Bevor es los geht, möchte ich ein paar Danksagungen aussprechen.
Danke Flo aka Flolinski... fürs, ähm, Motivieren und so :)
Danke Tina aka Zorrina... fürs Prereaden, Kommentieren, Antreiben
Danke Tati aka Koschka... für dich gilt das gleiche wie für Tina ;)
Danke Nina aka Kimi04... fürs Betan, für deine Kommentare (über die ich herzlich gelacht habe, du kleines Schweinchen du)
Danke Minea aka Minea... ohne dich hätte Syn naggisch rumlaufen müssen (du wirst sehen, was ich meine ^^)
Danke auch an alle anderen, die mir ihr Feedback dagelassen haben *verbeug*
Genug der Worte, es geht los. Viel Spaß...
You Know I Make You Wanna Scream 3.0
Die nächste Erdbeere fand den Weg in seine Hand, diesmal biss er selbst hinein und fuhr mit dem angebissenen Stück über ihre Schlüsselbeine, ihr Dekolleté und ihren Brustansatz, der nicht vom Badetuch bedeckt wurde. Atemlos saß sie da und sobald sie seinen Mund und seine Zunge auf ihrer empfindsamen Haut spürte, wo sie die Saftspuren der Erdbeere aufnahmen, schlossen sich flatternd ihre Augenlider und ließen sie abermals zu einem sich vor Verlangen verzehrenden Wesen ohne klaren Gedanken werden.
„Ich werde dich jetzt nach oben bringen, das Badetuch in eine Ecke werfen, dich auf mein Bett sinken lassen und meinen Spaß mit dir haben. Irgendwelche Einwände?", murmelte er an ihrer Haut.
Mehr als ein gurgelndes „Mmmhmmmm" vermochte sie nicht zu artikulieren, aber er schien verstanden zu haben – wenn es etwas gab, das sie im Moment nicht hatte, dann waren es Einwände. Er nahm ihre Hand und zog sie mit sich. Kaum hatten sie die Schlafzimmertür hinter sich geschlossen, lag ihr Badetuch schon wie versprochen in einer Ecke, sie auf dem Bett und Matt halb auf ihr. Er übersäte ihr Gesicht mit Küssen, seine Hände liebkosten jeden Zentimeter Haut, den sie in dieser Position erreichen konnten. Nicht wild und stürmisch diesmal, sondern ruhig und liebevoll. Er richtete sich auf, hob eines ihrer Beine an und strich mit seiner Hand an der Innenseite entlang. Küssend folgte sein Mund und hinterließ eine feurige Spur auf ihrer Haut. Kurz vor der Stelle, die sich am meisten nach seinem Kuss sehnte, hielt er inne und wiederholte seine Zärtlichkeiten an ihrem anderen Bein. Auch diesmal hielt er inne und schenkte ihrer glühenden heißen Mitte keine Beachtung.
Ihre Beine waren weit gespreizt und er ließ sich dazwischen nieder, sodass er mit dem Kopf auf ihrem Bauch lag. Dort hauchte er unzählige Küsse auf ihre Haut, tanzte mit seinen Lippen um ihren Bauchnabel, tauchte seine Zunge hinein, saugte und nippte. Sie wand sich unter ihm, warf ihre Arme auf seinen Rücken, bohrte ihre Finger in seine Haut. Doch er ließ sich nicht beirren, griff einfach ihre Handgelenke, hielt sie fest und rutschte weiter nach oben, wo er sich ausgiebig den sanften Hügeln ihrer Brüste widmete. Zwar standen ihm seine Hände nicht zu Verfügung, aber dieses Defizit wusste er sehr gut mit seinen Lippen und seiner Zunge auszugleichen. Zart umschloss er ihre Brustwarze, die augenblicklich fest und steif wurde, mit den Lippen, saugte sie ihn seinen Mund und umspielte sie mit seiner Zunge. Sengende Hitze wollte Angel von innen heraus auffressen und nur noch einen Haufen Asche zurück lassen. Stöhnend wand sie sich immer stärker, versuchte sich an ihm zu reiben, um die lodernde Glut wenigstens ein bisschen zu löschen. Aber sie hatte keinen Erfolg, zu sehr war sie unter ihm gefangen, zu schwach waren ihre Muskeln und Knochen, die sich anscheinend in Wackelpudding verwandelt hatten.
