So, hier kommt also das – hoffentlich ;) – langersehnte 3. Kapitel. Es hat zwar gedauert, aber jetzt ist es fertig. Viel Spaß beim Lesen.

Disclaimer: Nichts gehört uns, alle Figuren gehören J.K. Rowling. Wir wollen mit dieser Geschichte kein Geld oder sonst etwas verdienen.

Kapitel 3: Eine neue Macht erhebt sich

Harry war geschockt. Eine fast grenzenlose und unkontrollierbare Wut durchfuhr ihn. Ohne auf seine beiden Freunde zu achten, schmiss er sich in seiner Raserei auf seinen Besen und flog in Richtung verbotener Wald, wobei er mit einem Reductio eine unbekannte Eule aus dem Weg sprengte. Er flog immer tiefer in den Wald hinein, bis ihm plötzlich ein Zentaur in den Weg sprang. Drohend kam er auf Harry zu:

„Wir haben euch deutlich gemacht, dass ihr in diesem Wald nicht mehr erwünscht seid, Mensch", sprach Bane kaltschnäuzig.

Harry stoppte, hob seinen Kopf und sein wütendes Gesicht wich einem eiskalten Grinsen.

„Stirb, du nutzloser Sternengucker."

Damit zog Harry seinen Zauberstab, richtete ihn auf Banes Kopf und sprach:

„Destructio Mortis"

Ein weißer Blitz, und nicht nur Banes Kopf, sondern sein ganzer Körper wurde in seine Einzelteile zerlegt.

„Also wirklich, hattest du das nicht in den Sternen gelesen, dass man mich heute nicht reizen sollte", grinste Harry kopfschüttelnd die Überreste an.

Doch Harry kam nicht dazu, weiter zu überlegen, da plötzlich weiteres Hufgetrappel die Stille durchbrach. Dann brachen zwei weitere Zentauren durch das Gebüsch und erstarrten.

„Was ist hier passiert?" schrie der Zentaur namens Magorian, wobei er Harry ansah, als würde er ihn gleich mit seinen Pfeilen durchbohren. Der andere, Ronan ließ seinen Blick nur über die Überreste seines Genossen schweifen, einen angeekelten Blick auf seinem Gesicht. Doch Harry war das Lachen keineswegs vergangen. Harrys Wut auf Dumbledore war noch längst nicht verflogen, doch er hatte jetzt jemanden gefunden, der dafür herhalten konnte.

„Du willst es also wirklich wissen, armseliger Schwächling?", erwiderte Harry. „Nun gut, ich zeige es dir."

Langsam richtete er seinen Zauberstab auf Ronan und sprach abermals die schlimme Version des Destructiozaubers. Es hatte den gleichen Effekt wie zuvor bei Bane.

„Das ist hier passiert, und da ich noch keine anderen Sprüche kenne, wird es auch bald noch einmal passieren… und zwar mit dir, aber zuerst… CRUCIO!"

Magorian hatte nicht mehr die Zeit seinen Pfeil abzufeuern, den er schon in seiner Armbrust befestigt hatte.

Schreiend fiel der Zentaur zu Boden, seine 4 Beine zappelten unkontrolliert in der Luft. Doch Harry bemerkte langsam, dass er müde wurde, denn die schwarze Magie zehrte jetzt doch zusehends an seinen Kräften. Harry hob den Fluch auf, doch bevor er ihn umbringen konnte, sprach Magorian mit glasigen Augen und monotoner Stimme:

„…und nichts wird mehr sein… der Erbe wird…"

„Destructio Mortis" unterbrach Harry den Zentaur.

Damit wiederholte sich das blutige Schauspiel zum dritten Mal.

Dreimal ist göttlich."

Harry kratzte sich ungerührt am Kopf.

Ich glaube der Cruciatus hat sein Gehirn ein bisschen durcheinander gebracht, aber was jetzt wichtiger ist, ist neue Zaubersprüche zu erlernen. Ein einziger macht mit der Zeit doch überhaupt keinen Spaß mehr."

Während die ersten Thestrale erschienen und begannen, die Überreste der drei Sternengucker zu verspeisen, machte sich Harry auf den Rückweg zum Schloss, um seine Freunde zu suchen. Er hatte in seiner Wut einfach vergessen, dass sie da waren.

„Harry" schrieen Herrmine und Ron plötzlich hinter ihm. „Gute Nachrichten, Amelia Bones ist ermordet worden."

Dann stoppten sie mitten in ihrer Bewegung. Erst jetzt bemerkten sie das ganze Blut und deuteten auf seine Robe.

„Upps. Ratzeputz."

Sofort säuberte Harry seine Robe und fluchte etwas über verdammte Zentauren.

„Was?" fragte Hermine „Was ist mit den Zentauren, hast du dich etwa mit einem von ihnen angelegt?" fragte sie neugierig.

„Nein, mit drei", murmelte Harry.

„Aber was meinst du damit, dass die olle Bones tot ist?"

„Also, ich weiß nicht, ob du dich noch daran erinnerst, aber du hast eine Eule zu Hackfleisch verarbeitet. Ich habe mir dann den Brief geschnappt, den sie bei sich trug. Er war an Dumbledore adressiert. Das Ministerium hat geschrieben, dass Amelia Bones tot aufgefunden wurde. Sie glauben, dass Voldemort persönlich ihr die Lichter ausgeknipst hat", sagte Hermine.

