Heldentaten


Kapitel Prolog

„John, Kyle Reese wurde gefangen genommen. Die Maschinen haben ihn ins Century Arbeitslager gebracht." Cameron beobachtete genau, wie ihr Ehemann auf diese Nachricht reagierte.

John atmete tief durch und senkte den Kopf. „Dann ist es also soweit", sagte John leise.

„John", sagte Sarah, die ebenfalls anwesend war. „Du musst Das nicht tun. Es hätte keinen Einfluss auf uns. Du weißt doch was John-Henry über Veränderungen in der Vergangenheit gesagt hat........."

„Ja, ja ich weiß das", entgegnete John leicht genervt. Er sah seine Cameron mit Tränen in den Augen an. „Ich muss ihn einfach retten. Auch wenn er nicht wirklich mein Vater ist, so ist er doch Kyle Reese. Er wird Vater eines anderen John Connor sein, der dann später seine Cameron finden wird. Ich MUSS das einfach sicherstellen." Er legte zärtlich eine Hand an Camerons Wange. „Ich kann einfach nicht zulassen, dass Dir was passiert.....", sagte er leise und zögerlich. „.....keiner von Euch."

„John", sagte Cameron zärtlich", es geht um Kyle Reese, nicht um mich.

John sah seiner Cameron tief in die Augen und schüttelte den Kopf. „Nein, es geht um John Connor und damit auch um Dich. Ohne Kyle Reese kein John Connor und ohne John Connor keine Cameron Philips." John sah jetzt seine Mutter an. „Das kann ich einfach nicht zulassen", sagte er eindringlich.

Sarah nickte langsam und legte eine Hand auf Johns Unterarm. „Vielleicht ist es Das, was Leute wie Jesse an John Connor kritisieren. Dass John Connor zumindest eine Maschine wichtiger ist, als sein eigenes Leben." Sie sah Cameron an, die bei dem Wort Maschine leicht zusammengezuckt war. Wie dem auch sei..... Ich bin froh darüber dass mein Sohn derart menschlich und fürsorglich geblieben ist", Sarah sah wieder John an. „Vielleicht ist es Deine Liebe, die uns den Krieg letztendlich gewinnen lässt." Nach diesen Worten wandte sie sich ab und ging aus Johns Büro zurück in die Zentrale um Vorbereitungen zu treffen.

„Dann gilt es, ich werde mich gefangennehmen lassen", sagte John zu Cameron, die ihn ernst ansah.


Riley Sarah war wach geworden, als Mommy und Daddy zur Arbeit gegangen sind. Die nunmehr Fünfjährige lag danach noch wach und grübelte. Ab nächstem Jahr würde sie einen Teil ihrer Freizeit mit lernen verbringen. Schule klang ziemlich nervig. Nicht, dass sie nicht gerne mit anderen Kindern zusammen spielte aber Daddy hatte ihr erklärt, was Schule bedeutete. Nämlich still sitzen und zuhören. Still Sitzen war ja nun nicht wirklich ihr Ding. Lieber trieb sie sich in der Sporthalle rum. Andere Kinder ihres Alters konnten da nicht mit ihr mithalten. Eigentlich auch die älteren Kinder nicht. Sie war schneller, stärker und konnte viel höher und weiter springen als jedes andere Kind. Das musste wohl daran liegen, dass ihre Mommy ein Engel war. Sie stand auf und ging ins Bad. Sie stellte sich ihr Podest ans Waschbecken, wusch sich das Gesicht und putzte sich die Zähne. Ging aufs Klo und Hände Waschen nicht vergessen, so wie Mommy es ihr beigebracht hatte. Dann ging sie zum Esstisch, wo ihre Brote bereits bereitstanden. Sie holte sich etwas Wasser und aß die Brote. Schließlich verlies sie ihr Zuhause, verschloss sorgfältig die Tür und lächelte dem Onkel mit dem Gewehr zu, der die Tür bewachte. Dann ging sie ganz alleine zu Daddys Büro. Unterwegs sah sie immer wieder Mommys oder Daddys, die ihre Kinder begleiteten. Sie brauchte keine Begleitung, seit sie wusste, das ihre Mommy ein Engel war war sie schon fast erwachsen. Als sie Daddys Büro erreichte, hörte sie ihn sprechen.

„Dann gilt es, ich werde mich gefangennehmen lassen", hörte sie ihren Daddy sagen. Riley Sarah verharrte außerhalb des Büros. Sie verstand augenblicklich, was ihr Daddy da gesagt hatte. Er wollte sich gefangennehmen lassen. Dass hieß, er wollte freiwillig zu den Monstern gehen. Sie öffnete die angelehnte Tür und machte einen Schritt in den Raum hinein. „NEIN!" Rief sie, die kleinen Fäuste geballt und in die Hüften gestemmt.


Camerons und Johns Kopf ruckten herum. Sie sahen ihre 5 jährige Tochter mit entschlossenen Gesichtsausdruck an der Tür stehen. Die Kleine konnte alles zunichte machen, was John und Cameron planten.

John wusste, er musste seine Tochter überzeugen sonst würde das in einer Katastrophe enden. Er ging zu ihr und kniete sich vor sie hin. „Kleines, ich muss das tun", begann er. Als Riley-Sarah energisch den Kopf schüttelte fuhr er fort: „Die Monster haben einen Jungen entführt, der wichtig ist, sein Name ist Kyle Reese. Er.....". John stoppte als er die Veränderung im Gesicht seiner Tochter bemerkte. „Was ist?" Fragte John seine Tochter.

„Wo ist Allison?" Fragte Riley-Sarah unvermittelt.

Cameron war bei dem Namen zusammengezuckt und kniete sich nun ebenfalls vor ihre Tochter. „Woher kennst Du denn Allison?" Fragte Cameron.

Riley-Sarah kratzte sich am Kopf. Als ich in Los Angeles war habe ich da Kyle, Allison und …...Dreck getroffen. Dann kam das Monster und das habe ich dann wegeglockt damit Allison und Kyle nichts passiert. Allison war so........", offenbar suchte sie nach Worten. „........warm", sagte sie nach langem Zögern.

Cameron und John sahen sich an und lächelten. John legte die Hände auf die Schultern seiner Tochter und sah ihr in die Augen. „Sieh mal Kleines, Kyle ist von den Monstern gefangen worden und vielleicht auch Allison. Um ihn vor den Monstern zu retten, muss ich mich auch fangen lassen.

Riley Sarah machte ein nachdenkliches Gesicht. Sie starrte einen Moment Löcher in die Luft, bevor sie wieder John ansah. „Aber....aber warum nicht Mommy, sie ist ein Engel?" Fragte Riley Sarah.

Cameron sah ihre Tochter an und legte eine Hand auf die Wange der Kleinen. „Süße, die Monster würden mich sofort erkennen, ich hätte keine Möglichkeit Kyle zu retten. Ich werde aber auf deinen Daddy aufpassen, das verspreche ich Dir. Bist Du jetzt so lieb und gehst in die Sporthalle? Savannah wartet sicher schon auf Dich."

„Ist gut Mommy, sagte Riley-Sarah, zögerte kurz und warf sich dann in Johns Arme. „Wenn die Monster Dir wehtun komme ich und rette Dich", sagte sie leise. Dann fuhr sie herum und rannte aus dem Raum.


Riley Sarah erreichte die Sporthalle, Savannah Weaver war gerade dabei sich warm zu machen. Sie saß auf dem Boden und machte Dehnübungen. Als sie zum Eingang blickte sah sie Riley-Sarah da stehen. Die Kleine sah sich in der Sporthalle um. Es dauerte keine 30 Sekunden dann hatte Riley-Sarah die Aufmerksamkeit aller Anwesenden.

Jeder der Anwesenden kannte und mochte die Tochter von John und Cameron. Die Meisten waren schon beim Laufen oder Springen gegen die 5 Jährige angetreten.

Riley-Sarah sah sich in aller Ruhe um und grinste. Schließlich ging sie zu Savannah, die gerade mit der Nase an ihre Kniescheibe stieß.

