„Bella? Alles in Ordnung?" Ich bemerkte wie Rosalies Blick immer noch auf mir ruhte. Gleichzeitig starrte ich immer noch auf die Cocktails, die fein säuberlich vor mir aufgereiht standen. Im Hintergrund der Gläser sah ich Mr. Bronzehaar stehen wie er gerade einige dreckige Gläser spülte. Er hatte einen leichten 3 Tage Bart. Sein weißes Hemd hatte er nun hochgekrempelt und entblößte damit seine Unterarme. Ich ertappte mich dabei wie ich in Gedanken das Szenario durchging wie ich ihm langsam das Hemd von seinen Schultern streifte und... Stop Stop Stop… Meine Augen suchten krampfhaft etwas anderes, um mich wieder auf anständige Gedanken zu bringen.
Mein Blick wanderte zu dem plätscherndem Wasser der Spüle. Er „bearbeitete" gerade ein Longdrinkglas. Seine langen Finger glitten im Zusammenhang mit dem Spüllappen als unschlagbares Duo in das Glas. Ich biss mir unbewusst auf meine Unterlippe. Was er wohl noch alles mit seinen Fingern anstellen könnte. Himmel, nur ich konnte in so einer Situation aus so etwas banalem eine sexuelle Vision erhalten.
Angestrengt starrte er mit seinen grünen Augen auf die Spüle und hielt nun das Glas in die Höhe, um es gegen das Licht zu halten und zu sehen, ob es auch blitzblank war. Er drehte sich genau in meine Richtung, beobachtete aber immer noch konzentriert das Glas in seiner Hand. Eine leichte Ader bildete sich auf seiner Stirn, wahrscheinlich durch die Konzentration.
Ich legte meinen Kopf leicht schief, um ihn genauer beobachten zu können. Anscheinend zu auffällig, denn gleichzeitig trafen sich unsere Blicke. Er blinzelte an seinem Longdrinkglas vorbei und warf mir ein schiefes Lächeln zu was meine Knie weichwerden ließ.
„Bella, verdammt!" Ich lief rot wie eine Tomate an und ruckte mechanisch zu Rosalie rum, die mit verschränkten Armen vor mir stand und einen Fuß im Takt des Liedes, das gerade lief, auf den Boden stampften ließ. „Können wir jetzt endlich gehen? Die anderen warten bestimmt schon!" Sie rollte demonstrativ mit den Augen und griff an mir vorbei, um sich 2 Cocktailgläser zu schnappen. Ich war immer noch perplex und konnte gerade keinen anständigen Gedanken greifen. Automatisch griff ich nach dem letzten Glas, was noch auf der Theke stand, und tigerte Rose hinterher, natürlich nicht ohne noch mal einen letzten Blick über meine Schulter zu werfen und meinen Hals so lang zu strecken, dass es fast weh tat, nur um noch mal ein Blick auf IHN werfen zu können, vergebens.
Im Saal war nun schon die Hölle los. Ich befahl meinem Kopfkino endlich Ruhe zu geben und konzentrierte mich auf das hier und jetzt. Von weitem konnte ich schon unser kleines Trüppchen an einem Stehtisch in der Ecke stehen sehen. Emmett grinste Rosalie gleich an als diese mit den Cocktails angelaufen kam. Alice und Jasper unterhielten sich angeregt. Alice gestikulierte wild mit den Armen und hielt dabei den Blickkontakt zu Jasper.
Nun hatte ich mich auch durch die Menge gekämpft und gesellte mich zwischen Emmett und Jasper. Ich blickte auf mein Glas und hatte auch den Long Island Ice Tea in der Hand, den ich haben wollte.
Mit Zeigefinger und Daumen hielt ich den pinken Strohhalm fest und schürzte meine Lippen. Ich musste jetzt erst mal meine Nerven beruhigen. In einem Zug hatte ich das Glas geleert und erstaunlicherweise verzog ich keine Miene, obwohl das Zeug echt gut gemixt war.
Emmett hatte das ganze Schauspiel beobachtet und klopfte mir, für meine Begriffe etwas zu fest, auf die Schulter:
„Himmel, Bella! Willst du uns heute unter den Tisch trinken, oder was?" Er legte den Kopf schief und grinste. Ich rollte mit den Augen und versuchte den letzten Rest aus dem Glas zu bekommen indem ich noch mal kräftig an dem Strohhalm zog. Demonstrativ ließ ich das Glas auf den Tisch knallen.
