Jou unsere Naomi hat se nich mehr alle xD und an meiner Hand klebt n gips -.- heißt die ups werden bissl brauchen... ich kann nur sagen... i'm so soooooorry =(


Der nächste Morgen muss schon lange angebrochen sein. Ich wache mit einem eigenartigen Gefühl auf, weil ich länger geschlafen haben muss als sonst. Hier unten ist es richtig kalt, arschkalt. Total verballert taste ich nach dem Lichtschalter und der Raum wird in ein Neonlicht gehüllt. Meine Augen blinzeln, bis sie sich an die grelle, graue Umgebung gewöhnt haben. „okay" ich seufze und beschließe meinen Tag zu starten wie immer, also schreite ich förmlich nach oben, öffne die Tür und bemerke sofort, dass ich nicht allein bin. Effy atmet schwer, sie ist schon wieder wach, ganz anders als die kleine Rothaarige, die ihren Arm auf den von Effy gelegt hat und ruhig schlummert. Meine Beine tragen mich zu den Neuankömmlingen. „Hey? Effy richtig?"

Sie schluckt trocken und versucht zu nicken. „weck... sie nicht... lange Nacht"

Ohne ein Wort zu sagen verschwinde ich in der Küche und kehre mit einer Flasche Wasser zurück. „Du musst trinken" Mir ist klar, dass sie alleine nicht im Stande sein wird etwas herunter zu bekommen, also knie ich mich vor die Matratze, lehne mich über die friedlich schlafende Emily, hebe mit einer Hand Effy's Kopf an und setze mit der Anderen die Flasche an Effy's Mund an, so dass sie trinken kann und das tut sie auch, wie verrückt. „Langsam..." ich spreche so leise und sanft, dass ich mich selbst kaum wieder erkenne... ich hatte viel Zeit mich kennenzulernen und so... bin ich eigentlich nicht.

Gerade nehm ich die Flasche vorsichtig von Effy weg und lasse ihren Kopf auf's Kissen sinken, als ich eine warme Hand auf meiner entblößten Hüfte spüre. Mein Shirt muss hochgerutscht sein und die Wärme, die von dieser Hand ausgeht, macht mich ganz kirre „Steh noch nich auf Babes, wir haben doch noch Zeit"

Emily's heisere Morgenstimme lässt mich ganz zurückschrecken, ihre Hand gleitet an meinem Körper entlang, bis ich wieder aufrecht vor der Matratze sitze. Mit einem Schmollen macht Emily ihre Augen verschlafen auf, sieht mich zuerst verträumt und dann im nächsten Augenblick geschockt an. „Effy muss trinken". Ein komisches kribbeln blieb zurück an den Stellen an denen sie mich angefasst hatte. Wenn mich nicht alles täuscht, dann seh ich mindestens genauso schockiert aus, wie sie.

„Tschuldigung ich dachte... ich dachte" es ist ihr unangenehm... gut so! Diese Frau soll mich noch einmal anlangen und dann... und... dann?

Ich zucke mit den Achseln „wie auch immer... kümmer dich um sie, du hast lang genug geschlafen" Mein Ton ist kälter als der Keller in dem ich übernächtigt hab. Sie will etwas sagen, doch ich bin schneller im Badezimmer. Kopfschüttelnd zieh ich mich aus, mir ist unbegreiflich, was da eben passiert ist. Ich spüre ihre Hand immer noch auf mir. Diese Wärme, dieses ungewohnte Gefühl... widerlich. Ich steige in die kleine Duschkabine, lass das eisige Wasser über meine kalte Haut fließen und trotzdem scheine ich innerlich zu brennen, also schrubbe ich meine Hüfte ab, meine Taille, bis ich SIE nicht mehr an mir haften habe. Unfähig in die Gesellschaft zurückzukehren, das muss ich sein, wenn mir diese einzige Berührung so zu schaffen macht. Gesellschaft, wenn es stimmt, was Emily gesagt hat, dann gibt es bald keine Gesellschaft mehr, keine Normen und Regeln, keine sozialen Kontakte, die man pflegen muss. Eine Welt ohne Menschen, überlagert mit Kreaturen... Mir fällt auf, dass mir dieser Gedanke beinahe schon gefällt. Was ist aus mir geworden? Eine relativ kurze... okay, längere Zeit ohne jeglichen Kontakt zu anderen menschlichen Lebewesen und ich... werde zu jemanden, der genau das, wonach ich glaubte mich gesehnt zu haben, jetzt vermeiden will? Macht das überhaupt Sinn? Eine weitere Minute kühlt das Wasser mich weiterhin ab. Das griffbereite Handtuch bedeckt meinen Körper binnen weniger Sekunden und ich schau mich unglaubwürdig im Spiegel an. Meine verblassten Augen sehen müde aus, doch mein Gesicht erstrahlt in neuem Glanze, widersprüchlich. Hab ich meinen Verstand verloren?