Nach einer Weile ließ er ihre Brustwarze frei, die mittlerweile so fest war, dass es beinahe schmerzte. Es war ein süßer, wonniger Schmerz, den sie immer wieder spüren wollte. Feucht glänzend ragte die Knospe in die Höhe und Matt blies zart darüber, was solch intensive Empfindungen mit sich brachte, dass sie beinahe auf der Stelle gekommen wäre. Leider wirklich nur beinahe, der letzte Kick fehlte einfach und das machte sie wahnsinnig. Sie hatte nicht gewusst, wie empfindlich Brustwarzen sein konnten, Matt bewies ihr an der anderen gleich noch einmal, welches Feuer die richtige Behandlung entfachte.
Sie spürte seine harte Länge an ihrem Oberschenkel, fast an der Stelle, wo sie sie unbedingt fühlen musste. Wenn er sich doch nur ein klein wenig nach links und nach oben bewegen würde! Leider erhörte er ihr stummes Flehen nicht und sie wollte nicht schon wieder betteln. Also versuchte sie sich ihm entgegen zu drängen und in die richtige Position zu rutschen, was ihr auch beinahe gelang. Dummerweise durchschaute er ihren Plan, sah sie schmunzelnd an und entzog sich ihr, indem er sich küssend wieder nach unten bewegte. Sie spürte ihre Lippen auf ihrem Rippenbogen, ihrem Bauch, seine Zunge abermals in ihrem Bauchnabel. Sie bemerkte, dass ihre Hände wieder frei waren, und wollte mit ihnen am liebsten seinen Kopf dorthin schieben, wo sie ihn unbedingt haben wollte. Doch er spielte dieses Spiel nach seinen Regeln, sollte sie diesem Drang nachgeben, würde er ihre Hände einfangen und seine köstliche Qual von vorn beginnen. Daher warf sie die Arme seitlich auf das Bett, krallte ihre Finger in das Laken, um sich vor Dummheiten zu bewahren. Und endlich, endlich, endlich, endlich näherte sich sein Mund ihrer pulsierenden Mitte, seine Hände lagen auf ihren Hüften und hielten sie fest. Alles in ihr schrie ihn an, er solle endlich seine Lippen auf diesen einen Punkt legen. Obwohl sie selbst stumm blieb, wurde ihr Flehen erhört.
Ein schneller Strich mit der Zunge, so geschwind, dass man glauben mochte, es hätte ihn gar nicht gegeben, ließ das Feuer in ihr heißer als je zuvor brennen. Immer wieder spürte sie seine Zunge, mal sanft wie das Flügelschlagen eines Schmetterlings, mal voller Kraft und Intensität, doch nie stark genug, um ihr die Erlösung zu verschaffen, nach der so sehr begehrte. Ein ums andere Mal brachte er sie an die Schwelle eines Höhepunktes, nur um sie dort verhungern zu lassen. Seine Zunge legte eine Vielzahl Zündspuren, ließ das Feuerwerk aber nicht steigen.
„Bitte", bettelte sie nun doch, erhört wurde ihr Flehen allerdings nicht. Ganz im Gegenteil! Erneut wurde sie von seiner Zunge an den Rand des Wahnsinns getrieben, es fehlte bloß ein Hauch, um ihr die notwendige Erleichterung zu verschaffen, aber wieder ließ er sie hängen. Schlimmer noch, er löste seinen Mund von ihr und richtete sich auf. Entsetzt sah sie ihn an, bemerkte den flammenden, hungrigen Blick, mit dem er sie musterte. Er sagte nichts, betrachtete sie einfach nur stumm, wie sie keuchend und bebend vor ihm lag und auf ihn wartete. Langsam sank er auf sie herab, legte sich auf sie und drängte sich zwischen ihre Beine. Dort blieb er unbewegt liegen und starrte sie einfach nur weiter an. Nach einer schier endlos anmutenden Weile nahm er ihren Mund mit einem hingebungsvollen Kuss gefangen. Sich selbst auf den Lippen eines Mannes zu schmecken hatte nie sonderlich weit oben auf der Liste der Dinge rangiert, die sie noch erleben wollte. Genau genommen war das etwas, auf das sie absolut keinen Wert gelegt hatte, aber in diesem Moment, da sie seine Lippen spürte und auf indirekte Art von sich selbst kostete, raubte es ihr schlicht die Sinne und ließ sie lustvoll aufstöhnen.
