Danke an den einsamen Reviewer, der sich die Mühe gemacht hat mir was zu schreiben.

„In welches Haus bist du denn gekommen?", fragte er zuckersüß.

„Slytherin, Vater, wie du es gewünscht hast.", presste Tara heraus, als Grid seinen Fluch gelöst hatte.

„Wenigstens eine gute Nachricht und jetzt lieg da nicht so dumm rum! Zurück in dein Zimmer, aber Dalli! Und, dass du nicht zu spät zu deiner ersten Stunde kommst!

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Großes, großes Hogwarts

Langsam stand Tara wieder auf und ging mit dem Rest Würde, die ihr Körper noch zuließ in ihr Zimmer. Ein kurzer Lichtstrahl, der durch das Öffnen der Tür entstand erhellte das dunkle, schäbige Zimmer sofort. Tara ließ sich sogleich auf das Bett fallen, was nicht mehr war, als eine Decke in der Ecke des kleinen Raumes und hörte kurz darauf auch schon, wie die Tür sich schloss. Bis morgen würde sie durch etliche Zauber geschlossen bleiben. Tara kam sich vor wie ein gefangenes Tier, das einem gefährlich werden konnte, wenn es frei herumlief. Vielleicht war sie das ja auch.

Geschaffen, um dem Lord zu dienen. Nicht mehr und nicht weniger. Sollte sie darauf nicht stolz sein? ...Sie konnte es nicht. Dieser blonde Malfoy-Junge wäre es mit Sicherheit.

Tara schlief an diesem Tag schnell ein. Da es stockfinster war, hatte sie schließlich auch keine andere Wahl. Ihr Zauberstab funktionierte in diesem Raum nicht und an Lesen brauchte man gar nicht zu Denken. Doch trotz alledem schlief sie zum ersten Mal in ihrem Leben zufrieden und glücklich ein. Sie hatte aus dem Haus gedurft. Sie hatte nach Hogwarts gedurft. Sie war einmal ohne Aufsicht Grids gewesen. Und morgen würde es auch so sein. Nur dieser Snape war da, aber der hatte ja schließlich auch noch zu Unterrichten, sodass sie nicht immerzu unter Beobachtung stand.

Vielleicht war das Leben ja doch nicht so schrecklich.

Tara wachte schon sehr früh auf. Ein Grund war, weil sie sich so sehr freute wieder aus dem Haus zu kommen. Der andere war weniger erfreulich, denn Tara spürte die Nachwirkungen des Cruciatus Fluches. Zwar dachte sie, dass sie sich schon daran gewöhnt hatte, doch jeden Morgen überraschten diese sie auf ein Neues.

Plötzlich hörte sie, wie die Tür aufging. Sie musste wohl wieder kurz eingeschlafen sein. Es war höchste Zeit zu apparieren, schoss es ihr durch den Kopf und schnellte hoch. Die Tür würde jeden Morgen um 7 Uhr geöffnet werden, hatte Grid ihr gestern mürrisch gesagt. Ab 7 durfte sie gehen.

„Heureka!", flüsterte Tara erfreut und war auch schon vor der Eingangstür, wo sie apparierte.

Kaum eine Sekunde später befand Tara sich auch wieder an der Appariergrenze Hogwarts und sah die mächtigen Mauern der Schule. Taras Herz machte einen kleinen Freudenhüpfer und sie ließ es sogar zu, dass ein kleines Lächeln über ihr Gesicht huschte, das jedoch genauso schnell wieder verschwand.

Nein, sie durfte niemals ihre Gefühle zeigen. Gefühle machen einen schwach. Das hatte sie gelernt. Daran hielt sie sich und so sollte es auch in der Zukunft sein. Sie musste für den Lord perfekt sein. Tara mochte die Morde von Seiten der Todesser nicht, doch war sie davon überzeugt, dass der Lord ihr ein besseres Leben geben würde.

Dieser Gedanke war ihr einziger Strohhalm, an den sie sich klammerte. Der Lord würde sie bestimmt nicht quälen. Schließlich würde sie perfekt sein und sich keine Fehler erlauben.

