So, da bin ich schon wieder. So viele Leser und gleich vier Reviews, beim ersten Kapitel. Hoffentlich ein gutes Zeichen...

Viel Spaß...


2. Schrecken und Erlösung

Es war der 5. September zur Frühstückszeit. Die Posteulen strömten in Scharen durch die Große Halle, doch eine Formation von drei Eulen erregte die Aufmerksamkeit sämtlicher Schüler. Sie trugen ein riesiges Paket und landeten direkt vor Mackenzie, die voller Voraussicht schon Platz gemacht hatte. Langsam löste sie das Packpapier vom Karton, als ein älterer Gryffindor sie ansprach.

„Du musst aber eine Menge vergessen haben!", bemerkte er leise.

„Wovon sprichst du?", fragte Mackenzie verwirrt.

„Na das riesige Paket. Ich vergesse auch oft etwas, aber so viel?" Sie lachte auf.

„Oh, das ist nichts Vergessenes, das ist mein Geburtstagspaket..." Und wie zum Beweis hob sie eine große Torte aus dem Paket. Doch zu aller erst las sie die Karte, die dabei lag.

Happy Birthday, Mac. Wie du sicher bemerkt hast, konnte ich Klara nicht davon abhalten, dir eine Torte zu backen. Ich hoffe, dir gefallen deine Geschenke. Hast du sie schon ausgepackt? Sicher noch nicht, so wie ich dich kenne. Ich wünsche dir alles Gute, viel Glück und einen schönen Geburtstag. G" Mackenzie legte behutsam die Karte zur Seite und besah sich die Torte. Ganz plötzlich entzündeten sich die Kerzen, ganz von allein.

„Hey cool!", riefen ihre Mitschüler.

„Hauselfenzauber.", erklärte sie leise. „Wer mag ein Stück Torte?", fragte sie grinsend.

„Aber zuerst brauchen wir ein Messer, oder so.", murmelte eines der Mädchen. Sie sah Professor McGonagall an, die unbemerkt zu ihnen getreten war.

„Das erledige ich, aber zuerst müssen Sie sich etwas wünschen, Miss O´Neil.", flüsterte sie. Mackenzie nickte, sie schloss die Augen und blies die Kerzen aus. „Alles Gute zu Ihrem Geburtstag, Miss O'Neil." Minerva sprach einen Zauber und teilte so die Torte in Stücke. Mackenzie lachte und alberte mit den anderen herum, bis das Läuten sie zum Aufbruch mahnte. Sie packte schnell ihren Karton zusammen und lief zur Tür. Wenn sie sich beeilte, schaffte sie es vielleicht noch zum Gemeinschaftsraum, bevor der Unterricht begann. Doch sie kam nicht weit.

In der Tür tauchte plötzlich ein dunkler Schatten auf und da sie nicht mehr anhalten konnte, prallte Mackenzie gegen ihn. Sie landete schmerzhaft auf ihrem Hintern.
"Autsch...Verzeihung Professor, ich habe nicht aufgepasst.", erklärte sie zerknirscht, als sie ihr gegenüber erkannte.

Severus sah verärgert auf sie hinunter, doch als Mackenzie sich entschuldigte, obwohl sie es war, die auf dem Boden saß, änderte sich sein Gesichtsausdruck.

„Schon verziehen. Haben Sie sich wehgetan? Geben Sie mir das!" Mackenzie sah ihn ziemlich verdutzt an, als er ihr den Karton abnahm, damit sie aufstehen konnte.

„Danke, Sir!" Severus nickte ihr zu und trat zur Seite. Mackenzie trat aus der Großen Halle. Als sie einen Hauselfen entdeckte, der gerade aus einer Wand kam, schnipste sie mit den Fingern. Er sah sie fragend an. „Entschuldigen Sie, ich kenne Ihren Namen nicht."

„Pixie, Miss!" der hauself verbeugte sich.

„Pixie, ob Sie mir vielleicht eine Bitte erfüllen würden?"

„Alles was ich kann, Miss.", piepste er.

„Toll, wären Sie so nett und würden Sie das hier auf mein Zimmer bringen?", bat Mackenzie lächelnd.

„Natürlich, wie ist ihr Name, Miss?"

„Mackenzie O'Neil, 1.Stufe, Gryffindor."