Nun war auch Alice aufgefallen, dass ich hier war.
„Bella, sollen wir tanzen gehen?" Sie tippte nervös mit den Zehenspitzen auf den Boden und lächelte mich an. Nein, soviel Alkohol hatte ich noch nicht getrunken, um mich ins Getümmel zu stürzen.
Ich schnappte mir mein leeres Glas und signalisierte mit einer kurzen Handbewegung, dass ich mir noch was zu trinken holen wollte. Ich schlängelte mich durch die wild tanzende Menge und kam dann fast an der gleichen Stelle an der Theke an wo ich auch vorhin war.
Mein Herz schlug gleich ein paar Takte schneller. Ich schloss nur kurz die Augen und hatte schon wieder dieses satte Grün im Sinn. „Was kann ich dir bringen?" Die Stimme riss mich aus den Gedanken. Ich riss die Augen auf, aber von Mr. Adonis war nichts zu sehen.
Ein Rothaariges Mädchen stand mir gegenüber. Ich guckte kurz nach links und nach rechts, aber von ihm war nichts zu sehen. Missmutig ließ ich mich auf den nächsten freien Barhocker nieder und bestellte mir wieder einen Long Island Ice Tea.
Ich stützte mich mit einer Hand auf der Theke ab, die andere umklammerte das Cocktailglas und ich ließ meinen Blick über den Saal schweifen. Es war brechend voll, so viele Menschen waren schon hier und das waren alles nur die Angestellten dieses Schiffes. Ich war etwas geplättet von der Atmosphäre. Hinten in der Ecke konnte ich sogar Rosalie und Emmett erkennen. Es sah so aus als wenn Rosalie ihn zu etwas überreden wollte. Genaueres wusste ich natürlich nicht da ich viel zu weit weg saß.
Das letzte Lied endete und sofort begann was neues. Ich spitzte die Ohren und erkannte es erst nach ein paar Takten. ( http://www (dot) youtube (dot) com/watch?v=3VVuMIB2hC0 ). Flo Rida mit Low. Ich beobachtete Rosalie, die nun etwas mehr in Fahrt kam. Sie zerrte an Emmett's Schulter, der sich aber dank seiner Kraft nicht einen Zentimeter vom Platz bewegte. Sie schien etwas bockig zu sein und stolzierte davon in die tanzende Menge. Aber immer noch so weit das Emmett in Sichtkontakt war. Er tat erst desinteressiert und drehte sich demonstrativ zu Jasper und Alice rum.
Doch nun begann Rosalies Show. Ich konnte mir ein Lachen kaum verkneifen. Sie begann, sich äußerst reizvoll zu bewegen. Sie ließ ihre Hüften leicht kreisen. Drehte sich umher und ließ Emmett ihren Hintern begutachten. Der widerrum konnte nicht anders und starrte wie gebannt auf Rosalie's Einlage. Sie wackelte leicht mit ihrem Hintern, ging dabei langsam in die Hocke, um dann wieder hochzuschießen und weiter mit den Augen zu flirten. Sie schenkte Emmett einen Kussmund und zeigte mit den Finger auf ihn, um ihn danach zu sich zu dirigieren. Der gehorchte auf's Wort. Wie ein Hund an der Leine ließ er sich zu Rosalie ziehen. Ich musste mir den Mund mit einer Hand zuhalten damit ich nicht laut los prustete.
„Was ist denn so lustig?" grüne Augen fixierten mich und in dem Moment, wo ich realisierte WER mich da angesprochen hatte, verflog mein Lachen und ich versuchte nur krampfhaft, nicht rot anzulaufen und vor allem in kein Schlamassel hineinzutreten. Er versuchte, meinem Blick zu folgen, um zu sehen was denn so lustig war. Aber anscheinend konnte er es nicht richtig lokalisieren und blickte mich dann wieder fragend an.
