A/N:
1. ich hasse a/n's am Anfang
2. die Vorspeise dieses Kapitels wird vom Chefkoch zu einem süßen Rotwein empfohlen. Beine auf die Couch, Kerzen an und leichte Jazz-Klänge im Hintergrund. Von Musik von Barry White, obwohl einer der Sexuellen Revolutionäre der Neuzeit seit Effi Briest und Anna Karenina, wird abgeraten. Sorry Barry, ich mag deine Musik, aber das wäre dann wirklich zu viel.
Kapitel 03 – Purring Pussy
Vergiss deine Grenzen, wandere aus.
Das Niemandsland, unendlich, nimmt dich auf.
(Rose Ausländer)
Sie bemerkte in ihrem ekstatischen Delirium nur vage, dass Marc aufgestanden war. Blinzelnd stemmte sie sich auf ihre Unterarme, den Raum nach ihm absuchend. Er kramte in allen den Schubladen der Küchentheke nach etwas und fluchte leise.
„Was suchst du?"
War dieses heisere Blechern wirklich ihre Stimme gewesen?
„Portemonnaie", antwortete er knapp.
Sie zog die Augenbrauen fragend zusammen: „Wozu brauchst du jetzt Geld?"
Mit Wucht knallte er stöhnend eine der oberen Schubladen zu.
„Ich brauche kein Geld, Hasenzahn!" Im Stechschritt marschierte er mit seinen Autoschlüsseln bewaffnet zurück zu ihr, schnappte sich sein Hemd vom Sessel und stülpte es sich eilig über den Kopf.
„Wo willst du denn hin?"
„Ans Auto. Es liegt sicher noch auf dem Beifahrersitz!"
„Und das hat nicht noch Zeit?", fragte sie zweifelnd.
Belustigt schaute er auf die junge Frau hinunter, die ihre Nacktheit, ähnlich gut wie Lady Godiva, verbarg. „Es dauert auch nicht lang, und wir machen genau da weiter, wo wir eben/gerade aufgehört haben!", versprach er Augen zwinkernd.
Sie biss sich unschlüssig auf die Unterlippe: „Ich versteh nur nicht, warum dir deine vergessene Geldbörse ausgerechnet jetzt einfällt", schmollte sie.
Er verdrehte die Augen. „Ich brauche nicht mein Portemonnaie, sondern lediglich die sich darin befindlichen Kondome!"
„Oh", sagte sie und schaute ihm seelenruhig dabei zu, wie er unterm Sofa nach Schuhen suchte.
„Ich nehm' aber die Pille."
Er nickte: „Es ist nicht persönlich gegen dich gerichtet, Hasenzahn. Aber die Verhütung nehme ich lieber selbst in die Hand!"
„Wieso?", fragte sie.
Er seufzte, nicht nur, weil er unterm Sofa nur einen Schuh gefunden hatte: „Weil Frauen viel anstellen, um einen Mann ehelichen zu können."
„Ich doch aber nicht", wehrte sie sich.
Er grinste: „Gerade du! Bei meinem Glück verwechselst du guten Sex mit Liebe!"
Sie stemmte die Hände in die Hüften: „Also echt, Marc!"
Er feixte in sich hinein. Es gefiel ihm, dass sie nicht wie anfangs kaum einen klaren Satz zusammen brachte. Die Anspannung der Situation war ihr fast gänzlich genommen.
„Gib mir mal bitte meine Handtasche", sie zeigte auf ihre rosa Wildledertasche, die neben ihm zwischen Tisch und Sessel lag.
„Warum? Willst du die Zeit nutzen, und deinem rosa Bücherfreund von deinem Orgasmus berichten?" Obwohl sie die ihr dargebotene Handtasche annahm, schickte sie ihm mit nur einem Blick ein Dutzend tödlicher Blitze.
Bevor er sich seine Schuhe angezogen hatte, rief sie ihm zu, dass er warten solle.