„Dann hat Miss O'Neil heute Geburtstag. Alles Gute! Pixie bringt die Kiste hinauf." Der Hauself nahm den Karton an sich und verschwand wenig später in einer Wand, während Mackenzie zum Unterricht eilte.

Erst nach dem Unterricht packte Mackenzie endlich ihre Geschenke aus. Ein Aufschrei von ihr, lockte ihre Mitbewohner ins Schlafzimmer.

„Wahnsinn, das sieht ja toll aus." Ihr Onkel hatte ihr einen großen Wunsch erfüllt, ein Teleskop.

„War das in dem Paket? Das ist doch viel zu groß.", entfuhr es Michelle, ebenfalls Erstklässlerin. Mackenzie grinste breit.

„Zaubermechanik." Sie drückte einen winzigen Knopf und das riesige Teleskop faltete sich vor ihren Augen zusammen, bis nur noch ein winziges Kästchen übrig blieb.

„Cool!"

°°

Mackenzie probierte das Teleskop noch an diesem Abend aus. Sie begab sich nach Einbruch der Dunkelheit auf den Astronomieturm und sah in die Sterne.

Sie gähnte hinter vorgehaltener Hand und suchte mit dem Teleskop den Himmel ab.

„Etwas interessantes entdeckt?", kam eine Stimme von rechts, als Mackenzie bei ihrer Suche innehielt. Sie fuhr erschreckt herum und sofort ging ihr Blick zur Uhr. „Sie haben noch dreißig Minuten.", bemerkte der Professor ruhig. Mackenzie wandte sich wieder den Sternen zu.

„Die Venus ist gut zu sehen heute...", murmelte sie.

„Die Venus?"

„Ja, wollen Sie mal gucken?" Am liebsten hätte sie sich in diesem Moment auf die Zunge gebissen, doch der Professor reagierte anders als erwartet.

„Wenn ich darf...", meinte Severus. Mackenzie machte schnell Platz und sah ihn verblüfft von der Seite an. „Das ist wirklich die Venus.", stellte er leise fest.

„Der Saturn war vorhin auch gut erkennbar...", flüsterte Mackenzie, mehr zu sich selbst.

„Wo ist der denn?" Sie justierte das Teleskop neu und ließ den Professor wieder herantreten. „Mann kann sogar die Ringe erkennen. Das ist ein sehr gutes Teleskop..." Mackenzie grinste.

„Ja, es ist wirklich klasse."

„Es kommt vielleicht etwas spät, aber trotzdem, alles Gute zu ihrem Geburtstag, Miss O'Neil." Severus schüttelte kurz ihre Hand.

„Danke, Sir!" Mackenzie zuckte zusammen, als ihre Uhr plötzlich piepste. „Ich muss, Sperrstunde.", erklärte sie und drückte den kleinen Knopf. Beobachtet vom Professor faltete sich das Teleskop zusammen.

„Verblüffend.", entfuhr es ihm.

„Ja, nicht wahr? --- Gute Nacht, Professor Snape!" Schon verschwand sie durch die Tür und auch Severus folgte ihr wenig später.

°°

Mackenzie eilte ins Treppenhaus und steuerte den Gryffindorgemeinschaftsraum an, als sich die Treppe mit ihr in Bewegung setzte.

„Oh nein, nicht doch..." Sie dachte an den Ärger, den ihr das zu spät kommen einbringen würde. Eilig lief sie die letzten Stufen hinab, sie holte tief Luft und sprang...

Mackenzie landete gerade so auf dem Treppenabsatz, sie wankte kurz, doch dann fand sie ihr Gleichgewicht und atmete aus.

„Das war aber gefährlich, Kindchen.", schollt sie die fette Dame.

„Die Sperrstunde!", erklärte Mackenzie und hob die Schultern. Sie murmelte das Passwort „Magical Minds" und schlüpfte in den Gemeinschaftsraum.

„Das war aber gefährlich...", murmelte noch ein anderer. Er war schockiert auf der Treppe stehen geblieben. „Ich sollte besser mit Albus sprechen." Und das tat Severus wohl, denn am nächsten Abend standen die Treppen still. Eine ganze Stunde lang, bis die Sperrstunde vorüber war. Albus hatte nicht nur die Treppen gestoppt, er hatte auch Mackenzie abgefangen.

„Ich weiß, dass es gefährlich war, Sir. Aber die Sperrstunde..."

