Hallo und guten Tag! Ich habe es mal endlich wieder geschafft ein neues Kapitel zu schreiben. Ich hoffe, dass es Euch gefällt und schreibt mir eine Review.

Liebe Grüße,

Tanja

Kapitel 3 – Mission LEBTANTI

Ach, da stehe ich nun. Ich armer, verlassener Schulsprecher. Was ist mir noch geblieben? Merlin und Agrippa haben sich gegen mich verschworen. Und nicht nur die. Moses, Gott, Allah und Budda auch! Denn nur EINER kann sich diese Gemeinheit gegen mich nicht ausdenken. Da bedarf es schon geballter, viel zähliger Gehirnwindungen!

Doch nun zu meiner derzeitigen Situation. Wir erinnern uns, ich war alleine im Krankenflügel mit Emmeline, Alice und...Lily.

„Wollen wir jetzt gehen?", frage ich etwas unsicher an Lily gerichtet.

„Ja, ich komme gleich. Ich sage nur Madame Pomfrey bescheid.", lächelt sie und entschwindet aus ihrem Bett.

Mh, vorher muss sie aber noch ihren Pyjama ausziehen...ich glaube ein blödes Grinsen erscheint gerade auf meinem Gesicht.

„James Potter!", ruft es plötzlich und mir wird kraftvoll in den Bauch gepiekt.

„Uff...", entweicht mir jegliche Luft. „Was ist?", keuche ich noch hervor und schaue Alice irritiert an.

„Wir beobachten dich..." sagt sie bedrohlich. „wir wissen, dass du diese Situation ausnutzen könntest..."

„Und wenn wir mitbekommen das du das tust...", droht jetzt Emmeline „breche ich dir den Hals, hacke dich in kleine Stücke und verfüttere dich an den Kraken im See."

Autsch, das war deutlich. Aber wir wollen die Lage mal nicht so ernst sehen, oder. Also lockere ich alles mit einem gut platzierten Argument auf. „Der Krake ist Vegetarier!", lächle ich aufmunternd und erheitere die beiden damit als würde ich ... na ja...ihr kennt doch diese Szene, wo einer vor einer Steinmauer steht, einen Witz erzählt und keiner lacht und man hört nur die Grillen im Hintergrund zirpen. Na ja, so eine Situation war das gerade.

Alice droht mit ihrer Faust. „Wir können es aussehen lassen wie ein Unfall!"

Okay, das reicht. Jetzt spiele ich die Karte der Männlichkeit aus und stelle alles klar!

„Aber ich will doch gar nichts mit ihr machen!", schreie ich fast verzweifelt und zerre an Emmelines Umhang. „Lily ist so unheimlich...ich will nicht mit ihr alleine sein! Alles nur das nicht!", und ich blicke gehetzt um mich.

Emmeline befreit sich von meiner halben Umklammerung und setzt an etwas zu sagen, als Lily wieder auf der Bildfläche erscheint. Und...sie hat ihre Schuluniform an und ihren Umhang der sie zu 99,9 vollkommen bedeckt. Puh, Glück gehabt. Niemand kann mir unsittliches starren vorwerfen.

„Können wir.", lächelt sie wieder so umsichtig und nett. Wo ist ein Exorzist wenn man ihn braucht. Ich bin immer noch der Meinung sie ist besessen, aber MIR glaubt ja niemand.

„Ja, gerne.", sage ich wieder total ich selbst.

Emmeline und Alice werfen mir erneut einen mörderischen Blick zu und ihre Lippen bewegen sich. Ich glaube sie sagen „Wir sehen euch" und zeigen mit Zeige- und Mittelfinger erst auf uns und dann auf ihre Augen. Oh man, wie psycho ist das denn. Hört dieser Tag denn nie auf?