„Na du", sagte Savannah und drückte ihre Nase auf das andere Knie. Ihre rote Haarflut hatte sie zu einem Pferdeschwanz gebunden. „Komm wir laufen ein bisschen", sagte Savannah und kam mit einer eleganten Rückwärtsrolle auf die Beine. Dann lief sie los und Riley-Sarah immer hinter ihr her.

„John", Cameron legte eine Hand an Johns Wange. „Bitte, Du darfst das....."

„Cam......", unterbach John sie. „.......Ich muss das tun", sagte John und streichelte zärtlich mit dem Daumen über ihre vollen Lippen bevor er sie küsste.

Bei der Berührung ihrer Lippen hatte Cameron die Augen geschlossen. Nach dem sekundenlangen Kuss waren sie immer noch zu aber eine Träne suchte sich ihren Weg und lief ihre Wange hinunter. „Sei nur vorsichtig. Skynet kennt dein Gesicht nicht aber wenn es erfährt wer Du bist....."

„Ich weiß Cam, ich weiß", sagte John und legte Die Arme um seine Frau. Er drückte sie so fest, wie er es nur bei ihr tun konnte. Eine menschliche Frau hätte vor Schmerz zumindest gestöhnt wenn nicht gar geschrien.

„John?", Sarah hatte die Tür geöffnet und sah auf ihren Sohn und ihre Schwiegertochter, die sich umklammert hielten. Durch die offene Tür sahen das auch einige Leute in der Zentrale aber niemand störte sich daran. „Wir haben die Informationen. Die Sammler sind wieder unterwegs und wir wissen wo", sagte Sarah.

„John drehte den Kopf und sah Sarah an. „Dann geh ich mich mal umziehen", sagte John, bevor er Camerons Gesicht mit den Händen umfasste und die Tränen von ihren Wangen wischte.

Ein paar Stunden später lag Cameron mit zwei Soldaten in der Nähe des Century Arbeitslagers. Sie hatten Informationen, die John bekommen musste aber noch keine Möglichkeit gefunden diese Informationen an John zu überbringen. Seit zwei Stunden war John in dem Arbeitslager. Wenn Cameron nicht wollte, dass er die nächsten 6 Jahre dort verbrachte musste sie eine Möglichkeit finden, ihm diese Informationen zuzuspielen.

Stunden zuvor

Riley Sarah hatte Savannah mal wieder völlig außer Puste gebracht. Nach 30 Minuten gab die sportliche Savannah Weaver entnervt auf. Die kleine Connor war einfach zu schnell und ausdauernd. Eine Weile konnte Savannah mit Riley-Sarah mithalten aber nach 5 Minuten Dauerspurt gab Savannah auf.

Riley-Sarah lächelte als Savannah keuchend mit den Händen auf ihre Knie gestützt aufgab. Sie verabschiedete sich kurz und ging dann zurück zu Daddys Büro. Sie betrat das Büro aber niemand war da. Als sie stimmen aus dem Raum mit den vielen Computern näherkommen hörte, versteckte sie sich, um Daddy oder Mommy zu erschrecken. Als Mommy dann den Raum hinter Grandma Sarah betrat sah Riley-Sarah Tränen in Mommys Augen.

„Das ist eine Katastrophe", sagte Cameron.

„Ich weiß, aber was sollen wir tun", entgegnete Sarah.

„Wenn die 200 Maschinen erst zur zusätzlichen Bewachung des Lagers eingetroffen sind haben wir keine Möglichkeit mehr John und Kyle da raus zu holen", sagte Cameron leise.

„Zu mal es sich laut des Spähtrupps nicht um T600 handelt. Die neuen Maschinen glänzen wie Chrom und scheinen viel stabiler zu sein", ergänzte Sarah.

Cameron blickte auf. „T800. Coltan-Legierung", sagte Cameron mit Bestimmtheit.

„Ist das nicht zu früh?" Fragte Sarah kopfschüttelnd.

Cameron zuckte mit den Schultern. „Die Zukunft steht nicht fest", proklamierte sie.

Sarah ergriff Camerons Schultern. „Es ist deine Aufgabe meinen Jungen zu beschützen", sagte sie eindringlich und schüttelte Cameron an den Schultern. Sarah hatte Tränen in den Augen.

„Cameron hatte zu Boden gesehen und blickte nun auf und sah Sarah in die Augen."Du weißt, dass ich für John sterben würde. Vielleicht werde ich das auch und zwar heute. Ich werde John die Informationen bringen, koste es was es wolle.

Keiner der Beiden bemerkte das kleine Mädchen, das mit aufgerissenen Augen hinter einem Aktenschrank stand.


nähe Century

„Cameron, das Abwasserrohr hier ist die einzige Möglichkeit ungesehen ins Lager zu kommen. Sagte Timothy Jensen.

„Cameron lies den Kopf hängen. „Das Rohr ist selbst für mich zu klein. Ich muss also in das Lager einbrechen.

„Das ist Irrsinn!" Rief Tomothy Jensen. „Selbst Du kommst nicht an der T600 Kette vorbei. Wir sollten die Truppen sammeln und den Laden überfallen.

„Cameron sah nocheinmal hinunter in den Schacht, dann in Richtung des mit Scheinwerfern erhellten Lagers. „Wenn doch nur Catherine hier wäre...." murmelte Cameron. Dann sah sie Timothy an. „Ich habe keine Wahl. Wenn die Verstärkung hier ist, kommt da niemand mehr rein oder raus. Mit den neuen Plasmawaffen sind die fast unbesiegbar." Cameron zog Timothy in Richtung des Schuttberges, der sie vor Sicht aus Richtung des Lagers deckte. „Ich muss diese Nachricht", sie hielt einen wasserdicht verschlossenen Umschlag in der Hand. „Unbedingt John überbringen." Cameron steckte den Umschlag wieder in ihren Rucksack. Dann wandte sie sich wieder dem Lager zu.

Cameron und Timothy beobachteten weiter die Bewegungen um das Lager herum. Der alte Industriekomplex war von einer Kette aus T600 umgeben. Über dem Areal kreisten ständig ein paar H/K Drohnen. Einige Panzer standen an strategischen Punkten verteilt.

Timothy Jensen schüttelte nur den Kopf, nachdem er das starke Fernglas von den Augen genommen hatte. „Da kommst Du nie durch."

Cameron starrte weiter auf das Lager. Sie brauchte kein Fernglas. „Ich weiß aber ich habe keine Wahl. Ich kann nicht zulassen, dass ihm etwas passiert." Sie war so intensiv mit der Beobachtung des Lagers beschäftigt, dass sie nicht mitbekam, wie hinter ihr jemand den versiegelten Umschlag ergriff, der sichtbar in dem auf dem Boden stehenden Rucksack steckte. Als sie ein Geräusch hörte war es bereits zu spät. Der Umschlag war weg und eine kleine Gestalt kletterte gerade in den engen Abwasserschacht.


zuvor

Riley-Sarah stand geschockt und steif hinter dem Schrank, bis Mommy und Grandma wieder gegangen waren. Riley-Sarah spähte vorsichtig um die Ecke des Schrankes. Auf Zehenspitzen schlich sie an der offenen Tür zu dem Raum mit den vielen Computern vorbei, in dem Mommy und Grandma Sarah gerade mit einigen Onkels sprachen. Schnell entfernte sie sich von Daddys Büro. Sie lief eine Weile, in ihrem Kopf schwirrten die Gedanken. Sie hatte Daddy versprochen, ihn zu retten und genau das würde sie auch tun. Aber sie musste noch mehr tun, sie musste ihre Mommy ebenfalls retten. Bei dem Gedanken nahm ihr Gesicht einen entschlossenen Ausdruck an. Sie musste einen Engel retten.

