Ich hoffe euch hat "Das Blut des Drachen" bisher gefallen und fandet es nicht zuuu schlecht xD

Na dann, viel Spaß mit Kapitel 3 ^^


Vermächtnis

Im Keller war es verdammt dunkel, also beschwor ich eine Lichtkugel.

Als ich kurz die kleine Sphäre betrachtete begann ich zu begreifen, dass er mir Magie, Schwertkampf und Schießkunst nur zu einem Zweck beigebracht hatte: Um mich auf die Zeit vorzubereiten, die kommen würde, sollte er sterben.

Zuversicht, dass mein Vater wohl Gründe für alles das er tat hatte, kehrte zurück.

Ich zweifelte nicht länger an seinem Vertrauen und machte mich daran seinen letzten Wunsch zu erfüllen und stieg tiefer hinab.

Eine grobe Treppe führte einige Meter hinab, bevor ich mich in in einer Kammer wiederfand, die viermal so groß war, wie unsere Hütte.

Als ich mich in den Raum wagte, erschrak ich kurz, als magische Fackeln aufloderten.

Mein Vater hatte alles vorbereitet.

Nimm dir, was du brauchst

Ich erschauderte, als ich die Stimme wiedererkannte, die ich bereits in der Trollhöhle gehört hatte.

„Wer bist du?",

fragte ich zögerlich in die Stille.

Das Vermächtnis deines Vaters.

Die kalte Stimme ließ mich wieder erschaudern.

„Wie meinst du das ?"

Dein Vater hat dich mit einem mächtigen Zauber belegt, um dich zu schützen, sollte er sterben.

„Und dieser Zauber … bist du ?".

fragte ich unsicher.

Ja … Quasi die Stimme der Vernunft … er wusste du würdest eine brauchen

Was sollte das jetzt heißen ? War ich etwa unvernünftig ? Jetzt übertrieb Valen aber.

Die Stimme kicherte ein wenig

Er hatte damit gerechnet, dass du so reagieren würdest

Warte, du weißt, was ich denke ?

Naja, da in deinem Kopf bin ist das logisch, schätz ich mal.

Na danke. Jetzt hab ich entweder ne Stimme im Kopf, die Valen mir irgendwie eingepflanzt hat, oder ich werd irre.

Soweit ich das beurteilen kann, bist du bei bester geistiger Gesundheit.

Ich werd irre.

Wir werden sehn.

Ich schüttelte mich und konzentrierte mich wieder auf meine Umgebung.

Es war unglaublich.

In der Kammer standen acht Rüstungen, für die ziemlich jeder töten würde.

Ich erkannte nur die einfache, aber sichtlich gut verarbeitete Stahlrüstung und einen leichten Lederharnisch, der Rest bestand aus Materialien, die ich nicht kannte.

Zögerlich betrachtete ich die beeindruckendste: sie war aus Schwarzem Metall geschmiedet und war mit blutroten Ornamenten verziert.

Die Rüstung schien eine dunkle Aura auszustrahlen und ich zuckte, als ich ein Wispern hörte. Mit Zacken bewehrt und dem Wispern wirkte sie angsteinflößend, obwohl sie nur regungslos auf einem Podest stand.

„Was ist das?", fragte ich mich, als ich von der Rüstung zurückwich.

Eine daedrische Rüstung

Ich bekam fast einen Herzinfarkt

Ich würde mich nie an diese Stimme gewöhnen, aber ich war zu neugierig, um mich zu beschweren.

Was ist daedrisch ?

Ich starte immer noch den Helm mit den rot glühenden Augen an. Die Ornamente strahlten eine pulsierende Macht aus...

Hör auf hinzuschauen, oder es nimmt deine Seele auf.

WAS ?

Endlich konnte ich mich von dem Anblick wegreißen.

Die Daedra sind mächtige, aber verdorbene Wesen. Sie haben sechzehn Prinzen, Götter, die Sterblichen manchmal ihre Gunst erweisen.

Solange ein Daedra nicht will, dass du seine Rüstung trägst, wird es reichen sie anzustarren, um dich zu töten.

UND SO WAS HAT VALEN IM KELLER RUMLIEGEN !?

Beruhig dich. Wenn er nicht gewollt hätte, dass du mit dem selben Daedra einem Packt eingehst, hätte er dir Rüstung nicht hinterlassen.

„Woher willst du das wissen ?, fragte ich etwas ruhiger.

Ich glaube, dein Vater hat mir einiges an Wissen gegeben, als er mich schuf.

