AN: Langsam geht der Plot los – endlich.

Das ist keine Harry/Ginny Fanfic. Er ist nur ihr Angebeteter und es wird sich nach einer Weile geben. Ich bin bloß der Meinung, dass ich ein so wichtiges Canon Element nicht einfach fallen lassen kann. Es ist etwas, das sie antreibt seit sie ein kleines Kind ist.

Über die Jahre hinweg wird sie die ein oder andere Beziehung haben, bis sie in einem gewissen Alter dann den richtigen Menschen für sie wählt. All dieses 'oh du bist meine große und einzig wahre – und natürlich auch die erste – Liebe ich bleibe bis zu meinem Lebensende mit dir zusammen' kommt bei mir nicht in die Tüte. Wenn sie sich jemanden erwählt, dann hat sie vorher eine Auswahl unter der sie ihre Wahl trifft.

So nun weiter zur Geschichte.

Kapitel 3 - Der Waffenstillstand

Es war Anfang August, noch einen Monat hatte Ginny Ferien. Die Hausaufgaben hatte sie während der ersten beiden Wochen erledigt und so hatte sie nun so viel Zeit wie sie nur wollte, um endlich Harrys Herz für sich zu gewinnen. Am Nachmittag hatten die Zwillinge und Ron zusammen mit ihrem Vater Harry für ein weiteres Jahr von den Dursleys gerettet, ganz abgemagert sah er aus.

Sie fragte sich nicht zum ersten Mal, wie es kommen konnte, dass ihn niemand von diesem grauenhaften Ort befreite.

Beim Abendessen setzte sie sich schüchtern auf den am Weitesten entfernten Platz und beobachtete ihn erneut.

Die gesamte Zeit war sie sich nicht sicher, ob sie mit ihm sprechen sollte, oder besser nicht: was, wenn sie etwas dummes sagte und er sie im Anschluss für ein Dummes Huhn hielt? - Dann doch besser schweigen. So kam es, dass sie wie im vergangenen Jahr, ihn erneut aus der Ferne beobachte, als sie eine ihr mittlerweile auf grauenhafte Weise bekannte Stimme in ihrem Kopf vernahm. 'Was für ein Stalker du doch bist! Geh zu ihm hin oder mach dich vom Acker! - geh besser, bevor mir noch etwas passiert. Ich will ihn nicht ansehen müssen, diesen schleimigen Haufen aus dem Hintern einer Kuh. Dieser Muggel liebende, Blutsverräter. Das einzig gute ist, dass er Voldemort vertrieben hat, wie auch immer der das angestellt hat. Sonderlich helle ist er ja nicht.

Schau ihn dir einmal genau an: seine Kleidung ist seinem Status nicht angemessen.. Ein Reinblüter wie er sollte auf sein Aussehen achten. Und jetzt sag mir nicht, dass er nur die Sachen seines Cousengs hat zum Anziehen, er besitzt genug Geld um sich von oben bis unten einzukleiden und würde das einfach aus der Portokasse bezahlen. Er ist der Erbe der Potters, einer der reichsten und mächtigsten Familien Großbritanniens – nur noch übertroffen von den Malfoys und der Queen. Er sollte sich langsam einmal seines Standes gemäß verhalten."

Als Harry sie vor etwas mehr als einem Jahr vor Tom befreit hatte, musste irgend etwas schief gelaufen sein: ein Teil von ihm steckte in ihr fest. Von Zeit zu Zeit hörte sie die Stimme des Menschen, der versucht hatte sie zu ermorden. Mit seinen Kommentaren und Beleidigungen trieb er sie langsam aber sicher in den Wahnsinn.

Zu Anfang hatte sie nicht gewusst, um wen es sich handelte, hatte geglaubt, dass der Stress, gerade eben so noch einmal dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein ihr einfach nur zu gesetzt habe. Doch die Träume von der Kammer des Schreckens, wie sie ins Tagebuch schrieb, wie sie die Hähne erwürgte, die Schrift an der Wand, all das waren Versuche ihres blinden Passagieres mit ihr in Kontakt zu treten.