Noch immer schweigend schob er eine Hand zwischen ihre Körper, fuhr über ihre erhitzte Haut zwischen ihre Beine und drang mit zwei Fingern mühelos in sie ein. Unwillkürlich schloss Angel ihre Augen und schrie auf, lange würde sie sein Reizen und Necken nicht mehr ertragen. Sie musste erlöst werden und das schnellstmöglich, sonst konnte sie für nichts mehr garantieren. Endlich erhörte er sie. Er zog seine Finger heraus, rieb seine harte Männlichkeit einige Male über ihren tropfnassen Eingang und drang langsam in sie ein. Zuerst nur mit der Spitze, die er sofort wieder heraus zog, um direkt wieder in sie einzudringen. Dieses Spiel wiederholte er ein paar Mal, ehe er sich langsam Millimeter für Millimeter in sie schob, bis er vollständig in ihr versunken war. Dort verharrte er und sah ihr tief in die Augen, dann begann er sich quälend langsam in ihr zu bewegen. Sie schlag ihre Beine um seine Hüften, ermöglichte ihm somit ein noch tieferes Eindringen.
„Mehr", keuchte sie und er beschleunigte seine Stöße, denen sie ein jedes Mal entgegen kam. Sie verfielen in einen gleichmäßigen Rhythmus, der unter normalen Umständen herrlich gewesen wäre, aber nicht das war, was sie im Moment brauchten. Sie waren beide viel zu aufgeheizt, um sich langsam an einen Höhepunkt zu tasten, trotzdem schien Matt weiterhin entschlossen sich Zeit zu lassen. Seine ungeheure Beherrschung erstaunte sie nicht nur, sie war ihr unbegreiflich.
„Schneller", feuerte sie ihn an. Er hatte sie einfach zu weit getrieben, aber nicht weit genug. Es fehlte immer noch der letzte Kick, der sie aus ihrem Schwebezustand abheben und in ungeahnte Höhen fliegen ließ. „Schneller", wiederholte sie stöhnend. Endlich spürte sie das wundervolle Brennen, das sich auf ein Neues durch ihre Eingeweide fraß und sich von dort in jede ihrer Zellen ausbreitete. Ihr Magen spielte verrückt, sämtliche Muskeln zogen sich zusammen. Es fehlte nicht mehr viel und alle Anspannung würde sich in einem wilden Strudel aus Lust und Leidenschaft auflösen. Matt nahm ihr rechtes Bein von seiner Hüfte und legte es über seine Schulter. Dieser neue Winkel brachte genau das letzte bisschen Spannung, das ihr gefehlt hatte, denn kurz darauf war sie jenseits von Gut und Böse, jenseits von Sehen und Hören. Sie war nur noch reines Empfinden, das sich hoch in den Himmel erhob und dort in einer erlösenden Wolke explodierte. All das Necken, all das lustvolle Quälen hatte in diesem überwältigenden Orgasmus endlich seinen lohnenden Höhepunkt gefunden.
Langsam schwebte sie zurück zur Erde und landete sanft im Bett. Sie war wie gelähmt, konnte sich nicht bewegen, ihre Sinne und ihr Verstand waren noch nicht zu ihr zurückgekehrt und über ihr brach Matt gerade keuchend zusammen. Auch er musste seine Erlösung gefunden haben. Zufrieden mit sich und der Welt hätte sie ihn gern umarmt, was ihr aber leider nicht möglich war. Er schob ihr Bein von seiner Schulter, das wie ein Stein auf das Bett fiel, rollte von ihr herunter, legte sich neben sie und nahm sie in seine starken Arme. Keiner von ihnen sagte etwas, aber es waren auch keine Worte nötig, sie hätten nur den Zauber des Augenblicks und dieses unbegreiflichen Frieden zerstört. So aneinander geschmiegt sanken sie in einen leichten Dämmerschlaf.
Lange währte diese Erholungsphase allerdings nicht. Eine Tür schlug zu und schwere Schritte waren zu hören. Irgendjemand war im Haus und erklomm gerade die Treppe.
„Erwartest du jemanden?", erkundigte sich Angel leise. Seltsamerweise hatte sie keine Angst und auch Matt neben ihr war völlig entspannt. Sollte man nicht aufgeregt, verunsichertoder gar panisch sein, wenn man mitten in der Nacht unangekündigten Besuch bekam? Geräuschlos stieg er aus dem Bett und schnappte sich ein Samurai-Schwert von der Wand, das ihr bis dahin gar nicht aufgefallen war. Aber wer sollte auch beim Anblick dieses Mannes mit seinem frechen Grinsen, den Grübchen und den Tattoos noch einen Sinn für die Umgebung übrig haben?
Geschmeidig wie ein Panther schlich er zur Tür. Dabei betrachtete sie das Spiel seiner Muskeln am Rücken und den Oberschenkeln, die Bewegungen seines Hinterns, das Anspannen seines Bizeps', als er das Schwert hob.
„Was hast du vor?", fragte sie unnötigerweise.