Ein Poltern an der Tür versetzt meinen Körper erneut in einen Schockzustand, ich starre das hölzerne Objekt an und wieder donnert etwas von außen dagegen, bis Emily's besorgte gedämmte Stimme ertönt „Naomi? Is alles gut? Du bist schon ewig da drin."

Gedankenlos mach ich die Tür auf, ihre braunen Augen, die sich so sehr von dem ganzen Grau abheben, sehen mich an, wandern an mir herunter und schießen wieder zurück um in meine Augen zu schaun. Geistig geb ich mir einen Schlag gegen meine Stirn. Ich umklammere das Handtuch, das mich kleidet, fester und sage mit fester Überzeugung „Alles in Ordnung" ich knall ihr die Tür vor der Nase zu, dreh mich um und lehne mich gegen die Barrikade. „Scheiße" flüstere ich mir selbst zu.

„I-ich hab nichts gesehn! Ich schwörs!" stotternd versucht sie sich zu rechtfertigen, mich juckts nicht.

Ich lass das Handtuch fallen. Meine Haut ist nicht mehr so weich wie sie's einst war, das Schlimme daran ist, dass es mich nicht mal mehr stört. Warum auch? Ich hatte ja niemanden, der mir zu nahe gekommen ist, bis letzter Nacht. Verdammt. „Kümmer dich um Effy" keine Antwort. Trotzig zieh ich mich wieder an, der mir kratzig erscheinende Stoff fühlt sich vertraut und beruhigend an. Ein letzter Blick in den Spiegel und ich verlasse das Badezimmer. Emily ist über Effy gebeugt, sie nähert sich langsam ihrem Ohr. Das ihr zugeflüsterte zaubert Effy ein schwaches Lächeln auf die Lippen und ich frag mich, was die kleine Rothaarige ihr wohl ins Ohr gesetzt hat. Vielleicht verbünden sie sich gegen mich, sobald Effy wieder fit ist... oder... Wahnsinnig ist. Vorstellen kann ichs mir. Mitten in der Nacht würde ich aufwachen, Emily würde mich packen, hochreißen und Effy's Hand würde mir die Klinge meines eigenen Messers in meinen Körper rammen, bis dieser nachlassen würde... oder sie sind gnädig und schlitzen mir schlicht und ergreifend die Kehle auf während ich schlafe ODER sie sind noch grausamer und werfen mich den Mutanten zum Fraß vor und ergötzen sich an dem Anblick der sich ihnen bieten würde. Bildlich sehe ich die Szenarien vor meinem geistigen Auge, bis mich eine tobende Ruhe, braune Augen mich zurück katapultieren. Blinzelnd versuch ich auf sie einzugehen, doch ich hör sie nicht, ich seh nur noch dieses Braun.

Sie bewegt ihre Lippen und ich kann meinen Namen von ihnen ablesen, doch ich bin so festgefroren, dass ich ihr keine Antwort geben kann, was is'n hier LOS? Erst als ihre Hände auf meinen Oberarmen landen und sie mich durchschüttelt, komm ich aus dieser Starre raus. Entsetzt, angewidert, auf ein Neues schockiert und zutiefst gekränkt, von mir und ihr, reiße ich mich von ihr los „fass! Mich! NIE! Wieder! AN! Verstanden?"

