Als Merlin erwacht und vorsichtig seine Augen öffnet, sieht er den Himmel über sich durch ein Gitter. Es ist das Gitternetz des Käfigs. Alles um ihn herum bewegt sich, obwohl er sich selbst nicht rührt. Er setzt sich auf und sofort fährt ihm ein heftiger Schmerz in den Kopf. Als er die Stelle mit seine Hand berührt, fühlt er getrocknetes Blut an seinen Fingern. Er hat eine kleine Platzwunde an seinem Hinterkopf, die aber bereits wieder aufgehört hat, zu bluten. Seine Jacke und sein Halstuch sind jedoch mit Blut beschmutzt. Jetzt erst bemerkt er die drei anderen Sklaven im Käfig. Und er erinnert sich, dass er ihre Wunden verbunden hat. Leise fragt er sie: "Was ist passiert?" Aber sie antworten nicht, sie sind viel zu verängstigt.

Merlin sieht sich um. Er erkennt den Kutscher: "Was mache ich hier? Und wie komme ich hierher? Wo bin ich und wo werde ich hingebracht?" Der Kutscher lacht hönisch: "Merlin, na genug geschlafen?" Er ruft einem seiner beiden Kameraden zu: "Hey, sieh mal nach unserem Neuzugang!" Der Reiter lenkt sein Pferd in Höhe des Käfigs und lässt es neben Merlin herlaufen. "Du bist auf dem Weg in das Königreich von Annis. Dort wirst du zusammen mit den anderen Sklaven verkauft." Merlin ist entsetzt: "ich bin kein Sklave! Ich bin ein freier Bürger Camelots!" Der Reiter grinst jetzt breit: "Vielleicht warst du das Mal. Jetzt bist du ein Sklave. Und du wirst uns eine hübsche Stange Geld einbringen." Der junge Zauberer schüttelt den Kopf: "Das könnt Ihr nicht machen! Das ist gegen das Gesetz!" Jetzt lachen sowohl der Reiter als auch der Kutscher laut auf: "Was interessieren uns Eure Gesetze! Gewöhn dich an den Gedanken, du bist jetzt ein Sklave." Merlin versucht aufzustehen: "Lasst mich sofort hier raus oder..?" Jetzt lachen beide noch umso mehr: "Oder was? Glaubst du denn, dass dich auch nur einer vermissen wird? Sie werden gar nicht bemerken, dass du nicht da bist. Du warst ein Diener des Königs. Wieviele hat er doch gleich? Sicherlich mehr als einen. Jetzt gelten andere Spielregeln. Wach endlich auf!" Der Reiter lacht noch einmal laut auf, dann reitet er wieder an die Spitze der Kolonne.

Der König sitzt in seinem Zimmer an seinem Schreibtisch. Unruhig sieht er zu Tür, bis Sir Gwaine endlich das Zimmer betritt. "MyLord, was kann ich für Euch tun? Ihr habt mich rufen lassen?" Arthur erhebt sich. "Merlin ist verschwunden. Wann habt Ihr ihn das letzte Mal gesehen?" Der Ritter überlegt kurz, dann antwortet er: "Im Wagen dieser Sklavenhändler. Er hat die Verletzungen der Sklaven behandelt. Dann hat er mich weggeschickt. Er sagte, dass er den Rest allein schafft." Arthur ist ausser sich: "Ihr habt ihn mit diesen Sklavenhändlern allein gelassen? Wann war das?" Gwaine überlegt erneut kurz: "Es war Essenszeit. Wir haben die Männer beim Essen gestört." Der Ritter macht einen Schritt auf seinen König zu: "Ihr und ich, wir wissen, dass Merlin sehr gut selbst auf sich aufpassen kann." Der König nickt: "Ihr habt ja Recht. Aber irgendetwas stimmt nicht. Ich weiß nicht." Gwaine runzelt die Stirn. "Habt Ihr schon mit Gaius gesprochen?" Der König setzt sich wieder. "Natürlich. Aber zu Hause ist er nicht. Und es wird bereits dunkel." Der Ritter geht zur Tür. "Ich werde mich mal umsehen. Ich horche mal in der Unterstadt. Macht Euch keine Sorgen. Ich bin mir sicher, es geht ihm gut." Arthur seufzt: "Ich hoffe, Ihr habt Recht." Der Ritter öffnet die Tür: "Bestimmt." und verlässt das Zimmer.