He Left Handprints on Her Heart- Chapter 3: Hearts Break

Dann kam Rosie… und ihre Welt änderte sich von Grund auf.

Sie wich vor Rons Berührungen zurück. Wenn er sie küssen wollte, drehte sie den Kopf weg und ihm blieb nur die Wange. Wenn er sie umarmen wollte, schob sie ihn fort. Ihr Schlafzimmer war kalt und leblos. Er sehnte sich danach sie zu küssen, zu berühren und sie zu lieben. Die Dinge konnten einfach nicht so weitergehen. Sonst würde es sie zerstören.

In dieser Mittagspause arrangierte Ron alles für eine Übernachtung der kleinen Rosie bei seiner Tante Ginny und Onkel Harry. Es war Valentinstag und er hatte ein schlechtes Gewissen, das er gefragt hatte, aber er war verzweifelt. Er hatte Angst, dass wenn er nicht bald etwas tat, würde es zu spät für seine Ehe sein. Und dieses Risiko wollte er nicht eingehen. Harry hatte ihm versichert, er und Ginny würden sich freuen, dass Rosie bei ihnen schlief, doch Ron war sich sicher, dass Harry ganz genau wusste, was für Ron und Hermione auf dem Spiel stand und das er seinen beiden Freunden helfen wollte.

Ron schnappte sich seinen Mantel und machte sich auf den Weg nach Hause.

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Als Ron zu Hause ankam fand er seine Frau auf dem Küchenboden mit ihrem Gesicht in ihren Händen vergraben. Hermione hatte ganz offensichtlich keinen guten Tag. Er sah sofort, dass sie weinte und eine gelbe Substanz, die sich bei näherer Betrachtung als Farbe herausstellte, bedeckte den ganzen Boden. Ihre Tochter sahs in der Mitte des Schlamassels, war über und über mit Farbe bedeckt und lachte aus vollem Herzen.

„Liebling wenn du das nächste Mal beschließt unsere Tochter zu färben, dann schick mir vorher wenigstens eine Eule. Ich meine, versteh mich nicht falsch, ich mag Gelb, aber vielleicht hätte ich gerne auch paar Streifen oder Punkte vorschlagen wollen." Meinte Ron grinsend in dem Versuch die Stimmung aufzulockern.

Hermione weinte noch lauter.

Ok soviel zu dem Versuch sie zum Lachen zu bringen. Falscher Ansatz. Ron versuchte Hermiones Hände von ihrem Gesicht zu ziehen und wisperte. "Hermione bitte weine nicht. Es ist doch nicht so schlimm. Es ist nur Farbe. Ich mach es sauber. Komm schon Baby. Was ist los?"

"Was los ist!" schrie sie plötzlich und es war unschwer zu erkennen, dass sie sauer war. „Ich sag dir was los ist Ronald Weasley."

„Ja sag es mir. Ich frage dich seit Wochen danach. " Er konnte den frustrierten Ton in seiner Stimme nicht unterdrücken. Die Stimmungen ihrer Schwangerschaft hatten ein furchtbares Klima geschaffen und verwirrten ihn. Sie schwankte zwischen Lachen und Weinen ohne wirklichen Grund. Die einzige beständige Sache zwischen ihnen war ihre Kälte ihm gegenüber. Er versuchte geduldig und vorsichtig zu sein, doch Hermione drehte ihm jedes Wort im Mund herum. Egal was er tat, nichts war richtig.

Alles was all die Wochen in ihr war brach plötzlich aus ihr heraus und die Worte sprudelten aus ihrem Mund. „Das war ein Fehler, ein riesen Fehler! Was haben wir uns nur dabei gedacht noch ein Baby zu wollen. Ich bin dafür nicht bereit. Ich kann das einfach nicht. Ich will es nicht. Ich bin eine furchtbare Ehefrau, eine grausige Mutter. Ich bin für das alles hier nicht gemacht Ron!"

„Hermione…"

„Nein, hör mir zu. Deine Mutter hat sieben Kinder großgezogen. Ich konnte nicht mal unsere eine Tochter davon abhalten sich selber in Farbe zu tauchen." Sie schluchzte. Nur wirre Satzfetzen drangen noch aus ihrem Mund.

Ron versuchte sie tröstend in seine Arme zu ziehen, doch sie ließ es nicht zu. Stattdessen zeigte sie mit dem Finger auf sein Gesicht.