Die Leute waren es mittlerweile gewohnt, dass die fünfjährige Tochter von John und Cameron Connor alleine unterwegs war. Sie hatte schon einige Babysitter zur Verzweiflung getrieben zumal Niemand in der Lage war sie unter Kontrolle zu halten. Letztendlich hatten John und Cameron ihrer Tochter so viel Vertrauen entgegengebracht sie alleine zu lassen. Wenn etwas nicht stimmte konnte sie über das Wandtelefon Hilfe rufen oder sie kam direkt zur Zentrale. Versuchsweise hatte John Riley-Sarah an den verschiedensten Stellen der Bunkerstadt ausgesetzt. Über Kameras beobachtet hatte das Mädchen in jedem Fall ziemlich schnell zur Zentrale oder ihr zu Hause zurückgefunden. Also hatten sie sich entschlossen das Mädchen nicht mehr beaufsichtigen zu lassen. Deshalb war niemand wirklich verwundert, dass das Mädchen einige Zeit lang um die Zentrale herumschlich.

Riley-Sarah lief unbeteiligt in der Nähe des Raumes mit den vielen Computern herum. Mommy und Daddy nannten den Raum Zentrale aber Riley-Sarah wusste nicht warum. Riley-Sarah unterdrückte den Impuls ihr gewohntes Grinsen aufzusetzen sondern hatte ein unbeteiligtes Gesicht, wie sie es von ihrer Mommy her kannte. Sie war die Tochter eines Engels, sie musste sich auch so benehmen. Schließlich sah sie ihre Mommy aus der Zentrale kommen. Grandma Sarah stand noch eine Weile an der Tür und sah ihrer Mommy hinterher. Riley-Sarah folgte ihrer Mommy vorsichtig bis nach Hause. Minuten später kam ihre Mommy in einem Kampfanzug heraus und ging in Richtung des Ausganges nach Los Angeles. Riley-Sarah hatte ihren Anzug schon vorher angezogen. Sie hatte auch ein Messer, von dem Mommy und Daddy nichts wussten.

Riley-Sarah folgte ihrer Mom bis zum Ausgang. Sie hatte sich schon genau überlegt, wie sie an den Wachen vorbeikommen wollte. Kurz nachdem sich die Tür hinter ihrer Mommy geschlossen hatte band sie die Hunde los. Die Onkels mit den Waffen drehten sich herum, sahen sich an und liefen den Hunden hinterher. Als sie aus dem Raum heraus waren, kam Riley-Sarah hinter der Kiste hervor. Sie lief schnell zur Tür. Eigentlich war das Tasdendings zu hoch für sie. Allerdings schaffte sie es, am Türrahmen hoch zu springen und sich mit einer Hand am Türrahmen festzuhalten. Dann drückte sie die Tasten, die die Onkels vorher gedrückt hatten. Mit einem lauten Klick sprang die Tür auf und Riley Sarah huschte hinaus. Sorgfältig verschloss sie die Tür. Dann lief sie in die einzig mögliche Richtung. Dieses Los Angeles verlief geradeaus ohne Abzweige. Es war enger als das Andere. In der Ferne konnte sie Lichter erkennen. Dass mussten ihre Mommy und Onkel Timothy sein. Sie folgte den Lichtern lange Zeit, bis sie plötzlich an einen Ausgang kam. Es war fast Dunkel aber nun begriff sie endlich, was Mommy und Daddy mit Los Angeles meinten. Sie hatte Städte bisher nur auf auf Fotos gesehen. Vor ihr lag eine riesige Stadt. Die Stadt allerdings war nicht wie auf den Bildern. Die Stadt vor Riley-Sarah war kaputt. Überall lagen Steine herum. Kein Haus dass sie sehen konnte war ganz. Überall waren Löcher in den Wänden. Riley-Sarah sah in einiger Entfernung ihre Mommy. Sie folgte ihr und Onkel Timothy eine lange Zeit. Schließlich sah sie ihre Mommy, wie diese ein beleuchtetes Gebiet beobachtete. Dann ging sie mit Onkel Timothy zu einem Schacht. Sie konnte nicht Alles verstehen aber Mommy passte wohl nicht in den Schacht. Das war Riley-Sarahs Chance. Sie würde vielleicht da rein passen. Sie schlich langsam und extrem leise näher. Als sie näher kam konnte sie das Gespräch zwischen ihrer Mommy und Onkel Timothy verstehen. Ihre Mommy rechnete damit zu sterben. Das konnte Riley-Sarah nicht zulassen. Sie musste einen Engel retten.


"Riley Sarah!" Rief Cameron leise und sprang zu dem Schacht aber sie Kam zu spät. Riley-Sarah war bereits außerhalb ihrer Reichweite.

Riley-Sarah sah zu ihr herauf. „Ich mache das", sagte sie mit der Bestimmtheit, die Cameron von ihr kannte.

„Nein, bitte komm da wieder raus", sagte Cameron verzweifelt.

Riley-Sarah sah Cameron lange in die Tränenerfüllten Augen. „Ich muss meinen Daddy retten", sagte sie „und meinen Engel", fügte sie noch leise hinzu.

Jetzt fielen Camerons Tränen auf ihre Tochter hinab. Riley-Sarah lächelte. „Ich weine nicht Mommy. Du weinst für uns Beide", sagte sie mit den Tränen ihrer Mutter auf den Wangen.

Jetzt weinte Cameron noch mehr und selbst Timothy, der Alles mitangehört hatte, hatte Tränen in den Augen.

Cameron sah weiter auf ihre Tochter hinab, die noch immer mit einem Lächeln zu ihr aufsah. „Lass sie für mich leuchten Mommy", hörte sie Riley-Sarah sagen. Cameron lies ihre Augen blau leuchten und versuchte zu lächeln. „Kleines, ganz unten hast du etwas Platz. Du musst Dich drehen und dann vorwärts in den Schacht vor dir kriechen. Du wirst lange unterwegs sein und du musst dich beeilen. Du musst deinen Daddy finden, bevor es hier draußen hell wird. Wenn du an einen Deckel mit Gitter. kommst sieh vorsichtig durch die Gitter Wenn Du Monster siehst, kriech weiter bis zum nächsten Deckel. Du bist ein großes Mädchen, du schaffst das."

„Ist gut Mommy, ich schaffe das. Ich werde Daddy retten", sagte Riley-Sarah und kletterte weiter den Schacht hinunter bis zum Grund. Dort kroch sie dann in die enge Röhre in Richtung des Century Arbeitslagers.

Als sie außer Sicht war sackte Cameron zu Boden, rollte sich zusammen und weinte haltlos. Timothy Jensen setzte sich neben sie und rieb tröstend mit seiner Hand über ihren Rücken.


Riley-Sarah hatte ihre Mommy weinen hören nachdem sie in das Loch gekrochen war. Einen Augenblick lang wollte sie umkehren um Mommy zu trösten aber sie wusste, dann würde sie Mommy nicht mehr gehen lassen und sie musste doch Daddy retten. Nun kroch sie schon seit sehr langer zeit durch die Röhre. Hier hätte auch Mommy reingepasst aber der Schacht vorher war auch für Riley-Sarah sehr eng gewesen. Als sie an den ersten Deckel kam versuchte sie herauszusehen. Als sich ihr Gesicht dem Gitter näherte trat plötzlich der Fuß eines Monsters laut auf den Deckel. Riley Sarah zuckte zurück, besah sich den Fuß dann aber genauer. So sah Mommys Fuß also unter der Haut aus. Sie widerstand der Versuchung das matt schimmernde Metall zu berühren. Nachdem das Monster weiter gegangen war kroch auch Riley-Sarah weiter. Riley-Sarah hatte kein Zeitgefühl mehr. Drei mal musste sie anhalten, weil vor ihr eine große Ratte aufgetaucht war. Die Tiere waren gefährlich, dass wusste Riley-Sarah. Sie wusste aber auch, dass sie stärker war und sie hatte das Messer. Sie zog es beim Anblick der Ratten aus einem ihrer Stiefel, die ihre Mommy extra für sie angefertigt hatte. Sie hatte den Ratten das Messer entgegengehalten und zwei von ihnen hatten daraufhin auch das Weite gesucht. Nur die Dritte hatte sie mit kalten Augen angestarrt und unvermittelt sprang das Tier. Das Tier hatte nur nicht damit gerechnet, dass Riley-Sarah so schnell war. So blieb auf ihrem Weg eine tote Ratte zurück, die wenig später von ihren Artgenossen zerrissen wurde. Nach dieser kleinen Auseinandersetzung näherte sich ihr keines der klugen Tiere mehr. Riley-Sarah war nicht wütend auf die Ratte. Das Tier tat nur Alles um zu überleben, genau wie die Menschen. Sie erreichte einen weiteren Deckel und spähte zwischen den Gitterstäben hindurch. Zuerst dachte sie, sie sähe einen Menschen und wollte schon rufen aber ihr Instinkt hielt sie glücklicherweise davon ab. Einige der Monster kamen auf den Menschen zu und blieben bei ihm stehen. Dann gingen alle drei in eine gemeinsame Richtung und als der Mensch an ihrem Deckel vorbeikam sah sie, dass der Mensch ein verkleidetes Monster war. Seine Haut hing im Gesicht an einer Seite runter und sie konnte das matt schimmernde Metall erkennen. Beim nächsten Deckel sah sie dann einige Menschen aber auch Monster, die diese Menschen bewachten. Sie kam zu einem weiteren Deckel wo Menschen waren. Die Monster waren zwar weiter weg aber immer noch sichtbar. So kroch sie weiter. Sie kam noch an drei weiteren Deckeln vorbei aber überall waren die Monster zu sehen. Schließlich kam sie an eine Stelle, an der es plötzlich steil abwärts ging. Es gelang ihr gerade noch sich an den Resten eines verrosteten Gitters festzuklammern aber ihre Beine schwebten über dem Abgrund.