„Und selbst wenn du mir deinen Pillenblister zeigst, Hasenzahn, ich werde für dich keine Ausnahme mach-"
Sie hielt ihm ein kleines buntes Plastiktütchen hin. Irritiert überwand er die Schritte zu ihr zurück und begutachtete argwöhnisch, was sie ihm da entgegenstreckte.
Eine durchsichtige Folie, auf die ein überdimensionaler weißer Katzenkopf mit schwarzen Augen und gelber Nase abgebildet war, umschloss ein rotes Kondom. In geschwungener rosa Schreibschrift stand „Hello Kitty" darauf.
Er stöhnte und ließ sich erschöpft neben Gretchen aufs Sofa plumpsen: „Das ist mit Abstand das Abtörnendste, was ich jemals gesehen habe", gestand er.
„Und außerdem, warum hast du Kondome in deiner Tasche?", fragte er skeptisch.
„Für Zeiten, wie diese! Aber bitte, wenn du unbedingt jetzt nach unten gehen willst...", sie wollte ihm das kleine Tütchen schon wieder aus der Hand nehmen, aber er zog es blitzschnell von ihr weg. Schaute es sich von allen Seiten noch einmal genau an.
„Und das Ding ist auch echt? Also es ist nicht nur Spielzeug, sondern es verhütet auch?"
Sie rollte mit den Augen und verschränkte bockig die Arme vor der Brust. Grinsend stand er auf und öffnete die Metallschnalle seines Gürtels: „Aber ein Arzt muss tun, was ein Arzt eben tun muss!"
„Huh?", fragte sie unstet.
„Deine Verspannungen! Du sitzt immer noch da, als ob du einen Stock im Arsch hättest. Dagegen müssen wir doch dringend etwas was unternehmen!", seine Hose fiel zu Boden und bescherte damit Gretchen die freie, appetitliche Aussicht auf weiße Boxershorts, die über seinen Lenden anrüchig spannte. Sie schaffte es gerade noch so den Blick abzuwenden, als er dabei war sich auch seines letzten Kleidungsstücks total unerotisch zu entledigen.
Er lachte leise, setzte sich wieder neben sie: „Kaum zu glauben, dass du selbst jetzt noch so viel Prüderie besitzt und dich nicht mal traust, zu schauen", neckte er. Mit seinen langen Fingern strich er ihr die Haare aus dem Nacken, um sie dort zu küssen. Eine feine Gänsehaut breitete sich über ihre Arme aus, über die er mit dem Daumen vom Trapez- über den Deltamuskel, hinunter zum Bizeps bis hin zu ihren Fingerknöcheln streichelte. Wie eine Geisterhand führte er ihre zu seinem vollerigierten Glied, schaute ihr dabei intensiv in die Augen, während sein keuchender Atem ihren Hals streifte.
Ohne ihr dabei zu helfen, bewegte sie freiwillig ihre Finger auf und ab, während sie ihn mit ihrer anderen Hand am Nacken zu sich zog, um ihn zu küssen.
„Wer hätte gedacht, dass du weißt, wie das geht", stichelte er kehlig und drückte sie mit seinem Oberkörper immer mehr zurück in die Waagerechte auf die Sitzfläche.
Über ihr liegend stützte er sich rechts und links neben ihrem Gesicht auf seinen Unterarmen ab, seine Daumen liebkosten sanft ihre Schläfen.
Während sie das Tun ihrer Hand zwischen seinen Beinen nicht abbrach, schauten sie sich lange in die Augen. (Zumindest die meiste Zeit, denn jedes Mal, wenn das blonde Biest unter Marc diesen empfindlichen Punkt unter seiner Spitze berührte, schloss er die Augen, sich darauf konzentrierend, sie nicht einfach hart und erbarmungslos auf der Stelle zu nehmen.)
„Und wer hätte gedacht, dass Marc Meier so zärtlich sein kann?", griente sie zurück.
Ein breites Grinsen mit seinen markanten Grübchen und blitzenden Augen erhellten sein Gesicht. Gretchen versuchte sich jedes Detail genauestens einzuprägen.
