Das neue Kapitel gibt es - gebetat - doch schon heute. Morgen werde ich keine Zeit dazu finden und Freitag sowieso nicht *g* Also kann man ab Samstag mit dem nächsten Teil rechnen...

°° Kapitel 3 °°

„Ich finde diesen Vorfall ziemlich seltsam, wenn ich es zugeben darf. Wir hatten ja schon mehreres auf Hogwarts, aber noch nie einen Lorbeerbaum.", sagte Professor Flitwick bei der Versammlung der Lehrer im Lehrerzimmer.

„Filius, ich stimme dir vollkommen zu. Soetwas hab ich auch noch nie erlebt. Severus, was sagen die Bücher? Hast du bereits einen Heiltrank finden können?", fragte Minerva mit müder Stimme.

„Bedauerlicherweise nein, Minerva!", verneinte Severus.

„Pomona, dann muss ich dich bitten, dich vorerst angemessen um den Baum zu kümmern. Die Eltern haben zugestimmt, Miss Fartweck in diesem Zustand im Krankenflügel zu lassen. Falls wir sie ins St. Mungo bringen, könnte der Transport die Wurzeln des Baumes verletzten und nachher bekommen wir Miss Fartweck als solche nie wieder.".

Professor Sprout nickte, wischte sich noch schnell eine Träne aus dem Gesicht.

„Hermione, könnte ich dich bitten, ein paar Bücher zu wälzen, über schwarzmagische Flüche, die einen Menschen in Pflanzen verwandeln?", fragte die Schulleiterin die junge Frau, die mit angespannten Gesichtszügen neben ihr saß.

Hermione nickte: „Selbstverständlich! Ich werde sehen, was ich finde!".

„Vielleicht könnte Severus dir helfen. Er kennt sich schließlich auch mit Flüchen aus und wenn ihr zusammen forscht findet ihr vielleicht schneller etwas, was diesen Zustand rückgängig macht und vielleicht stoßen wir so auch auf den Täter!", schlug Minerva vor und ihre Augen huschte von der jungen Frau zu Severus, der in einer Ecke weiter hinten saß.

Kurz verfinsterten sich die Gesichter beider Angesprochenen, bevor sie beide mit einem kleinen Zögern nickten.

„Wir werden zusammenarbeiten und hoffen, dass sich etwas findet. Mit Mis...Professor Grangers Hilfe gelingt es mir bestimmt schneller!", nickte Severus und ignorierte den bösen Blick seiner jüngeren Kollegin.

„Hervorragend. Dann würde ich vorschlagen, wir gehen alle schlafen und sehen morgen ausgeruht, wie es weitergeht!", rief Minerva und erklärte somit die Versammlung für beendet.

Hermione und Severus erhoben sich, wünschten ihren Kollegen eine gute Nacht und verließen gleichzeitig das Lehrerzimmer.

„Sie können es nicht lassen, nicht wahr?", murmelte Hermione an ihren Kollegen gewand, die Stimme absichtlich gesenkt.

„Stets zu ihren Diensten, Miss Granger!", erwiderte Severus, ignorierte erneut ihren Blick und ging mit einer leichten Verbeugung Richtung Kerker von dannen.

Hermione blieb mit offenem Mund stehen und sah dem Meister der Zaubertränke mit finsterem Blick nach. Was fiel ihm eigentlich ein? Mit einem leichten Kopfschütteln wandte sie sich ab und stieg hinauf in den dritten Stock, wo ihre privaten Räume lagen. Sie war erschöpft, doch das hielt sie nicht davon ab, kaum das sie ihre Räume betreten hatte, zu ihrer persönlichen, kleinen Bibliothek zu gehen und ein paar Bücher über schwarzmagische Flüche hervorzuziehen.

„Es muss irgendetwas geben!", murmelte sie, schlug wahllos eines der Bücher auf und begann zu lesen. Sie durchforstete ihre Bücher auf der Suche nach etwas Ähnlichem, zog sogar „Eine Geschichte für Hogwarts" zur Rate, doch die Kerzen, die sie entzündet hatte brannten langsam nieder und sie kam mit ihrer Suche nicht weiter. Es gab so viele magische Flüche und Banne und wer hatte überhaupt gesagt, dass es ein schwarzmagischer Fluch war? War ein Lorbeerbaum abgrundtief böse? Okay, es war nicht nett eine Schülerin in einen Baum zu verwandeln, aber war es trotzdem gleich ein schwarzmagischer Fluch?