Daraufhin schwangen sie sich auf ihre Besen und Ron und Hermine lachten schallend über den Vorfall mit den Zentauren, als Harry ihnen die Geschichte erzählte.

Zurück im Grimmauldplatz, welchen sie schließlich nachts gegen drei Uhr erreichten, fielen sie sofort vollkommen groggy in ihre Betten.

10 Stunden später erwachte Harry aus seinem erholsamen Schlaf. Er erhob sich, begab sich nach unten und bemerkte, dass wohl eine Ordensversammlung im Gange war. Es lag kein Schweigezauber auf der Tür, so spazierte er einfach hinein. Mit einem arroganten Grinsen besah sich Harry die erschrockene Meute. Entweder hatte Dumbledore gerade eine schlechte Nachricht verkündet oder es war wegen ihm, oder beides.

Dumbledore ergriff allerdings sofort die Intiative: „Ah Harry! Wir haben gerade eine Versammlung, aber wenn du teilhaben willst, dann setzt dich ruhig zu uns. Bei dir kann man ja mal eine Ausnahme machen", sagte er mit einem falschen väterlichem Grinsen.

Snape schnaubte, was ihm von Dumbledore einen tadelnden Blick einbrachte, den dieser jedoch nicht wahrnahm.

„Wie auch immer, dort hinten ist noch ein Platz frei. Emmeline Vance kann aus tragischen Gründen nicht teilnehmen." Bei diesen Worten glaubte Harry ein sadistisches Grinsen auf Snapes Gesicht zu erkennen. Harry blinzelte und schon saß Snape wieder mit seinem unergründlichen Blick da und machte die gleiche, griesgrämige Miene, wie sonst auch.

„Harry, wir sprachen gerade über Amelia Bones Tod. Voldemort hat sie letzte Nacht persönlich ermordet."

Harry spielte dem alten Mann ein erschrockenes Gesicht vor.

Na und, das ist gut für meine späteren Pläne und außerdem weiß ich das doch schon lange, du alter Mann. Was ich aber eigentlich nicht wissen will ist, woher du das weißt? Tom hat es dir wohl erzählt… Aber gut, wollen wir mal abwarten, was du mir noch mitzuteilen hast…"

Snape meldete sich zu Wort:

„Ich habe noch ein Gerücht aufgeschnappt, dass die Riesen angekommen sind und bereits ihren ersten Einsatz hatten."

„Sie haben doch nicht etwa diese Brücke zerstört? Das hat in der Muggelwelt nämlich für Aufruhr gesorgt", fragte jemand vom Tisch.

„Doch, das waren sie."

Was für eine riesige Heuchelei, aber schauspielern können sie",dachte Harry.

Sonst gab es nur vereinzelt Angriffe, verstreut durch das ganze Land, was jedoch nicht nennenswert darauf war die Versammlung auch schon beendet und alle gingen nach Hause.

Harry ging in die Küche um sich etwas zu essen zu holen, wo Ron und Hermine ihm verschlafenen Augen entgegenkamen. Nachdem sie gut gefrühstückt hatten, und nachdem Hermine ihnen klargemacht hatte, wie wichtig es nun sei, Okklumentik zu lernen, beschloss Harry, Ron und Hermine mit zu Siegfried um ein wenig Muskelaufbau zu betreiben.

„Ah! Harry, du bringst weitere Kundschaft mit. Dann wollen wir deine Freunden gleich auch mal einen Plan ausstellen. Du kannst dann ja schon mal beginnen…"

Neugierig betrachteten Ron und Hermine „Siggi", wie er ihnen detailgetreu die Aggregate vorstellte und erklärte. Nebenbei arbeitete er an ihrem Plan. Nach 2 Stunden verabschiedeten sich Harry und Ron, außer Hermine, welche durch ihren nicht ganz so großen Plan schon vor längerer Zeit zum Grimmauldplatz zurückgekehrt war.

„Hoffentlich hat sie uns noch warmes Wasser übrig gelassen", scherzte Ron.

Zu Hause angekommen, kam es dann zum Streit. Der Streitpunkt:

Wer durfte als Erster unter die Dusche??"

Okay, wir sind ebenbürtig, dann müssen wir das wie wahre Männer klären", sagte Harry und baute sich auf.

„Schere, Stein, Papier."

Während Ron eine Faust bildete, somit den Stein darstellte, hatte Harry eine flache Hand ausgestreckt, sprich: das Papier.

„HA, ich habe gewonnen, Verlierer, Verlierer, Verlierer." Singend tanzte Harry um Ron herum.

„Ja, ja. Ist ja gut jetzt. Beruhige dich und hör auf, mein Ego noch mehr zu zerstören, wie du es schon getan hast", brummte Ron.

Mit einem letzten spöttischen Grinsen verschwand Harry im Bad. Doch kaum war er drinnen, ertönte ein lautes

„KLATSCH" und Harry kam wieder rückwärts aus der Tür herausgeflogen.

„Wage es nicht noch einmal mir hinterher zu spannen, oder du wirst dein blaues Wunder erleben", brüllte Hermine, welche sich schnell ein Badetuch umgewickelt hatte.

Dann flog die Tür wieder zu.

„Verlierer, Verlierer", äffte Ron Harry nach.

Harry lief rot an. Ron starrte ihn unverwandt an. „Was?" schnauzte Harry.

„Muss man dir denn alles aus der Nase ziehen?" Sag schon: Wie war die Aussicht?"