Matt kam nicht dazu, ihre Frage zu beantworten, ein Klopfen an der Schlafzimmertür, gefolgt von einem „Shadz, bist du da drin?", hinderte ihn daran.
„Gates, du blödes Arschloch, was willst du denn hier? Warum bist du nicht auf der Party?"
Der ungebetene Besucher schien Matts Begrüßung als Aufforderung zum Eintreten verstanden zu haben, er öffnete die Tür und betrat das Schlafzimmer. Nackt und unbedeckt wie Matt war blieb der Fantasie nicht viel Spielraum, es war eindeutig, was sich hier abgespielt hatte. Ein breites Grinsen überzog Syns Gesicht. „Ja hallo, du machst keine halben Sachen, was?", fragte er, wackelte dabei anzüglich mit den Augenbrauen und musterte anschließend Matts Waffe. „Übrigens wäre es sinnvoll das Schwert aus der Scheide zu ziehen, wenn du damit auf jemanden losgehen willst."
„Das Ding ist so stumpf, damit richte ich mehr Schaden an, wenn ich es samt Scheide jemandem über den Kopf ziehe anstatt zu versuchen, jemanden damit zu filetieren. Übrigens, schon mal was von Privatsphäre gehört?", brummte Matt, schnappte sich eine Decke und breitete sie über Angel aus, eine weitere wickelte er um seine Hüften. Waren es eben noch Angst und Panik, die sie angesichts des mutmaßlichen Eindringlings vermisst hatte, waren es nun Befangenheit und Scheu, die sie eigentlich hätten überkommen sollen, als Synysters Blick auf ihren entblößten Körper gefallen war. Doch nichts dergleichen, sie war entspannt, fühlte ich wohl und hätte nicht einmal die Decke gebraucht, die Matt über ihre Körper gezogen hatte. „Was ist mit der Aftershow-Party? Warum bist du nicht feiern?", fragte dieser weiter.
Syn grinste nur und hielt eine Flasche in die Höhe. „Wir lassen die Party hier steigen, ich hab Freunde mitgebracht."
„Die Jungs?"
„Vergiss die Jungs, die Crew feiert wie blöde, aber die anderen Weicheier hatten keine Lust. Jimmy war schon gleich am Anfang durch und hat sich in eine Ecke zum Pennen verzogen, Zacky hat irgendwas von einem neuem Song gelabert und sich verzogen und Johnny, ich sag dir, der Zwerg hat echt ins Schwarze getroffen. Hat im Club eine niedliche Blondine aufgerissen und die ganze Zeit mit ihr rumgemacht. Irgendwann sind sie verschwunden, haben irgendwas von Duplo essen erzählt. Was verdammt nochmal soll beschissenes Duplo essen sein? Die Maus, die ich mir angelacht hatte, hat sich gerade erst ein Nippelpiercing verpassen lassen und immer, wenn ich ihr an die Möpse wollte, habe ich mir vorgestellt, wie beschissen laut sie gleich losquieken würde. Ich sag dir, das war echt eine heiße Puppe, aber nicht gut für meine Ohren. Also hab ich mich verabschiedet und weil mir allein rumhängen zu blöd war..."
„Hast du dir gedacht, du könntest hierher kommen und mir auf die Eier gehen. Alter, ich hab Damenbesuch, falls dir das entgangen sein sollte."
„Ist mir nicht entgangen, hab doch gesehen, wie du sie den ganzen Abend mit den Augen gefickt hast. Wie man sieht, ist es nicht dabei geblieben. Egal, mein Freund Jack Daniels und ich haben uns gefragt, ob ihr nicht Lust auf etwas mehr Gesellschaft habt. Ach übrigens, hi Angel."
„Hi Gates", antwortete sie grinsend.
„Also Mädels, was nun?"
Sie musterte Syn von oben bis unten. Seine Füße steckten in schweren, schwarzen Stiefeln, die sie an Mad Max erinnerten. Er hatte sein Bühnenoutfit gegen eine dunkle, diesmal nicht zerrissene Jeans und ein T-Shirt mit dem Aufdruck ‚GUITAR PLAYERS FINGER BETTER' getauscht. Unwillkürlich musterte sie seine Hände. Was er mit diesen langen Gitarristen-Fingern wohl alles anstellen konnte? Bilder, wie er noch vor wenigen Stunden auf der Bühne gekniet und nahezu sinnlich sein Instrument gestreichelt hatte, traten vor ihr geistiges Auge. Ihr Magen zog sich bei dem Gedanken daran, wie sich die rauen Fingerkuppen auf ihrer Haut – und nicht nur da – anfühlen würden, wohlig zusammen.