„Weißt du alles, was Valen wusste ?" Ich wurde neugierig. Wusste das Ding in meinem Kopf

– wie nenne ich es eigentlich ? - etwas über die Pläne meines Vaters ?

Oder darüber warum er mir so viel verschwiegen hat ?

Weder noch, er hat sich alle Mühe gegeben manche Dinge im Dunklem zu lassen

Ich hasse es wenn du meine Gedanken ließt.

Schon vergessen, dass ich in deinem Verstand wohne ?

Vergiss es einfach. Sag mir lieber, aus was diese Rüstung gemacht ist.

Ich war vor einer anderen, bis auf dünne silberne Ornamente völlig schwarzen Rüstung stehngeblieben, zögerte aber, sie zu berühren, nachdem was mir die Stimme über die daedrische erzählt hat.

Das ist Ebenerz – das edelste, härteste und seltenste Metall, das Tamriel zu bieten hat – aber es ist sauschwer.

Die Stimme kicherte einwenig

Wie hat sich Valen vorgestellt, dass du diese Rüstungen anziehen sollst ?

Ich versuchte den Harnisch anzuheben um ihn mir genauer anzusehen.

„Scheiße is der schwer !" Ich ließ das Ding gleich wieder fallen und es glitt mit einem erstaunlich leisem Geräusch zurück auf den Rüstungsständer.

Das hab ich gemeint, wie willst du die Rüstung tragen, wenn du sie nicht einmal anheben kannst.

Mich überkam die Erkenntnis, dass mein Vater größer und stärker als ich war und ich nie in der Lage sein könnte seine Rüstung zu tragen.

Meine Zweifel kehrten wieder zurück.

Hatte er etwa einen Fehler in seiner Planung ? Hatte er alles so gut vorbereitet nur um dann an so etwas vorhersehbaren zu scheitern ?

Unmöglich

„Wie meinst du das ?" Die Gewissheit in der Aussage ließ mich innehalten.

Er hat zu gut geplant. Es muss einem Weg für dich geben, diese Rüstungen anzulegen.

Aber sie sind zu schwer und haben auch noch das falsche Format.

Ich dachte an meine nicht zu verachtende Oberweite. Diese Rüstungen wurden für Männer geschmiedet, und nicht für eine sechzehnjährige.

Ein weiteres Mal heute schrak ich zusammen.

Da flüsterte etwas.

Aus Angst es könnte schon wieder etwas hinter meiner Seele her sein, wie die daedrische Rüstung, machte ich einige Schritte zurück.

Aber statt einer fremden Sprache, die ich zuvor noch nie gehört hatte, vernahm ich Worte in der Gemeinen Zunge.

Keine Angst.

Ich tu dir nichts.

Ich werd echt irre !

Dieses Mal glaubte ich ernsthaft, dass mich der Tod meines Vater wahnsinnig gemacht hat.

Interessant

Du bist nicht die Einzige verzauberte hier.

„Was jetzt schon wieder?" ,antwortete ich, fast schon überzeugt, dass ich mir das alles einbildete.

Wie sollte Valen solche Zauber gewoben haben ? Er war doch nur ein Jäger. Oder ?

Ich musste an den Brief denken. Der war definitiv echt.

Aber das alles war zu verrückt.

Ich kann dir helfen, was dein Problem mit der Passform betrifft.

Komm näher.

Die Stimme hatte etwas beruhigendes an sich und mit gemischten Gefühlen trat ich näher.

Mal sehen... Du bist viel kleiner als mein Schöpfer

„Dein Schöpfer ? Wer ist das ?" , langsam nahm die Neugier Überhand.

Dein Vater. Er sagte ich würde eines Tages dir gehören.

Ist dieser Tag gekommen ?

„Ja ..." , antwortete ich zögerlich weil mir die Trauer wieder hochkam.

„Er ist tot"

NEIN !

Der plötzliche Ausbruch ließ mich zusammenschrecken.

Sag, dass das nicht wahr ist …

Ich meinte Trauer in der Stimme zu hören.

Nun, ich werde dann wohl seinen Letzten Wunsch erfüllen …

Ich werde nun dir gehören.

Das wurde langsam echt zu viel.

Valen ist tot. Ich hab eine fremde Stimme in meinem Kopf und mein Vater hat mir eine sprechende Rüstung hinterlassen. Ich muss mir das einbilden...

Nein, du unterschätzt lediglich die Magie.

Mein Vater war kein Zauberer.

Es gibt vieles, dass du nicht über ihn weißt. Denk an den Brief.

Die Rüstung bewegt sich.

