Nach dem Mittagessen:

Das Mittagessen war ausgezeichnet, allerdings war Hermine etwas schlecht gestimmt, als sie die drei Hauselfen bemerkte, die überglücklich über ihren Besuch zu seien schienen. Zwar hatte sie .R schon wieder aufgegeben, aber nichts desto trotzdem stieß es ihr unangenehm auf.

Hermine wusste auch noch immer nicht was sie von dem Plan ihrer Mutter halten sollte in die Winkelgasse zu gehen. Sicher sie mochte es durch die Geschäfte zu stöbern, sie fühlte sich dort wohl, aber jetzt da sie die Geschichte ihrer Mutter kannte und nicht genau wusste wie die Menschen auf sie reagieren würden, war es ihr unheimlich.

Ihre Mutter jedoch schien die Aussicht die kleine Zauberergasse zu besuchen zu erfreuen. Hermine konnte es verstehen, ihre Mutter war fast 17 Jahre nicht mehr dort gewesen und war sicher neugierig.

Wieder griff sie nach der Hand ihrer Mutter und wurde wieder durch einen Schlauch gezogen, bevor ihre Füße auf dem bekannten Pflaster des Hinterhofs des Tropfenden Kessels aufsetzten.

„Komm Hermine", rief ihre Mutter und klopfte mit ihrem Zauberstab gegen die Steine der Mauer, die sofort zur Seite glitten und das Tor zur Winkelgasse offenlegten.

Beide betraten die Gasse und wurden gleichsam von der Menge verschluckt.

„Wohin Mum?", erkundigte sich Hermine und sah sich im Gedränge um.

„Ich muss zu allererst zu Ollivander und meinen Zauberstab überprüfen lassen und danach kurz zu Gringotts. Alles andere ist mir egal."

„Ok, ich gehe solang zu Flourish & Blotts und schaue was sie für neue Bücher haben."

„Gut, ich hole dich dann dort ab, ach übrigens deine Liste mit Schulsachen ist gekommen, du kannst ja deine Bücher schon einmal zusammen suchen. Noch etwas, Hermine, pass auf dich auf", meinte Mrs. Granger und reichte Hermine die Liste. Dann wandte sie sich um und verschwand im Gedränge.

So ganz allein auf einmal fröstelte Hermine, ihr war noch gar nicht aufgefallen wie viel kühler die Stimmung seit ihrem letzten Besuch hier geworden war, jetzt da die Sicherheit die ihre Mutter ausstrahlte mit einem Mal fehlte. Sie zog die Schultern hoch schob zur Sicherheit eine Hand in die Tasche mit ihrem Zauberstab und schob sich dann durch die Menge auf ihr Lieblingsgeschäft zu.

Antea Rosier genoss das Gefühl wieder unter ihres gleichen zu sein, nach 17 langen Jahren. Gemütlich sah sie sich in der Ladengasse um und entdeckte das ein oder andere neue Geschäft, welches sie auf jeden Fall noch besuchen wollt. Zuerst aber die wichtigen Dinge. Vor ihre erhob sich der monströse Mamorbau der Zaubererbank Gringotts. Sie würde auf jeden Fall wieder Geld brauchen, also stieg sie die Steinstufen hinauf und betrat die Halle.

Hier schien sie zum ersten Mal wirklich aufzufallen, denn die Leute drehten sich nach ihr um und flüsterten. Doch Sie ignorierte sie und ging auf einen der Kobolde zu.

„Miss Rosier, was für eine Freude sie hier zu sehen. Wie kann ich ihnen helfen?", fragte der runzlige Kobold hinter dem Tresen.

„Ich möchte mein Verlies und das meiner Familie sehen.", erwiderte sie

„Bitte geben sie mir ihren Zauberstab"

Sie griff in die Tasche und förderte ihren Zauberstab zu Tage, bevor sie ihn dem Kobold weiterreichte. Dieser studierte ihn einen Moment bevor er ihn ihr zurückgab und einen anderen Kobold, Vorok, heranwinkte. Dieser fuhr mit ihr zu beiden Verliesen und sie nahm sich das nötige Geld mit, bevor sie sich an den Kobold wandte. „Ich möchte, dass mein Verlies auf meine Tochter überschrieben wird, ich gehe davon aus die wissen von ihr?"

Der Kobold nickte. „Ja, Miss, wir wissen von Miss Hermine, wir werden alles Nötige in die Wege leiten."

„Gut, gibt es sonst noch etwas was wir besprechen müssen?"