„Ach so, tut mir Leid, aber ich habe Hermine am Anfang gar nicht bemerkt. Was mich so ablenkte, war die Gestaltung des Raumes. Sie hat ihn irgendwie verändert. Aber das löst nicht unser Problem. Wo zur Hölle sollen wir jetzt baden gehen?"

Ron blickte etwas enttäuscht,aufgrund von Hermines Reaktion hatte er sich etwas mehr erwartet. Dann dachte er nach.

„Hmm, ich glaube, ich habe eine Idee. Wir „leihen" uns einfach ein Bad."

Harrys Miene erhellte sich erstmals wieder.

„Wie wärs mit dem Buckingham Palace?"

„Buckingham Palace? Wo zum Teufel liegt denn das?"

„Dort wohnt die Königsfamilie Englands. Die haben vielleicht ein angemessenes Bad für uns!"

Damit war die Sache beschlossen.

„Zeit um ein wenig Risiko mit ins Spiel zu bringen. Ich habe noch nie einen Portschlüssel erstellt, geschweige denn das Badzimmer gesehen. Aber ich habe schon mal ein Foto von einem Flur gesehen, welchen ich noch so einigermaßen in Erinnerung habe. Onkel Vernon ließ mich damals die Post holen und da ging es glaube ich um einen Skandal, jedenfalls wurde das Haus von innen aufgenommen…"

Plötzlich erhellte sich Rons Miene noch einmal.

„Ich glaube, wir müssen dann aber noch mal zu Fred und George."

Harry grinste verstehend.

„Du weißt, dass wir damit berühmt werden?"

„Ja, berühmt, aber dennoch unberühmt." grinste Ron.

Per Flohpulver machten sie sich auf den Weg zu Rons Brüdern und ließen Hermine alleine duschen.

Fred und George waren milde ausgedrückt, hellauf begeistert. Sie deckten sie mit allem was sie benötigten, großzügig ein.

„Macht uns alle Ehre Jungs" , riefen sie ihnen noch nach, als Harry und Ron den Portschlüssel aktivierten (eine von Vernons alten Socken), welcher überraschenderweise gleich beim ersten Mal funktionierte.

Verwundert sahen sich Harry und Ron in dem großen, langen Flur um.

„So, und wie finden wir jetzt das Bad? Jetzt stehen wie schön blöd hier, ohne Ahnung, wo sich dieses verdammte Bad in dieser Manor befindet." brummte Ron verärgert.

„Und außerdem fange ich langsam an, wirklich zu stinken, was meine Stimmung nicht gerade hebt."

Doch Harry kam auf eine Idee.

„In jedem normalen Bad befindet sich doch normalerweise Seife, oder?"

Ron nickte.

„Also, wie wäre es, wenn ich einfach einen Aufrufezauber ausführe, dann können wir vielleicht die Richtung verfolgen."

So sicher war Ron sich nicht, aber er sagte:

„Einen Versuch ist es wert."

Accio Seife"

Ganz am Ende des Flurs hörte man einen dumpfen Knall eines Gegenstandes, der wohl gegen die Tür geflogen war.

Langsam öffnete Harry die Tür und meinte zu Ron gewandt:

„Sieh mal Ron, ich glaube hier ist schon jemand. Ich glaube aber auch, dass ich mich dieses Mal nicht vertreiben lasse…"

Im Bad befand sich wohl eine der bekanntesten Personen der Muggelwelt, Prinz Charls! Doch scheinbar befand sich noch eine junge Frau in der Badewanne, die aussah, als könnte es seine Geliebte sein. Im Moment schienen sie jedoch zu überrascht um etwas zu sagen. Sie starrten Harry und Ron einfach nur an.

Dreckig grinsend beugte sich Harry zu Ron hinüber und flüsterte diesem etwas ins Ohr. Ron nickte ebenfalls breit grinsend und meinte:

„Da fehlt aber noch was.

Infansio" rief Ron. Ein leicht blauer Schimmer erfüllte den Raum. Der Schalldichtzauber funktionierte.

Colloportus" wurde Ron dann noch von Harry ergänzt.

Doch da meldete sich zum ersten Mal Prinz Charls zu Wort. Er war hellauf wütend und fing auch sogleich an zu schreien:

„RAUS HIER, DRECKIGES PACK!! FRISTLOS ENTLASSEN SEID IHR! DA VERSCHAFFT MAN EUCH NOCH ARBEIT UND DANN SPANNT IHR EINEM IM BAD NACH. SEID FROH DASS ICH EUCH NICHT VERKLAGE!"

„Halt die Klappe. Silencio", sprach Ron.

Süffisant grinsend antwortete Harry:

„Wir sind keine Arschkriecher, die für jemanden wie Sie arbeiten würden. Wir sind arme Leute, die eines Bades beraubt wurden. Und damit Sie es genau wissen, wir arbeiten für niemanden."

Das Wimmern des Mädchens machte die beiden Jungen auf sie aufmerksam.

Accio Kammbürste" rief Ron.

„Hey Süße. Komm doch mal her."

Doch das Mädchen schien sich in einer Art Trauma zu befinden und rührte sich nicht. Ruhigen Schrittes ging Ron zur Badewanne hinüber, fasste sie an der Hüfte und zog sie hinaus. In einem falschen, väterlichen Ton sagte er:

„Keine Sorge dir passiert nichts"

Dann ging alles ganz schnell. Charls sprang auf und wollte sich auf Ron stürzen. Doch ein kaltes „Halt dich daraus!", gefolgt von Harrys Reductio, welches ihn mitten in die Fresse rein traf und gegen die Wand knallen ließ, brachte ihn endgültig zur Besinnung.