„Kommen Sie lieber ein paar Minuten zu spät, als dass Sie sich den Hals brechen! Einverstanden, Miss O'Neil?", fragte Albus leise.

„Okay, Sir."

„Und tun Sie mir einen Gefallen, gehen Sie nicht so große Risiken ein. Ich weiß, das ist schwierig wenn man dem Tod schon einmal von der Schippe gesprungen ist."

„Wohl eher von der Schippe genommen, Sir." Albus schenkte ihr ein leichtes Lächeln, er konnte ihr diesen Gedanken nicht verdenken.

°°

„Hat Dumbledore Snape erzählt, wer sie ist?", fragte Harry neugierig. Er hatte sich auf einem Mauervorsprung niedergelassen, während Minerva sich einen Stuhl heraufbeschworen hatte.

„Nein, wir erfuhren die ersten Wahrheiten über sie im zweiten Jahr. Dass sie eine echte Gryffindor war, kam erst sehr viel später raus. Mac war eine ruhige Schülerin, eher unauffällig. In ihrem zweiten Jahr änderte sich das kurzzeitig. Sie wurde aggressiver. Was wohl daran lag, dass sie sich selbst für unvollkommen hielt."

„Wieso denn das?" Minerva lächelte sanft.

„Mädchendinge...Mac war nun dreizehn und weniger weit, als ihre Freundinnen. Sie war flach wie ein Brett und die anderen Probleme hatte sie auch noch nicht..." Harry wurde ein wenig rosa um die Nase, doch er ließ sie weiter erzählen. Er war ja schließlich aufgeklärt. „Die anderen Mädchen zogen sie damit auf. Am Anfang des Jahres verhielt Mac sich normal, na gut...bis auf den Vorfall im Zaubertränkeunterricht."

°°

Es war die letzte Stunde vor dem Mittagessen an einem Dienstag. Sie brauten gerade einen einfachen Schlaftrank, als plötzlich ein Aufschrei erklang. Ein Slytherin hatte sich die Hand an seinem Feuer verbrannt. Robert, Mackenzies Tischnachbar, sah sie erschreckt an. Mackenzie rümpfte die Nase, sie wurde plötzlich leichenblass und schlug die Hand vor den Mund. Eine Handbewegung zu Robert und sie lief aus dem Klassenzimmer.

Sie spürte nicht die Eiseskälte, die sie für einen Moment umschloss, als sie direkt durch den blutigen Baron lief, der auf dem Gang umher schwebte. Mackenzie steuerte die nächste Toilette an, sie erreichte die Kabine gerade, als sie sich auch schon heftig übergab. Sie blieb einen Moment hocken und übergab sich ein weiteres Mal, erst dann trat sie ans Waschbecken. Mit einem Flüstern beschwor sie eine Zahnbürste herauf. Sie sprang überrascht zur Seite, als sie die Kälte an ihrem Arm spürte.

„Was...was tun sie hier? Das ist eine Mädchentoilette und auch wenn Sie ein Geist sind, sind Sie ein Mann."

„Sie sollten im Unterricht sein, Miss!"

„Ich weiß, gehen Sie endlich...", fauchte Mackenzie den Hausgeist Slytherins an.

Der blutige Baron verließ murmelnd die Toilette.

„Das Mädchen hat Recht, sie haben da drin nichts zu suchen..."

„Ich habe mir doch nur Sorgen gemacht. Sie kam aus Ihrem Unterricht und sie hat sich übergeben...dachte, sie hat sich vielleicht vergiftet..."

„Sie hat sich übergeben?", fragte Severus erstaunt. Der Geist nickte und schwebte davon.

Mackenzie stand mit hängendem Kopf am Waschbecken. Sie wischte sich über die Wangen, sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie zu weinen begonnen hatte.

„Blöde Kuh! Hör auf zu heulen, Mac...", schimpfte sie mit sich selbst. Sie zuckte zusammen, als die Tür einen Spalt aufgedrückt wurde.

„Schaffen Sie es heute noch, Miss O'Neil?"

Severus runzelte die Stirn. War das ein Schniefen? Warum weinte sie? Weshalb musste sie sich übergeben? Schon einen Augenblick später öffnete sie die Tür und trat auf den Gang. Severus sah der Schülerin ins Gesicht.