„Ich will dich ja nicht verschrecken. Nach ausschließlichem Vanillasex", sie setzte an, zu protestieren, wurde aber einfach überhört „würde dich ein harter Quicky für alle noch kommenden Männer verderben!"
Sie verdrehte die Augen: „Eingebildet bist du-"
Ihr Satz wurde von lautem Keuchen jäh unterbrochen, da er begann seine Gesäßmuskeln anzuspannen und aktiv in ihre Hand zu stoßen.
Er küsste sie, schob ihre Hände auf seinen Rücken und rollte sich umständlich, aber letztlich erfolgreich, das Kondom über.
Sie ging ins Hohlkreuz und überstreckte den Nacken, als er ihre Beine auseinander schob, nach schier endlos langer Zeit endlich zwischen ihre Schenkel glitt und sie langsam ausfüllte. So völlig anders, so viel intensiver, und... größer, als es Peter jemals getan hatte. Ein spitzer Schrei erfüllte den gesamten Raum, zumal er sich noch nicht mal gänzlich in ihr verewigt hatte.
„Oh mein Gott", hechelte sie schon atemlos, obwohl er sich sehr behutsam bewegte. Seine Finger streichelten ihr immer wieder fahrig durch ihre Locken, verharrten an ihrem Nacken und massierten die Halswirbel im Takt seiner Hüftbewegung.
Wo vor Minuten nur ein feiner Schweißfilm geschimmert hatte, waren nach nur wenigen Stößen klatschnasse Stellen getreten. Er neckte sie mit seinen Lippen, die er ihr immer wieder anbot, aber kurz darauf in einer seltsamen Geste der Dominanz wieder entzog.
„Festhalten", flüsterte er warnend nah an ihrem Ohr, die Stirn an ihrer Schulter anlehnend. Unschlüssig umklammerte sie seinen Rücken noch fester und verankerte ihre Waden hinter seinem Rücken.
Er veränderte den Winkel, kam tiefer in sie hinein, dehnte Gewebe, das noch nie berührt worden war und erreichte diesen einen Punkt, der ihr jegliches Denken raubte.
Sie stöhnte, keuchte und schrie. Der erste Höhepunkt war schon atemberaubend gewesen, aber dieses tiefere Ziehen, diese Kombination aus dem Wissen, was er berührte und wie gut, machten sie willenlos. Immer heftiger bewegte sie ihren Unterleib gegen den seinen, krallte ihre Nägel hilfesuchend in seine Schultern, weil sie Angst hatte... vor was wusste sie selbst wohl nicht genau. Vielleicht davor, dass er einfach aufhörte. Oder sie es kein zweites Mal schaffen würde in diese ungeahnten Höhen zu driften. Oder aber genau davor, den Boden zu verlieren und irgendwo im Raum zu schweben.
Er stieß sie immer drängender, küsste sie fordernd und seinen Rhythmus steigernd verkrampfte er sich über ihr. Wildzuckend spürte sie, wie er für einen Bruchteil einer Sekunde in ihr noch härter wurde und durch seinen zuckenden Penis eine Reibung entstand, die ihr ebenfalls die Erlösung brachte.
Sie bäumte sich in einem endlos scheinenden Höhepunkt unter ihm auf, seinen Namen heraus pressend: „Marc..."
Das Erste, was sie bewusst wieder wahrnahm, war das feuchte Lecken an ihrem großen Zeh, nachdem sie aus ihrem traumlosen Erschöpfungsschlaf wieder zu sich kam. Gretchen platzierte ihre Füße wieder unter die Decke und zog sie höher über ihre Schultern, weil Marcs Atem sie furchtbar kitzelte.
Stirn runzelnd überlegte sie, was sie da gerade im Halbschlaf dachte.
Woher kam die Decke? Und wie konnte Marc in ihren Zeh beißen, wenn sein Kopf auf Augenhöhe mit ihrem war?