„Öhm, nichts spannendes!" Entgegnete ich ihm. Er schaute auf mein Glas und zog eine Augenbraue hoch. „Willst du was Neues zu trinken haben?!" Erst jetzt bemerkte ich das mein Glas schon wieder leer war und ich noch nicht mal ansatzweise was in meinem Schädel fühlte. Es musste also härteres Geschütz aufgefahren werden. Nur was? Ich lauschte kurz der neuen Musik und wusste sofort was ich jetzt brauchte: http://www (dot) youtube (dot) com/watch?v=l_afVOiNThI
TEQUILA
Mein Fuß tippte unwillkürlich den Takt des Liedes mit als ich ihm sagte, dass er mir doch bitte einen Tequila bringen sollte. Keine 10 Minuten später hatte ich 6 Tequila intus und mein neuester Lieblingsbarkeeper war schon wieder verschwunden. Was mich tierisch ankotzte. Er hatte mir einen gegeben und war dann wieder im Niemandsland verschwunden. Ich war etwas frustriert. Kaum hatte ich beschlossen, James etwas vergessen zu wollen, kommt einem da so ein Traumtyp vor die Nase, von dem ich nicht mal einen Namen wusste und der mir trotzdem schon im Kopf rumgeisterte.
Eine weitere halbe Stunde später, auch weitere Tequila später hatte ich das Bedürfnis, mich etwas zu erleichtern. Als ich mich schwungvoll vom Barhocker erhob bemerkte ich das der scheiß Alkohol endlich seine Wirkung zeigte. Es war mir auch egal wo sexy Barkeeper sich aufhielt. Soll er doch sonst wie hin. Ich musste erst mal Pipi.
Nachdem ich die Toilette gefunden hatte und mir mit kaltem Wasser erst mal etwas Abhilfe in Bezug auf meiner Trunkenheit verschafft hatte, schlenderte ich wieder gemütlich in den Saal. Ich schielte kurz auf meine Armbanduhr und musste feststellen, dass es schon zu später Stunde war, das heißt es war schon Halb 1 durch. Ich aber fühlte mich topfit und wollte jetzt endlich die Tanzfläche mit irgendwem stürmen. Ich stellte mich auf Zehenspitzen, um irgendwem in dem Getümmel zu erkennen.
„Ach hier bist du Bella!" Eine Hand streifte meine Schulter und ich blickte in Jaspers grinsendes Gesicht. „Wir haben schon überlegt wo du sein könntest! Naja, jetzt hab ich dich gefunden, lass uns zu den anderen gehen, die Mädels sind dahinten am tanzen..."
http://www (dot) youtube (dot) com/watch?v=9g-1NRN8srY
Nun hatte ich die Mädels auch entdeckt und quietschte vergnügt als das Lied anfing. Ich tänzelte auf Zehenspitzen durch die Menge, um bei den Mädels anzukommen. Rosalie grinste mich an, nur Alice blickte irritiert auf mich nieder. Ich schaute an mir herunter, hatte ich irgendwo Klopapier hängen oder warum glotzte sie mich so an? Oh, erst jetzt bemerkte ich, dass ich Jasper die ganze Zeit Händchenhaltend hinter mir her geschleppt hatte.
Hatte ich etwas nicht mitbekommen? Alice` Augen funkelten. Die kleinen blauen Sprenkler in ihrer Iris tanzten wild hin und her. War es Eifersucht? Ich war den ganzen Abend nicht da gewesen. Vielleicht hatten sie sich in der Zeit näher kennen gelernt und vielleicht schlug Alice' Herz bei dem Gedanken an Jasper genauso schnell wie meins bei meinem Barkeeper. Ich ließ Jaspers Hand los und versuchte, die Situation etwas zu retten. Ich mochte Jasper, aber mehr auch nicht, ich wäre froh, wenn er und Alice zusammen kämen. Wo ich sie beide jetzt so zusammen sah, wären sie das perfekte Paar.
Sie die kleine quirlige Allrounderin. Er der stille Musiker. Sie würden sich ideal ergänzen. Ich seufzte einmal tief und merkte wie mich alle wieder anstarrten. Ich schob Jasper langsam und unauffällig zu Alice rüber, um die Aufmerksamkeit von mir abzuwenden. Eine Weile bewegten sich unsere Körper wild zur Musik und Emmett versorgte uns mit Getränken So hatte er wenigstens die Möglichkeit, sich vor'm Tanzen zu drücken. Und gerade als ich so richtig in Fahrt kam stoppte der DJ die Musik.
