danke für das Review, Lily ... ich hör immer gern auf, wenn es am spannensten ist ;)

lg tinschchen

viel Spaß beim Lesen

Kapitel 7

Als ich am nächsten Tag aufwachte, war Elisabeth natürlich nicht da. Welch Überraschung, dachte ich mit einem Hauch Sarkasmus. Selbst wenn sie da wäre, ich würde sie ignorieren. Diese Spielchen hatte ich langsam satt. Ich war ein ungeduldiger und auch noch überaus neugieriger Mensch. Schlechte und explosive Mischung, wenn man es so sah.

Mick würdigte ich während des Unterrichts keines Blickes. Es fiel mir nicht leicht, aber ich schaffte es. Genauso verfuhr ich mit Elisabeth. Diese schien jedoch auch mich zu ignorieren. Mir war es nur recht.

Gott sei Dank standen die Weihnachtsferien endlich vor der Tür. Ich musste weg von hier. Ein Problem gab es noch zu klären. Als wir auf Weihnachtsshoppingtour waren, hatte ich für Elisabeth und Mick etwas gekauft und ich würde es ihnen auch geben. So viel war sicher.

Einen Tag vor der Heimreise fasste ich allen Mut zusammen und ging in Micks Zimmer. Ich vermutete Elisabeth dort, da sie schon wieder nicht im Zimmer war. Wer konnte ihr es verübeln. Schließlich war ich ja dort.

Tief einatmend klopfte ich an die Tür. Auf ein „Herein" wartete ich gar nicht, schließlich wussten sie bestimmt wer da vor der Tür stand. Doch als ich eintrat, war niemand anwesend. Wo waren sie nur? Prüfend auf einen Hinweis sah ich mich in dem Zimmer um. Jaja, Neugierde war schlimm und meine war tausendmal schlimmer. Mein Blick blieb an einem Briefumschlag hängen. Die Adresse war mit blutroter Tinte geschrieben worden. Er war an die Cullen andressiert. Was mich interessiert, wer war der Absender? Vorsichtig drehte ich den Briefumschlag um und fand sofort die Absenderadresse. „Volterra!", entfuhr es mir. Das war bestimmt die Adresse der Volturi! Es gab sie also wirklich. Als Elisabeth von Gefahr sprach, hatte sie sich von den Italienern gesprochen. Anders konnte ich es mir nicht erklären.

Schnell kritzelte ich die Adresse ab. Es war vielleicht nützlich sie zu besitzen. Gerade als ich mich umdrehen wollte um zu gehen, räusperte sich jemand.

„Hi Mick. Ich habe dich und Elisabeth gesucht. Nächste Woche ist Weihnachten und ich hab hier ein Geschenk für euch", sagte ich verlegen und hielt die Genschenke hoch. Mick beäugte mich misstrauisch. Ich konnte mein Herz spüren, wie es mir bis zum Halse schlug. Diese Augen.

„Danke Bettina! Ich werde es erst zu Weihnachten öffnen, okay. Elisabeth dürfte eigentlich wieder in eurem Zimmer sein. Sie, Joseph und ich waren nur kurz unterwegs!" Er sah mich noch immer so an.

„Na dann, wird ich mal in unser Zimmer gehen!", schlug ich vor und ging rückwärts. Dabei stieß ich am Türstock an. Das ich bei diesem Typen immer so nervös wurde. Und dieser Blick. Ah.

Ich war schneller in meinem Zimmer angekommen, als sonst. Elisabeth saß gerad mit Joseph auf ihrem Bett und redete.

„Ähm. Klopf, klopf", machte ich auf mich aufmerksam. Mir war es peinlich, obwohl es ebenso mein Zimmer war.

„Hi Bettina ich hab mich schon gefragt, wo du bist. Ich habe gerade ein paar Weihnachtsgeschenke gekauft. Hier, das ist für dich." Sie hielt mir ein kleines Päckchen hin. Im Gegenzug dafür, gab ich ihr das Geschenk, das ich für sie gekauft hatte.

Um die beiden nicht weiter zu stören, schaltete ich meinen Laptop ein und setzte mir Kopfhörer auf. Ich hörte zwar Musik, konnte mich aber trotzdem nicht entspannen. Meine Gedanken waren dauernd bei der Adresse der Volturi. Ich musste irgendwie nach Italien kommen. Unweigerlich entfuhr mir ein Seufzer. Wie sollte ich nach Italien kommen? Elisabeth sah mich durchdringend von hinten an. Ich konnte quasi ihren Blick in meinem Rücken spüren. Wusste sie, was ich vorhatte? Bei dem Gedanken lief es mir kalt den Rücken runter.

Um mich zu beruhigen, chattete ich mit guten Bekannten und las mich hier und da in eine Geschichte ein. Doch so richtig ruhig wurde ich erst, als die beiden das Zimmer verließen.

Ich vergewisserte mich, ob sie wirklich weg waren. Danach öffnete ich die Suchmaschine im Internet und begann über Volterra zu recherchieren. Vielleicht konnte ich meine Eltern zu einem Urlaub überreden? Obwohl dieser Gedanke unwahrscheinlich war, würde ich es dennoch versuchen. Ich wollte etwas über sie und die Cullen erfahren. Vor allem über wen sie sprachen und was an dieser Person so anders war.

Wie froh ich war über die Ferien, ließ sich nicht in Worten ausdrücken. Ich war so froh, dort endlich weg zu kommen, wenn auch nur für kurze Zeit. Wie immer, wenn er mich abholte, quatschte mich die ganze Fahrt über voll, aber es machte mir nichts aus. Ich machte mir nicht mal die Arbeit ihm zu zuhören. Mein Kopf nickte immer wieder, während meine Gedanken sich mal wieder über das Übliche drehten.

Gott sei Dank vergaß ich über die Weihnachtstage an Vampire und dergleichen zu denken. Ich hatte einfach ruhige und besinnliche Weihnachtstage. Wie ich erwartet hatte, tat der Abstand zum Internat meinen Nerven gut. Ich fragte mich, was Chris wohl zu meinem Vorhaben nach Italien zu reisen, halten würden. Bestimmt würde er ausrasten und sie eventuell irgendwo einsperren. Vielleicht würde er sie auch verzaubern. Bei diesem Gedanken musste ich lachen.

Erst zu Silvester griff ich das Thema Italien wieder auf. Eine befreundete Familie war bei uns zu gast. Ganz beiläufig beim Essen, fragte ich meine Eltern, ob wir mal nach Rom oder so fahren könnten. Sofort meldete sich die Mutter meiner Freundin zu Wort.

„Wir fahren mit dem Gesangsverein nach Rom. Ihr könntet euch da einklinken." Meine Eltern hielten es für eine gute Idee. Ich triumphierte innerlich. Das nächste Jahr würde meins werden. So um 4 Uhr morgens gingen meine Freundin und ihre Eltern nach Hause. Mein Vater half meiner Mutter ausnahmsweise beim Aufräumen und legte sich dann mit ihr schlafen. Nur ich war noch wach.

Im Internet recherchierte ich, dass Volterra ungefähr in Luftlinie 200 Kilometer entfernt war. Ich konnte Ende März gar nicht mehr erwarten.

Volturi ich komme!!