Kalt lächelnd drehte sich Harry zu ihm um und sprach:

„Sieh, was ich alles mit deiner Schlampe mache…"

Heftig schlug er dem Mädchen auf den nackten Hintern, welches laut aufschrie „… und du kannst gar nichts dagegen tun. Wenn Camila das wüsste…"

Charls sah ihn nur mit großen Augen an. Er verstand die Welt nicht mehr. Ron drückte der jungen Frau schlussendlich die Bürste in die Hand und sagte „Portus". Der Portschlüssel war noch nicht aktiviert, als sie auch schon im Nichts verschwand.

Nun wandte sich Harry wieder zu Charls um, der sich vor lauter Angst schon nass gemacht hatte. „Finite Incantatem" beendete Harry den Stillezauber.

„Ihr seid Zauberer!?", brachte er keuchend hervor.

„Natürlich sind wir Zauberer. Hat man dich etwa nicht über uns informiert?"

„Informiert?" fragte Charls schwer atmend.

„Ja, natürlich, selbst der Premierminister ist von unserer Welt informiert. Aber Sie waren wohl zu unwichtig, als dass man Ihnen dieses Geheimnis anvertraut hätte. Deshalb wird Ihr Tod wohl kein schwerwiegender Verlust sein."

Harry warf ihm das Stück Seife zu und sprach wie Ron zuvor den Zauber um den Portschlüssel zu aktivieren.

„Nimm das Stück Seife!", befahl ihm Ron.

„…und wenn nicht?" bäumte sich Charls ein letztes Mal auf.

„Dann… Reductio", rief Harry.

Charls riss die Augen weit auf, als der Fluch ihn auch schon in den Magen traf. Mit vor Schreck erstarrten Augen fiel er nach vorne und traf mit der Stirn das Stück Seife. Dann war er fort.

Harry drehte sich zu Ron um… doch, halt… wo war Ron? Verwirrt blickte Harry umher und plötzlich fiel ihm ein roter Haarschopf inmitten des Schaums der Wanne auf. Ron schien wohl nicht auf ihn gewartet zu haben und war ihm schon voraus.

„Profiteur" lachte Harry.

Schnell zog er seine vom Schweiß durchnässten Sachen aus, und folgte Rons Beispiel. Dann fiel sein Blick auf zwei Sachen: eine teure Flasche Cognac und einen nagelneuen Flachbildfernseher.

Das haben die Herren also auch noch, so lässt es sich leben."

„Ron, wo hast du das Mädchen eigentlich hingeschickt?"

Genüsslich streckte sich Ron und antwortete zufrieden:

„Nach meinen Koordinaten zufolge müsste sie sich in dem jetzigen Moment über der Krateröffnung des Vulkan Merapi befinden. Es sei denn, sie ist schon hineingefallen…"

Harry konnte nicht aufhören zu lachen.

„Wie bist du denn auf diese grandiose Idee gekommen?"

„Ach, weißt du, von Naturkatastrophen bekommt auch die Zaubererwelt etwas mit. Es sind auch schon ein paar von unseren Leuten ums Leben gekommen, so unter Erdbeben, Tsunamis, oder eben Vulkanausbrüchen. Die Natur ist uns wohl noch überlegen. Aber zu dir. Was hast du denn mit deinem Opfer angestellt. Wo befindet es sich jetzt?" fragte Ron interessiert.

Zur Antwort schaltete Harry nur den Fernseher ein. Es lief gerade ein Actionfilm, als das Programm plötzlich für eine Sondermeldung unterbrochen wurde.

Eine Nachrichtenmoderatorin erschien, gehetzt und aufgeregt umherblickend.

„Sehr geehrte Zuschauer. So eben hat uns eine schreckliche Nachricht erhalten, welche einen Schock für unser ganzes Land darstellen wird. Prinz Charls, Thronerbe von Queen Elisabett II. wurde vor wenigen Minuten von einer U-Bahn überrollt. Der Tathergang ist noch unklar. Niemand weiß, was Prinz Charls nackt auf dem Bahnhof Paddington verloren hatte. Zumal sämtliche Leute befragt wurden, welche aber alle keinen nackten Mann umher rennen sahen. Wir bleiben an der Sache dran. Heute Abend wissen wir mehr. Unser Beileid.", wobei das Gesicht der Moderatorin alles andere als traurig aussah. Damit lief der Actionfilm weiter und Harry schaltete den Fernseher aus.

„Darauf trinken wir einen Harry. Das haben wir uns redlich verdient. Prost!"

„Dürfen wir das eigentlich?", fragte Harry.

„Was?" stellte Ron die Gegenfrage.

„Alkohol trinken", antwortete Harry.

Ron prustete los „Du bist mir vielleicht einer."

„Nein, jetzt mal im Ernst, was wenn die Behörde der blabla Minderjähriger dahinter kommt, dass wir Alkohol getrunken haben?"

„Mach du dir da mal keine Sorgen. Du bist schließlich die Prophezeiung, der Goldjunge. Du bekommst höchstens eine Mahnung von Dumbledore und ich flieg lebenslänglich nach Askaban", woraufhin Harry auch laut losprustete.