Ich hasse es, wenn sie das tut und sie weiß das. Sie versucht nur dich zu provozieren. Nicht die Nerven verlieren, das würde alles nur noch schlimmer machen. Tief einatmen… okay… das ist besser… einfach den Finger ignorieren." dachte Ron

„Das ist alles deine Schuld!" sagte sie mit wütendem Blick den Finger immer noch auf ihn gerichtet.

„Hab ich mir fast gedacht." Sagte er. Wenn sie in so einer Stimmung war würde sie nichts beruhigen, er konnte es nicht ändern. Es war das Beste sie einfach schreien und weinen zu lassen oder was immer sie auch brauchte, bis es vorbei war. Er hatte es versucht. Er versuchte es immer noch. Er spielte den verständnisvollen Ehemann. Doch sie tat alles um an den Punkt zu gelangen, an dem seine Geduld zu Ende sein würde. Dennoch versuchte er es noch einmal. „Was soll ich tun? Was kann ich tun, damit es besser wird Liebes?"

"Hör auf damit. Rede nicht mit mir als wäre ich ein Kind. Das ist nicht das Leben, das ich wollte. Ich hasse es! Ich will das alles nicht mehr! Es besser machen? Dann nimm das Baby zurück! Aber das kannst du nicht. Du kannst es nicht besser machen. Ich stecke in dieser Situation fest."

Diese Worte waren zu viel. Er hob abwehrend seine Hände. Er konnte das nicht mehr. Nicht alleine. Sie hatte es so gewollt. Er liebte sie, doch vielleicht fühlte sie nicht mehr genauso. „Ist es das was du willst? Du kannst gehen wenn du möchtest. Ich würde dich niemals zwingen zu bleiben, dafür liebe ich dich zu sehr. Ich möchte nicht, dass du unglücklich bist. Aber ich kann so nicht mehr weiter machen. Ich kann mir nicht mehr jeden Tag anhören, dass ich dich unglücklich mache und wie unglücklich dich das Leben mit uns macht." Es würde ihm das Herz brechen, wenn sie ginge, dass wusste er, doch er wollte sie nicht gegen ihren Willen halten. Die Worte die sie gerade gesagt hatte waren die grausamsten gewesen die sie jemals zu ihm gesprochen hatte. Wie lange hasste sie es schon mit ihm zu leben? Wie lange war sie schon aus dem einzigen Grund hier, dass sie das Gefühl hatte nicht gehen zu können? Hatte sie wirklich gesagt sie wünschte sich sie würde nicht sein Baby unter dem Herzen tragen?

Seine Verletzheit musste ihm ins Gesicht geschrieben stehen, denn ihre Augen weiteten sich in Überraschung als sie es sah. Sie schien wirklich überrascht, dass ihre Worte ihn verletzt hatten. Normalerweise hatte er gewartet bis sie zu weinen aufhörte. Er hatte ihre Entschuldigung akzeptiert und es war alles weiter seinen gewohnten Gang gegangen. Doch diesmal nicht. Diesmal war sie zu weit gegangen.

„Also was wirst du tun Hermione?"

Seine Frage war mehr ein Flüstern. Er war sich sicher, sie hatte sich längst entschieden. Er würde es ihr nicht noch schwerer machen zu gehen. Zwischen zusammen gebissenen Zähnen fragte er „Wo soll ich deine Sachen hinschicken?"

Sie wirkte ehrlich erschrocken, als sie das hörte. „Was? Du willst das…. Okay." Sie zerbrach förmlich vor ihm. Die Tränen rannen noch schneller und sie hatte Schwierigkeiten zu atmen.

Warum wirkte sie so überrascht? Hatte sie erwartet er würde betteln, dass sie blieb? Das er wollte, dass sie blieb, obwohl er wusste, dass sie unglücklich war. Dachte sie wirklich so schlecht von ihm, dass sie glaubte er wäre so egoistisch?

Ihre Stimme war sanft und vorsichtig. „Du willst, dass ich gehe?"

„Du weißt dass ich das nicht will. Aber willst du denn hier sein?"