„Wir brauchen ihre Erlaubnis um die Investitionen ihrer Familie wieder zu optimieren.", sagte der Kobold, der seit Generationen mit den Finanzen ihrer Familie betraut war.

„Tun sie das."

Der Kobold nickte und setzte Sie dann wieder in der Eingangshalle ab. Von dort aus machte sie sich auf den Weg zu Ollivander.

Hermine saß inzwischen überglücklich mit ihren neuen Schulbüchern in einer Ecke von Flourish & Blotts und vertiefte sich in Verwandlung für Fortgeschrittene Band 6. Sie war so beschäftigt, dass ihr die Blonde Familie gar nicht auffiel, die gerade das Geschäft betrat.

Erst als sich ein Schatten über sie senkte und sie den Kopf hob. Ihr gegenüber befand sich das dreckig grinsende Gesicht des Frettchens, welches sie, wenn es nach ihr gegangen wäre frühestens nächstes Schuljahr wiedersehen hätte wollen.

„Na Schlammblut, schon wieder am Lesen, hast wohl sonst kein Leben, wie.", feixte Malfoy.

„Zu deiner Information, Malfoy habe ich ein Leben, nur bin ich, im Gegensatz zu dir, nicht damit zufrieden nur Mittelklasse zu sein."

„Pass auf was du sagst, Schlammblut, du solltest nicht so mit deinen Überlegenen sprechen."

Hermine grinst, „Ich hoffe du sprichst nicht von dir, Frettchen."

„Du kleines wertloses Stück Dreck, du legst dich mit dem Falschen an."

„Wieso, du verkriechst dich doch so wieso nur hinter deinem Vater. Du, Malfoy bist nur leere Worte keine Taten."

Hermine bemerkte wie wütend seine Augen blitzten und entschloss sich zur Sicherheit aufzustehen, denn es behagte ihr gar nicht wie Malfoy von oben auf sie herunterblicken konnte.

Sie richtete sich zu ihrer vollen Größe auf, was, sehr zu ihrem Ärger nur dazu führte dass sie sich auf Augenhöhe mit seinem Hals wiederfand. Das Frettchen musste über den Sommer ein gutes Stück gewachsen sein. Erst jetzt bemerkte sie hinter Malfoy, seinen Vater und dessen Frau, die sich den Schlagabtausch ansahen. Sie richtete ihren Blick wieder auf die sturmgrauen Augen ihres momentanen Gegenübers, dass sie, wie sie erst jetzt feststellte von oben bis unten musterte.

„Glotz wo anders hin, Frettchen.", Sie bückte sich und hob ihre Bücher auf und wollte sich in eine andere frettchenfreie Ecke verziehen.

„Wollen wir irgendwo hin, Granger?", fragte Malfoy mit einem bösen Grinsen und blockierte ihr den Weg.

„Ja, und jetzt zieh Leine", fauchte Hermine. Doch Malfoy blieb nur dämlich grinsend vor ihr stehen.

„Hallo Professor Moody", rief Hermine mit einem Mal und sowohl Malfoy als auch seine Eltern fuhren erschrocken herum.

Doch Hermine grinste nur zufrieden und schlüpfte an Malfoy vorbei.

„Du findest das wohl lustig, Granger.", knurrte Malfoy und packte Hermine an der Schulter und wirbelte sie zu sich um.

„Ziemlich und jetzt nimm deine dreckigen Griffel weg, ich habe besseres zu tun, als mich mit dir zu beschäftigen.", erwiderte Hermine, der es überhaupt nicht gefiel mit einem Mal Malfoys Eltern im Rücken zu haben.

„Du bist das einzige Dreckige hier, das scheinst du immer wieder zu vergessen, Schlammblut."

„Gähn, wie wäre es mal mit was neuem, Malfoy, du langweilst mich und jetzt nimm endlich deine Hände weg.", fauchte sie nun wieder.

„Warum, mach ich dich nervös?", fragte er mit einem merkwürdigen Blick, dem Hermine lieber nicht auf den Grund gehen würde und trat näher auf sie zu. Hermine war mit einem Mal froh um ihre Bücher, die Malfoy auf Abstand hielten. Konnten seine Eltern ihm nicht sagen er sollte sie einfach in Ruhe lassen.

Das Glück war wohl nicht auf ihrer Seite, denn anstatt seinem Sohn zu sagen er sollte sie in Ruhe lassen, trat Lucius Malfoy zu ihnen und murmelte so leise, dass nur sie und Draco, vielleicht noch Narcissa seine Worte verstehen konnten.

