In der Waffenkammer poliert Merlin gerade die letzten Stellen der Rüstung des Königs, als dieser eintritt. "Merlin, hast du alles vorbereitet?" Merlin nickt: "Natürlich. Es ist alles vorbereitet." Er nimmt die Rüstung und beginnt seinen König anzukleiden. Erst das Kettenhemd, den Harnisch,die Schienen. Als er die letzten Verschlüsse schließt, seufzt Merlin auf. Arthur erträgt die Stille nicht länger: "Merlin, jetzt sag mir endlich was los ist. Geht es immernoch um das Schwert?" Merlin nickt. "Merlin, konzentriere dich. Wir haben in drei Tagen ein Turnier in der Stadt und ich will noch trainieren. Einen Diener, der mit seinen Gedanken woanders ist, kann ich jetzt nicht brauchen." Merlin nickt erneut und reicht seinem König das Schwert. Seite an Seite laufen sie zum Trainingsgelände, wo bereits Sir Galahad und Sir Leon auf ihn warten. Merlin stellt sich abseits dazu und beobachtet die drei Ritter beim Training.
Gut gelaunt, wechseln sich sein König und seine beiden Ritter beim Training ab. Schon bald sind sie verschwitzt und ausser Atem. Nachdem sich alle drei völlig verausgabt haben, laufen sie in Richtung Schloss. Arthur dreht sich noch kurz zu Merlin um und drückt ihm sein Schwert in die Hand. "Räum die Waffen weg und dann komm nach. Ich warte oben in meinen Gemächern." Merlin nickt und beginnt die Waffen einzusammeln, während Arthur und die Ritter weitergehen. Er sieht ihnen nach und nur für einen Moment ist er unaufmerksam. Das Schwert des Königs gleitet ihm aus der Hand zu Boden. Als er sich bückt um es aufzuheben, sieht er es verwundert an. Da klebt Blut an der Scheide des Schwertes. Aber das kann nicht sein. Er hat es heute morgen eigenhändig poliert und während des Trainingskampfes ist niemand verletzt worden. Woher also kommt das Blut? Er nimmt es in die Hand.
Augenblicklich, verschwindet das Blut. Stattdessen zeigt es jetzt Bilder. Merlin schließt kurz die Augen. Als er sie wieder öffnet, sind sie aber noch immer da. In der glänzenden Scheide des Schwertes, sieht er zwei Männer in Rüstung kämpfen. Einen der Männer erkennt er sofort. Es ist sein König. Arthur kämpft während des Tuniers in drei Tagen. Er führt sein Schwert. Er holt aus und wird durch den anderen Mann in Rüstung mit dessen Schwert pariert. Als er das Schwert sieht, bleibt ihm fast das Herz stehen. Dieses Schwert würde er überall erkennen. Es hat die Kerbe, es ist Mordreds Schwert. Der Mann in der Rüstung, er schlägt mit Mordreds Schwert auf seinen König ein und trifft ihn. Arthur verteidigt sich und holt erneut aus. Jetzt trifft auch er den Mann mit seinem Schwert. Das Schwert färbt sich wieder blutrot. Der Mann in der Rüstung geht zu Boden. Als er den Helm verliert, erkennt er den Banditen, der in seiner Vision, das Schwert aus dem Grabhügel gezogen hat. Aber auch Arthur geht in die Knie. Er lässt sein Schwert blutgetränkt zu Boden gleiten.
Dann ist es vorbei. Die Schwertscheide, sie glänzt wie eh und je. Merlin zuckt zusammen. Dann sieht er zum Schloss auf. Sein Entschluß steht fest. Er wird das Schwert suchen gehen, allein. Entgegen dem Befehl seines Königs und dem Versprechen seines Mentors.