‚Fokus', sagte sie sich und versuchte ihr inneres Gleichgewicht wieder herzustellen. Müsste sie nach all dieser Leidenschaft, die sie mit Matt erlebt hatte, nicht eigentlich erschöpft und für die nächsten gefühlten sechzig Jahre befriedigt sein? Ihr Körper und ihre Sinne waren anderer Meinung. Und wer war sie schon, dass sie sich der mit Testosteron aufgeladenen Ausstrahlung dieser beiden Männer entziehen konnte?
„Wohnzimmer, Film, Jack", drängte sich Matts Stimme in ihre benebelten Gedanken.
„Ich gehe schon mal was aussuchen." Syn machte auf dem Absatz kehrt und verschwand aus dem Schlafzimmer.
„Sorry", sagte Matt. „Ist das okay für dich oder soll ich ihn wegschicken?"
„Was? Nein! Passt schon."
„Du weißt ja, wo das Badezimmer ist, falls du dich frisch machen willst." Ein anzügliches Grinsen zierte Matts Gesicht.
Bekleidet mit einem T-Shirt und einer Boxer, beides aus Matts Kommode gefischt, machte sie sich auf den Weg ins Wohnzimmer. Die Jungs hatten es sich auf dem riesigen Sofa bequem gemacht, Syn öffnete gerade die Flasche mit seinen Zähnen. „Glas oder Flasche?", fragte er.
„Flasche", antworteten Matt und Angel gleichzeitig.
Zu dritt saßen sie auf der Couch und ließen die Flasche herum gehen. Der Film, der auf dem großen Fernseher lief, interessierte sie nicht wirklich, er mutierte zu nebensächlicher Hintergrunduntermalung. Angel fühlte sich unglaublich wohl. Der Whiskey kitzelte ihre Geschmacksnerven. Er hatte ein fein süßes Honigaroma, ohne klebrig zu wirken, vermischt mit einer Zimtnote und weiteren Gewürzen. Sie war überrascht, dass der Alkoholgehalt dieser gelben Köstlichkeit so hoch war, denn sie verursachte nicht das geringste Brennen.
„Gutes Zeug", murmelte sie.
„Ist neu", erklärte Gates. „Honey Jack, genau das richtige für eine Lady wie Shadz."
„Arschloch!" Hinter ihrem Rücken holte Matt aus, um seinen Bandkollegen auf den Arm zu boxen. Dabei rempelte er auch Angel an, die gerade die Flasche ansetzte. Der Schluck, der eigentlich in ihrem Mund landen sollte, lief nun kalt über ihre Wange und suchte sich von dort seinen Weg zu ihrem Hals. Sie hob ihre Hand, wollte das kühle Nass weg wischen, wurde aber von Syn aufgehalten.
„Nicht", sagte er. Sein Finger glitt über ihre Haut, wo er etwas von der Flüssigkeit aufnahm. Für einen Moment sah es so aus, als wolle er den benetzten Daumen in seinen Mund stecken. Im letzten Moment überlegte er es sich offensichtlich anders und strich damit über ihre Lippen. Sie hätte mit allem gerechnet, aber nicht mit ihrer Reaktion. Wie von selbst öffnete sich ihr Mund. Ihre Zunge schnellte hervor und zeichnete den Weg nach, den der Daumen vorgegeben hatte. Syns Augen klebten auf ihrem Mund. Noch einmal strich er über ihre Lippen und diesmal fing sie den Daumen mit ihren Zähnen, umspielte ihn mit ihrer Zunge und saugte sanft daran. Währenddessen schlug ihr Herz wie wild und pumpte das Blut, dessen Rauschen in ihren Ohren widerhallte, rasend schnell durch ihren Körper.
Ohne den Blick von ihren Lippen zu nehmen, kam sein Kopf immer näher. Kurz bevor er sie erreichte, wandte er sich ab. Statt seinen Mund auf ihrem zu spüren, spürte sie ihn auf ihrem Hals, wo er die Reste des Whiskeys von ihrer Haut küsste. Auf ihrer Wange wiederholte er dieses Spiel. „Wir wollen ja nichts verkommen lassen, nicht wahr?", raunte er in ihr Ohr und hauchte einen Kuss auf die Muschel.
Sie konnte nur mit dem Kopf schütteln. Aus dem Augenwinkel blickte sie zu Matt, der sie mit einer Mischung aus Verwirrung und Faszination anstarrte. Die Tatsache, dass sein Freund die Frau anheizte, die vor nicht einmal einer Stunde noch sein Bett geteilt hatte, schien ihn nicht zu stören. Ganz im Gegenteil. Ein hungriger Ausdruck trat in seine Augen.