Herrgott war ich stinkig, ich wollte tanzen. Gerade wenn ich schon mal Lust verspürte, meine Glieder zu bewegen, dann soll dieser Arsch von DJ nicht einfach die Musik stoppen. Der laute Bass hatte meinen Ohrmuscheln ordentlich zugesetzt, ich hörte alles nur gedämpft. Auf einmal gröhlten alle um mich herum und ich wusste gar nicht warum auch Rosalie klatschte freudig in die Hände nahm mich an die Hand und zerrte mich durch die Menge. Ich stieß in meinem Zustand etliche Leute an, schaute dabei aber immer ausweichend nach unten und nuschelte ein „T'schuldigung". Nach gefühlten etlichen Minuten dachte ich wir wären endlich da wo Rose hinwollte, aber denkste. Sie wechselte nur die Richtung. Sie schlug eine scharfe Linkskurve ein, mit der ich aber nicht zurecht kam. Ich stolperte über meine Zehenspitze, kam ins straucheln und prallte mit voller Wucht gegen jemanden.
„Hoppla..." Ich krallte meine Fingernägel in den Oberarm meines Gegenübers und versuchte, trotz Koordinationsschwierigkeiten mein Gleichgewicht zu halten. Vergeblich! Ich plumpste auf den Hosenboden. Peinlich, Peinlich... Eine helfende Hand kam mir zu Hilfe. Es war aber nicht Rosalies. Es war eine männliche Hand. Ich kam schwungvoll wieder auf beide Beine. Mein Kopf gefiel das „Karussellfahren" nicht so, aber der sollte sich mal nicht so anstellen. Meine Knie wollten auch direkt den Dienst einstellen. Ich stand nur wenige Zentimeter vor „meinem" Barkeeper. Diesmal trug er aber zivil. Aber diese Augen würde ich immer wieder erkennen. Er trug eine dunkelblaue Jeans und ein schwarz/grünes Hemd, was er am Kragen aufgeknöpft hatte. Seine Haare luden zum hineingreifen ein. Ich öffnete meinen Mund, um gerade etwas zu sagen, als Rosalie wieder meine Hand ergriff und mich erbarmungslos weiter schliff. Über die Schulter erhaschte ich noch ein verdutztes Lächeln und verschwand dann in der Menge.
„Sag mal Rose, was soll das eigentlich, wieso schleifst du mich durch den halben Saal?" Ich blaffte sie an. Sie grinste nur verschwörerisch und zeigte auf das Schild neben dem DJ Pult wo wir gerade standen. Ich riss meine Augen auf und wusste sofort was sie vor hatte. Karaoke!
„Niemals Rosalie Hale! Abgelehnt!" Ich schüttelte protestierend den Kopf, wusste aber innerlich schon, dass ich mich nicht wehren konnte! Wenn sie sich erst mal etwas in den Kopf gesetzt hatte, wurde das auch durchgesetzt. Also trug sie etwas in die Liste ein und sagte dann grinsend zu mir: „In 10 Minuten bist du dran!" Hatte ich das gerade richtig verstanden? Ich sollte singen, ALLEINE?? Mein Herz plumpste 10 Etagen nach unten. Ich blickte mich entsetzt um und sah das viel zu viele Menschen hier waren. Und vor allem. ER war auch da und würde mich hören. Wo war das nächste Loch wo ich mich drin verbuddeln konnte?
Der DJ winkte mir zu und ich wusste das würde mein Untergang sein. Ich versuchte, nur nicht über die Stufen der Treppe zu stolpern, die den Weg zur Hölle zeichneten. Er streckte mir seine Hand entgegen und gab mir mein Folterinstrument. Er ließ in seinem Computer den Zufallsgenerator starten und ich wartete gebannt welches Lied für mich bereit stand. Er grinste in sich hinein als der den Titel sah und ich streckte meinen Hals, um zu erkennen WAS es war.
