kapitel 2

Ein Tritt unseres Babies holte mich zurück in die Wirklichkeit. Ich sah auf die Uhr und stellte fest, dass es schon ziemlich spät geworden war. Ich fuhr meinen Computer runter und nahm meine Jacke und verließ das HQ. Zuhause würde ich wohl eine weitere schlaflose Nacht verbringen .Dort angekommen zog ich mich um und legte mich ins Bett, meine Gedanken schweiften direkt zu Jethro. Ich musste morgen nochmal zu ihm fahren, das war ich ihm schuldig .Er, in meiner Situation, würde mich auch nicht so schnell aufgeben. Mit diesem Entschluss schlief ich schließlich ein .Als ich am nächsten Morgen aufwachte fühlte ich mich gar nicht so schlecht, ich hatte mal wieder eine ganze Nacht durchgeschlafen, ob das ein gutes Omen war?!

Ich zog mich an und frühstückte dem Baby zu liebe auch eine Kleinigkeit bevor ich mich auf den Weg ins Krankenhaus machte. Ich betrat zielstrebig das Krankenhaus, jedoch wich meine Entschlossenheit von Schritt zu Schritt, dem ich mich seinem Zimmer näherte, mehr. Ich drückte vorsichtig die Klinke herunter und betrat das Zimmer. Er war immer noch mit einigen Geräten verbunden, hatte aber schon wieder mehr Farbe im Gesicht als Gestern .Ich hatte Angst davor wieder nicht erkannt zu werden .Trotzdem trat ich näher an das Bett und merkte aber, dass er noch schlief. Nachdem ich mir einen Stuhl ans Bett gezogen hatte setzte ich mich und nahm vorsichtig seine Hand und legte diese auf die Stelle an meinem Bauch, an der ich die Tritte des Babies spürte. Sofort wurde das Kleine ruhiger, es wusste eben welche Hand da über ihm lag. Dieser Gedanke trieb mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich wurde jedoch aus meinen Gedanken gerissen, als Jethro seine Hand, die immer noch auf meinem Bauch ruhte, bewegte.
„Jethro?"flüsterte ich fragend. Er öffnete seine Augen langsam einen Spalt breit und sah mich an .Sein Blick war anders als gestern, nicht mehr so glasig, er wirkte liebevoller.
„Jen" flüsterte er schwach und strich über meinen Bauch.
In diesem Moment wusste ich, dass er sich wieder an mich erinnerte.
„Ja ich – wir sind hier."sagte ich mit Tränen in den Augen .Ich war soo erleichtert, dass er sich erinnerte .Ich hätte mir kein Leben ohne ihn vorstellen können und dann auch noch ganz alleine ein Kind großziehen.
Er strich mir zärtlich die Tränen aus dem Gesicht „Wieso weinst du denn, Schatz?"fragte er besorgt.
„Nur… nur Freudentränen .Ich bin so froh, dass du mich wieder erkennst, ich war total verzweifelt und…"immer mehr Tränen liefen über mein Gesicht.
„Shh …Jen es wird alles wieder gut, dass ich dich nicht erkannt habe tut mir leid, ich wollte dich sicher nicht verletzten …"
„Das weiß ich doch, es war ja auch nicht deine Schuld."Es zog mich vorsichtig zu sich hinunter und hauchte mir einen liebevollen Kuss auf die Lippen."Ich liebe dich "nuschelte er zwischen zwei Küssen.
„Ich dich auch, Jethro "erwiderte ich gefühlvoll. Unsere Zweisamkeit wurde jedoch durch das Hereinkommen eines Arztes unterbrochen.