Cameron hatte sich wieder so weit beruhigt, dass sie klar denken konnte. Ständig flackerten Bilder von Riley-Sarah über ihr HUD, so dass sie es schließlich entnervt deaktivierte. „Du musst zurückgehen und Sarah Connor den Vorfall schildern. Sag ihr, eine exakte Planung ist jetzt nicht mehr möglich und sie soll sofort alle hierher ausrücken lassen." Timothy Jensen nickte nur und wollte schon aufspringen und loslaufen. Cameron hielt ihn aber noch einmal am Arm fest. „Beeil Dich", sagte sie eindringlich. Timothy nickte und verschwand in Richtung der Bunkerstadt, während Cameron weiter das Lager scharf beobachtete.

„WAS HAT SIE GETAN?" Schrie Colonel Sarah Connor, bevor sie rückwärtstaumelnd in einen Stuhl fiel.

Timothy Jensen war ohne anzuhalten zur Bunkerstadt zurückgelaufen. Völlig atemlos erreichte er die Zentrale und hatte Sarah Connor Bericht erstattet. Nun wartete er ab. Jeder kannte das aufbrausende Temperament von John Connors Mutter und niemand hatte Lust in diesem Moment mit ihr zu sprechen.

Sarah saß einen Augenblick in dem Stuhl und starrte mit aufgerissenen Augen vor sich hin. Dann verzerrte sich ihr Gesicht bevor sie wütend mit der Faust auf den nächsten Tisch schlug. „Manchmal wünschte ich das kleine Monster hätte ein Endoskelett, dann könnte ich ihr das Fell über die Ohren ziehen", stiess sie zwischen den Zähnen hervor.

Jeder in dem Raum hatte die Worte gehört aber niemand nahm ihr die Worte übel. Sie alle wussten, wie sehr Sarah ihre Enkelin liebte. Und jeder wusste, warum sie die Worte gesagt hatte. Die kleine Riley-Sarah war manchmal eine richtige Plage. Es gab aber Niemanden, der das Kind nicht mochte. So waren alle Anwesenden entsetzt über die Erzählung Timothy Jensens auch wenn es niemanden wirklich verwunderte. Das Mädchen hatte von Anfang an ihren eigenen Kopf. Sie alle hatten Cameron zunächst misstraut aber ihre kleine Tochter mit der grenzenlosen Liebe zu ihrer Mutter hatte dann den Ausschlag gegeben. Die Leute tolerierten Cameron zunächst nur, waren aber schnell dazu übergegangen sie zu akzeptieren. Viele, insbesondere Mütter und Väter mochten Cameron sogar. Die Leute sahen sehr schnell, dass Cameron nicht nur ihre eigene Tochter liebte sondern dass sich ein Teil dieser Liebe auch auf alle anderen Kinder erstreckte.

Wenn Menschen von Außerhalb hinzukamen und von Camerons Natur erfuhren wurden negative Worte über Cameron in keinem Fall hingenommen. Während Cameron in solchen Fällen ein unbeteiligtes Gesicht aufsetzte und es einfach ignorierte, wurden diese neuen Leute später zur Seite genommen. Ihnen wurde dann sehr eindringlich klar gemacht dass sie Cameron zu akzeptieren hatten. Aber selbst die Unwilligsten lernten selbstständig, früher oder später wie menschlich Cameron war.

So kam es, dass Riley-Sarah für Alle praktisch zur Familie gehörte.

Als Die Soldaten wenig später zum Ausrücken bereit waren stellte Sarah fest, dass nicht nur die eingeteilten Truppen zum Ausrücken bereit waren sondern auch die Freiwachen. Selbst die Leute die zur Bewachung der Ein und Ausgänge eingeteilt waren hatten sich bereit gemacht. Stattdessen standen einige Ehefrauen als Wachen bereit. Sarah wollte aufbegehren und hatte schon den Mund geöffnet, schloss ihn aber wieder, als sie in die entschlossenen Gesichter der Menschen blickte. In diesem Moment wurde ihr entgültig bewusst, dass John nur mit Cameron und Riley-Sarah ZUSAMMEN in der Lage sein Würde, diesen Krieg zu gewinnen.


Cameron war verwundert, dass etwa ein Viertel mehr Leute aus der Bunkerstadt gekommen waren aber sie stellte keine Fragen, sondern lächelte nur dankbar. Die Leute sahen die Tränenspuren in ihrem Gesicht und lächelten ihr aufmunternd zu.

Cameron und die Kompanieführer berieten sich. Gerade als Cameron den Befehl zum Ausschwärmen erteilen wollte stand plötzlich Catherine Weaver da. „Ich habe noch einige Leute mitgebracht. Kannst Du noch Hilfe gebrauchen.

Cameron stand wie erstarrt und blickte auf die rothaarige Frau in der Uniform eines Brigadegenerals. Schließlich nickte sie. Dann wandte sie sich an die Kompanieführer. „Alles was ab Jetzt hier besprochen wird unterliegt der Geheimhaltung." Als die Männer nickten wandte sich Cameron an Catherine. „Kannst Du in das Lager eindringen? Wir haben einen Abwasserschacht, der da rein führt." Auf Catherines fragenden Blick sagte sie: „Der Schacht ist zu klein für mich."

Catherine Weaver nickte. „kein Problem, ich mach das schon", sagte sie mit Überzeugung. „Bring mich zu dem Schacht", sagte sie dann und drehte sich um, um den Tunnel zu verlassen.

Cameron hielt Catherine am Arm fest. „Catherine?" Weaver drehte sich wieder um und sah Cameron an. „Riley-Sarah ist durch den Schacht in das Lager gekrochen", sagte Cameron mit Tränen in den Augen. Catherine Weaver riss die Augen auf und nickte.

Zusammen mit den Kompanieführern gingen sie zu dem Abwasserschacht. Als sie dort eintrafen Befahl Catherine Weaver den Leuten, sie gegen Sicht abzuschirmen, damit nicht jeder mitbekam was jetzt passierte. Als Catherine sicher war, dass die Soldaten sie nicht sehen konnten schimmerte sie plötzlich silbern und verschwand in dem engen Schacht. Diejenigen von den Offizieren, die nicht über Catherine Weavers Natur informiert waren sogen scharf die Luft ein. Der Rest grinste Cameron an.