„Geht es Ihnen gut? Wollen Sie zur Medihexe gehen?", fragte er besorgt. Mackenzie schüttelte den Kopf.

„Nein Sir, ich bin Okay." Langsam folgte sie dem Professor zurück ins Klassenzimmer.

Mackenzie ging direkt zu ihrem Platz und sah sich irritiert um. Ihr Zaubertrank war eingefroren worden, und nicht nur ihrer. Auch die anderen saßen nur auf ihren Stühlen und schrieben etwas nieder. Gerade als Mackenzie Robert danach fragen wollte, läutete es zum Ende der Stunde.

„Miss O'Neil, Sie bleiben noch. Sie holen die verpasste Zeit nach.", bestimmte Severus, als die anderen eilig zusammen packten. Mackenzie nickte und setzte sich wieder. Was sollte sie nun tun? Ihr Blick fiel auf die Tafel und sie verstand. Dort standen die Hausaufgaben. Sie zückte ihre Feder, notierte die Aufgabe und begann den Aufsatz über Schlangenwurz zu verfassen. Sie hatte beinahe eine halbe Rolle Pergament nieder geschrieben, als Severus sich räusperte.

„Gehen Sie zum Essen, Miss O'Neil." Mackenzie sah auf und räumte schließlich zusammen. Langsam stieg sie die Treppe hinauf. Sie verharrte einen Moment vor der Großen Halle, dann wandte sie sich der Eingangstür zu. Sie trat hinaus in das warme Licht der Sonne und suchte sich einen ruhigen Platz. Mackenzie machte es sich in einer einsamen Ecke an der Schlossmauer bequem. Sie zog einige Pergamente aus der Tasche und machte den Aufsatz für Zaubertränke fertig. Lärmend spazierten andere Schüler an ihrem Platz vorbei, doch keiner von ihnen nahm Mackenzie wahr. An einem Apfel knabbernd machte sie auch gleich noch die Hausaufgaben für Zaubereigeschichte fertig, bevor sie zum nächsten Unterricht musste.

°°

Mackenzie verbrachte oft ihre Zeit an diesem Ort, hier konnte sie alleine sitzen und niemand trat ihr zu nahe. Die Hänseleien der anderen brachten sie oft sogar zum Weinen. Eines Nachmittags besuchte sie der Direktor an diesem Ort.

„Geht es Ihnen nicht gut, Miss O'Neil?", sprach er sie leise an. Sie sah erschrocken auf.

„Nein Sir, alles bestens. Wieso fragen Sie, Professor Dumbledore?" Langsam setzte er sich zu ihr ins Gras.

„Professor Snape sagte mir, dass Sie hier sind und weinen." Mackenzie stöhnte innerlich auf.

„Ich bin okay. Es ist nur wegen den anderen. Ich geh ja schon alleine ins Badezimmer. Wer weiß, was noch alles käme, wüssten sie davon."

„Sie haben noch niemandem von den Verbrennungen erzählt?", fragte Albus verblüfft. Sie schüttelte den Kopf.

„Ich kann einfach nicht."

„Und die Heiler konnten nichts tun?"

„Es sind die Wunden eines magischen Feuers...", murmelte Mackenzie den Tränen nahe. Albus nickte leicht.

„Wenn es zu schwer wird, oder Sie jemandem zum reden brauchen...kommen Sie ruhig zu mir." Der Direktor erhob sich und tätschelte ihr die Schulter, bevor er sie wieder alleine ließ.

°°

„Ist sie danach besser klar gekommen?", fragte Harry leise. „Und wieso Verbrennungen?"

„Später Harry, lassen Sie mich der Reihe nach erzählen.", meinte Minerva lächelnd. Sie sah Harry an, wie interessiert er an dieser Geschichte war...

°°

Es war in einer Verwandlungsstunde, als Mackenzie ganz still wurde und angespannt. Minerva beobachtete sie den Rest der Stunde genauer und bemerkte so auch die Tränen. Sie wollte die junge Gryffindor darauf ansprechen, doch sie war zu schnell aus der Tür als es läutete.

Mackenzie lief zum Krankenflügel, sie hielt es einfach nicht mehr aus.

„Miss O'Neil, was ist mit Ihnen?", fragte die Medihexe, kaum dass sie die Schülerin entdeckt hatte.

