Hallihallo -wink- Soooo ich hab mich beeilt mit dem Kapitel (okay ich gestehe: mir war langweilig und ich hatte zeit) aber ihr müsst mir verzeihen wenn ein paar Fehler darin sind. Ich hab es heute Abend geschrieben und bin voll ko. Aber ich find es gar nicht mal so schlecht (außer die Zeiten -.-). Immer schön reviewen, ja? -lieb guck-

Trory: Ich muss dich enttäuschen: Es dauert noch ne Weile bis Hermine und Draco so richtig miteinander zu tun haben. In dem Kapitel kommt der liebe Draco gar nicht vor. Aber das kommt alles schon noch. Jetzt erst mal ihre Familienverhältnisse aufdecken -höhö-

Kapitel 2

Schock am Morgen

Nachdenklich starrte Hermine auf ihren Teller mit Rührei und Speck und stocherte mit der Gabel leicht lustlos darin herum. Immer noch drehten sich ihre Gedanken um ihre Träume und somit um das Buch und Malfoy. Ihr Leben hatte sich in dem letzten Jahr wirklich total verändert. Sie wurde zur Einzelgängerin, wurde sogar noch besser in der Schule und dann waren da noch ihre Träume. Irgendwas stimmte nicht mit ihr und eine innere Stimme warnte sie davor weiterhin mit Freunden zusammen zu sein. Sie hatte Angst. Angst davor Menschen die ihr lieb und teuer waren da mit hinein zu ziehen. Eigentlich hatte sie gedacht die Pubertät endgültig hinter sich zu haben, doch anscheinend hatte sie sich da geirrt.

Ein fröhliches „Morgen Hermine" ließ sie aufblicken und sie starrte nun nicht mehr auf ihren Teller sondern auf Neville. Der Junge hatte sich auch verändert. Er war selbstbewusster geworden und das sah man ihm auch an. Nichts war mehr übrig von dem schüchternen, tollpatschigen jungen Gryffindor. Nur noch die Liebe zu den Pflanzen und Kräutern ließ erahnen, dass es sich hier um Neville handelte. Das war wohl auch der Grund warum er seit einigen Wochen Ginny Weasley als feste Freundin hatte. „Guten Morgen Neville." Grüßte sie freundlich zurück und beobachtete aus den Augenwinkeln wie ihr Mitschüler seiner Freundin einen kurzen Guten-Morgen-Kuss auf die Wange drückte. Fast schon neidisch bemerkte Hermine das verliebte Glitzern in den Augen ihrer Freundin. Die ganze Schule hatte gedacht, dass sie einmal mit Ron zusammen kommen würde. Doch Hermine selbst hatte daran nicht einen Gedanken verschwendet. Für sie war immer klar gewesen, dass Harry und Ron nur ihre besten Freunde bleiben würden.