Ihm hatte sie ihre guten Noten in der Jahresabschlussprüfung zu verdanken, so wenig es ihr auch gefiel. All die kleinen Einflüsterungen, wenn ein Lehrer sie fragte, während des Unterrichts, bei den Prüfungen, kamen von ihm. Die Schlaflieder, wenn sie wieder einmal die halbe Nacht wach gelegen hatte, weil sie von Alpträumen geplagt wurde, das war Tom gewesen. Tom der Mörder, Tom, der sie dazu gezwungen hatte ihre Mitschüler zu attackieren, der sie fast hatte Morden lassen, saß in ihrem Kopf, sprach zu ihr und nichts was sie tat konnte ihn vertreiben. Nur manchmal, wenn sie sich ganz auf etwas konzentrierte konnte sie ihn zumindest für eine kleine Weile ausblenden, dann regte sich ihr Körper ohne ihr Zutun und abgelenkt wie sie dann war, konnte sie erneut seine Stimme vernehmen. Sie kämpfte mit ihm um jeden Finger, jeden Zeh, darum ihn in eine Kiste zu sperren und für immer los zu sein – ohne Erfolg. Sie war an ihn gebunden, ohne ihn loswerden zu können und das einzige was sie erreichte war, dass sie abends total erschöpft auf ihr Bett sank. Dann hatte sie oft zwei oder drei Tage Zeit um sich aus zu ruhen, dann ging alles wieder von vorne los.

Nicht selten fragte sich Ginny, warum sie nicht einfach mit jemandem sprach, sich anvertraute, aber jedes Mal, wenn sie ernsthaft darüber nach dachte, kamen ihr Toms Worte wieder in den Sinn:
'wir sind eins: zwei Bewusstsein in einem Körper. unsere Seelen sind verschmolzen, meine Magie und deine Magie sind verbunden. wenn wir getrennt würden, könnte niemand sagen was passiert. Du könntest als Squib enden, ohne Erinnerungen, ohne die Fähigkeit zu kommunizieren, wahnsinnig, im Extremfall sogar tot. Ist es dir das wert, für die Möglichkeit, dass ich verschwinden könnte? Ein Erfolg ist nicht garantiert, die Chancen sind sehr gering.'

Sie wusste nicht, ob sie Tom glauben konnte. Er war ein manipulativer Bastard mit einem Hang zum Kontrollzwang, aber wollte sie es überhaupt riskieren?

Einmal angenommen, sie ginge zu ihgren Eltern und erzählte ihnen, dass ein Wahnsinniger in ihrem Kopf fest saß und sie keine Ahnung hatte wie sie ihn loswerden oder kontrollieren konnte, sie würden sie nach St Mungos bringen, wo die Ärzte wahrscheinlich an ihr herum experimentierten, in der Hoffnung heraus zu finden was passiert war und wie mn es wiederholen konnte. Erst dann würde man an ihre Heilung denken. Denn wer hatte schon davon gehört, dass ein Bewusstsein in einen anderen Körper über ging? Niemand von dem sie je gehört hatte Würde man sie für verrückt abtun? sie als Versuchskaninchen verwenden? Harper James, ihr Arzt, war sehr kompetent gewesen und hatte ihr sehr weiter geholfen, Sie sah sich schon auf einem Seziertisch liegen mit lauter kleinen Teilen, die um sie herum lagen. Und das war die Möglichkeit, dass man ihr glaubte. Was, wenn man Tom für eine Ausgeburt ihres kranken Hirns hielt? Würde man sie einsperren und mit Medikamenten voll pumpen? Magier hatten nicht viel Erfahrung mit der Behandlung von geistig kranken. - Und wenn sie jemanden fand, der wirklich bereit war ihr zu Helfen ohne sinnlos in ihr herum zu stochern, würde er erfolgreich sein, sie heil zurück lassen, mit ihrer Magie und ihrem Verstand in Takt? Sie zweifelte daran.

So blieb ihr nichts anderes übrig, als gegen ihn zu kämpfen, mit jeder Faser ihres Selbst ihn immer wieder und wieder in den letzten Winkel ihres Geistes zu verbannen, wo sie ihn nie wieder wahr nehmen musste. auch, wenn ihre Bemühungen nicht von sehr viel Erfolg gekrönt waren und sie nach jedem Kampf immer sehr erschöpft wurde.