Eine Stunde später wurde das Wasser so langsam kalt und sie zogen sich frische Sachen an. Jetzt war es Zeit zu gehen. Doch vorher war noch etwas anderes zu erledigen. Sie nahmen „die Ware" aus ihrer Tasche und vergrößerten sie. Es würde ihre Feuertaufe werden… Ab sofort würden sie in aller Munde sein. Die Spiele konnten beginnen…

„Die Ware" wog etwa 250 Kilogramm, und war das neueste Produkt von Fred und George. Ein Prototyp, bereit, den letzten Test zu absolvieren. Die Sprengkraft war nicht vorauszusehen. Es war ein Spiel mit dem Feuer.

Gegenseitig nickten sich Harry und Ron zu. Sie fixierten das schöne Stück. „Ein Jammer", dachte Harry.

Dieses schöne Stück für solch ein unnützes Gebäude, aber wenn es diesen Test besteht kommt es ja in die Serienproduktion."

Onkel Vernons alte Socke lag bereit. Nach der Aktivierung würden ihnen noch 10 Sekunden bleiben, um zu entkommen. Gleichzeitig riefen sie mit lauter Stimme:

INFERNUS"

Schnell stürzten die beiden zum Portschlüssel und wurden auf der Stelle vom Schauplatz der sich anbahnenden Katastrophe hinweg gerissen.

Im Grimmauldplatz herrschte Stille. Man hörte nur zwei Männerstimmen leise flüstern: „6…5…4…3…2…1…"

BOOM

Das Haus erschütterte in einem ohrenzerfetzenden Knall. Draußen bahnte sich eine zerstörerische Druckwelle ihren Weg durch die Siedlungen. Die Fenster des Grimmauldplatzes schienen jedoch gegen solche Angriffe geschützt zu sein. Trotzdem hörte man den Wind gegen die Scheiben klatschen, so dass es fast unmöglich war, seine eigene Stimme zu hören. Harry und Ron gratulierten sich gerade mit einem Handschlag, als eine aufgebrachte Stimme das Tosen der Explosion durchdrang.

„WAS HABT IHR JETZT SCHON WIEDER ANGESTELLT?? MAN LÄSST EUCH GERADE MAL EINE MINUTE ALLEIN UND SCHON…", Hermines Stimme stockte.

„Was habt ihr getan? Ich hab euch runterzählen gehört, leugnen ist zwecklos. Was ist passiert?"

„Hermine, du wirst paranoid. Wir waren baden." antworteten ihr die beiden.

„Aha, und wo, wenn ich fragen darf? In einer öffentlichen Badeanstalt?" fragte Hermine zweifelnd. Sie fing jedoch langsam an, sich zu beruhigen.

„Ja, aber es hat unseren Ansprüchen nicht genügt und so haben wir eine kleine Beschwerde am Empfang hinterlassen, nachdem wir ein wenig Schmutz aus unserem Bad vertrieben haben."

„Ihr habt Leute hinaus geschmissen?" fragte Hermine ungläubig.

„Ja klar, das was da ablief, war ja unter aller Sau. Wir haben natürlich unserem Ärger Ausdruck verliehen, als wir dann gegangen sind."

„Dann seid ihr also doch für diese Detonation verantwortlich", begehrte Hermine wieder auf.

„Ah… so kann man das nicht sagen. Sagen wir einfach, wir haben einen Testlauf mit einem von Fred und Georges neuen Produkten durchgeführt. Wir hatten üüüberhaaauupt keine Ahnung, was eigentlich passieren sollte. Die Zwillinge gaben uns nur den Rat, schnell zu verschwinden."

Harry und Ron starrten sie mit unschuldigen Mienen an. Hermine antwortete ein wenig zerknirscht:

„Welches Bad ihr jetzt in die Luft gejagt habt, interessiert mich zwar jetzt weniger, aber es ist jetzt umso wichtiger, dass wir Okklumentik erlernen. Wir sind sonst Dumbledore UND Voldemort schutzlos ausgeliefert."

„Ich habe bereits ein paar wichtige Informationen darüber gesammelt. Ich glaube wir fangen am besten gleich an. Gehen wir in den Keller", sagte sie.

„Also, so wie ich das verstanden habe, muss man erst meditieren und seinen Geist leeren. Wenn man das geschafft hat, muss man sich auf eine Art mentalen Schutzschild konzentrieren, der um die Gedanken und Erinnerungen herum erscheint. Also, dann wollen wir mal beginnen."

Harry: Er versuchte seinen Geist zu leeren, aber das erschien ihm gar nicht so einfach.

Verdammt, wenn ich die eine Erinnerung verstaut habe, dann kommt schon wieder eine andere. Wie soll man denn da „frei" im Kopf werden."

Er stellte sich vor, wie die Panik durch die Häuser zog, was Dumbledore und Voldemort wohl dachten… wie das Ministerium reagieren würde. Die Okklumentikstunde war ein Witz, aber es war nötig. Hermine hatte Recht, wie immer. Nach geraumer Zeit jedoch spürte er die ersten leichten Erfolge. Sein Kopf war leer, und er fühlte sich leicht an, als ob er unter dem Imperius stünde.

Ron: Rons Probleme lagen ganz woanders, als die von Harry. Ständig kreisten seine Gedanken um dieses Mädchen.

Vielleicht hätte ich mich noch nicht ihrer entledigen sollen. Mit ihr könnte man sich sicher prima amüsieren. Das nächste Mal weiß ich es besser."