Also laufen Lily und ich aus dem Krankenflügel, gerade als wir die Schwelle zum Korridor überschreiten fällt die Tür ins Schloss und Lily ergreift meine Hand. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, das ich jemanden lachen höre, doch es war wohl nur der Lärm der Flügeltüren. Aber nun registriere ich IHRE HAND in meiner. Oh Gott. Wenn uns jemand sieht! Was dann? Ich widerstehe dem kurzen Reflex meine Hand zurück zuziehen, schließlich will ich Lily keine irreparablen Schäden zufügen. Ich habe ja schon genug angerichtet...wenn ich es Recht bedenke...Sirius hat schon genug Schaden angerichtet...ich muss es nur ausbaden.

Sodann lenke ich Lily gewissenhaft durch die Flure das wir von möglichst wenigen Schülern gesehen werden und steuere alsbald auf die Eingangshalle zu und dann hinaus in die Freiheit.

Was für ein herrlicher Tag! Wenn man es auf das Wetter bezieht. Die Sonne scheint, es ist schon angenehm warm und es blühen sogar ein paar Blumen. Oh man, ich höre mich an wie meine Mutter, nachdem sie die Gartenmöbel raus gestellt hat und von mir verlangt ich soll mich mit Sonnenschutz 1000 eincremen.

Ähm... zurück zu mi...uns.

Lily und ich laufen langsam zum See hinunter...ja der See, da werden Erinnerungen wach. Allerdings war es noch kälter und alles war mit Schnee und Eis bedeckt und Lily hat damals auch nicht ihren Umhang ausgezogen und...

Moment! Sie zieht ihren Umhang aus? NEIN, wenn das jemand sieht! Wenn das Emmeline und Alice sehen!

Also halte ich ihren Umhang auf ihren Schultern fest. Natürlich versteht sie das alles ganz falsch und denkt ich will sie umarmen. Ach man...das Leben ist voller Missverständnisse. Nun lehnt sich Lily an mich und wir stehen da und blicken über den See.

„Schön, oder?", fragt sie mich. „Fast so schön wie gestern Nacht.", flüstert Lily weiter und rückt näher an mich. Sie nimmt meine Arme von ihren Schultern und schlingt sie um ihre Hüften.

Uuuuuppppsssss! Gar nicht gut, gar nicht gut! Neinneinneinneinnein!!!

„Du sagst ja gar nichts...", dreht Lily sich zu mir.

„Ach weißt du," lüge ich ohne rot zu werden. „Ich denke auch noch daran.", obwohl ich ja gar nicht weiß wovon sie spricht. Das könnte ja sonst was sein! Hilf mir doch endlich jemand!

Doch kaum denke ich das, was ich gerade gedacht habe, als eine kleine Ratte vor uns auftaucht und uns ansieht. Mh, kommt mir irgendwie bekannt vor, das Tier. Hab die schon echt oft gesehen und dann klickt es.

Peter (Ratte), putzt sich die Nase, rennt dann davon und verschwindet hinter einem Felsen. Mh, soll ihm wohl folgen. Aber wie? Denk Denk Denk!

„Lily, ich muss mal kurz da hinten hin. Ich glaube, da hat Remus gestern was Wichtiges vergessen.", und bevor Lily Flower noch was sagen kann renne ich davon und werfe mich, als würde ich im Krieg Deckung suchen, hinter den Findling.

Drei Augenpaare zwinkern mich an.

„Na, Prongs...genießt du deine Zweisamkeit.", wackelt Sirius mit seinen Augenbrauen.

„Sieht man das nicht?"

„Ähm...", meine drei so genannten Freunde blicken sich grübelnd an. „Nein, man merkt es nicht wirklich.", eröffnet mir Peter.

Argh, Memo an mich. Ich habe nach dieser Sache keine Freunde mehr.

„Vielleicht solltest du etwas mehr lächeln."; rät mir Remus bedächtig. „Das würde dem Ganzen enorm helfen."

„Danke."

„Keine Ursache!"

„Habt ihr was raus gefunden?", will ich nun endlich wissen.

„Oh ja! Also bei der Ameisie..."

„Amnesie, Padfoot!"