Erschrocken richtete sie sich auf, sah die Konturen des Wohnzimmers nur verschwommen, erspähte aber etwas ungewöhnlich Flauschiges auf der Lehne der Couch. Aus großen gelbgrünen Augen wurde sie mit einem eindringlichen Blick fixiert, der für immer den ersten Eindruck festhalten würde. Eine süße schwarzweiße Katze mit einer noch niedlicheren rosa Nase gähnte sie an und marschierte dann über ihre zugedeckten Beine zu ihrem Schoß. Je näher das kleine Ungetüm kam, desto lauter hörte Gretchen das kleine Wollknäuel schnurren.
Sich mehrmals im Kreis drehend suchte das Kätzchen die perfekte Position um sich auf dem Frauenkörper niederzulegen und war von den weichen Oberschenkeln unter der Decke scheinbar sehr angetan.
„Bist du aber eine Süße", flüsterte Gretchen, damit sie den neben ihr schlafenden Marc nicht weckte.
„Du musst nicht flüstern, Hasenzahn!", brummte Marc verschlafen hinter ihr in ein Sofakissen hinein, bevor er sich auch aufsetzte.
„Morgen", sagte sie freundlich, schaute aber nur auf die Katze in ihrem Schoß, die ihren Hals lang streckte, um dort gekrault zu werden.
„Ist die niedlich!", quietschte die Blonde entzückt.
„Diva – Gretchen. Gretchen – Diva!", sagte er trocken.
Gretchen wühlte hinter sich nach dem Kissen und schlug ihn damit. Die kleine Katze schaute Gretchen vorwurfsvoll an. Und sicher nicht, weil ihr Herrchen verdroschen wurde, sondern weil sich der bequeme Körper dadurch zu sehr bewegte.
„Du hast ja einen tollen Besitzer, der dich noch nicht mal sofort vorgestellt hat."
Marc rollte mit den Augen, rutschte hinter Gretchen lang und stand auf. Hinterm Sofa fand er seine Shorts, die er sich rasch überstreifte:
„Willst du auch Kaffee?"
„Nein Danke. Hast du Leckerli?"
„Bitte?" fragte er ungläubig, während seine Assistenzärztin weiterhin fasziniert seine Katze streichelte. Er wunderte sich sehr, dass Gretchen nicht wie jede andere Frau vor ihr gefragt hatte, warum ausgerechnet er eine Katze besaß. Oder wenn es schon ein Haustier sein musste, warum dann nicht einen Hund?
„Ja, so Brekkies, oder so! Ich will sie füttern", griente sie. Die Ablenkung des Kätzchens war gut, es half über ihr wild klopfendes Herz hinweg, wie man sich nach so einem außergewöhnlichen Stelldichein verhielt.
„Gefressen wird nur über 'm Napf."
„Och", sie verzog die Lippen zu einem Schmollmund.
Den Kaffeefilter zum Bersten mit zermahlenem Bohnenpulver gefüllt, wartete er darauf, dass das Wasser in seine Tasse lief. Verstohlen schaute er immer wieder zu seiner charakterlosen Katze, die sich unvoreingenommen auf Gretchen gestürzt hatte. Normalerweise fauchte sie jeden Besucher misstrauisch an, kratzte sogar manchmal. Aber bei der Tochter seines Chefs machte dieses Tier eine Ausnahme.
Blöde Katze!
„Wie bist du überhaupt zu so einer lieben Katze gekommen?", wollte sie wissen.
„Es würde dir sicher gefallen, wenn ich dir jetzt erzähle, dass ich sie im Winter am Straßenrand halbverhungert aufgelesen habe und mich dann wochenlang aufopfernd um sie gekümmert habe, nicht?"
Herausfordernd sah Gretchen ihn an.
Ein tiefer Seufzer entwich seiner Kehle: „Mein Vater hat sie mir letztes Jahr geschenkt. Zum Posten des Oberarztes!", fügte er den letzten Satz an.
Gretchen kicherte mädchenhaft: „Das war sehr... nett von deinem Vater!"