Irgendwann wurde das Thema langweilig und auch sein Kopf leerte sich zusehends…

Hermine: Leere. Unendliche Leere. Plötzlich „sah" Hermine ein kleines Aufflackern. Sie dachte, sich versehen zu haben, doch es wurde noch ein wenig heller.

Der Schild."

War sie wirklich schon so lange in diesem tranceartigen Zustand? Sie erschrak. Waren etwa vielleicht sogar schon Tage vergangen?

Remus näherte sich den ruhenden Jugendlichen, ohne dass sie ihn bemerkten. Auch auf sein „Hallo" reagierten sie nicht. Langsam näherte er sich Harry und rüttelte ihn wach. Und tatsächlich… Harry schrak auf, sein Herz pochte wild.

„REMUS. VERDAMMT NOCH MAL. TU DAS NIE WIEDER, JA?"

Etwas Positives hatte sein Geschrei, seine Freunde erwachten jetzt ebenfalls aus ihrer Trance.

Remus war ganz aufgeregt.

„Harry, Ron, Hermine. Voldemort hat zugeschlagen, jedenfalls wird vermutet, dass er es war. Der Buckingham Palace… Er hat ihn gesprengt. Voldemort hat den BUCKINGHAM PALACE zerstört mitsamt allen Leuten in ihm. Die Königsfamilie gibt es nicht mehr."

Hermines Blick verfinsterte sich schlagartig und sie drehte sich zu den beiden Jungen um.

„IHR IDIOTEN! ICH DACHTE ES SEI NUR EINE BADEANSTALT GEWESEN! Habt ihr etwa dort auch euer Bad genommen??"

Remus sah die drei fragend an, dann begriff er. Laut schallend lachte er los. Doch das war ein Fehler gewesen. Jetzt drehte sich Hermine zu Remus um.

„Du heißt das auch noch gut? Gerade du müsstest es besser wissen. Jetzt kann man sie aufspüren. Das ganze Aufgebot von Armee und Zauberern wird dieses Gebiet genau unter die Lupe nehmen. Sie sind geliefert!" wetterte sie.

„Nein", sagte Harry einfach.

„Es war alles auf legaler Basis."

Plötzlich schlug sich Ron die Hand auf die Stirn.

„Nein, Harry, sie hat Recht. Wir sind geliefert."

Harry ging ein Licht auf.

„Verdammt, du hast Recht. Wenn das herauskommt…"

Remus und Hermine blickten sie erschrocken an.

„Wenn was herauskommt? Was habt ihr noch angerichtet?" fragte eine immer skeptischer werdende Hermine.

„Wir haben illegal Alkohol getrunken!! Wenn das Ministerium das herausfindet." antworteten Harry und Ron synchron. Auf die Mienen der beiden brachen sie in schallendes Gelächter aus.

„Idioten", sagte Hermine nur. Remus nickte zustimmend.

Am nächsten Morgen erschien dann der ersehnte Artikel im Tagesproheten:

Er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf wird zu ernster Bedrohung

Nach dem Vorfall im Ministerium vor einigen Wochen hat Du-weißt-schon-wer wohl erneut zugeschlagen. Er hat die englische Königsfamilie der Muggel mit bestialischen Mitteln abgeschlachtet. Er hat das Schloss, das nach Hogwarts sicher das Zweitgrößte Englands ist, gesprengt. Der Zauber ist allen Ministeriumszaubern unbekannt. Der Premierminister der Muggel und Zaubereiminister Scrimgeour hatten bereits ein erstes Treffen.

Der Premier geht allerdings von Terroristen aus. Terroristen befinden sich in organisierten Gruppen, die dazu da sind möglichst viele Feinde auf hinterhältige Weise zu ermorden. Neben der Königsfamilie kamen jedoch auch noch 300 Angestellte ums Leben. Muggelengland steht vor einer Katastrophe. Sie haben ihr Oberhaupt verloren und ein Nachfolger gibt es nicht.

Der Minister kündigt umgehend Gegenmaßnahmen an. Des Weiteren versprach er höhere Gehälter für alle Auroren. Er hofft damit, neue Rekruten anwerben zu können.

James Miller

Redakteur des Tagespropheten

„Schade", sagte Harry grinsend.

„Jetzt bekommt Voldemort unseren ganzen Ruhm."

Er, Ron, Remus und Hermine saßen am Frühstückstisch und unterhielten sich über das gerade Geschehene. Dass der Orden sich keine Sorgen machte, war auch nicht weiter verwunderlich, bei deren Ansichten.

Hermine streckte ihre müden Glieder.

„Ich glaube, eine Runde Jogging könnte ich gut vertragen, kommt ihr mit?" fragte sie.

„Klar doch."

Unterwegs hatten sie wirklich alle Mühe nicht laut loszuprusten. Überall wo sie hinsahen, waren tuschelnde Nachbarn zu sehen. Mehr als einmal wurden sie schief von der Seite angesehen, als sie breit grinsend an ihnen vorbeiliefen. Um dem aber noch die Krone aufzusetzen, grüßten sie auch noch die Leute mit einem „Schöner Tag heute, finden sie nicht auch?" oder mit einem „Ahh, ist das Wetter nicht wunderbar. Genau richtig zum Laufen gehen."

So kam es auch, dass sie auf ihrem Rückweg plötzlich angehalten wurden. Harry erkannte ihn gleich. Vor einiger Zeit hatten sie ihm noch zugewinkt.