Syn ließ von ihr ab und sah Matt an. Die beiden schienen eine stumme Unterhaltung zu führen. Gerade als sie fragen wollte, was das Problem war, erhob sich Matt vom Sofa und verschwand aus dem Zimmer. Verwundert richtete sie sich auf. „Was...", setzte sie an, kam allerdings nicht weiter, den Syn verschloss ihren Mund mit seinem, honigsüß und gleichzeitig männlich herb.
„Sssssscht", murmelte er an ihren Lippen. „Du kannst jederzeit aussteigen." Beruhigt von seinen Worten ließ sie sich wieder entspannt an die Rückenlehne sinken. Sanft wie ein Windhauch strich er mit seinen Fingern über ihre Wange und gleich darauf durch ihr Haar. Genüsslich schloss sie ihre Augen, öffnete sie aber sofort wieder, da Matt zurück ins Zimmer kam. In seiner Hand hielt er einen schwarzen Seidenschal. Fragend blickte sie zwischen ihm und Syn hin und her.
„Du kannst jederzeit aussteigen", wiederholte dieser. Ein leichtes Nicken, mehr war nicht nötig, um ihre Zustimmung zu signalisieren, und ehe sie sich versah, waren ihre Augen verbunden. Ein Arm schlängelte sich hinter ihren Rücken, einer unter ihre Knie. Einer der beiden hob sie hoch und drückte sie an seine Brust. Sie war sicher, dass es nur Syn sein konnte. Matts Körper war ihr mittlerweile so vertraut, dass sie ihn auch mit verbundenen Augen erkennen oder eben ausschließen konnte.
Kurz darauf wurde sie auf etwas Weichem abgelegt. War es das Bett? Egal was es war, sie wollte sich nicht den Kopf darüber zerbrechen. Viel wichtiger war, was sie jetzt erwartete. Vor Aufregung beschleunigte sich ihre Atmung. Sie spürte, wie ihr T-Shirt hochgeschoben wurde und etwas Kaltes, Feuchtes auf ihrem Bauch landete. Ein Zischen entwich ihr.
Warme Lippen folgten küssend der feuchten Spur, wanderten von ihrem Rippenbogen zu ihrem Beckenknochen. „Mmmmmmmm", drang an ihre Ohren. Ein weiterer Schwall der kühlen Flüssigkeit landete auf ihr, ein weiterer Mund bewegte sich küssend über ihre Haut. Dass sie ihre Finger in die Decke oder das Laken unter ihr gekrallt hatte, merkte sie erst, als jemand ihre Hände nahm und über ihren Kopf hob. Im nächsten Moment wurde das Shirt ausgezogen. Mit nacktem Oberkörper und nur noch Matts Boxer bekleidet lag sie da, wusste nicht, was mit ihr geschehen würde und fühlte sich dennoch nicht ausgeliefert oder unwohl. Eine wohlige Wärme hatte ihren Körper und eine ungeahnte Erregung ihren Geist gefangen genommen, die durch ihre eingeschränkten Sinne verstärkt wurde.
Einen Augenblick lang geschah gar nichts. Ob es Sekunden, Minuten oder Stunden gewesen waren, konnte Angel nicht sagen. Obwohl sie es nicht sah, war sie davon überzeugt, dass sie Jungs neben ihr standen und sie anstarrten. Sie stellte sich vor, wie deren Augen über ihren Hals, ihre Brüste, ihren Bauch, ihre Beine wanderten, wie sie sie mit ihren Blicken streichelten. Vorstellung wurde zu Realität, doch dauerte es einen Moment bis sie begriff, dass die Blicke aus ihrer Fantasie durch wahrhaftige Hände ersetzt worden waren.
Wie viele mochten es sein? Ihr Verstand wusste die Antwort, doch er musste sich irren. Denn die Hände waren überall, es fühlte sich an, als wären es Hunderte, Tausende, unendlich viele. Sie hinterließen brennende Spuren auf ihrer Haut, die vom kalten Whiskey gelöscht wurden, nur um von heißen Lippen und Zungen neu entfacht zu werden. Nach Honig schmeckende Finger zeichneten die Konturen ihres Mundes nach.
Obwohl sie es nicht registriert hatte, mussten die Jungs ihre Unterhose ausgezogen haben, denn eine Hand schlich sich zwischen ihre Beine und dort kurz über ihre empfindlichste Stelle. Keuchend wand sie sich, stöhnte auf, krallte sich an den nackten Körper neben sich. Es war Matt, der neben ihr lag. Seit wann lag er da? Seit wann war er nackt? Was war ihr noch entgangen?