3 1/2 Stunden zuvor

Riley-Sarah hing mit einer Hand an dem verrosteten Gitter. Sie sah nach unten und erblickte einen Abgrund. Sie wusste nicht, dass das kleine Rohr in einen großen Hauptkanal mündete, den sie nun unter sich erblickte. Es gelang ihr mit Leichtigkeit sich in den Kanal zurückzuziehen. Nach einem letzten Blick in den Abgrund und einem Grinsen kroch sie zurück in das Rohr bis zu dem 4. Deckel, an dem die Maschinen am weitesten weg waren. Sie hob ganz vorsichtig den schweren Deckel an und schob ihn Milimeter für Milimeter beiseite. Sie wollte aus dem Kanal klettern, als sie eine Hand wie eine Stahlklammer am Handgelenk ergriff.


Als Riley-Sarah aufblickte sah sie kein Monster sondern einen Onkel mit Schmutzigem Bart, dreckiger, zerrissener Kleidung und stechendem Blick. „Wo kommst Du denn her", fragte der Onkel böse und zog Riley-Sarah hinter sich, um sie vor den Monstern zu verstecken. Dann legte der Onkel den Deckel zurück in seine Position. Riley-Sarah blickte über die Schulter des Onkels. Die Monster sahen in eine andere Richtung und hatten nicht bemerkt, wie sie aus dem Rohr gekommen war. „Ich habe Nachrichten von meiner Mommy für meinen Daddy. Er ist seit Heute hier."

Der verdreckte Mann sah zweifelnd über seine Schulter. „Wer ist denn dein Daddy?" Fragte der Mann.

Riley Sarah sah auf das Profil des Mannes. „Daddy ist Daddy", sagte sie verwirrt.

Der Mann lächelte und schüttelte den Kopf. Dann sah er zu einer Stelle an der Seite der Halle. Er wies mit dem Kopf dort hin. „Da drüben sitzen die heutigen Neuzugänge und winden sich vor Schmerzen über ihr neues Tattoo.

Riley-Sarah sah zu den Leuten hinüber und lächelte. Daddy saß neben Kyle an die Wand gelehnt. Kyle saß mit schmerzgepeinigtem Gesicht an Daddy gelehnt. Sie fasste an ihr Top und fühlte den in den Hosenbund gesteckten Umschlag. Sie wollte hinübergehen aber der Mann hielt sie fest.

„Warte, die Maschinen sehen zu uns hinüber. Wir dürfen uns nicht so viel bewegen sonst werden wir bestraft." Er hielt Riley Sarah so lange am Arm fest, bis sich die Aufmerksamkeit der Maschinen mal wieder auf die Front des Gebäudes richtete. „Jetzt los, aber langsam. Wenn Du dich schnell bewegst, werden sie aufmerksam", sagte Mann und schubste Riley-Sarah leicht in die Richtung der Neuzugänge.

Kyle Reese hatte den schlimmsten Tag seines Lebens hinter sich. Selbst der Judgement Day war nicht so schlimm gewesen. Damals war Derek wenigstens bei ihm. Jetzt als Jugendlicher sollte er eigentlich alleine klarkommen, aber er hatte panische Angst. Sein Arm schmerzte höllisch. Die Maschinen hatten etwas in seinen Arm eingebrannt. Das einzige was verhinderte, dass er auf der Stelle in Tränen ausbrach war der Mann neben ihm. Dieser Mann strahlte eine Zuversicht aus, wie Kyle sie nur von Derek her kannte. Im Gegensatz zu Derek war der Mann allerdings die Ruhe selbst. Er saß mit dem Kopf gegen die Wand gelehnt und schien zu dösen. Instinktiv hatten die Anderen sich im Halbkreis um ihn geschart.

Kyle hatte es gerade geschafft, den Schmerz in seinem Arm ein wenig abzublocken, als sich plötzlich Jemand neben ihn setzte und seine Hand nahm. Erstaunt öffnete er die Augen und sah die Person an. „Wo kommst Du denn her?" Fragte er so laut, dass fast die Maschinen aufmerksam wurden.

Eine der Maschinen blickte kurz in die Richtung der Neuzugänge „Nicht Reden!" Rief die Maschine und hob drohend die Waffe.


John hatte ein wenig gedöst. Als er nun auf Kyles Ausruf hin die Augen öffnete und an Kyle vorbei zur Seite sah und ein kleines dreckiges Mädchen erblickte, musste er ein zweites mal hinsehen, um unter dem Schmutz das Gesicht seiner Tochter zu erkennen. Erst wollte er es nicht glauben aber Zwei Dinge überzeugten ihn schnell davon. Ersteinmal die smaragdgrünen Augen und schließlich das unheimliche Grinsen, dass er nur von seiner Tochter kannte.

„Riley-Sarah!" Sagte John mit einem undefinierbaren Unterton. „..........Wie kommst Du hier herein?" Fragte er, nachdem er sich umgesehen hatte, ob sie beobachtet wurden. „Warum bist du hier? Wo ist Deine Mommy?"

Statt zu antworten griff Riley-Sarah in ihren Hosenbund. Hinter Kyles Rücken schob sie John einen Umschlag zu, den dieser erst bemerkte, als ihn der Umschlag berührte. Nach einem vorsichtigen Blick in Richtung der Maschinen öffnete er den Umschlag hinter seinem Rücken. Er zog das Blatt aus dem Umschlag und begann zu lesen. Nach dem ersten Satz weiteten sich seine Augen. Wenn das stimmte was hier Stand würden sie nach morgen Früh hier nicht mehr herauskommen, Niemand würde hier herauskommen. Die Geschichte würde sich wiederholen und er müsste sechs lange Jahre hier verbringen. Außerdem würde mit den neuen T800 noch eine Gruppe von Greys eintreffen, von denen ihn möglicherweise Jemand erkennen könnte. Cameron führte aus, dass sie den Angriff exakt für Mitternacht geplant hatte. John sollte auf die Zeichen achten und versuchen einen Ausfall durchzuführen.

John wandte sich wieder an seine Tochter. „Hat Deine Mommy dich etwa geschickt?" Fragte er verwirrt.

Riley-Sarahs Grinsen verschwand augenblicklich und machte einem entschlossenen Ausdruck platz. „Mommy passte nicht in das Rohr und dann wollte sie durch die Monster hindurch, das konnte ich nicht zulassen. Ich habe versprochen Dich zu retten und Mommy muss ich auch retten. Ich habe einfach den Brief genommen und bin in das Rohr geklettert." Riley-Sarah senkte den Kopf. „Mommy hat geweint", sagte sie traurig.

„Rohr?" fragte John verwirrt.

„Das Rohr, dass da hinten aus dem Boden kommt", sagte Riley-Sarah. „Zu klein für Große", fügte sie hinzu, als sie Daddys hoffnungsvollen Blick sah.

John legte den Kopf nach Hinten. Er überlegte, was nun werden sollte. Er wusste, dass in diesem Industriekomplex Hunderte von Menschen dahinvegetierten.

„Wie sollen wir nur die Leute verständigen?" Murmelte John vor sich hin.

„Ich mach das", sagte Riley-Sarah entschlossen.

John sah auf seine Tochter. Er wusste, in dieser Situation mit ihr zu diskutieren würde die Maschinen aufmerksam machen. Außerdem war sie tatsächlich die Einzige, die klein und schnell genug war, den Maschinen zu entkommen. Sie war so klein wie die anderen Kinder, die überall herumliefen, ohne von den Maschinen beachtet zu werden. Tief atmete er durch bevor er seiner Tochter zunickte.

John sah sich um. In jedem Raum war nur eine Maschine postiert. Gelegentlich lief einer der T600 von einem Raum in den Anderen. Trotzdem war es fast unmöglich eine der Maschinen zu überwältigen. Er wusste, dass der John Connor der ihm seine Cameron geschickt hatte 6 lange Jahre für die Vorbereitungen zur Flucht benötigt hatte. Sicher hatte er Hilfe von Außen aber keine Kommunikationsmöglichkeit. Er hatte Catherine Weaver aber die war unterwegs. Wenn Die Truppen angriffen würde es ein Blutbad geben. Bestimmt hatten die Maschinen im Lager den Befehl das Feuer zu eröffnen, wenn die Gefahr eines Ausbruchs bestand. Wie er es auch drehte und wendete, es würde viele Tote geben.