Während er auf eine Antwort wartete ließ er seinen Blick über den gelben Boden schweifen. Rosie hatte gerade Krummbein am Schwanz geschnappt und er war sich sicher, wenn er ihn nicht schnell befreite, würde die Katze bald genauso gelb sein wie seine Tochter. Also ging er zu ihr, befreite den Schwanz des Katers behutsam aus ihren Fingern und nahm sie hoch. Auch Hermione war inzwischen aufgestanden, doch sie weinte immer noch und das Schluchzen wurde sogar noch lauter.

„Ron ich weiß nicht mehr wer ich bin. Ich sage Dinge die ich nicht meine und ich weiß, es verletzt die Leute die ich am meisten liebe. Aber die Worte kommen einfach so aus mir raus und ich kann es nicht stoppen. Ich bin so eine gemeine Person geworden. Ich kann mich selber nicht mehr leiden."

"Ich liebe dich" war alles was er sagte.

„Warum? Warum? Ich verdiene das nicht. Ich beleidige und schreie dich an. Ich habe keine Geduld mit unserem Kind. Ich koche furchtbar, egal wie genau ich dem Rezept folge. Das Haus ist immer unordentlich. Wie kannst du mich lieben. Ich lasse nicht einmal zu, dass du mich berührst. Ich schiebe dich jedes Mal weg, wenn du mich küssen oder halten willst. Warum solltest du mich lieben?"

„Brauche ich einen Grund dich zu lieben? Ich liebe dich, weil ich dich liebe. Aus keinem anderen Grund. Ich wünschte, du würdest mich nicht von dir stoßen, aber ich kann dich nicht dazu zwingen mich zu wollen."

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass du so eine nutzlose Person wie mich lieben kannst. Ich habe heute versucht dir essen zu machen. Sicher konntest du den verbrannten Geruch schon vor der Haustür riechen. Ich habe versucht die Küche zu streichen, aber alles was ich erreicht habe, ist das unser Kind und der Küchenboden jetzt gelb sind. Kein Tropfen Farbe ist auf der Wand. Merlin Ron! Ich bin eine furchtbare Person. Du solltest mich rausschmeißen und wegstoßen. Du solltest mich anflehen zu gehen."

"Also zuerst mal, würde ich niemals wollen dass du gehst. Das verbrannte essen ist mir egal. Es ist nichts, worüber man traurig sein sollte und schon gar nicht solltest du dich deswegen schrecklich oder nutzlos fühlen. Hermione du bist einfach gestresst. Du erwartest ein Baby, deine Hormone haben die Kontrolle.

„Das stimmt. Danke dass du mich daran erinnerst, dass ich schwanger bin. Schwanger, nutzlos, fett, schrecklich und unausstehlich. Ich wusste, dass du das die ganze Zeit denkst! Ich habe es in der Art gesehen, wie du mich anschaust!"

"Hör auf damit!" Schrie er sie an. Senkte seine Stimme aber sofort wieder, als er merkte wie Rosie in seinem Arm zu zittern begann. Er nahm einen tiefen Atemzug und versuchte seine Wut unter Kontrolle zu bekommen. „Ich habe das nie gesagt. Ich sage jetzt gar nichts mehr. Du drehst sowieso alles um. Wenn ich dich auf eine Weise angesehen habe, die dich traurig gemacht hat, dann tut es mir leid….. Nein weißt du was? Es tut mir nicht leid. Du bist meine Frau verdammt nochmal. Ich will dich. Was du gesehen hast, war Verlangen und Sehnsucht, nicht Ekel oder Ablehnung. Ich bin überrascht, dass du den Unterschied nicht mehr siehst. Aber du drehst ja auch alles andere was ich sage herum, also warum nicht auch das… Und hör auf mir zu sagen was ich denke, denn du hast offenbar keine Ahnung. Wenn du gehen willst, dann geh, aber erwarte nicht von mir, dass ich es dir auch noch leichter mache, indem ich dir sage ich würde dich nicht wollen, dich nicht mehr lieben. Ich vermisse dich Hermione. Ich weiß nicht, warum ich dich nicht berühren darf, nicht küssen, nicht lieben und du willst es mir nicht sagen. Was willst du also von mir?"

Sie weinte noch stärker. Er wollte sie so gerne in die Arme nehmen, ihr Haar streicheln, ihre Tränen trocknen. Er hätte alles getan, damit sie nicht mehr weinte. Doch wie immer wich sie zurück. „Hör auf. Ich will dein Mitleid nicht!"