Eine Bewegung auf der anderen Seite vertrieb die Verwunderung aus ihrem Sinn. Ein weiterer unbekleideter Körper legte sich neben sie. Abermals spürte sie Hände und Lippen, die immer wilder und hektischer wurden. Ihre Haut brannte, wie auch ihr Verstand. Genau wie sie schienen auch die Männer an ihrer Seite in Flammen zu stehen. Stöhnen, schwerer Atmen, Keuchen, dies alles vermischte sich zu einer harmonischen Begleitmusik ihres Liebesspiels. Etwas Hartes drückte gegen ihr Bein und sie wusste genau, was es war.
Syn zischte laut auf, als sie seine pralle Männlichkeit umfasste und sanft massierte. Der Schal wurde von ihren Augen gezogen. Sie brauchte einen Moment, um sich an ihre wieder hergestellte Sehfähigkeit zu gewöhnen und blickte sich kurz um. Sie lag tatsächlich auf einem Bett – dem gleichen, das schon zuvor Schauplatz leidenschaftlicher Spielereien mit Matt gewesen war.
„Guitar Players finger better?", fragte sie und grinste Syn provokant an. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten. Seine Hand verschwand zwischen ihren Beinen, mühelos drang er ohne zu zögern mit seinen Fingern in sie ein und strich mit seinem Daumen immer wieder über ihren Lustpunkt. Gleichzeitig liebkoste Matt ihre Brüste, massierte ihre Nippel, die sich schon beinahe schmerzhaft aufrichteten. Sollten irgendwo in ihrem Verstand noch Zweifel bestanden haben, zersplitterten diese nun in Abermillionen kleine Teilchen. Sie könne jederzeit aussteigen, hatte Syn gesagt. Doch wenn es etwas gab, das sie auf keinen Fall wollte, dann war es dieses Spiel zu beenden. Ihr lautes Wimmern, ausgelöst durch die geschickten Finger in ihr, war Beweis genug dafür. Ob Gates besser war als andere, wollte sie nicht beschwören, aber die durch das Gitarre spielen aufgeraute Haut seiner Fingerkuppen verlieh dem Ganzen eine vollkommen neue Qualität. Auf alle Fälle hatte er es genauso gut drauf wie Matt, sie an die Schwelle eines Höhepunktes zu bringen, sie aber dann dort verhungern zu lassen. Sie stand kurz davor ihn zu erwürgen oder anzuschreien.
Doch das war nicht nötig, denn nicht nur sie, sondern auch Syn und Matt schienen kurz vorm Explodieren zu stehen. Letzterer ergriff ihre Hüften und drehte sie herum. Abgestützt auf Händen und Knien lag sie auf dem Bett, Matt positionierte sich hinter ihr, Syn vor ihr. Ganz automatisch wurde ihr Mund von dessen vor ihr schwebender Erektion angezogen. Mit ihrer Zunge strich sie kurz über die Eichel, dann blickte sie zu ihm auf. Sein Blick war verschleiert, sein Mund leicht geöffnet. Ohne ihn aus den Augen zu lassen, umschloss sie seine Spitze mit den Lippen und saugte seine Männlichkeit ihn ihren Mund. Gleichzeitig drang Matt von hinten in sie ein und füllte sie vollständig aus. Sie stöhnte, was sich vibrierend auf die Härte in ihrem Mund übertrug und Syn zum Keuchen brachte. Seine Hände hielten ihren Kopf und spielten mit ihren Haaren. Mehr unbewusst als absichtlich dirigierte er sie, half ihr, den richtigen Rhythmus zu finden.
Es dauerte nicht lange und sie bewegten sich in perfektem Einklang. Matt ließ sich nach vorn sinken und küsste ihren Rücken. Seine Hände schlichen sich auf ihre Vorderseite, die eine zur ihren Brüsten, die andere zur ihrer immer lauter nach Erlösung schreienden Weiblichkeit. Viel zu schnell und doch nicht schnell genug baute sich ihr Höhepunkt in ihr auf. Auch Syn und Matt schienen den ihren entgegen zu steuern. Bewegungen wurden schneller, Stöhnen lauter. Immer tiefer nahm sie Gates in ihren Mund auf, jeglicher Würgereflex war vergessen, so versunken war sie in dieses erotische Spiel. Matt hinter ihr richtete sich wieder auf und hob ihr Becken ein Stück an, um noch tiefer in sie eindringen zu können, sofern das überhaupt noch möglich war. Durch die neue Position stieß er genau gegen den Punkt, der sie in neue Sphären schweben ließ. Gedämpft durch die zuckende Erektion in ihrem Mund schrie sie ihren Höhepunkt heraus. Im gleichen Moment stöhnte auch Matt seine Lust heraus. Dadurch noch weiter angeheizt folgte Syn ihnen sogleich. Mit einem langgezogenen „Heilige Scheiße" überrollte ihn sein Orgasmus, ergoss sich dabei in langen warmen Strahlen direkt in Angels Hals. Sie war nie eine Freundin des Schluckens gewesen, in diesem Fall erübrigte sich dies allerdings.