Trotzdem musste er die anderen Insassen benachrichtigen. Ein Erwachsener durfte sich keinen Meter bewegen. Nur bei der Essensausgabe durfte sich eine Person pro Halle bewegen, um das Essen zu verteilen. Es gab quasi keine Möglichkeit der Verständigung, außer ein Kind würde das tun. John hatte Kinder gesehen, die ungehindert von einer in die andere Halle laufen konnten. Als logische Wahl blieb da nur Riley-Sarah. Mit Tränen in den Augen sah er auf seine Tochter, die sich instinktiv schlafend an Kyle gekuschelt hatte. Er wusste genau, nur sie war vernünftig genug diesen Auftrag ausführen zu können.


John stieß seine Tochter an, die sofort hellwach war und erklärte ihr, was sie zu tun hatte. Riley-Sarah sollte mit den Anderen Kindern spielen und sich von Halle zu Halle bewegen. Dort sollte sie jeweils einem Erwachsenen den Brief zeigen und sagen, dass die Leute im Falle eines Angriffs in Deckung gehen faltete John den Brief zusammen und gab ihn Riley-Sarah, die ihn in die Tasche steckte.

Riley-Sarah erhob sich und ging hopsend und springend zu den anderen Kindern. Allerdings konnte sie der Versuchung nicht widerstehen, sich dem Monster zu nähern.

Als sie auf einen Meter an das Monster herangekommen war ging sie einmal um das Monster herum und blieb dann vor dem Monster stehen. Das Monster bewegte sich nicht nur seine roten Augen sahen kurz zu ihr hinab, dann aber wieder in die Halle hinein. Riley-Sarah konnte nicht anders. Sie mochte es überhaupt nicht, wenn man sie nicht beachtete. Das galt auch für Monster. Riley-Sarah trat drei Schritte vor und trat dem Monster auf den Fuß, so fest sie konnte. Nun bewegte sich das Monster doch und Riley-Sarah sprang schnell einen Meter zurück.

Cameron war immer noch viel zu aufgewühlt. Nicht nur dass ihr John in dem Arbeitslager war, nein auch ihre kleine Tochter war in Gefahr und sie konnte Beiden nicht helfen. Sie musste noch 2 Stunden und 33 Minuten mit dem Angriff warten. In ihrer derzeitigen Verfassung war das aber keine Option und so war sie zur Bunkerstadt zurück gelaufen, um mit Sarah zu sprechen. Jetzt saß sie auf ihrem Bett und Sarah hielt ihre Schwiegertochter in den Armen. Cameron barg ihr Gesicht an Sarahs Schulter und weinte jetzt seit 17 Minuten und 47 Sekunden. Sarah sagte kein Wort zu ihr, hielt sie aber in den Armen als wäre sie ihre Tochter.

Sarah war ebenfalls aufgewühlt, hatte aber noch nie erlebt, dass Cameron einen solchen Emotionalen Zusammenbruch hatte. Sicher, bei ihren Auseinandersetzungen mit John hatte sie schon mal schlimm geweint. Aber soetwas......... Sarah befürchtete dass wenn Riley-Sarah das nicht heil überstand, Cameron möglicherweise die Selbstzerstörung suchen würde und sie wusste genau, dass das John zerstören würde.

John hatte mitansehen müssen, wie sich seine Tochter der Maschine genähert hatte. Er schloss für eine Sekunde die Augen und schickte ein Gebet zum Himmel. Er hoffte inständig, dass Riley-Sarah so vernünftig war, es nicht auf die Spitze zu treiben. Dann sah er Riley-Sarah vor der Maschine stehen. 'Gott nein!' Schrie es in seinem Kopf als er sah dass seine Tochter die Fäuste in die Hüften stützte. Er wusste, wenn Riley-Sarah diese Positur einnahm ging etwas in ihr vor. Als er dann sah, dass Riley-Sarah auf die Maschine zuging, wollte er aufspringen, wurde aber von Kyle Reese zurückgehalten. John sah mit aufgerissenen Augen, wie seine Tochter der Maschine heftig auf den Fuß trat. Dann kam Leben in den T600.


Als sich die Maschine bückte um nach Riley-Sarah zu greifen sprang diese schnell zurück und grinste. Die Maschine richtete sich wieder auf und bewegte sie vorwärts Richtung Riley-Sarah. Diese bewegte sich rückwärts zwischen den anderen Kindern durch zur Nachbarhalle, während die Kinder ängstlich auseinander liefen. Riley Sarah war schon ein paar Meter in der anderen Halle als die Maschine am Durchgang stehenblieb, dort kurz verharrte , sich dann umdrehte und zu ihrem alten Platz zurückging. Offenbar war es wichtiger die Halle zu bewachen, als einem Menschenkind nachzugehen.

John saß sprachlos da und fragte sich, ob er das eben geträumt hatte. Wenn er die Kleine in die Finger kriegte........

Ihm war schon eine Sekunde später klar, dass er sie einfach in die Arme nehmen würde. Wie sollte er ihr auch böse sein, wo sie doch sein Glück mit Cameron komplett gemacht hatte. Sie waren eine Familie, etwas was er sich früher nie vorzustellen gewagt hätte.

Bei dem Gedanken daran fragte er sich sofort, was Cameron jetzt wohl durchmachte. Die beiden Menschen, die sie liebte waren in unsagbarer Gefahr und sie durfte ihrer Bestimmung zu beschützen nicht nachkommen. Dass musste sie fast an den Rand der Verzweiflung bringen.

Catherine Weaver spähte bei jedem Deckel hinaus und war schließlich am richtigen Deckel angekommen. Sie spähte bei jedem Deckel hinaus, bis sie John Connor erblickte. Leider hatte sie keine Möglichkeit, ungesehen in die Halle zu kommen, so musste sie also warten.

Riley-Sarah lief hopsend von Halle zu Halle. Zeigte den Brief und sagte den Leuten, dass sie bei einem Angriff in Deckung gehen sollten. Schließlich war sie überall gewesen. In der letzten Halle sah sie eine Öffnung in der Wand. Die Maschine, die diese Halle bewachte stand direkt vor dieser Öffnung. Wieder blieb Riley-Sarah vor der Maschine Stehen, die auf sie herabblickte. Dieses Mal blieb der Blick auf Riley-Sarah haften.

Schließlich machte die Maschine einen Schritt vorwärts. „Zurücktreten!" Schnarrte die Maschine unmoduliert. Der eine Schritt reichte Riley-Sarah. Schneller als die Maschine reagieren konnte huschte sie an den Beinen vorbei in die Öffnung in der Wand.

Sofort bei der ersten Bewegung hatte die Maschine das Feuer eröffnet. Riley-Sarah spürte einen Schlag gegen die Hüfte, dann ein Brennen.


John hörte die Schüsse, die in der Ferne des Komplexes aufklangen. Er dachte sofort an Riley-Sarah. Er schloss die Augen. Eine einzelne Träne der Verzweifelung bildete sich in seinen Augen, verlies diese aber nie. Solange Hoffnung bestand musste er stark sein und Hoffnung gab es immer.

Riley-Sarah wurde es eine Sekunde schwarz vor Augen, dann hatte sie sich wieder in der Gewalt. Als sie an ihre Seite fasste spürte sie etwas Klebriges an ihren Fingern, durch die Dunkelheit konnte sie aber nicht sehen, was es war. Wenn sie ihre Hüfte genauer abtastete stellte sie fest, dass sich ihre Haut an der Stelle merkwürdig anfühlte. Ungefähr so, wie ein rohes Stück Fleisch. Außerdem begann es fürchterlich zu jucken. Während dieser Gedankengänge kroch sie immer weiter. Die Öffnung in der Wand erwies sich als langer Tunnel, der nach Draußen zu führen schien, wie sie glaubte denn frische, kühle Luft strömte ihr entgegen. Trotzdem war sie ziemlich müde. Als sie an das Ende des Tunnels kam und hinaus sah, sah sie, dass sie sich vor dem Gebäude befand, Sie sah überall Maschinen herumstehen, die glücklicherweise nicht in ihre Richtung sahen. Sie sah auch kleinere Fahrzeuge, in denen Waffen und Munition lagen. ‚Das braucht Daddy', dachte sie. Sie sah sich um. Sprang auf und ging geduckt auf das nächste nFahrzeug zu und kletterte hinein.