Währen Ginny in Gedanken versunken war, hatten Harry Ron und Hermione begonnen sich zu unterhalten. Sie taten dabei sehr geheimnistuerisch, ließen Andeutungen fallen, als hätte sie nicht die geringste Ahnung wovon sie sprachen, als hätte sie nicht bereits am Ende des Schuljahres mit angehört wie die drei sich darüber unterhielten, dass sie Sirius vor den Dementoren gerettet und zur Flucht verholfen hatten, als wüsste sie nicht schon seit Neujahr, dass er Harrys Pate war und dass er angeblich seine Eltern verraten hatte. Wie sich heraus stellte, entsprach das nicht der Wahrheit. Ein Tot geglaubter Freund seiner Eltern, der sich als Todesser heraus stellte, hatte die Tat vollbracht, und es Sirius angehängt. Dieser saß jetzt irgendwo an einem Strand wo ihn niemand kannte und ließ Gras über seine Flucht wachsen, bis er wieder zurück kommen konnte und Harry retten. - Als bräuchte ihr Held Hilfe! Er konnte sehr gut auf sich selber aufpassen, wie er vor einem Jahr bei ihrer Befreiunge bewiesen hatte – schließlich hatte er den-dessen-Name-nicht-genannt-wurde besiegt – nicht nur einmal!

Als sie aus ihren Grübeleien in die Gegenwart zurück kehrte sprachen Ron und Harry immer noch an ihr vorbei, als könnte sie nicht verstehen worüber sie redeten. Dabei stellten sie sich so ungeschickt an, dass jeder sich den Inhalt zusammen reimen könnte. Er bräuchte dazu nur ein paar vorausgehenden Informationen.

„Wenn die noch deutlicher werden, können sie auch gleich Klartext reden, dann braucht keiner mehr sich den Rest zu denken. Für wie blöd halten die uns beide eigentlich? Wissen die etwa nicht wie viel sie preis geben? Ginny musste ihm recht geben, wenn auch sie es nur widerstrebend tat.

Hermione sah das anscheinend ähnlich, denn sie sorgte mit einem fadenscheinigen Vorwand dafür, dass die beiden Jungs vom Tisch aufstanden und in Rons Zimmer gingen, um sich die neueste Ausgabe von Quidditch Monthly an zu sehen – dabei langweilte sie alles, was mit Quidditch und fliegen zu tun hatte.

Tom machte einen sehr unfreundlichen Kommentar über dreckige Schlammblüter und Blutsverräter, den Ginny mit einer scharfen geflüsterten Bemerkung unterbrach, während gerade niemand hin hörte.

Nach dem Essen wurde sie von ihrer Mutter verpflichtet mit der Hausarbeit zu Helfen. Nicht nur sie schimpfte während dessen stumm vor sich hin, auch Tom beschwerte sich lauthals in ihrem Kopf, dass das niedere Arbeiten seien und somit unter seiner Würde.

Der Rest des Abends verging schnell, der neue Morgen kam und somit die Weltmeisterschaft. Seit sie erfahren hatte, dass ihr Vater Karten bekommen hatte war sie aufgeregt. Sie war ein echter Quidditch Fan. Sie wusste alles über die irische Nationalmannschaft und die beiden Treiber – Moran und Lynch. Der erste war aus einem kleinen Dorf nahe der schottischen Grenze. Seit seiner Zeit in Hogwarts spielte er schon und nach seinem Abschluss war er direkt von einer Mannschaft in Südengland angeworben worden. Lynch war aus London, spät entdeckt worden und das war seine erste große Chance zu spielen.

Das Spiel war Athemberaubend! Die Iren bewegten sich wie eine Einheit, jeder Mitspieler war auf das Handeln des Anderen abgestimmt, als könnten sie einander Gedanken lesen.

Mit einem zufriedenen Lächeln schlief sie an diesem Abend ein, nur um wenige Stunden später von lauten Rufen und panischen Schreien geweckt zu werden.

Überall herrschte Panik und Geschrei. Auf der Flucht vor Zauberern, bei denen es sich anscheinend um Todesser handelte wurden Fred George und Ginny von den anderen getrennt. Um sie her flogen die leuchtenden Kugeln von Flüchen und spritzte Gras und Staub auf. Ein Paar Mal wären sie alle drei fast von Querschlägern getroffen worden, wenn Tom ihr nicht jedes Mal 'ducken' oder 'Achtung' zu gerufen hätte.

So fanden sie sich schließlich alle drei wohl behalten im Wald wieder. Nach der Hektik von zuvor, nach den Schreien und der Gefahr zu sterben – ob durch einen Fluch oder dutzende von Füßen war die Stille um sie her fast unheimlich. Jedes rascheln der Blätter oder des Laubes zu ihren Füßen sowie jegliches Knacken von Zweigen lies sie zusammen fahren und zusammen kauern. Stunden lang standen sie eng aneinander gedrängt um sich gegenseitig Schutz und Trost zu spenden.