Er wurde wütend. Auch sein Stolz war. „Ich werds nicht mehr tun Hermione. Ich kann das nicht. Es bringt mich fast um, wenn du dich so benimmst, als würden dich meine Berührungen anekeln. Ich weiß nicht was du willst. Ich habe dich geheiratet, weil ich dich liebe und mit dir zusammen sein möchte. Aber ich kann so nicht weiter leben. Wenn du mich nicht mehr liebst, solltest du gehen. Ist es nicht das, worauf du wartest? Das ich es für dich leichter mache zu gehen, dir die Erlaubnis geben, damit du kein schlechtes Gewissen hast. Du brauchst dich nicht schuldig zu fühlen. Geh du hast meine Erlaubnis." Seine letzten Worte waren geschrien und eigentlich schrie er seine Frau nicht gerne an, noch wollte er seine Beherrschung vor seiner Tochter verlieren. „Ich werde heute nicht mehr mit dir streiten. Das bringt nichts. Ich will Rosie nicht erschrecken. Du hast dich längst entscheiden, also geh!"

Bei der Erwähnung ihres Namens richtete sich Rosie im Arm ihres Vaters auf, schlang ihm die Arme um den Hals und legte ihre Wange an seine. Die lauten Stimmen und der Tonfall zwischen den beiden Erwachsenen hatte sie zum verstummen gebracht. Sie hatte die Stimmung gespürt, auch wenn sie die Worte noch nicht verstand. Ron lächelte seine Tochter an und drückte sie an sich.

Rosie war immer noch fasziniert von der gelben Farbe, die ihre Hände bedeckten und sie hob sie hoch um zwei Abdrücke auf Rons Gesicht zu hinterlassen. „Schau Daddy."

„Ja ich seh's. Das ist gelb." Er zog zärtlich an ihrem, ebenfalls gelben Zopf.

"Hübsch." Sagte das Kind. Ron konnte nicht anders, als zu lächeln. Außer ihren roten Haaren und Sommersprossen war sie Hermione in klein.

„Nein nicht hübsch!" sagte Hermione in genervtem Ton. „ Es ist das totale Chaos. Sieh dich an Rosie."

Die Lippen des Kindes begannen zu zittern, beim Ton seiner Mutter und Ron warf Hermione einen wütenden Blick zu, bemühte sich allerdings in ruhigem Ton zu sprechen, als er sagte "Hermione nicht. Du bist sauer auf mich, lass es nicht an ihr aus. Es tut mir leid, dass ich dein perfektes Leben ruiniert habe, weil ich dich nochmal geschwängert habe. Aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Du hättest sieben Monate früher sagen müssen, dass mein Baby zu bekommen dich so unglücklich macht."

Als Hermione ihn diesmal ansah, sah sie seine Wut. Sie schämte sich vor sich selbst. Sie schämte sich für die Worte die sie gesagt hatte und die ihn so tief verletzt hatten. Ihre eigenen Worte aus seinem Mund schockten sie. Er sah, wie alle möglichen Emotionen über ihr Gesicht und ihr Gemüt flogen. Die Gefühle in ihre schienen zu kollidieren, als sie begann zu verstehen, was sie ihre Worte kosten könnten.

Trotz all der Dinge die sie gesagt hatte, zerriss es ihm das Herz sie so zu sehen. Sie sah aus, wie ein verängstigtes kleines Kind. Tränen rollten über ihr hübsches Gesicht und es schien, als wolle sie etwas sagen, würde aber nicht die richtigen Worte finden. Sie öffnete einige Male ihren Mund, nur um ihn wieder zu schließen. Alles was sie schaffte zu sagen, bevor sie den Raum verließ war „Ron ich weiß nicht was ich…."

Sie rannte aus der Küche ins Bad und schlug die Tür hinter sich zu. Selbst mit der Tür zwischen ihnen konnte Ron sie weinen hören. Ihr Schluchzen schien ihren Körper zu zerreißen. Unter all den Tränen, die er sie jemals hatte weinen sehen, in allen Gefahren die sie zusammen durchgestanden hatten, hatte er sie nie so weinen hören. Und es brach ihm das Herz. Wie hatte alles nur so außer Kontrolle geraten können.

Als er da so stand, in Gedanken verloren nahm Rosie sein Gesicht zwischen ihre Hände. „Hübsch Daddy."


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