„Cameron?" Fragte Timothy Jensen.

Cameron, die sich gerade noch einmal mit den Kompanieführern beriet drehte sich um. „Ja?"

„Du solltest besser mal herkommen", entgegnete er.

Cameron ging hin und hockte sich neben ihn.

„Links, ganz am Ende des Gebäudes. Der Luftschacht", erklärte er.

Cameron stellte ihre Augen auf Vergrößerung. Als sie den Luftschacht erblickte stöhnte sie Leise. Sie sah ein kleines Kind in einem Kampfanzug. Dass konnte nur Riley-Sarah sein.

„Cameron, sieh Dir mal ihre linke Hüfte an", sagte Timothy weiter.

Cameron fokussierte ihren Blick auf die Hüfte ihrer Tochter und hätte fast aufgeschrien, als sie die Feuchtigkeit erblickte. Dass musste Blut sein, offenbar war sie verletzt. Sie sah, wie ihre Tochter zu dem Wagen schlich und darin verschwand. „Was hat sie nur vor?" Fragte Cameron leise, mehr zu sich selbst.

„Sie ist ein kluges Mädchen, sie wird sich schon irgendwas dabei denken", sagte Timothy Jensen. „Vielleicht ist das an ihrer Hüfte gar keine Verletzung?" Fragte er leise.

„Doch aber sie ignoriert das. Wir wissen, dass sie relativ schmerzunempfindlich ist aber sie hat noch nie wirklich eine Verletzung gehabt", entgegnete Cameron. „Hoffentlich verblutet sie nicht", fügte Cameron hinzu und ihre Augen füllten sich mit Tränen.


Riley-Sarah Sah sich in dem Wagen um. Hauptsächlich große Gewehre lagen hier. Davon konnte sie nicht viele mitnehmen. Schließlich entschied sie sich für ein Gewehr, dass auch die Onkels zu Hause immer dabei hatten. Da wusste sie wenigstens, was sie mitnehmen musste. Sie stopfte sich so viele von den Kugeldingern, die unten in das Gewehr kamen in die Taschen wie möglich. Dann versuchte sie zwei von den Gewehren mitzunehmen aber das klappte nicht wirklich. Sie verhedderte sich sofort, da die Gewehre fast so groß wie sie selber waren. Schließlich entschloss sie sich nur eines für Daddy mit zu nehmen. Dann ging sie wieder zum Ende der Ladefläche und sah vorsichtig hinaus. Noch immer nahm keines der Monster Notiz von ihr, als sie runterkletterte. Alle Monster starrten nur in die andere Richtung. Riley-Sarah wollte schon loslaufen, als ihr einfiel, dass Drinnen das Monster sicherlich auf ihre Rückkehr wartete. Sie sah sich sorgfältig um und sah einen der Deckel, an denen sie vorbeigekommen war, als sie durch das Rohr gekrochen war. Langsam und leise näherte sie sich dem Deckel und hob ihn heraus. Dann versuchte sie das Gewehr hineinzuschieben, was sich als schwierig erwies, da das Gewehr fast zu lang war. Mit einem letzten Blick zu den Monstern schob sie sich schließlich selbst hinein. Dann schloss sie den Deckel, der mit einem leisen Poltern hineinfiel.

In diesem Moment drehte sich eine der Maschinen herum, konnte aber glücklicherweise den Ursprung des Geräusches nicht identifizieren.

Als Riley-Sarah wieder zu dem Deckel Kam, wo Daddy war, sah sie noch Jemanden in dem Rohr. Sie nahm das Gewehr und versuchte auf die Gestalt im Dunklen zu zielen, genau wie die Onkels das zu Hause auch taten.

Catherine harrte schon sehr lange in der Nähe des Deckels aus. Schon von weitem hörte sie, wie Jemand in das Rohr kletterte und in ihre Richtung kam. Dann erkannte sie ein Kind, das konnte nur Riley-Sarah sein. Als sie schließlich sah, dass Riley-Sarah offensichtlich eine Waffe auf sie richtete entschloss sie sich sich bemerkbar zu machen. „Riley-Sarah", sagte sie leise.

Riley-Sarah hatte gehört, dass die Gestalt vor ihr ihren Namen gerufen hatte. Sie hatte auch sofort erkannt, wem die Stimme gehörte und senkte die Waffe. „Tante Catherine?" Riley Sarah sah in dem Licht, das durch den Deckel fiel ein kurzes Glitzern, dann kam Tante Catherine auf sie zu gekrochen.

„Was machst Du hier? Fragte Catherine Weaver ihre Patentochter.

Riley-Sarah sah in das Gesicht ihrer Patentante. „Hab ein Gewehr für Daddy mitgebracht", sagte sie treuherzig.

Catherine Weaver sah ihre Patentochter lächelnd an. Dann sah sie das Blut an Riley-Sarahs Händen. „Bist Du verletzt?" Fragte Catherine.

Riley-Sarah legte den Kopf schräg. „Keine Ahnung", sagte sie nachdenklich. „Ich habe eben einen Stubser gegen die Hüfte bekommen. Hat ein bisschen gebrannt und juckt jetzt total. Wenn ich kratze wirds nur schlimmer."

Catherine schob sich vorsichtig an Riley-Sarahs Oberkörper vorbei. Dann besah sie sich die Verletzung. Die Verletzung war völlig verdreckt aber heilte bereits. Es war eine fingertiefe Risswunde. Ein wenig Sorgen machte sich Catherine um eine mögliche Infektion. Wenn Riley-Sarah aber Camerons Fähigkeit zu heilen geerbt hatte, dann hoffentlich auch ihre Resistens gegen Infektionen. Zumindest hatte sie kein bisschen Fieber, wie Catherine erleichtert feststellte.

In diesem Moment vernahm Catherine in der Ferne des Rohres einen Heulton. Das war das mit Cameron verabredete Zeichen, dass es in exakt 5 Minuten losgehen würde. Sie ergriff Riley-Sarah am Arm. „Kleines, was immer Du gleich auch siehst, vergiss nie, dass ich deine Patentante bin,"

Als Riley-Sarah nickte verflüssigte sich Catherine und drehte sich dann dadurch herum, dass sie ihre Form einfach in die andere Richtung änderte. Riley-Sarah hatte davon in der Dunkelheit nicht viel sehen können außer dass plötzlich Catherines Füße vor ihr waren. Catherine kroch zurück zum Deckel und schob einen Finger hinaus. Unter Mithilfe ihrer Maschinensinne stellte sie die Position des T600 in der Halle fest. Dann verflüssigte sie sich, spannte ihre flüssige Form wie eine Feder und schnellte sich mit aller Gewalt aus dem Schacht. Den Deckel riss sie dabei mit und schleuderte ihn mit großer Wucht in Richtung der Maschine. Der Deckel Traf die Maschine hart vor die Brust, konnte sie natürlich nur kurz ablenken. Währenddessen lief Catherine in schimmernder Gestalt zwischen den entsetzten Gefangenen hindurch auf die Maschine zu, die gerade das Feuer auf sie eröffnete.

Die Treffer verlangsamten Catherine natürlich nur. Als der T600 sich verschossen hatte und Catherine verwirrt anstarrte streckte diese einen Arme aus und zerstörte den Schädel des T600 mit einem Lanzenstoß. Als sie sich zu John herumdrehte sah sie Riley-Sarah, die John gerade das Gewehr brachte. Sie nickte John zu und lief dann zur nächsten Halle.