„Ganz schön mutig hier, Miss Granger, ich erinnere mich noch zu gut an unser letztes Treffen, ich konnte deine Angst sehen und die deiner kleinen Freunde. Wie ich hörte hattest du noch einmal Glück mit Dolohov, sonst wäre die Welt heute um ein Schlammblut ärmer, was meiner Meinung nach kein großer Verlust wäre."

„Sie haben, wie ich hörte, auch großes Glück gehabt, Mr. Malfoy, sonst wären sie jetzt in Askaban, was auch kein großer Verlust für die Menschheit wäre."

Hermine spürte wie Dracos Griff um ihre Schulter härter wurde und keuchte erschrocken auf. Doch bevor Lucius oder sein Sohn noch etwas sagen konnte mischte sich eine weitere Stimme in das Gespräch ein.

„Würde hier bitte einer die Freundlichkeit besitzen mir zu erklären was hier vor sich geht und du, Junge, lass gefälligst umgehend meine Tochter los.", Hermine hätte beinahe die Stimme ihrer eigenen Mutter nicht erkannt, so kalt klang sie.

Vier Paar Augen fokussierten sich blitzartig auf den Neuankömmling und Hermine ging eilig zu ihrer Mutter hinüber, die sich das Geschehen mit aufgesetzter Langeweile betrachtete. Nur Hermine sah den Zorn hinter den blauen Augen.

„Nun, ich höre.", sagte sie mehr an Hermine gerichtet, als an den Rest.

„Ich habe gelesen und Malfoy wollte mich nicht in Ruhe lassen, Mum.", sagte Hermine wütend und klang dabei wie mit fünf, als sie die Nachbarskinder verpetzt hatte.

„Ist das so, nun …", sie wandte sich Narcissa zu, die sie mit offenem Mund anstarrte. Ein Ausdruck welcher der stolzen Frau überhaupt nicht bekam. „Ich dachte immer, Narcissa, du würdest deine Kinder einmal vernünftig erziehen, wo du doch so ein wohlerzogenes Kind warst." Sie musterte Narcissa eingehend bevor sie fortfuhr „Mach deinen Mund zu, meine liebe Cousine, du siehst nicht sonderlich intelligent aus."

Mrs. Malfoys Mund klappte zu nur um sich wieder zu öffnen als sie sprach. „Antea, bist das wirklich du?"

„Soweit ich informiert bin ja.", kam die amüsierte Antwort zurück.

„Aber ich dachte du wärst tot. Wie ist das möglich und das Mädchen, wie kann sie deine Tochter sein, wenn sie ein Schlammblut ist."

„Nun, zu allererst einmal würde ich es sehr begrüßen wenn du meine Tochter nicht Schlammblut nennen würdest, da sie offensichtlich keines ist. Zum anderen, woher die irrige Ansicht ich wäre tot? Mir geht es wunderbar.", antwortet Antea der sichtlich verwirrten Narcissa.

Hermine sah von Narcissa zu Lucius, der nicht minder verwirrt zu ihr zurücksah und dann zu Draco, der überhaupt nichts begriffen zu haben schien und nur zwischen seiner Mutter und Hermines Mutter hin und her glotzte. „Mutter, was ist hier los, woher kennst du die Frau und was hat das alles mit Granger zu tun?", verlangte er zu erfahren.

Lucius schien sich als erster der Malfoys wieder gefasst zu haben, denn er sprach: „So, so, so Antea Rosier ist also unter die Lebenden zurückgekehrt. Wie schön, ich denke wir sollten uns einen anderen Ort für dieses Gespräch suchen. Mädchen, bezahl deine Bücher, wir gehen.", befahl er und Hermine wollte schon protestieren, als ihr ihre Mutter ein paar Galeonen in die Hand drückte und zur Kasse hin nickte. Mit einem bösen Blick zu Lucius Malfoy ging sie davon.

Draußen vor der Tür traf sie wieder auf ihre Mutter und die drei Malfoy, die sich inzwischen wieder alle unter Kontrolle zu haben schienen. „Wir sollten zu uns apparieren und über einer Tasse Tee diese Angelegenheit klären.", stellte Narcissa gerade fest.