„Sagen sie mal, wissen sie noch nicht was gestern passiert ist?"

Harry blickte verwirrt.

„Nein? Was ist denn großes passiert?"

„Es kam zu einem verheerenden Anschlag im Buckingham Palace. Davon müssen sie doch etwas mitbekommen haben!"

Der Anwohner verstand die Welt nicht mehr.

„Ah, DAS. Aber das ist doch nichts Besonderes", meinte Hermine gelangweilt. Ohne die Reaktion abzuwarten, setzten sie ihren Weg nach Hause fort.

Doch zu Hause angekommen gab es ein nur zu gut bekanntes Problem. Wer ging als Erster duschen? Hermine hatte keine Lust zu diskutieren, so dass sie die beiden Freunde stehen ließ mit der Ausrede, sie hätten ihr Badezimmer ja in die Luft gejagt. Das sei schließlich nicht ihr Problem. Sie sollten doch Remus fragen. Damit ließ sie zwei verdutze Jungen zurück und schlug die Tür zum Badezimmer vor ihrer Nase zu.

So blieben Harry und Ron nichts anderes nichts anderes übrig als bei Remus Rat zu suchen. Dieser hatte auch schon eine Idee bereit. Er zeigte ihnen einen Zauber, um einen Raum magisch zu vergrößern, so ähnlich wie es bei Mr. Weasleys Ford Anglia der Fall war.

„Der Zauberspruch lautet: magnus grandis. So, wie ich euch kenne, habt ihr in gleich drauf. Es gibt soweit ich mich erinnere noch einige unbenutzte Abstellkammern hier im Haus."

Und, wie Remus gesagt hatte, schafften sie es gleich beim ersten Versuch. Der Rest war ganz einfach, man musste nur crearus sagen und an das denken, was man wollte. Danach ließ Remus die beiden alleine. Harry machte es sich einfach, er stellte sich das Vertrauensschülerbad von Hogwarts vor und sprach „crearus Vertrauensschülerbad"

In Sekundenschnelle wurde aus dem staubigen und verdreckten Besenschrank das großzügige Bad, indem er damals das Rätsel mit dem Ei gelöst hatte. Allerdings war immer noch sehr viel Platz vorhanden. Somit erschuf er er sofort noch eine Trennwand, hinter der er sich ein luxuriöses Schlafzimmer einrichten würde. Vielleicht hätte auch er auch noch Platz für eine kleine Bibliothek mit Büchern, von deren Existenz nicht jeder etwas erfahren musste. Aber zuerst würde gebadet werden…

Harry lag gerade gemütlich in seiner Wanne, als sich die Tür plötzlich öffnete.

„Oh Harry, bist du immer noch nicht fertig? Ich war gerade bei Ron und er hat mir nur gesagt dass du hier zu finden bist. Nachher wollen wir noch ein bisschen Okklumentik üben."

„Danke, aber könntest du dich jetzt bitte umdrehen und zu dieser Tür hinausgehen?"

Dabei zeigte er mit dem Finger auf den Ausgang. Hermine überlegte spielerisch:

„Hmm, ok. Aber beeil dich, ja?"

„Ja, ja", brummte Harry nur und stieg aus der Wanne, sobald Hermine das Bad verlassen hatte.

Zehn Minuten später befand sich Harry wieder in einem tranceartigen Zustand. Dieses Mal gelang es ihm schon besser. Es fiel ihm wirklich einfacher zu meditieren und sich zu entspannen. Gegen Schluss hatte er den Schild schon zur Hälfte gemeistert.

„Das ist schon sehr gut Harry", sagte Remus.

„Normalerweise dauert es viel länger bevor man den Schild wahrnimmt. Hermine kann ihn aber schon aufrecht halten. Sie kann schon anfangen sich auf die Stärke des Schilds zu konzentrieren."

„Das war ja klar, sie ist schließlich die klügste Hexe aus ganz Hogwarts", kam es von hinten.

Ron war so eben aus seiner Meditation erwacht und es stellte sich heraus, dass er und Harry auf dem exakt gleichen Niveau waren.

Remus war stolz auf die Drei.

„Wenn ihr es geschafft habt, den Schild dauerhaft aufrecht zu erhalten und somit von geistigen Angriffen geschützt seid, dann lehre ich euch sie noch zu verstärken. Das geht so: Je öfter der Schild angegriffen wird, desto resistenter wird er. So weit sind wir jedoch noch nicht."

Nachdem Remus ihnen etwas zu Mittag gemacht hatte und ihnen noch eine Tasse Kaffee eingeschenkt hatte – die Kaffeemaschine lief mit Zauberei, da Elektronik in diesem Haus nicht vorhanden war (man musste sie einmal kurz mit dem Zauberstab antippen, und schon wurde sie mit der nötigen Energie versorgt) – machte sich Harry auf den Weg, neue Kleider zu kaufen.

Er hatte noch etwa 1100 Pfund, und damit würde er sich endlich einkleiden. Bald entdeckte er auch schon einen Laden, der so aussah, als ob er genau das richtige für ihn hätte. Er betrat den Laden und sah sich nach einem Verkäufer um.

„Ich bin gleich da", kam es aus einem Hinterzimmer. Dann erschien der Verkäufer, und Harry staunte nicht schlecht. Hier war er wirklich richtig.