Riley-Sarah hatte beobachtet, wie Tante Catherine sich verwandelte. 'Noch ein Engel', dachte sie. 'Anders als Mommy'. Sie kroch zum Ausgang und schob sich durch die Öffnung. Mit etwas Mühe zog sie das Gewehr hinter sich her. Solange das Monster abgelenkt war wollte sie zu Daddy und ihm das Gewehr bringen. Der schmutzige Mann sah sie an, sagte aber diesmal nichts, wahrscheinlich weil er hinter einer Kiste in Deckung gegangen war. Riley Sarah lief zu Daddy und gab ihm das Gewehr. Dann nahm sie noch die Kugeldinger aus den Taschen. Daddy drückte sie kurz an sich und schob dann eines der Kugeldinger in das Gewehr.

Währenddessen hatte Cameron den Feuerbefehl erteilt. Die Schützen mit den Raketenwerfern und die Scharfschützen mit den Cal. 50 Gewehren feuerten zuerst.

Die Panzer wurden zuerst mit Raketen beschossen. Keiner der Panzer konnte noch einen Schuss abfeuern. Dann traf es die Drohnen, die naturgemäß schwieriger zu treffen waren. Der Rest der Truppen eröffnete das Feuer auf die Maschinen. Die schon nach der ersten Explosion das Feuer erwiderten indem sie auf das Mündungsfeuer schossen. Sogleich entbrannte ein heftiger Schusswechsel. Etwa 100 Maschinen standen ca 100 Soldaten gegenüber. Auf beiden Seiten wurden Abschüsse erzielt. Zwar wurden die Maschinen der Reihe nach durch die Scharfschützen erledigt, diese gerieten aber ebenfalls unter das präzise Feuer der Maschinen. So verlor der Widerstand einen Soldaten nach dem Anderen. Schließlich hatten sich die Reihen der Maschinen gelichtet.

Catherine Weaver Schaltete eine Wache nach der Anderen aus. John folgte ihr mit den Leuten bis sie schließlich alle in der letzten Halle versammelt waren. Dort verschanzten sich Alle an der Rückwand hinter einigen schweren Maschinen.

John stand schließlich mit der Silbrigen Catherine in der Mitte der großen Halle und diskutierte das weitere Vorgehen. Riley Sarah lies es sich nicht nehmen neben ihrem Vater zu stehen und Catherine anzustarren. Wider Erwarten sagte sie allerdings kein Wort.

Vor der Halle waren deutlich Kampfhandlungen zu vernehmen. Immer wieder klangen Explosionen auf. Dann traf eine der Granaten die Tür der Halle und schleuderte sie nach innen. Mit der Explosionswelle flogen auch zwei Maschinen in die Halle, die zwar beschädigt aber noch funktionsfähig waren. Direkt hinter den Maschinen stürmte eine offensichtlich wütende Cameron in den Raum. Sie ergriff einen der T600 und schleuderte ihn gegen die Wand. Während sich Catherine Weaver um den zweiten T600 kümmerte, folgte Cameron der Maschine, ergriff den Kopf des T600 und schmetterte ihn solange immer wieder gegen die Wand, bis dieser wie eine zerdrückte Bierdose aussah. Mit geballten Fäusten drehte sie sich schließlich herum, erblickte zuerst Catherine, nickte ihr zu, dann John, was sie lächeln ließ und dann Riley-Sarah. Ihre Augen weiteten sich vor Horror. „RILEY-SARAH!" Schrie sie in höchster Panik.


John wirbelte herum. Was er sah, lies das Blut in seinen Adern gefrieren. Während Cameron an ihm vorbeihastete musste er erst verdauen was er sah. Riley-Sarah war auf die Knie gesunken und starrte auf ihre linke Schulter während Kyle Reese sie im Arm hielt. Eine etwa 50 Zentimeter lange und 5 Millimeter dicke Eisenstange hatte sich durch ihre Schulter gebohrt. Offenbar ein Teil des zerstörten Tores. Riley-Sarah war blass aber offensichtlich bei Bewusstsein.

„Kleines, das wollte ich nicht", sagte Cameron ohne zu bemerken, dass Kyle sie entsetzt anstarrte.

„Mommy, ist nicht deine Schuld", sagte Riley-Sarah leise. „Tut auch überhaupt nicht weh, juckt nur", sagte sie und wollte an den Fremdkörper greifen um ihn herauszuziehen.

Cameron hielt Riley-Sarahs Hände fest, während Tränen ihre Wangen hinunterliefen. Nur am Rande bemerkten sie, dass John und Catherine ebenfalls neben ihr knieten.

Kyle Reese hingegen atmete kaum. Er hatte eine Horrorangst vor der silbernen Maschine, mehr noch allerdings entsetzte ihn die Frau direkt neben ihm, der Tränen die Wangen hinunterliefen und die das kleine Mädchen Mommy genannt hatte. Die Frau hatte diverse Schussverletzungen auch im Gesicht. Was Kyle allerdings entsetzte war das glänzende Metall, dass man in den Verletzungen sehen konnte.

John sah von Riley-Sarah auf die schimmernde Catherine Weaver. „Catherine, kannst Du etwas tun?" Fragte er.

Catherine sah kurz auf John und nickte dann. Vorsichtig berührte sie die Stange in der Nähe der Schulter. Flüssiges Metall umschloss die Stange und floss an der Stange entlang in die Wunde. Schließlich bewegte sich die Stange und schob sich nach Hinten aus Riley-Sarahs Schulter. „Das ist interessant", kamen die Worte aus dem silbernen Mund des T1001.

„Was denn", fragten Cameron und John wie aus einem Mund.

Der T1001 zog sich langsam aus Riley-Sarahs Körper zurück. Cameron wollte schon protestieren als die Maschine weitersprach. „Die Wunde blutet fast überhaupt nicht".

Als der T1001 sich aus der Verletzung zurückzog griff Riley-Sarah plötzlich nach dem flüssigen Metall und beobachtete grinsend, wie das silbrige Metall durch ihre Hände floss. Dann warf sie sich in die Arme ihrer Mommy.

John atmete auf und umschloss Beide kurz mit seinen Armen. Dann wandte er sich an Kyle Reese der immer noch starr vor Schock die Szene beobachtete. John streckte ihm die Hand hin. „Ich bin John Connor" sagte er dann.

Kyle Reese starrte noch immer auf die Szene vor ihm. Dann griff er automatisch nach der Hand, die ihm entgegengestreckt wurde. Er hob langsam den Blick und sah in die grünen Augen seines Gegenüber. Nur langsam sickerte die Erkenntnis in seinen Verstand. Plötzlich weiteten sich seine Augen. „John Connor, General John Connor?" Fragte er

John hatte schon den Mund geöffnet als Riley-Sarah sich von ihrer Mommy löste. „Das ist Daddy", sagte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.

Cameron prustete plötzlich los, als sie die Worte hörte und in das ernsthafte Gesicht ihrer Tochter sah. Selbst der immer noch silbern schimmernde T1001 gab glucksende Töne von sich. Auch John lächelte und selbst Kyle konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Die Gefangenen, die die drei Menschen und zwei Maschinen beobachtet hatten erkannten erst jetzt, dass die Gerüchte über John Connor der Wahrheit entsprachen. Er hatte tatsächlich Freunde unter den Maschinen. Echte Freunde, so wie es aussah. Und nicht nur Das.............

Kapitel Epilog

Die Befreiungsaktion verlief planmäßig der Widerstand hatte nur 22 Tote und 36 mehr oder weniger Schwerverletzte zu beklagen während Skynet an diesem Tag seine gesamte Truppe verloren hatte. Dafür wurden insgesamt 321 Gefangene aus dem Lager befreit. Unter den Toten befand sich leider auch Lieutenant Timothy Jensen, der sich einer Granate in den Weg geworfen hatte, die ansonsten Cameron getroffen hätte. Als ein paar Stunden später Skynets Verstärkung bestehend aus T800 eintraf, war das Industriegelände völlig verlassen. Nur die zerstörten Maschinen zeugten von der Auseinandersetzung. Kein menschlicher Toter war zu finden. John Connors Familie hatte selbst die Toten Heim gebracht.