Von dem grün glitzernden Schädel erfuhren sie erst am nächsten Morgen aus der Zeitung. Als Ginny das Photo sah, und ihr Vater erklärte, dass es sich um das Dunkle Mal handele. Das Zeichen Voldemorts waren die einzigen Worte Toms 'er kommt zurück.' egal wie sehr Ginny später in der Abgeschiedenheit ihres Zimmers versuchte mehr aus ihm heraus zu holen, so sagte er doch nicht ein Wort noch. Er schwieg für fast eine gesamte Woche.

Der Rest der Ferien verlief ereignislos. Ein paar vereinzelte Kommentare von Seiten Toms und ein paar versuche Teile ihres Körpers zu übernehmen, aber nichts was von echter Konsequenz war – ausgenommen der ein oder andere verschüttete Fruchtsäft beim Frühstück und dass Ginny gefühlt jeden Türrahmen mit nahm.

Im Nachhinein war sie dankbar dafür. Waren die Versuche Toms lästig, so wurden sie Anstrengend, sobald das Schuljahr wieder anfing.

Im Anschluss überlegte Ginny, ob er vielleicht nur seine Kräfte gesammelt hatte, oder ob irgend etwas vor gefallen war, dass dafür gesorgt hatte, dass er gerade jetzt los schlug, kam aber zu keinem Ergebnis.

Im Hogwartsexpress konnte sie dieses Jahr nicht wieder mit Harry Ron und Hermione im selben Abteil fahren, stattdessen hatten Luna und sie eines für sich alleine. Nur Neville schaute nach dem Mittag bei ihnen rein, nachdem die Dame mit den Süssigkeiten da gewesen war. Zusammen aßen sie sich durch ihre Kesselkuchen und Schokofrösche.

Kurz bevor sie die Schule erreichten kam Colin mit seinem kleinen Bruder Dennis, der ab diesem Jahr auch Hogwarts besuchen würde, ins Abteil. Der ältere der Beiden war eine unbezahlbare Quelle für alles was Harry betraf, er hörte sogar noch mehr als es Ginny tat – wie auch immer er es an stellte, wo Harry jedes mal verstummte oder ihn davon jagte wenn er den Jungen sah. Er musste sogar mehr als gut sein, wenn es darum ging sich unbemerkt zu nähern oder in den Schatten zu lauschen.

Von ihm erfuhr Ginny auch von der Prophezeiung Trelawneys vom ende vergangenen Jahres, von einem Diener, der zu du-weißt-schon-wem zurück kehren würde, maß ihr aber keine sonderliche Bedeutung zu. Er war fort, das wusste doch jeder. Sie interessierte sich mehr dafür, dass ihr Held sich Vorwürfe machte, dass er den Verräter hatte entkommen lassen.

Zwei Monate fast kämpften sie. Um jeden Finger, jeden Muskel bis Ginny es mit schierer Willensanstrengung total entkräftet schaffte ihn in den hinterletzten Winkel ihres Bewussteins zu verbannen, wo er für einen Tag oder zwei blieb, nur um dann erneut wie aus dem Schatten heraus zu springen und sie an zu greifen.

Sie war den ganzen Tag so erschöpft, dass sie es selbst dann nicht in der Lage war dem Unterricht zu folgen, wenn sie nicht mit Tom beschäftigt war. Sie kam mit ihren Hausaufgaben nicht mehr hinterher und wäre Luna nicht gewesen, die sie abschreiben lies, und die sie beim Frühstück praktisch fütterte, sie hätte die Zeit nicht überstanden.

Luna und Pepper Up potions. Sie hatte praktisch eine Dauerbestellung bei der Krankenschwester. Was sie wohl dachte wenn sie das Mädchen total entkräftet in den Krankenflügel kommen sah?

Luna warf ihr jetzt oft einen Blick zu der besagte "ich weiß genau, dass etwas nicht stimmt" doch sie sagte nichts dazu. Luna besaß ein untrügliches Gespür dafür, wann es besser war, nicht zu fragen. Eines Tages, so nahm sich Ginny vor, würde sie ihr das alles vergelten, sich mit ihr zusammen setzen und ihr alles erzählen, aber noch nicht jetzt.