Und ich hatte gedacht mich könnte nichts mehr überraschen.

Das nachtschwarze Metall änderte einfach seine Form.

Ein Schauer lief mir den Rücken herunter, als ich die Magie spürte, die davon ausging.

Langsam wurde die Rüstung kleiner und schmäler, während sich der Harnisch an meine Größe anpasste.

Es war der letzte Wunsch des Schöpfers, dass ich dich Schütze und dem werde ich nachkommen.

Erwarte aber nicht, dass ich besonders gesprächig werde. Das sollte das letzte Mal sein, dass du etwas von mir hörst.

Ich stand wie angewurzelt da, als mir einfach zu viele Dinge durch den Kopf gingen.

Du solltest sie anprobierten

Zögerlich trat ich näher und betrachtete die Rüstung.

Sie hatte genau meine Passform.

Naja kann ja nicht schaden es wenigstens zu versuchen

Ich hatte plötzlich keine Probleme mehr sie hochzuheben.

Sie ist plötzlich so leicht …

Ich sagte du unterschätzt die Magie

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich jedes Teil an der richtigen Stelle hatte. Die Rüstung warwirklich viel leichter und auch einigermaßen bequem.

Daran könnt ich mich direkt gewöhnen

Du siehst auch ganz passabel aus

Das Schwarz und der geschlossene Helm geben dir etwas geheimnisvolles, damit sollten die Leute auch Respekt vor dir haben.

Nicht, dass dich einmal irgendein Bandit auf blöde Gedanken kommt.

Du weißt was ich meine.

Das ließ mir einem kalten Schauer über den Rücken laufen.

Ein sechzehnjähriges Mädchen, dass alleine Skyrim bereist?

Keine gute Idee...

Bevor du blindlinks an den Ort läufst, den Valen beschrieben hat, solltest du dir eine Waffe nehmen.

Und damit mein ich nicht das mickrige Jagdmesser das du dabeihast.

Als ich mich in der kleinen Kammer weiter umsah, bemerkte ich hinter jeder Rüstung ein Podest mit einer Auswahl an Waffen.

Es war immer das selbe Metall aus dem auch die zugehörige Rüstung gemacht war, also betrachtete ich die Ebenerzwaffen genauer.

Es war ein erstaunlich biegsamer Bogen darunter, der aber trotzdem fast so hart war wie das Schwert.

Ich konnte meine Augen gar nicht von der wunderschönen, aber extrem tödlich aussehenden Klinge nehmen. Sie Hatte wie der Bogen und die Rüstung verschlungene, silberne Ornamente und Runen auf dem schwarzen Ebenerz, aber was mich am meisten faszinierte, war der rote Schimmer, der sich entlang des Schwertes bewegte.

Was ist das ?

Eine Verzauberung, wahrscheinlich kannst du die Klinge entzünden, wenn es hart auf hart kommt.

Ich kann das Schwert mit purer Willenskraft anzünden ?

Ja, das sollte funktionieren, aber komm nicht auf blöde Gedanken.

Der Zauber bezieht seine Macht aus einem Seelenstein.

Also lass ich lieber die Finger davon...

Noch was. Der Seelenstein ist schwarz. Also ist eine menschliche Seele darin gefangen

WAS ? Da ist ein Mensch drin ?

Nur seine Seele. Mach dir darüber keine Sorgen, Valen hat wahrscheinlich irgendeinen Banditen genommen, der nichts anderes verdient hatte.

Trotzdem wurde mir bei dem Gefühl unbehaglich, in einem Kristall gefangen zu sein.

Den Dolch solltest du übrigens für Notfälle in deinen Stiefel stecken.

Jetzt erst bemerkte ich die schmuckvolle, kleine Waffe. Sie hatte, wie alles aus Ebenerz wieder die silbernen Ornamente und strahlte etwas geheimnisvolles aus.

„Kann nicht schaden", sagte ich und steckte den Dolch in meinen Stiefel, der sogar eine unauffällige Lederscheide extra dafür hatte.

Es gab noch einen schwarzen Schild, den ich mir mit dem Bogen und einem Köcher voll Ebenerzpfeile auf den Rücken schnallte. Das Schwert ruhte in einer Scheide, die so aussah, als könnte man sie als Waffe benutzen, an meiner Seite.

So, ich bin fertig. Das Abenteuer kann anfangen.


Und das wars auch schon mit Kapitel 3, jetzt kann die story langsam in Fahrt kommen.

Wie immer freu ich mich über reviews und versuch eure Ideen mit einzubringen^^

Bis zum nächsten Kapitel ;)