Tief befriedigt verharrten alle drei für einen Moment, lösten sich dann voneinander und ließen sich träge auf das Bett sinken. Es folgten Küsse, Liebkosungen und leise gehauchte Worte. Aneinander gekuschelt schliefen sie ein.
Als Angel erwachte, war es stockfinster. Sie fragte sich, ob sie den ganzen Tag verschlafen hatte oder ihre Erlebnisse der letzten Nacht nicht lange genug gedauert hatten und es immer noch, ja, Nacht war. Es verwirrte sie, dass sie vollkommen allein war. Sollten nicht zwei stattliche Männer neben ihr liegen? Verzweifelt versuchte sie die Erinnerung an die Ereignisse der letzten Stunden festzuhalten. Doch sie schwanden schneller dahin, als ihr lieb war.
Sie drehte sich herum und landete mit ihrem Arm auf etwas hartem. Ein wütender Schmerzenslaut entfuhr ihr. Was war das? Blind tastete sie nach einer Lampe und schaltete sie ein. Kurz von der Helligkeit geblendet rieb sie sich die Augen. Ein aufgeschlagenes Buch lag neben ihr. Irritiert warf sie einen Blick hinein.
Niemand sollte je das Grauenhafte erblicken, kein Auge sollte je seine Schande sehen.
Als er in das Bücherzimmer trat, bemerkte er, dass es eben fünf Uhr vorbei und der Tee bereits gebracht worden war. Auf einem Tischchen von dunklem, wohlriechenden Holz, das reich mit Perlmutter ausgelegt war – die Frau seines Vormunds hatte es ihm geschenkt, die es sich zum Beruf gemacht hatte, leidend zu sein, und den vorigen Winter in Kairo verbracht hatte –, lag ein Briefchen von Lord Henry und daneben ein Buch mit gelbem, etwas eingerissenem Umschlag und ziemlich verschmutzten Kanten. Ein Exemplar der dritten Ausgabe der St. James Gazette war auf das Teebrett gelegt worden. Es war klar, Viktor war zurückgekehrt.
Es war das Buch, das sie am Tag zuvor gelesen hatte. Das Bildnis des Dorian Gray. Wie zum Teufel kam es hier her? Plötzlich, nachdem auch der letzte Hauch Müdigkeit aus ihrem Geist gewichen war, fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Sie war zu Hause, in ihrem Bett. Allein. Mit ihrem Buch. Sie war über ihrem Buch eingeschlafen und nun mitten in der Nacht aufgewacht.
Ein gottverdammter Traum. Die vergangenen Stunden voller Lust und Leidenschaft waren nur ein verfickter, gottverdammter Traum gewesen. Verfickt – im wahrsten Sinne des Wortes...
Sorry, Angel :D
Prereader-Kommentar: „Die Arme ist jetzt fürs Leben geschädigt." Das mag wohl sein ^^ Wer wäre das nach SO einem Traum nicht. Aber wenigstens habe ich sie nicht kurz vorm Orgasmus wach werden lassen *tüdelü*
Das war's dann also. Mein Ausflug ins Smut-Fach. Hat Spaß gemacht.
Wer noch ein bisschen A7X lesen will, etwas, das in eine realistischere Richtung geht, dem kann ich Koschkas FF „I Ain't Waiting For The World To Change" ans Herz legen. Sie schreibt die Story auf englisch und macht das (abgesehen von ein paar Fehlerchen) einfach toll. Ich maaaaaaaaaaags total gern.
"I Ain't Waiting For The World To Change" is my first english story. It's about twenty-three year old Kim, who loves to play drums and became a part of the band Avenged Sevenfold. The story is about friendship mixed with a little bit drama. It's about Matt, Zacky and Syn, including their mates and of course Johnny and the drummer-girl Kim.
http:/fanfiction[dot]net/s/7144047/1/I_Aint_Waiting_For_The_World_To_Change
Danke fürs Lesen. Kommentare, Geschenke, Lobhuldigungen, Mecker, fette Schecks usw. sind weiterhin gern gesehen.
#TeamSchweinchen FTW