Hermine verkrampfte sich, sie wollte nicht in Malfoys Haus, zum Glück schien ihre Mutter derselben Ansicht zu sein. „ Tee klingt gut, Narcissa, ich muss aber darauf bestehen das wir zu uns apparieren, ich möchte Hermine vorerst nicht in der Gegenwart von mehr Todessern als nötig. Unser altes Haus ist zwar etwas verstaubt und unbewohnt, aber für ein Tässchen Tee wird es ausreichen. Du weißt ja sicher noch wie du hinkommst, oder? Die Blutbanne sind momentan die einzigen aktiven. Du und dein Sohn sollten problemlos hin apparieren können. Deinen Mann nehme ich mit."

Narcissa nickte und griff nach Dracos Hand, bevor sie verschwanden. Antea wandte sich Hermine und dem verbliebenen Malfoy zu, die beiden wenig begeistert den andern musterten. Hermine griff nach der Hand ihrer Mutter und beide sahen erwartungsvoll zu Mr. Malfoy, der einen Moment zögerte bevor er seine Hand auf Hermines legte und alle drei verschwanden.

Einen Moment später tauchten sie auch schon vor dem schwarzen Tor auf, wo bereits Narcissa und Draco warteten. Mit eine schnellen Zauberstabbewegung löste Antea den letzten Schutzzauber und trat gefolgt von den anderen durch das Tor.

„Ein bisschen unbewohnt ist gut, Antea, das hier ist gespenstisch, wie ein Friedhof", bemerkte Narcissa mit einem Blick den Weg entlang und sprach damit Hermines Gedanken aus. „Du solltest den Elfen sagen sie müssen sich mehr um den Garten kümmern."

Bevor alle Anwesenden ihre Zauberstäbe zogen und den Weg durch die Hecke zum Haus hin beleuchteten.

„Ach ja, ich bin schon ewig nicht mehr hier gewesen", seufzte Narcissa, mit einem Blick auf das Haus. „Damals waren wir alle noch Kinder, erinnerst du dich, wir haben hier immer verstecken gespielt."

Antea nickte und ging auf das Haus zu und steuerte ohne zu zögern den Salon an, wo sich die fünf niederließen, während Narcissa ununterbrochen über ihre Kindheitserinnerungen, die in diesem Haus steckten sprach. Antea rief einen der Elfen, einen alten Runzligen namens Kepal und orderte für alle Tee und etwas Gebäck.

Als alles auf dem kleinen Tischchen stand sah Hermine von ihrer Mutter zu Malfoys Mutter, die sich schweigend ansahen. Solange bis Narcissa schließlich um eine Erklärung der Situation bat.

Antea erläuterte knapp was in den letzten Jahren geschehen war, wobei sie die Sache mit Lestrange völlig außen vor ließ. Wahrscheinlich kannte Narcissa diesen Teil schon und auch Lucius schien folgen zu können. Nur, Draco saß mal wieder etwas ahnungslos da, schien aber inzwischen verstanden zu haben, dass sie, Hermine, kein Schlammblut war und sah sie mit neuem Interesse an.

Hermine war das unangenehm und rutschte näher zu ihrer Mutter, bevor sie sich einen Keks nahm und genüsslich daran herumknabberte.

Als Hermines Mutter geendet hatte, sahen sie sowohl Lucius als auch Narcissa lange an, bevor Narcissa fragte, „Wenn dieser Muggel nicht Hermines Vater ist, wer dann?"

Antea holte tief Luft bevor sie antwortete. „ER ist ihre Vater, zwei Monate bevor ich verschwunden bin, nachdem Weihnachtsball. Ich hatte wohl zu viel getrunken, sonst wäre das sicher nie passiert."

„Ist das sicher, Antea?", erkundigte sich Lucius. Und Antea nickt. „Ich habe es Hermine auf dem Stammbaum gezeigt."

„Puhh, du weißt aber, dass ich das alles Rabastan erzählen werde, oder?", fragte Lucius. „Er hat ein Recht darauf zu erfahren, wohin seine Verlobte und sein damals ungeborenes Kind verschwunden sind. Besonders wegen der Sache mit dem Erbe."

„Ich verstehe, Lucius. Ich wusste, dass er davon erfahren würde, sobald ich zurückkomme. Aber es war nötig um Hermine zu schützen, ich hätte sie beinahe verloren, so etwas darf nicht noch einmal geschehen. Und es ist sicher besser wenn er es von dir erfährt, als von irgendwem anders, du bist schließlich einer seiner Freunde."

