eine Seite entschieden hat, stellt er für uns eine Gefahr da."

Draco hörte wie Bellatrix empört nach Luft schnappte. Doch Snape riss wieder das Wort an sich

„Was natürlich nicht bedeutet dass ich dem Dunklen Lord davon erzählen werde. Wir sollten ihn lediglich etwas vom Geschehen zurück halten. Du verstehst. Alles langsam auf ihn Einwirken lassen, ihm zeigen was Macht über die Schwachen bedeutet, für was er kämpft. Erst wenn er sich entschieden hat ist auf ihn vollkommener Verlass!"

Damit wurde das Gespräch unterbrochen den die anderen Schüler waren nach draußen gegangen. Draco stellte das Glas langsam ab. Was er gehört hatte beunruhigte ihn. Vertrauen war wichtig und offensichtlich hatten sie keines zu ihm. Er ging zu den anderen nach draußen und stellte sich mit ihnen in einer Reihe auf.

„So sehr geehrte Herrschaften heute gibt es eine kleine Übung sie werden die gelernten Fluche in die Praxis umsetzen. Doch bevor wir starten möchte ich das Mr. Malfoy ins Haus zurückkehrt und Wurmschwanz hilft Nagini zu melken"

Es ging schon los, was sollte das, sie mussten ihn nicht beschützen. Er hatte genug Grausamkeiten gesehen um mit allem fertig zu werden.

„Gesehen aber nicht selbst in die Tat umgesetzt!" dachte Bellatrix innerlich als sie Draco's Gedanken lauschte der wieder einmal nicht seinen Kopf vor unerlaubten Besuch schützte. Aber das tat ja keiner von ihnen sie waren Anfänger gegen Auroren hätten sie alle keine Chance. Doch Bellatrix wandte sich wortlos ab um das Übungsobjekt zu holen

„Sir, ich denke ich sollte hier bleiben und dem Unterricht folgen zu können!" trotzte Draco Snape.

Dieser verzog missmutig das Gesicht: „ Ich bitte sie den Übungsplatz zu verlass und sich bei Wurmschwanz zu melden"

„Aber ich bin dafür bereit!"

„NEIN, und jetzt verschwinden sie und helfen sie Wurmschwanz!" jetzt schrie Snape bereits.

„Ich bin kein Kind mehr!" Draco wurde laut und das grinsen der anderen Schüler half auch nicht um seine Situation zu verbessern er wurde wütend „Das können sie nicht machen!" schrie er.

„Draco geh!" die Worte wurden ruhig ausgesprochen dennoch konnte man die Aufforderung dahinter hören. Bellatrix hatte sie gesprochen, sie war zurück und schob zwei gefesselte Menschen vor sich her, offensichtlich Muggel. Draco starrte sie mit entsetzt geweiteten Augen an, drehte sich um und ging. Wie konnte sie ihn so verraten. Als er zurück zum Haus ging hörte er die Schreie der Muggel, die anderen Schüler mussten also Flüche an ihnen ausprobieren damit wäre er auch fertig geworden. Trotzdem stellten sich seine Nackenhaare auf und Tränen stiegen ihm in die Augen.

Trotz Snape's Ausdrücklichen Anweisung verzog er sich auf sein Zimmer und dort wartete er auf die anderen. Er stützte seinen Ellbogen auf seine Knie und legte den Kopf in seine Hände schloss die Augen und wartete. Und wartete und wartete. Doch sie kamen und kamen nicht. Er legte sich aufs Bett und starrte auf die Tür. Als diese sich plötzlich öffnete.

Doch weder Blaise noch Nott erschien, noch einer der anderen. Schnell stand Draco auf und legte seinen bösartigsten Blick auf „Wie konntest du Snape nur Recht geben und mich fort schicken Komme ich dir schwach vor, ich denke nicht sonst warst du nicht hier!" brüllte er.

„Ruhig Draco. Ich konnte dich nicht in Schutz nehmen, er hatte recht du bist noch nicht soweit! Und hör auf zu schreien niemand muss wissen das ich hier bin schon gar nicht deine Mutter, meine Schwester!" antwortete Bellatrix gelassen als sie das Zimmer betrat.

„Aber du hast mich hintergangen!"

„Nur um dich zu schützen!"

„Ich kann mich selbst beschützen" erwiderte er trotzig wie ein kleines Kind.

Sie grinste „Trotzdem es war mein Pflicht!"

„Als was als meine Tante odderrrr" auch er grinste jetzt. Er ging auf sie zu und wollte sich zu ihr hinunterbeugen um sie zu küssen, als man von draußen ein Fluchen hörte.

„Bella" Sie wandte sich an ihn

„Warte hier ich komme bald wieder." Draco setzte sich wieder aufs Bett und hörte wie sie die Treppen hinaufeilte in den 2 Stock, in Voldemort's Gemächer.

Bellatrix gab ihm das Gefühl geliebt zu werden, ein Gefühl das seine Mutter ihm nur selten gab und sein Vater schon gar nicht. Seid ihr Ehemann in Askaban war er nun ständig bei ihr. Natürlich war das ganze nicht öffentlich was würde wohl seine Mutter und ihre Schwester dazu sagen.

20 min später war sie immer noch nicht zurück, so ging er hinaus und stieg ebenfalls die Treppen hoch um sie zu suchen. Bald hörte er auch ihre Stimme.

„Denkst du wir sollten den Dunklen Lord rufen!"