„Hmpf", machte Marc, nahm den Filter von der Tasse und marschierte zurück zu Gretchen aufs Sofa.
„Die ist aber auch süß. Ich wollte ja früher immer eine Katze haben. Aber Jochen hat eine Katzenallergie und in unserer... in meiner alten Wohnung waren Haustiere verboten."
„Wenn dein Bruder ausgezogen ist, kannst du die Diva gern haben", in seiner Stimme war kein Fünkchen von Sarkasmus zu erkennen.
„Marc!", ermahnte Gretchen.
Für einen kleinen Moment blitzten seine Grübchen.
„Bist du auf den Namen selbst gekommen?"
„Ich wüsste ja durchaus was Besseres als über das Tier zu reden", raunte er nah an ihrem Ohr, fuhr mit seinem Zeigefinger ihre nackte Wirbelsäule hinab zum Steißbein.
Die gewünschte Reaktion, ein Zittern, kam sofort, aber sie seufzte resigniert: „Hört sich verlockend an, aber ich muss langsam mal nach Hause..."
Marc lehnte sich stöhnend gegen die Rückenlehne und fuhr sich mit der Hand einmal übers Gesicht. „Kaum zu glauben, dass du vor zwei Stunden noch schreiend zum Orgasmus gekommen und jetzt schon wieder so verklemmt bist. Ich seh' schon, dein kleines Problem wird eine längerfristige Aufgabe."
„Für langfristig bist du doch überhaupt nicht der Typ."
„Soll heißen?", fragte er in seiner besten Oberarztmanier.
„Nun... Du hast mit dieser Nina doch auch nur drei Jahre ausgehalten, bis du sie verlassen hast."
Marc grinste in seine Tasse hinein: „Wer sagt denn, dass ich sie verlassen habe?"
Forsch, sodass Diva von Gretchens Schoß hüpfte, drehte sie sich zu ihm um: „Sie hat dich verlassen? Das tut mir leid, Marc!", sagte sie ehrlich betroffen. Sie hätte niemals gedacht, dass ausgerechnet ein Marc Meier mal verlassen worden war.
Verschmitzt grinsend nickte er: „Ich hab sie mehrfach betrogen, und irgendwann war es durch dummen Zufall eine ihrer Freundinnen!"
Gretchen stand der Mund offen: „Du bist ein Mistkerl! Genau wie Peter-"
„Hei, ich hab einer Frau niemals das Versprechen gegeben, sie zu heiraten! Ich bin also ganz und gar nicht wie dein Schlappschwanz von einem Verlobten!"
Gretchen zuckte unwillkürlich zusammen: „Ex-Verlobten."
„Ist ja jetzt auch egal."
Wenn es doch bloß so wäre, dachte Gretchen resigniert. Es tat noch immer so weh, wenn sie an Peter dachte. Es half nicht, das Hochzeitskleid zu verbrennen, und mit dem feschen Gynäkologen vor seinen Eltern eine Liebesgeschichte zu schauspielern. Oder mit ihrem Oberarzt und ehemaligen Schwarm aus der Unterstufe auf seiner Couch leidenschaftlichen Sex zu haben. Dieser dumpfe Schmerz war auch zwei Wochen nach der Trennung so vernichtend existent, dass sie sich wünschte an Alzheimer zu erkranken um alles ganz schnell zu vergessen.
„Sag bloß, du willst noch was von dem?" Belustigt schaute er sie an.
„Du verstehst das nicht", wehrte sie ab.
„Vermutlich hast du recht – mir fehlen die rosaroten Synapsen, die mich einem Rheinland-Proleten hinterher flennen lassen."
„Er kommt eigentlich aus Österreich und ich mag Köln - immer noch. ", wandte Gretchen ein.
Stirn runzelnd betrachtete er Gretchens nachdenkliches Gesicht: „Du bist in der Hauptstadt aufgewachsen, wie kann man sich denn dann mit einer Provinzstadt wie Köln zufrieden geben?"
„Du warst noch nie dort, oder?", fragte Gretchen belustigt.