Doch bevor ich mich versah schnappte der DJ mein Mikro und räusperte sich kurz: „Also Ladies und Gentleman, Bella - Mausi hat ein wundervolles Lied „gezogen", aber leider braucht sie dafür noch einen Mann. Und der nächste männliche Teilnehmer auf meiner Liste ist..." Er blickte auf seine Liste „Edward.. ääääh Cullen!" Ich hörte nur ein Männergegröhle aus der Menge. Der Spot blendete mich aber zu sehr, um zu erkennen was da vor sich ging. Der DJ reichte mir wieder mein Mikrofon. So hatte ich wenigstens etwas an das ich mich klammern konnte. Mein Blick fiel nach rechts und als ob es noch schlimmer kommen konnte, stolperte Mr. Bronzehaar auf die Bühne und sah wenig begeistert aus. Anscheinend tat er das hier auch nicht freiwillig. Als er meinen Blick erwiderte meinte ich, ein klitzekleines Lächeln auf den Lippen gesehen zu haben. Seine Augen funkelten auf einmal. Ich konnte mich gar nicht konzentrieren und war einfach nur froh, wenn es vorbei war.
Ich starrte auf den Monitor und sendete ein Stoßgebet noch oben das ich das Lied wenigstens kannte. Immerhin damit wurde ich belohnt. Der Takt ging los und die Menge brüllte. Verdammte Scheiße!
http://www (dot) youtube (dot) com/watch?v=gyUWkQj0Q_U
Edward, so schien mein Barkeeper wohl zu heißen, grinste einmal spitzbübisch, schob sich sein Hemd von der Schulter und stand nun wie John Travolta in schwarzem T-Shirt persönlich vor mir. Ich betete das ich dieses Lied überleben würde.
"I got chills.
They're multiplyin'.
And I'm losin' control.
'Cause the power
you're supplyin',
it's electrifyin'! "
Seine Stimme ließ mich aufhorchen. Nein, der Typ konnte nicht nur verdammt gut aussehen, verdammt gute Cocktails machen, NEIN er konnte auch noch singen. Womit hatte ich das verdient. So blamierte ich mich noch weiter. Bei jeder Zeile, die er sang, schaute er mich an und bewegte leicht seine Hüfte hin und her.
Nun war ich wohl an der Reihe. Der Alkohol bewirkte aber immerhin, dass ich nicht wie eine Tomate anlief, und da er nun vor mir stand wurde ich auch mutiger. Ich schlenderte ihm entgegen. Auf in den Kampf!
"You better shape up,
'cause I need a man
and my heart is set on you.
You better shape up;
you better understand
to my heart I must be true"
Ich stupste ihn leicht zur Seite als ich sang und ging einmal um ihn herum. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Er blinzelte mich geschockt an. Seine Gesichtszüge entglitten ihm kurzzeitig bevor er mir das umwerfendste Lächeln überhaupt schenkte.
"Nothin' left, nothin' left for me to do."
Er tänzelte um mich rum. Ich war gerade in meiner kleinen Seifenblase und vergaß völlig die ganzen Leute um uns herum. Es gab nur uns beide in diesen Moment.
"You're the one that I want.
oh,oh, ooh, honey.
The one that I want.
oh,oh,ooh, honey.
The one that I want
oh,oh, oooooh
The one I need.
Oh, yes indeed."
Der Refrain glitt mir nur so über die Lippen. Wir beide tänzelten über die Bühne, umkreisten uns, tanzten miteinander, Rücken an Rücken, es war alles irgendwie vertraut.
Edward ließ sich rücklings auf den Boden fallen als wir am Ende der 2. Strophe angekommen waren. Ich stellte triumphierend einen meiner lilafarbenen Pumps auf seinen Bauch und grinste. Mit Ihm war alles so einfach.
Die letzten Klänge unserer Stimmen erklangen und er nahm wie selbstverständlich meine Hand. Mein Herz setzte einen Moment aus und meine Atmung versagte. Ich stand da, ohne Sauerstoffzufuhr und ohne klaren Gedanken und wurde aus meiner Seifenblase gerissen, die mit großem Knall platzte. Der Applaus holte mich ins Hier und Jetzt zurück. Edward ließ meine Hand wieder los und ich musste mir in Erinnerung rufen wie man noch mal gescheit atmet.
Drückt bitte den Button und lasst ne kleine feine Review da, bitte :)