Lucius nickte und wandte sich dann Hermine zu. „Nun, das sind durchaus interessante Neuigkeiten, Hermine. Ich fürchte eine Entschuldigung meinerseits für mein Verhalten und das meines Sohnes sind angebracht." Er streckte Hermine die Hand entgegen, doch diese zögerte einen Augenblick, und sah ihre Mutter fragend an, die das ganze über ihre Teetasse hinweg beobachtete und dann ermunternd nickte.

Etwas widerstrebend griff Hermine nach der ihr dargereichten Hand und ließ sie dann so schnell wie möglich wieder los, ohne unhöflich zu erscheinen. Antea wandte sich wieder Narcissa zu und erkundigte sich wie bei ihr die letzten Jahre so verlaufen waren. Das war offensichtlich für Lucius das Stichwort, denn er verabschiedete sich sogleich, während seine Frau in ein munteres Gebabbel verfiel.

Hermine saß zusammen mit Draco einen Augenblick da, bevor sie den Blick ihrer Mutter einfing und dann in Richtung Tür nickte. Ihre Mutter nickte zustimmend und so verließ sie eilends den Salon. Erst als sie wieder in der Eingangshalle war, bemerkte sie, dass Draco ihr gefolgt war und sie blieb stehen.

„Was willst du, Malfoy?", erkundigte sie sich unwirsch.

„Ich möchte mich eigentlich auch entschuldigen, für die Sachen die ich gesagt und getan habe. Nachdem wir jetzt wohl oder übel Cousins sind.", entgegnete Malfoy.

Hermine verschränkte ihre Arme und zog eine Augenbraue hoch. „Nur, weil du jetzt weißt, dass ich keine Muggelgeborene bin, ist das noch lange kein Grund warum wir auf einmal Freunde sein sollten.", erwiderte Hermine gereizt, sie wollte einfach nur in die Bibliothek und weiter ihre Hausaufgaben machen.

„Hör mal, Granger, oder ist es Rosier, vielleicht auch Lestrange, denn mit Rabastan kann ja eigentlich nur er gemeint sein, egal." Eine Pause folgte „Hermine, ich hatte nie etwas gegen dich persönlich, du warst mit Potter und Weasley befreundet und obendrein eine Schlammblut, es wurde von mir erwartet dich zu hassen."

„Ich habe keine Ahnung was mein momentaner Nachname ist, also bleiben wir bei Granger. Und ich bin immer noch mit Ron und Harry befreundet, also kannst du mich reinen Gewissens weiter hassen."

„Was halten die beiden eigentlich von dieser Entwicklung?", erkundigte sich Malfoy unschuldig. „Ich meine du bist beinahe über Nacht von Gryffindors Golden Girl zum Mitglied zweier der dunkelsten Familien mutiert. Du so gut wie ein Todesser, ich wette sie haben diese Nachricht mit Freuden aufgenommen", ergänzte Malfoy mit seinem üblichen Grinsen.

„Ich habe es ihnen noch nicht gesagt", gestand Hermine „Ich hatte weder Zeit noch Lust mich damit herumzuschlagen."

„Das heißt ich erfahre vor ihnen was los ist? Das ist je wunderbar.", sein Grinsen wurde nur noch breiter.

Während sie so sprachen waren sie langsam aber sicher vor der Tür zur Bibliothek zum Stehen gekommen.

„Gibt es sonst noch was, Malfoy?", erkundigte sich Hermine gezwungen höflich und legte zur Verdeutlichung die Hand auf die Türklinke.

Malfoy schien die Geste jedoch nicht verstanden zu haben, denn er fragte: „Was hast du jetzt vor, du wirst doch einen Gast nicht sich selbst überlassen. Das wäre gar nicht höflich weißt du."

„Wie gut, dass du nicht mein Gast bist, sondern eher ein Anhängsel deiner Mutter, die ein Gast meiner Mutter zu sein scheint. Aber zu deiner besseren Information, ich will jetzt in die Bibliothek und meine Hausaufgaben machen."

„Hausaufgaben? Was für Hausaufgaben, ich hab noch nicht einmal angefangen.", erkundigte sich Malfoy mit einem Blick der nur „Streber" heißen konnte.

„WAAAS", entfuhr es Hermine und sie starrte ihn einen Augenblick mit offenem Mund an. „Wir haben bergeweise Hausaufgaben und der Herr denkt nicht mal ans anfangen, du bist ja noch schlimmer als Ron und Harry." Kurz entschlossen packe Hermine seine Hand und zog ihn hinter sich her zu ihrem Tisch, der mit Büchern und Pergament überhäuft war.