Er schüttelte den Kopf.
„Diese Stadt ist atemberaubend schön. Die Menschen sind dort einfach viel netter...", sie brach ab. Was war das hier? Wollte sie Marc wirklich von ihren Beweggründen erzählen, warum die letzten zehn Jahre in Köln, die besten ihres Lebens gewesen waren – zumindest bis zu dem Zeitpunkt als Peter sie mit der neueingestellten Arzthelferin Desiree betrogen hatte? Dort lebten nicht nur die zwei wichtigsten Menschen in ihrem Leben, neben ihrer Familie, sondern sie verband so viel mit ihrer alten Alma Mater und mit ihrem Professor, der sie nie als das angesehen hatte, was ihr im ersten Semester hier in Berlin passiert war: die Erhebung auf ein Podest, etwas Besseres zu sein, Vorteile zu haben, weil sie das Professorentöchterchen war.
„Sag mal, kann ich bei dir auch duschen? Ich miefe aus jeder Pore nach dreckigem Sex", lockerte sie ihre eigenen Gedanken wieder auf.
„Soll ich mitkommen? Spart Wasser!", er leckte sich verrucht über die Unterlippe. Dass er allerdings ins geheim darüber lachte, was sie für „dreckigen Sex" hielt, ließ er keineswegs anklingen.
a/n:
3. Liebe Leserinnen,
so geht das nicht!
Versteht mich nicht falsch, ich freu mich riesig über eure Kommentare und euer Lob und über die Freude auf etwaige Kapitel. Aber mich gleich am Anfang meiner FF mit einer Vielzahl Hymnen zu überhäufen schadet einerseits meinem Ego (ihr seit alle so toll, danke)!
Und andererseits macht es mir Angst!
Ihr habt alle Erwartungserwartungen (tolles Wort Amira, ich könnte es nicht besser beschreiben), von denen ich nicht weiß, ob ich diese auch erfüllen werde, geschweige überhaupt kann!
Diese Story ist ein Schuss ins Blaue und ihr habt ja gar keine Ahnung, dass ich für Baby Love und Rain detaillierte Charakterstudien angefertigt habe (Seitenlang!).
Hier habe ich nichts vorbereitet, nichts überdacht, den groben Plot nicht aufgeschrieben, geschweige die grobe Richtung in meinem Kopf schon fertig gedacht. Habe mit drei Folgen und ein paar Minuten gar keinen Ansatz in was für eine Richtung ich schreiben kann.
Das ist absolut nicht mein Stil.
Ich bin ein pedantischer, penibler, alles durchdenkender, leicht neurotischer, perfektionsanstrebender, vorausschauender Verschnitt eines FF-Autors, der in all seinen Geschichten eines bisher noch nie gemacht hat: Improvisiert.
Also bitte, wenn ihr fundierte Kritik jeglicher Art habt, scheut euch bitte nicht, mir diese zu schreiben. Nur so werde ich besser und kann dieser Geschichte vielleicht doch noch Tiefe verleihen.
Damit meine ich keine Wünsche für einen Plot sondern Hilfestellungen bei Handlungen, Aussagen oder Umschreibungen, die euch nicht gefallen und das Warum.
Ich hoffe dies ist nicht zuviel verlangt und ihr versteht, dass ich diesen Ausgleich zu der Flut an positiver Resonanz einfach brauche... ich meine, was würdet ihr machen, wenn MissBlond (ich liebe ihre Valentinstags-FF!) euch ein Kommentar hinterlässt, dass sie sich gern von eurem Schreiben eine Scheibe abschneiden würde. Oder Greta die so süß schon seit meiner letzten FF meinen treuen Groupie spielt und jedes Wort das ich schreibe verschlingt und für positiv bewertet.
Zu großes Ego + Selbstzweifel am Plot = ChaosManney... _ HILFE
4. Zu guter Letzt: schreibt mir wie ihr ins neue Jahr gekommen seit,... Neujahr macht mich nämlich immer so schön nostalgisch! :D
lg
manney