Die Slytherins nutzten jede sich bietende Gelegenheit sie zu verhexen, trauten sich jedoch bald nicht mehr in Lunas Nähe, nachdem sich herum gesprochen hatte, dass jeder Entwaffnungszauber von ihr einen ungewöhnlichen Nebeneffekt hatte: ein paar Erstklässlern war Fell gesprossen, andere bekamen Hörner auf Stirn und am Haaransatz, manche Schuppen und einem Mädchen fielen sämtliche Haare aus. Danach war Ginny zumindest in Gegenwart ihrer besten Freundin sicher.

Ein echtes Problem stellte ihr immer mehr wachsender Speicher dar. Sie war so erschöpft, dass sie nicht in der Lage war ihre Übungen weiter zu führen und wegen ihrer fehlenden Fitness besaß sie auch nicht die nötige Kontrolle. Bei jeder kleinsten Gefühlsschwankung reagierte ihre Magie und ließ Dinge explodieren, verhexte Mitschüler und ließ einmal sogar einen Strauch roter Rosen mitten im Gemeinschaftsraum wachsen. Trotz aller Anstrengung ließ er sich weder abschneiden noch ausreißen.

Das alles wäre um einiges einfacher gewesen, wenn sie nicht immer wieder aus dem Hinterhalt angegriffen würde, sie sich ärgerte und ihre Magie sinnlos um sich schlug. Sie argwöhnte, dass einige ihrer Peiniger genau das wollten.

Erst, als sie die vierfache Dosis ihres Trankes nahm, waren die Auswirkungen beherrschbar.

Die Ankunft der Delegationen aus Beauxbaton und Durmstrang ging unbemerkt an ihr vorbei und wenn nicht absolute Stille geherrscht hätte, so hätte sie auch nicht gemerkt, dass Harry als vierter Champion gezogen worden war.

An dem Abend sorgte Tom dafür, dass sie alleine mit ihm in einem leeren Klassenzimmer endete. Ein paar Minuten war Stille, doch als seine Stimme ertönte, klang auch sie müde:

"Du bist erschöpft. Sagen wir es ist unentschieden und handeln einen Waffenstillstand aus."

"unentschieden? klar, ich habe dich besiegt!" Sie stieß in Siegerpose ihre Fäuste in die Luft.

"Und bist gleichzeitig so müde, dass du fast wieder ins Koma fällst. du bist mehr im Krankenflügel als in deinem eigenen Bett, weil du so abwesend bist, dass selbst die Erstklässler der Slytherins dich angreifen und besiegen. Das ist sowas von peinlich! Selbst du könntest sie besiegen, wenn du dich auch nur ein wenig anstrengen würdest. Selbst Neville wäre erfolgreicher als du."

"und wessen Schuld ist das?"

"Du hättest dich in dein Swchicksal fügen und mir die Kontrolle übergeben können!."

"Aufgeben? Niemals! ich werde dich bis zu meinem letzten Atemzug bekämpfen."

"und dabei sterben."

"Wenn es sein muss, wenn es notwendig ist. "

"und deinen Harry nie wieder sehen?"

Ginny schwieg

"Ich kann dir zu stärke verhelfen, dich aus dem Schatten deiner Brüder heraus heben, ich kann dafür sorgen, dass Harry dich wahr nimmt."

„Im Gegenzug zu was? "

"Deine Hilfe."

„erst willst du mich töten, dann versuchst du meinen Körper zu übernehmen und als das nicht klappt kommst du zu mir her gekrochen, mit deinem Schwanz eingeklemmt zwischen deinen Beinen! Was, sag mir, was lässt dich glauben dass ich es auch nur in Erwägung ziehen könnte dass ich dir vielleicht, eventuell, wenn auch nur unter unwahrscheinlichen Umständen helfen würde?"

Ich kann euch helfen Voldemort zu besiegen."

„Voldemort ist fort."

Er ist vertrieben, aber nicht tot. Ich kann euch helfen, ihn ein für alle Mal los zu werden."

Ginny war einige Momente Sprachlos. Meinte er es ehrlich, konnte sie ihm trauen?

„Und wie willst du das machen, als kleine Stimme in seinem Kopf? Ihn so lange nerven bis er sich selber den Todesstoß versetzt?"

ich kann dich nicht verlassen. Ich sagte dir bereits wir sind untrennbar mit einander verwoben. Wohin einer geht, folgt der andere." seine stimme klang.. ungeduldig?

„das würde fast romantisch klingen, wenn es nicht du wärst der das gerade gesagt hat. So ist das ausgesprochen gruselig."