Der Mann war von beachtlicher Statur – mindestens 1,90 Meter – und hatte lange Haare. Außerdem trug er eine schwarze Jeans sowie ein T-Shirt von einer Gruppe deren Name Harry jedoch nicht entziffern konnte und eine Kapuzenjacke eines Festivals: „Moutains of Death".

„Hallo, kann ich dir behilflich sein?" fragte er freundlich.

„Ja, ich bin nur selten in der Gegend, doch ich bräuchte neue Sachen, so ein paar T-Shirts, Pullover, Schuhe, und vielleicht auch noch eine Jacke. Am liebsten alles in schwarz." „Jo, dann komm mal mit Kumpel. Ich bin übrigens Alain."

„Mein Name ist Harry." Daraufhin reichten sich beide die Hände.

Ihm fiel jetzt auch auf, wie überflüssig seine Frage gegenüber der Farbe gewesen war. Hier gab es NUR schwarze Kleider… es war ein Paradies. Alain zeigte ihm verschiedene Kleiderständer und meinte, Harry solle sich einfach das aussuchen, was seinem Geschmack entspräche. Er würde in dieser Zeit nach Schuhen sehen.

So besorgte er sich unter anderem T-Shirts von Gruppen namens Grave, Obituary, Bolt Thrower, Metallica und Vomitory. Doch nach sehr langem Suchen fand er die bei weiten Blutigsten, die er bis jetzt gesehen hatte. Die Gruppe hieß „Devourment". Fasziniert betrachtete Harry die T-Shirts.

„Ah, der Herr hat Geschmack", ertönte es hinter ihm.

„Die nehm ich", meinte Harry.

„Das ist nett zu hören. Hier sind übrigens ein paar Schuhe, die passend sein dürften."

Alain zeigte ihm zwei Paar schwarzer Springerstiefel, die Harry sehr gut standen. Damit war diese Sache schon geregelt.

Dazu kamen noch ein Misery Index Kapuzenpullover, einer von Kataklysm mit der Aufschrift Let them burn, einer von Hatebreed, einer von Dying Fetus und einer mit dem Logo von Slayer.

Doch gerade als er bezahlen wollte, fielen ihm einige Patronengürtel in die Augen, welche er sich zu seinen neuen Sachen kaufte. Diese Patronengürtel bestanden aus entschärften Kugeln, die an dem Riemen befestigt waren.

„Einen Kunden wie dich hätte ich gerne öfter" meinte der Verkäufer scherzend.

„Mach dir mal keine Sorgen Alain, ich habe einen großzügigen Onkel. Wir sehen uns vielleicht noch mal wieder."

Mit vollbepackten Tüten machte sich Harry zurück zum Grimmauldplatz. Dort angekommen, wollten Hermine und Ron natürlich gleich wissen, was er sich denn gekauft habe. Jedoch meinte er, dass sie es zur gegebenen Zeit schon erfahren würden.

Am restlichen Nachmittag trainierten sie weiter an ihren Okklumentikschilden und am Abend gelang allen der Durchbruch. Remus war stark beeindruckt und meinte, dass sie morgen das Ganze vertiefen würden. Dann schickte er sie in ihre Betten, da sie seiner Meinung nach den Schlaf dringend nötig hatten.

Am nächsten Tag ging Harry wieder mit seinen Freunden laufen. Sie schafften mittlerweile eine knappe Stunde. Von ihren Nachbarn wurden sie jedoch schief angesehen. Die Neuigkeiten mit dem einen Nachbarn schien schnell die Runde gemacht zu haben. Das interessierte die drei hingegen herzlichst wenig. Nachdem Harry anständig geduscht hatte, entschloss er sich dazu, seine neuen Kleider anzuziehen. Er schlüpfte in eine pechschwarze Hose, zog sich ein T-Shirt von Cannibal Corpse, ebenso wie den Patronengürtel und seine Springerstiefel an. Dann begab er sich nach unten zum Frühstück…

Die Reaktionen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Hermine hatte einen schwärmerischen Blick aufgesetzt, wie ein verliebter Teenager, den Harry irgendwie mit dem von Lockhart verglich.

„Coole Klamotten Harry", sagte sie nur. Ron starrte ihn ebenfalls bewundernd an, mit einem leichten Hauch von Neid im Blick. Remus dagegen schmunzelte und sagte:

„Es freut mich zu sehen, dass du deinem Vater immer ähnlicher wirst. Er wäre stolz auf seinen Sohn."

Harry nickte, und sagte:

„Es wird Zeit, sich ein neues Image anzulegen. Die Zeiten des armen, bevormundeten Weisenkindes sind vorbei und haben einem neuen „Ich" Platz gemacht."

Danach gönnten sie sich alle ein ausgiebiges Frühstück, wo Harry den anderen von Alain und seinem Laden erzählte und versprach, sie einmal ßend zogen sie sich jedoch noch alle einmal um, als sie beschlossen, wieder joggen zu gehen.

Als sie zurückkamen, erwartete sie allerdings eine neue Überraschung. Der neue Minister wartete mit einem halben Dutzend Auroren und Dumbledore in der Küche auf sie. Harry und Ron schwante Übles…

A/N: So… Geschafft, hier war also das dritte Kapitel, jetzt hat es begonnen.

Es hat etwas länger gedauert aufgrund mangelnder moralischer Unterstützung und aufgrund technischer Pannen. Sollte Ersteres sich ändern, werden wir versuchen, das nächste Kapitel bereits in den Weihnachtsferien erscheinen zu lassen.

Danke an unsere treuen Reviewer.