Draco ging zur einer nur angelehnten Tür und spähte hinein. Dort stand sie mit Fenrir Greyback und unterhielt sich. Er hasste Fenrir er war so widerlich. Doch jetzt wurde seine Aufmerksamkeit von dem Objekt hinter dem beiden Angezogen! Ein gläserner Sarg lag in der Mitte des Raumes um ihn herum tausende von Kerzen und in dem Sarg da lag ………. .POTTER. Und plötzlich auf einmal fing der Körper an golden zu glühen, erfüllte den ganzen Raum mit einer eigenartigen Atomsphäre. Draco fühlte sich glücklich. Bilder schossen durch seinen Kopf.

Er ging durch die Korridore in Hogwarts und lachte mit seinen Freunden, spielte Quidditch und gewann den Pokal.

Seine Mutter die in Umarmte und ihn lobte wegen seiner guten Schulnoten und dann war da Ginny.

Ginny, als er sie auf seinen Armen aus dem Brennenden Haus trug und sie in Sicherheit brachte.

Ginny, als er sie im Dorf an den Rand des Brunnen legte.

Er beugte sich über sie und gab ihr einen Kuss.

Draco gab einen Aufschrei des Entsetzens von sich als er aus seiner Trance erwachte.

Hatte er das wirklich getan.

Nein hatte er nicht, er hat sie nicht geküsst, im letzten Moment hatte er es sich damals anders überlegt.

Bellatrix hörte seinen Schrei drehte sich um, sah ihn, ging zur Tür und warf sie zu. Völlig geschockt von dem eben gesehenen würde sein Gehirn mit Fragen überströmt: Was war hier los? Warum hatte er diese eigenartigen Gefühle? Und warum lag die 2 Wochen alte Leiche von Harry Potter in einem gläsernen Sarg auf einem Altar? Waren den jetzt alle völlig am durchgedreht. Was war das für ein Licht? Völlig fertig ging er in sein Zimmer.

Wenig später erschien auch Bellatrix.

„Wie viel hast du gesehen?" fuhr sie ihn an

„Genug, also sag mir was ist hier los?"

„Dafür bist du zu jung!" Empört über diese Worte fing er an zu schreien

„Zu jung, zu schwach, zu unerfahren, zu wenig vertrauenswürdig was den noch alles. Liebst du mich überhaupt noch?"

„Liebe?" sie machte einen Pause und sah ihm in die Augen

„Draco ich bin verheiratet." Antwortete sie leise auf seine Zornigen Worte.

Er hielt die Luft an, sah ihr in die Augen, diese dunkeln, großen Augen, die er so sehr liebte und jetzt erkannte er was sie waren, gefühllos. Er drehte sich um und ging, weg von diesem Ort, weg von diesen Menschen. Sie hatte ihn nie geliebt und trotzdem hatte sie ihm dieses Gefühl gegeben! Sie hatte ihn benutzt. Eine Welt brach zusammen die letzte die ihn hier noch hielt. Er musste weg. Egal wie.

Der Wald kam ihm jetzt am Besten vor dort könnte er sich beim spazieren abkühlen. Er lief und lief und achtete nicht darauf wohin. Die Nacht brach herein und er wusste nicht wo er sich befand.

„Mist! Verflucht noch mal warum passiert dieser Scheiß immer nur mir!" schrie er aus voller Kehle. Er lief noch ein gutes Stück und hielt vor einer Felswand tief im Wald, es war völlig sinnlos. Er lies sich auf den Boden fallen! Dong! Was war das! Er drehte sich um, wie konnte ein Boden so ein dumpfes Geräusch machen. Er untersuchte die Stelle an der er Gesessen hatte. Es war eine Falltür. Wenn hier eine Falltür ist, sind vielleicht irgendwo Menschen. Er suchte mit dem Fingern die Kanten und zog die Falltür mit ganzer Kraft auf. Das Ding war schwer. Unter der Luke befand sich ein tiefes Loch, keine Leiter, keine Treppe, nur Dunkelheit.

Er steckte den Kopf hinunter und das Mondlicht das hinein viel zeigte ihm das sich unter ihm riesige Katakomben befanden.

„Hallo ist da jemand!" rief er verzweifelt, obwohl er die Hoffnung längst aufgegeben hatte. Das Echo seiner Stimme hallte zurück. Er wollte die Luke gerade wieder schließen als er ein leises, unheimliches Krächzen vernahm

„Hilfe"

Da war jemand, mit großer Hoffnung beugte er sich vornüber und sprach „Lumos".

Doch er sah niemanden, er leuchtet den ganzen Raum ab, und als er eine der Ecken erleuchtete blieb er an einem Fuß hängen. Draco keuchte auf, da lag etwas unter einer Decke und ein Fuß schaute hervor. Eine Leiche! Panik stieg in ihm hoch. Schnell zog er den Kopf zurück und schüttelte den Kopf. Nein, unmöglich da hat jemand Hilfe geschrieen. Dieses etwas muss noch leben. Er beugte sich wieder über das Loch.

Gerade wollte er die Ecke noch einmal ableuchten als ihm der Schreck in alle Glieder fuhr. Eine vermummte Gestallt, eingehüllt in eine Schäbige Decke stand mitten im Raum erhellt vom Mondlicht. Dieses etwas lebte.

Vor lauter Schreck verlor Draco das Gleichgewicht und fiel. Er spürte Schmerz als er unten aufschlug und bevor er sich seiner Ohnmacht überlies sah er Rote Haare die sich über ihn beugten und eine vertraute, krächzende Stimme: „Malfoy?"