Und wenn man an den Teufel dachte ... da kamen die beiden unausgeschlafenen Jungen auch schon auf sie zu und ließen sich gähnend ihr gegenüber nieder. „Morgen Mine." Sagte Harry und gähnte besonders laut, schaffte es allerdings noch die Hand zu heben um sie sich vor den Mund zu halten. Dies brachte Ron gar nicht mehr zustande. Er saß nur verplant auf seinem Platz und wollte gerade etwas sagen als er mit dem Kopf auf den Tisch fiel und zu schnarchen anfing. „Ich musste ihn halb aus dem Bett prügeln. Wir wollten den Samstag doch ganz fürs Quidditch haben. Also heißt es früh aufstehen." Grinste Harry und nahm sich ebenfalls Rührei und kleine Würstchen dazu auf den Teller. Hermine verdrehte innerlich die Augen. Das diese Verrückten auch nur an ihr Training denken mussten. Hatten die auch noch was anderes im Kopf? Schule und Lernen zum Beispiel? „Wollt ihr nicht endlich einmal eure Hausaufgaben machen? Wie meinst du reagiert McGonagall darauf, wenn ihr wieder einmal nicht eure Hausaufgaben gemacht habt?" fragte sie deshalb spitz und schaufelte ihr Ei hinunter. Sie wollte schnell hier weg. „Wir schreiben einfach kurz vor der Stunde von dir ab." Brummte Ron verschlafen und hob kurz den Kopf um sie frech anzugrinsen bevor er weiterschnarchte. Hermine gab ein verächtliches Schnauben von sich und schüttelte energisch den Kopf, so dass ihre braunen Locken nur so herum wirbelten. „Das würde euch so passen. Aber ich habe euch bereits gesagt, dass ich euch nicht mehr abschreiben lasse. Statt immer nur fliegende Bälle und Besen im Kopf zu haben solltet ihr einmal an die Wichtigen Dinge im Leben denken." Schimpfte sie und sah den schlafenden Ron wütend an. Sie wurde ausgenutzt von allen beiden! Zum Hausaufgaben abschreiben war sie also gut genug. Aber sonst nicht einen Gedanken an sie verschwenden. Verärgert drehte sie sich zu Neville und Ginny um und fing an mit ihnen ein kleines Gespräch zu führen. „Was hat die denn mal wieder für Probleme?" fragte Ron verwirrt und nahm einen Schluck Tee. „Keine Ahnung. Vielleicht hat sie ihre Tage?" schlug Harry vor und die beiden Jungs grinsten sich belustigt an.

Nachdem Neville und Ginny sich auf den Weg nach Hogsmeade gemacht hatten saß Hermine schweigend an ihrem Platz und stocherte die letzten Eireste auf ihre Gabel als die Post herein geflattert kam. Da erst sah sie wieder auf und erkannte sofort ihre Eule, die sie seit letztem Sommer hatte. Endlich einmal wieder Post von ihren Eltern. Erfreut schob sie den Teller bei Seite und wartete ungeduldig darauf, dass Perle landete. Als der braun-rote Kauz vor ihr auf dem Tisch saß nahm sie ihm den Brief ab und gab ihm ein Stück Brot und ein Schälchen Wasser ehe sie sich daran machte den Brief zu untersuchen. Er sah merkwürdig aus. Nicht wirklich sehr persönlich und auch nicht von ihren Eltern. Leicht verwirrt wendete sie den Brief und suchte nach dem Absender, fand aber keinen. Neugierig öffnete sie den Brief und zog das Blatt heraus. Es sah irgendwie amtlich aus und ein ungutes Gefühl machte sich in ihrem Magen breit. Das alles gefiel ihr nicht. Sie sah nicht einmal auf als Perle sich auf den Rückflug machte und daher bemerkte sie auch nicht, dass der Kauz den Weg in die Eulerei nahm, obwohl er normalerweise bei ihren Eltern wohnte um Briefe von ihnen zu überbringen.

Etwas zögerlich begann sie zu lesen.

Sehr geehrte Ms. Granger,

wir haben ihnen leider eine sehr traurige Mitteilung zu überbringen. Ihre Eltern, Catherine Liana Granger und George William Dave Granger sind vergangene Nacht bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen.

Die Muggel wollten sich an sie wenden, doch wir haben ihnen klar gemacht, dass sie auf Klassenfahrt wären, doch so bald sie wieder zurück sind könne die Testamenteröffnung stattfinden. Wir haben uns schon an Professor Dumbledore gewandt und hoffen er wird sie bald nach London zu den Muggels bringen lassen.

Es tut uns wirklich sehr Leid für sie und daher verstehen wir, dass sie einige Tage Trauerzeit brauchen ehe sie sich dazu im Stande fühlen sich mit dem Testament auseinander zu setzen.

Doch bitte wenden sie sich so bald wie möglich an den Schulleiter.

Mit freundlichen Grüßen

Cordula Silverstone

Abteilung für Todesfälle natürlicher und magischer Art

Nachdem das Mädchen den Brief ein zweites und sogar noch ein drittes mal gelesen hatte ließ sie ihn sinken und die Tränen liefen ihr inzwischen schon die Wangen hinunter. Beim ersten Mal hatte sie es nicht glauben wollten. Beim zweiten Mal hatte sie es nicht glauben können. Und nun ... nun drang langsam zu ihr hindurch dass ihre Eltern –ihre liebenswürdigen, immer lachenden Zahnarzteltern– tot waren. Bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen.. hieß es in dem Brief. Wie konnte das nur möglich sein? Ihr Vater war doch immer ein so sicherer Fahrer gewesen. Bilder schossen Hermine durch den Kopf obwohl sie nicht wusste was passiert war.