„Ah ja, richtig. Bei Amneisie...war nur ein Witz. Bei Amnesie soll man den Leidenden mit der gleichen Sache behandeln, durch die sie aufgetreten ist.", las er von einem Pergament.

Ich blicke skeptisch in die Runde.

„Es geht noch weiter. Wir können den Erinner- Mich-Trank brauen, einen weiteren Schock auslösen oder sie zum Psychiater schicken.", endet Sirius und rollt sein Blatt zusammen.

„Das ist es?", will ich verzweifelt wissen. „Kein Zauberspruch? Keine Beschwörung? Kein Fluch?", obwohl ja alles dasselbe ist.

„Nope!", versichert mit Moony. „Geht alles nur durch gute alte Handarbeit."

Deprimiert lasse ich den Kopf sinken.

„Keine Sorge.", klopft mir Sirius auf die Schulter. „Wir erledigen das für dich. Mission LEBTANTI ist schon so gut wie vorbei."

„LEB...was bitte? Ihr erledigt was für mich?"

„Padfoot hat es Mission LEBTANTI genannt.", klärt mich Remus auf. „Lily Evans Back To Absolutly Normal This Instant."

„Und was beinhaltet Mission LEBTANTI?"

„Na wir schlagen sie noch einmal mit „Die Geschichte Hogwarts" und schwups, schon ist sie wieder normal!", schnippt Padfoot mit den Fingern.

Ich kann es mir nicht nehmen und ziehe ihm eins dafür über den Kopf.

„Wofür war das denn?"

„Du wirst Lily auf keinen Fall schlagen! Oder ich schlage dich!", drohe ich.

„Ok.", wehrt mich Sirius ab. „Aber es bleibt als letzte Möglichkeit offen!", beharrt er weiterhin und zählt auf mein stummes Einverständnis.

Ich hoffe wirklich, dass es nicht so weit kommt.

„Ihr probiert erst die anderen Dinge aus, klar?!"

„KLAR!", dröhnt es mir entgegen.

„James? James wo bist du?", ruft es plötzlich.

„Deine Lily Flower ruft dich.", grinst Peter und ich funkle ihn böse an. Als ob ich das nicht selber gemerkt habe.

„Ich komme gleich Lily, ich hab es gleich gefunden!", schreie ich zurück.

„Gefunden? Was gefunden?", fragt Remus.

„Das was du gestern hier verloren hast.", informiere ich ihn von seinem Verlust. „Los, gib mir was von dir!"

Remus kramt in seinen Taschen. Das einzige was er hervor holt ist eine Büroklammer.

„Das ist alles?", kann ich es nicht glauben. Jungs haben ganze Scherzartikelläden in den Hosentaschen und das einzige, was Remus dabei hat ist eine Büroklammer. Er muss dringend seine Prioritäten ändern.

„Jamie?", die Stimme kommt näher. Also schnappe ich das einzige Indiz von Remus Existenz und schnelle nach oben. Nicht zu spät denn Lily ist schon fast bei unserem Versteck.

„Hast du gefunden was du gesucht hast?", erkundigt sie sich wieder in dieser lieben Art, die ich einfach nicht von ihr gewöhnt bin und die mir eiskalte Schauer über den Rücken laufen lässt.

„Ja, hab es.", informiere ich sie triumphierend und halte ihr die Büroklammer hin. Für einen kurzen Moment schaut sie skeptisch auf das gebogene Metal und dann sieht sie mich komisch an. Ich habe fast den Eindruck die alte Lily ist wieder da, als..."Oh, wie schön. Die hat er sicherlich vermisst. Das war bestimmt seine liebste Büroklammer, wenn er dir gesagt hat, dass er sie verloren hat."

Da sag noch mal jemand sie hat nur eine Amnesie!

Sieht denn niemand was ich sehe?! Sieht denn niemand, dass die Frau hier besessen ist! Nein, anscheinend sieht es niemand und so bleibt mir nur zu hoffen, dass die Mission LEBTANTI erfolg hat!