Tom ging darauf nicht weiter ein, außer dass er ihre Augen rollte. Was sich genauso unheimlich anfühlte wie es klingt, wenn nicht sogar schlimmer. „Informationen. Ich war mit ihm in Hogwarts,Wir waren im selben Haus, da bekommt man so manches mit.

Außerdem haben wir noch eine Rechnung offen. Er war es, der mich an das Buch gefesselt hat. Er soll bluten, langsam, leiden für Tage, ich will ihn sterben sehen. Ich will Rache!"

"Rache, Tod und Zerstörung, mehr kennst du nicht? Du bist erbärmlich!" Abscheu klang in Ginnys Stimme mit. „Auf diese Weise wirst du einsam enden, ohne auch nur einen Menschen dem du etwas bedeutest und der dir etwas bedeutet. Wenn ich dich nicht so sehr hassen würde, könnte ich dich fast bemitleiden."

"Dafür werde ich mächtig sein, unsterblich. Egal ob du mich magst der nicht, ich werde niemals einsam sein, denn ich habe dich."

"Und ich werde dich bekämpfen – jede Stunde, jeden Tag, bis ich sterbe."

"Für immer. Solange wir zusammen sind, bleiben wir jung. Weder wirst du grau, noch runzlig, auch nicht gebrechlich. Du bleibst in der Blüte deines Lebens. Wenn du auf hörst mich zu bekämpfen, kann ich dir zu Größe verhelfen. Niemals wird jemand wieder dich übersehen, geschweige denn über dich lachen. Du hättest Respekt, deinen eigenen Namen. Niemals mehr würde dich jemand durch die Brille deiner Brüder sehen."

Ginny schwieg für ein paar Minuten, dann: "Hypothetisch, wenn ich mich auf den Waffenstillstand einlassen würde, wie würde er aussehen?"

"ich hätte einen Abend die Woche volle Kontrolle. Ich will hin gehen können wo ich will, ohne dass du mich auf hältst"

„und was garantiert mir, dass du nicht in meinem Namen anderen Menschen Schaden zufügst?"

Du kannst die gesamte Zeit durch meine Augen blicken. Wenn dir nicht gefällt was ich mache, kannst du sofort eingreifen und mich stoppen."

Das klang.. fair?

"Dafür ist mein Körper den Rest der Woche mir. Du greifst niemanden an ohne Provokation. Der Abend beginnt nach der letzten Unterrichtsstunde und du wirst nicht nachts außerhalb des Bettes erwischt. Wenn du nachsitzen bekommst, badest du das selber aus."

"Das ist akzeptabel"

"Du machst keine Abfälligen Kommentare mehr über meine Freunde."

"Auch nicht, wenn sie es verdient haben?"

"Auch dann nicht."

"Nicht gegen Schlammblüter?"

"Besonders nicht gegen Muggel geborene. Ich will das Wort nie wieder hören!"

"Dann will ich auch nichts mehr hören gegen Slytherins. Sie sind besser als Gryffindors, ehrenhaft und edler als es Mitglieder eines anderen Hauses je sein könnten."

"Das merkt man, greifen unbeteiligte einfach von hinten an. das ist feige und hinterhältig"

"Und taktisch sehr klug. Wen man nicht sieht, gegen den kann man sich nicht verteidigen. Wenn es dich so sehr stört, dann lerne dich zu verteidigen. Ich kann dir die richtigen Bücher zeigen. Ich habe ohnehin für den Rest meines Lebens genug Zeit im Krankenflügel verbracht um auch noch nur einen Angriff zu riskieren."

"Deal."

"Ich denke es versteht sich von selber, dass niemand etwas von mir erfahren darf. kein Wort. ich werde dir Occlumency beibringen. ich habe kein Interesse daran, dass jemand in deinem Hirn rumstöbert und am Ende auf mich trifft."

"Viel zu gefährlich für beide von uns. ich halte dicht, schon aus eigenem Interesse. - Aber nur so lange, wie du dich an deinen Teil der Abmachung hältst. Wer will schon sagen müssen, dass er einen Psychopathen in seinem Kopf beherbergt?" Bei diesem Kommentar schnaubte Tom abfällig. Das Wort Psychopath schien ihm nicht zu gefallen. Ginny merkte es sich für später, wenn sie etwas gegen ihn in der Hand haben wollte.

Und So entstand der nicht-Angriffspakt zwischen ihnen beiden – und das ohne dass sie es beabsichtigt hatte.