Ihre Eltern saßen gemeinsam im Auto und lachten fröhlich über den netten Abend den sie wahrscheinlich bei Freunden verbracht hatten. Sie redeten über den guten Wein, die netten Kinder der Familie Book und über ihre eigene Tochter die leider nicht dabei sein konnte. Und plötzlich stieß Catherine einen Schrei aus und deutete auf die Straße, George trat auf die Bremse doch zu spät und das Auto stieß heftig an das andere während hinter ihnen ein Lkw nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte...

Energisch sprang die Gryffindor auf und stieß ein verzweifeltes „NEIN!" aus ehe sie weinend und mit dem Brief in der Hand aus der Halle rannte. Harry und Ron sahen ihr verwirrt nach und sahen sich hilfesuchend um. Dann standen sie auf um nach ihrer Freundin zu sehen. In letzter Zeit benahm sie sich seltsam und deshalb hatten sie sich darauf geeinigt sie eine Weile in Ruhe zu lassen. Doch jetzt brauchte sie die Hilfe guter Freunde und deshalb verließen sie eilig die Halle um sich auf die Suche nach ihrer Freundin zu machen.

Hermine saß schluchzend und von Weinkrämpfen geschüttelt in einer Kabine der Mädchentoilette und hatte die Beine zu sich gezogen und den Kopf auf den Knien abgestützt. Sie konnte und wollte immer noch nicht glauben was passiert war. Sie hatte doch vorgehabt in den Sommerferien mit ihren Eltern nach Rumänien zu fahren, da die Weasleys ebenfalls eine Reise dort hin planten. Ihre Mutter war sofort begeistert gewesen und auch ihr Vater hatte nach einigen Überredungskünsten seiner beiden Frauen zugestimmt. Die Reise war gebucht worden und es mussten nur noch die Sommerferien beginnen. Der letzte Brief ihrer Eltern war vor einer Woche gekommen in dem sie ihr geschrieben hatten wie sehr sie ihre Tochter doch vermissten und dass sie auch fleißig lernen sollte um einen guten Abschluss zu schaffen. Sogar ein Glücksbringer war dabei gewesen. Und nun würde sie nie wieder mit ihren Eltern in fremde Länder reisen oder ihre Briefe in den Händen halten können. Es war ihr als würde ihr Herz zerspringen und der Schmerz schien zu wachsen. Mit jeder Erinnerung die in ihr hoch kam wurde er größer und das Schluchzen heftiger. Sie hatte ihre Eltern geliebt und würde es auch weiterhin tun. Doch sie war erst 17! Womit hatte sie es verdient ihre Eltern so früh schon zu verlieren? Sie hatte doch noch so viel vor gehabt und ihre Mutter hatte sich immer schon auf ihre Hochzeit und schließlich ihre Enkelkinder gefreut. Warum war es ihr nicht gegönnt das alles noch zu erleben?

„Hermine? Bist du da drinnen?" hörte sie Harry von weit weg rufen und sie zog die Beine noch etwas enger zu sich. Sie wollte nicht reden. Mit niemandem und erst recht nicht mit Harry und Ron. Sie wollte einfach nur alleine sein und trauern. Warum ließ man sie also nicht einfach in Ruhe! Mit verweinten Augen starrte sie auf die Tür der Toilette an der ihre beiden Freunde ununterbrochen klopften und versuchten auf sie einzureden. Schweigend saß sie da und versuchte das Klopfen und Rufen zu überhören und sich in sich selbst zurück zu ziehen. Und so bemerkte sie auch nicht dass Harry und Ron aufgaben und deprimiert davon schlürften. (Zum Quidditch –hihi-)