Seufzend schlug Hermione das Buch zu, in dem sie grade las und betrachtete die Bücher in ihrem Regal. Vielleicht sollte sie in einem Kräuterkundebuch nachschauen? Oder in einem ganz normalen Verwandlungsbuch? Vielleicht war es auch nur ein böser Scherz und sie könnte Fred und George eine Eule schicken, ob sie von soetwas einmal gehört hatten?

In ihre Überlegungen vertieft, fielen Hermione langsam ihre Augen zu. Es war ein langer Tag gewesen und ihr Körper verlangte seinen Schlaf. Und da der Verstand eines der Dinge war, die Hermione auf jeden Fall besaß, stand sie auf, löschte die Kerzen und ging in ihr Schlafzimmer, wo sie ohne großen Aufwand auf ihr Bett fiel und beinahe augenblicklich einschlief....

...um, so kam es ihr jedenfalls vor, wenige Sekunden später wieder geweckt zu werden:

„Granger, ich störe Ihre Träume ja nun wirklich ungern, aber wir haben eine Schülerin zurückzuverwandeln!", rief Severus Snape mit ärgerlicher Stimme.

Murrend schlug Hermione langsam die Augen auf und schloss sie auf der Stelle wieder, als sie die schwarzgekleidete Perseon am Ende ihres Bettes stehen sah. Eine leise Stimme flüsterte hämisch in ihren Ohren: Snape am Morgen, bringt Kummer und Sorgen...

„Granger! Ich stehe nicht umsonst hier! Jetzt stehen Sie endlich auf!", donnerte er erneut, als er sah, wie Hermione die Decke über ihren Kopf zog.

Der Geduldsfaden, der morgens und vor dem ersten Kaffee sowieso schon leicht zu strapazieren war, riss bei der jungen Frau. Sie waf die Decke schwungvoll zurück, erhob sich und ging mit schnellen Schritten ohne groß nachzudenken auf ihren ehemaligen Lehrer zu.

„Was machen Sie eigentlich hier? Wer hat Ihnen die Befugnis gegeben, meine Räume zu betreten? Woher haben Sie überhaupt das Passwort? Und was, bei Merlins gelbgestreiften Unterhosen, wollen Sie überhaupt so früh von mir?", fauchte sie, wie eine Katze, der man auf den Schwanz getreten hatte.

Severus hob eine Augenbraue und musterte seine Kollegin abschätzend, bevor er langsam, mit betont ruhiger Stimme antwortete:

„Falls Ihnen in dieser Nacht der Verstand abhanden gekommen sein sollte: Miss Fartweck wurde gestern in einen Lorbeerbaum verwandelt, Minervas Auftrag an uns lautete, etwas zu finden, was sie wieder in menschliche Gestalt bringt. Was das Betreten Ihrer Räume betrifft: Die Tür war noch nicht einal ganz zu, sondern nur angelehnt. Ich dachte, Sie wären bereits wach und als ich klopfte und keine Antwort kam, nahm ich mir die Freiheit, einzutreten. Als ich Sie noch schlafend vorfand, dachte ich mir, ich wecke Sie, damit wir beginnen können, schließlich ist es bereits zehn Uhr morgens, womit sich die Frage, was ich so früh hier mache, denke ich auch geklärt hat. Und hätten Sie, bei Merlin, jetzt bitte die Güte, sich etwas mehr anzuziehen? Wir haben es Herbst!".

Hermione wollte grade zu einer Gegenrede ansetzen, als sie bei seinen letzten Worten erstarrte und an sich herunter sah. Sie trug nichts weiter, als ein äußerst kurzes, tief ausgeschnittes Nachthemd und eine Slip, der vom Aussehen her, der Großvater des Nachthemdes sein könnte. Als diese Tatsache Hermiones Gehirn erreichte, errötete sie tief, schnappte ihren Zauberstab und mit einem Wink trug sie eine dunkelblaue Hose und einen schwarzen Rollkragenpullover. Snape nahm dies nur mit dem heben der anderen Augenbraue zur Kenntnis und sagte:

„Wären Sie jetzt soweit? Ich erwarte Sie in zehn Minuten in der Bibliothek!". Mit diesen Worten rauschte er aus ihren Räumen, der Umhang flatterte wie gewohnt hinter ihm her.

°° TBC °°

Das ist übrigens eines meiner Lieblingskapitel... Meinungen, Kritik? Äußert sie doch in einem Review *g*