„Es tut so weh..." Madam Pomfrey konnte sie gerade eben noch auffangen, bevor Mackenzie bewusstlos zu Boden sank. Eilig bettete sie das Mädchen auf eines der Krankenlager und begann eine Untersuchung. Gerade als sie diese abgeschlossen hatte, schlug Mackenzie die Augen auf.

„Was...? Madam Pomfrey?" Poppy drückte sie zurück in die Kissen.

„Bleiben Sie liegen, Miss." Sie seufzte. „Sie werden langsam erwachsen. Waren die Schmerzen so stark? Ich hoffe für Sie, dass es nicht jeden Monat so arg wird.", flüsterte sie.

„Ich...es sind...meine Tage?", fragte Mackenzie und grinste. „Jetzt können sie mich nicht mehr hänseln.", entfuhr es ihr. Sie stöhnte auf und krümmte sich unter der Bettdecke zusammen. Poppy strich ihr über die Stirn, dann trat sie an den Medizinschrank.

„Ich habe nichts hier, gegen diese Art Schmerz. Nur etwas Allgemeines." Sie reichte Mackenzie eine Phiole.

„Nein, ich werde es aushalten! Wann kann ich gehen?"

„Bleiben Sie noch einen Moment liegen. Und nehmen Sie die Phiole mit, für den Fall, dass die Schmerzen Sie überwältigen."

Mackenzie hatte zwar Schmerzen, doch sie fühlte sich dadurch besser. Ihre Mitschülerinnen hatte endlich mit ihren Hänseleien aufgehört. Deshalb ertrug sie diese Schmerzen tapfer. Bis sie im Unterricht für die Pflege magischer Geschöpfe zusammenbrach. Der damalige Professor des Fachs, war sehr froh, Hagrid in der Nähe zu entdecken. Er wies den Waldhüter an, das Mädchen in den Krankenflügel zu bringen. Die Medihexe wusste gleich, was mit ihr nicht stimmte und packte Mackenzie mit einer Wärmflasche ins Bett.

„Was hat das Mädchen, Poppy?", fragte Albus, der Hagrid im Gang begegnet war.

„Frauenprobleme, nichts ernstes!"

„Aber sie ist zusammengebrochen.", bemerkte der Direktor besorgt.

„Sie hat es arg erwischt. Schlimmer als die meisten Mädchen. So schlimme Schmerzen kann niemand auf Dauer aushalten. Aber sie will den Anti-Schmerz-Trank nicht nehmen."

„Es benebelt den Kopf, Ma'am.", flüsterte Mackenzie. Ihre Lider flatterten und einen Moment später schlug sie die Augen auf. „Ich hatte ihn nicht dabei, sonst hätte ich ihn heute genommen." Die Medihexe strich ihr leise lächelnd das Haar aus der verschwitzten Stirn.

„War es denn heute so schlimm?", fragte sie sanft. Mackenzie nickte nur und verzog das Gesicht, denn der Schmerz war noch immer da.

So kam es, dass Mackenzie sich in diesem Jahr regelmäßig im Krankenflügel wiederfand. Sie wurde in dieser Zeit immer aggressiver. Einmal griff sie sogar einen Mitschüler an, als er sie als platt bezeichnete. Danach lief er eine Woche lang mit einem Veilchen herum und Mackenzie bekam Strafarbeiten aufgebrummt. Sie musste Kessel im Zaubertränkeraum schrubben.

Erst nach den Ferien wurde sie wieder ruhiger und ausgeglichener. Die Medihexe sprach sie darauf an.

„Ich war bei einem Arzt...Muggelheiler. Er hat mir ein Medikament verschrieben. Die Schmerzen sind beinahe weg, wenn ich es einnehme und mein Kopf ist klar.", erklärte Mackenzie.

„Da kann man mal sehen. So dumm sind die Muggel gar nicht."

°°

„Das heißt sie war jetzt im dritten Jahr und noch keiner wusste von ihrer Abstammung?" Harry sah Minerva perplex an.

"Damals gab es noch nicht so neugierige Wesen, wie heute. Jeder kümmerte sich hauptsächlich um sich selbst.", erklärte sie. „Aber in diesem Jahr erfuhren wir mehr, wenn auch immer noch nicht alles."...


So, das war es schon wieder.

Wie ist es, kriege ich ein Review?

LG Noel