Emily's Hände heben sich abwehrend „Sorry, du warst nur... ich... du... eh"

„lass gut sein! Was willst du?" abgedrehter geht's nich.

Ihre Arme fallen wieder „Essen?"

„Küche... bin unten" Ich muss Klarheit schaffen, für mich. Mit einer kleinen Bewegung zeige ich ihr die Küche und verschanze mich möglichst schnell nach unten, nach unten, wo sie mich nicht kriegen können. Bisher waren meine größten Ängste für immer allein zu sein oder dass eines dieser Namenlosen hier eindringt und mich erledigt, doch das Blatt hat sich gewendet. Jetzt habe ich mehr Angst, vor den Menschen, die sich momentan in meinem Wohnraum aufhalten. Grundlos? Das wird sich noch herausstellen. Verdammt... ich bin Naomi Campbell... Es braucht mehr als nur zwei blutige Anfänger um mich zu bezwingen. Was genau mach ich hier unten eigentlich? Nicht ich bin es, die den anderen ausweichen muss. Sie müssen sich vor mir in Acht nehmen und nicht umgekehrt. Keine Chance, ich lass mich doch nicht zurückdrängen. Im umfunktionierten Keller ist es nach wie vor arschkalt, erst, wenn ich den Generator anschmeiße oder den alten Ofen entfache, wird's hier wärmer werden, aber das habe ich nicht vor, noch nicht. Ich packe meinen Schlafsack zusammen und mach mich wieder auf den Weg nach oben.

Emily sitzt auf der Matratze, Effy liegt, ihr Kopf leicht angehoben und die beiden futtern Ravioli aus der Dose, als ich in das Zimmer stürme. „Ich will eins Klar stellen"

Effy isst seelenruhig weiter, während Emily's geschockter Blick mich trifft wie eine abgefeuerte Kugel. „sprich?"

„Das" Ich deute mit meinem Zeigefinger um mich herum „ist meins, mein Revier, hier gelten meine Gesetze" Emily's Aufmerksamkeit habe ich, sie nickt erwartungsvoll „Und wenn ihr versuchen solltet, mich kalt zu machen... dann solltet ihr euch was gefasst machen"

Effy fängt an zu grinsen, ein komisches Grinsen, als hätte sie geahnt, dass ich so etwas sagen würde und Emily zieht ihre Brauen zusammen „Was?"

„Wenn ihr vorhaben solltet mich auszuschalten, dann muss ich euch warnen, dieses Licht ist heißer als ihr denkt" Das hat sich komisch angehört.

„Sie denkt wir sind hier um sie zu eliminieren Ems, uns ihre Habe unter den Nagel zu reißen" Das ist mehr als ich je von der verwundenden Brünette gehört habe, aber ich bin beeindruckt. Sie hat nicht die Kraft um aufzustehen, aber sie hatte sofort den Durchblick, der bei Emily zu fehlen scheint, vielleicht sind die Beiden deshalb Partner oder was auch immer.

Emily schüttelt den Kopf „Wir brauchen dich... außerdem" sie hebt kurz ihre Schultern „Ich hätte nicht den Hauch einer Chance gegen dich und von Effy müssen wir gar nicht erst anfangen... wir sind deine Verbündeten Naomi, nicht deine Feinde... Die Feinde sind da draußen und alles was wir wollen ist überleben... okay?"

„Gut" Ich leg meinen Schlafsack an die von der Matratze gegenüberliegende Wand, breite ihn aus und setze mich mit dem Rücken an die besagte Wand. Mein Blick wandert von Effy zu Emily und wieder zurück, sie scheinen sich nicht im geringsten gestört zu fühlen durch die Tatsache, dass ich sie beobachte. Ganz entspannt essen sie weiter. Mir entgeht nicht, dass Emily ab und an ihre Augen in meine Richtung dreht, aber ich lass mir nichts anmerken.