Moment…, dachte Tara. Der Lord ist Böse! Ich will nicht zu den Bösen! Aber er schenkt mir ein besseres Leben… Also ist er vielleicht gar nicht so Böse…Und wie ich gehört habe sollen die Auroren, die für die Seite des Lichts kämpfen, auch viele Morde begehen. Sie sind auch böse. Es ist also gleich, zu wem ich gehe. Der Lord scheint mir allerdings die Bessere Wahl zu sein.

Während Tara über „Gut und Böse" nachdachte, näherte sie sich immer mehr dem Schloss. Es hatte eine so hoffnungsvolle Aura, dass Tara kurz stehen blieb und es ein weiteres Mal bewunderte. Dann trat sie ein und machte sich auf die Suche nach dem

Slytherin-Gemeinschaftsraum. Dies war gar nicht so leicht, wie Tara anfangs gedacht hatte. Doch sie wollte niemanden um Hilfe bitten. Das war unter ihrer Würde. Und wenn sie perfekt sein wollte, musste sie alles alleine schaffen. Es verstrichen zehn Minuten,…zwanzig…und in zehn Minuten fing ihre erste Zaubertränke-Stunde an. Ausgerechnet die Stunde, die Snape gab. Sie wollte nicht zu spät kommen. Grid würde es garantiert von ihm erfahren…Was dieser dann mit ihr machte, wollte sie gar nicht so genau wissen. Verzweifelt rannte sie nun durch die Schule, ohne zu wissen, wo sie sich eigentlich befand. War es das Erste Stockwerk? oder schon wieder das Zweite? Moment einmal, die Bilder hatte sie doch schon einmal gesehen, oder nicht? Langsam fingen nun auch die Gänge an, die zuvor voller Schüler waren, sich zu leeren.

Verflixt! Das konnte doch nicht so schwer sein. Tara rannte um die Ecke und stieß mit einem aufgebrachten Zaubertranklehrer zusammen.

„Verdammt, können sie nicht aufpassen?", giftete Snape Tara an, die sogleich schützend ihre Hände über den Kopf hielt.

Doch als Tara merkte, dass er sie nicht schlug, oder sonst irgendetwas machte nahm sie sie wieder runter und murmelte nur ein verwirrtes „Entschuldigen Sie, Professor Snape."

Severus Snape hatte es sehr eilig. Die erste Stunde mit der explosiven Mischung Slytherin-Gryffindor stand ihm kurz bevor. Dumbledore hatte sich wohl wieder einen Spaß daraus gemacht und die beiden Gruppen zusammengetan. Als ob er, Severus, Nichts besseres zu tun hatte, als Streitschlichter zu spielen. Es war einfach unglaublich! In absolut jeder Stunde passierte irgendein unfassbares Manöver, das an seinen ohnehin schon zerfressenen Nerven weiterfraß.

ZACK…

Als er gerade um die Ecke biegen wollte, stieß er mit jemandem zusammen. Absolut genialer Tag, dachte sich Severus und zischte dem nun am Boden liegenden Schüler ein „Verdammt können Sie nicht aufpassen" zu. Erst jetzt merkte er, wer der Schüler, besser gesagt die Schülerin war. Tara Venefica. Ein Todesser hatte gesagt, er solle ein Auge auf sie haben und ihm jeden Fehltritt melden. Das Mädchen saß nun zusammengekauert auf dem Boden und wartete offenbar auf eine Bestrafung. Als nichts dergleichen kam, schaute sie ihn nur etwas verdutzt an und murmelte:

„Entschuldigen Sie, Professor Snape."

„Darf ich fragen, was sie noch hier durch die Gänge zu streifen haben?", fragte Snape, da ihm nichts besseres einfiel.

„Ich war auf der Suche nach dem Slytherin-Gemeinschaftsraum, Sir." antwortete sie knapp. Severus musterte sie, doch konnte nicht sehen, was in ihr vorging. Irgendetwas stimmte mit ihr nicht. Das spürte er, doch er wusste nicht was.

„Den Gang entlang und vor dem Gemälde stehen bleiben. Das Passwort ist Atropa belladonna."

Sagte er dann und wandte sich zum Gehen.

„…Ich werde hier warten, damit sie das Klassenzimmer finden, also beeilen sie sich. Da dies heute ihr erster Tag ist, werde ich über die Unpünktlichkeit noch einmal hinweg sehen…Sie hätten jetzt noch Minus 5 Minuten."

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Da hat Tara ja noch einmal Glück gehabt. Doch das wird nicht so lange andauern.

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