BPOV

„Was?" Rufen fünf erstaunte Vampire.

„Sie ist nicht mal 10 Zentimeter gesprungen, sie hat verloren." Behauptet Emmett.

„Danke Jacob, danke." Rufe ich erfreut und springe, wie ein kleiner Flummiball, auf und nieder.

„Kann mir das einer mal erklären?" Fragt Emmett verwirrt.

„Hast du schon mal einen Baum springen sehen?" Frage ich zurück, mit einen breiten Grinsen im Gesicht und lache dann herzhaft drauf los. „Emmett ist sprachlos, ich glaube es nicht." Ich versuche mich wieder zu beruhigen, was aber bei dem Gesichtsausdruck von Emmett nahezu unmöglich ist. Als ich mich wieder einigermaßen beruhigt habe, versuche ich es Emmett zu erklären, „Emmett, ich hab nie behauptet über den Baum zu springen. Ich hab nur gesagt ich kann höher springen als der Baum. Und Bäume können nicht springen." Ich lache erneut laut los und greife mir dabei an dem Bauch der anfängt wehzutun.

„Mist, der Mensch hat uns ausgetrickst." Spricht Emmett, dreht sich um und stapft geschlagen davon. Rosalie dreht sich ebenfalls um und rennt zu ihrem Freund.

„Danke Jacob, der war wirklich gut." Bedanke ich mich bei Jacob und drehe mich zu ihm um. Jacob hat ebenfalls ein breites Grinsen im Gesicht.

„Kein Problem Bella." Antwort mir Jacob. „Du weißt ich helfe dir gerne." Jacob steigt wieder in sein Auto ein. „Hast du am Freitag schon was vor?" Fragt er mich.

Ich schüttele nur mit dem Kopf.

„Wenn du Lust hast ins Reservat zu kommen, wir wollen ein Lagerfeuer am Meer machen. Ich hoffe du kommst."

„Okay, ich werde da sein." Sage ich, bevor Edward mir ins Wort reden kann. Ein paar Stunden am Strand mit Jacob und den anderen als Dank für diesen Streich, da kann ich gern zustimmen.

„Dann bis Freitag." Sagt Jacob und fährt vom Schulhof.

Ich drehe mich um und schaue in das entsetzte Gesicht der restlichen verbliebenen Vampire, nur in Jaspers Gesicht kann ich noch einen Hauch von Lächeln erkennen.

„Was?" Frage ich.

„Warum hast du zugestimmt, am Freitag ins Reservat zu fahren?" Fragt mich Edward entsetzt,

„Weil du am Freitag mit Emmett jagen gehen wolltest?" Sage ich.

„Aber ich dachte, du kommst zu uns, wir wollten doch nach Seattle einkaufen fahren." Sagt Alice.

„Wollten wir?" Frage ich, ich kann mich nicht daran erinnern zugestimmt zu haben, mit ihr nach Seattle zu fahren. Und Bella Barbie zu spielen ist etwas worauf ich noch weniger Lust habe, ich hätte wahrscheinlich dies als Wetteinsatz nehmen sollen. Das merk ich mir für das nächste Mal. Ein Monat lang nicht Bella Barbie zu spielen, das wäre wie ein Traum.

„Aber…"

„Nichts aber, ich fahre am Freitag ins Reservat." Sage ich bestimmend.

„Lass uns darüber zu Hause noch einmal reden." Sagt schließlich Edward. Ich schüttele nur mit dem Kopf. Ich werde es mir nicht ausreden lassen. Sage ich immer wieder zu mir selbst.

Zusammen gehen wir zu Edwards Auto. Emmett ist zusammen mit Rosalie schon losgefahren. Ich setzte mich zusammen mit Alice auf die Rücksitzbank.

„Könntest du wenigstens duschen, wenn wir zu Hause sind?" Fragt mich Edward. Ich schnuppere an meinem Shirt für einen Augenblick. Und zucke dann mit den Schultern.

„Du riechst nichts, aber wir schon." Sagt er.

„Okay ich werde duschen, kein Problem." Antworte ich.

In der Einfahrt der Cullens sehe ich bereits Rosalies Auto stehen. Edward parkt seinen silbernen Volvo direkt daneben und zusammen betreten wir das Haus. Ich begebe mich sofort nach oben in Edwards Schlafzimmer um im angrenzenden Bad zu duschen.

Ich entkleide mich und lasse meine Klamotten in einen Haufen auf dem Boden zurück und stelle mich dann in die Dusche. Ich lasse für eine Weil einfach nur das warme Wasser über meinen Körper laufen. Und erinnere mich dabei an die gewonnene Wette, es war ein Anfang, denke ich mir.

Nachdem ich sicher war dass ich mich gründlich genug gewaschen habe, trete ich aus der Dusche und trockne mich ab. Ich wickle mich in das Handtuch ein und trete in Edwards Zimmer. Auf dem Bett finde ich ein zusammen passendes Unterwäsche-Set, ein frisches Shirt und eine Jeans liegen. Neben den Klamotten liegt eine verschließbare Tüte, für meine getragenen Sachen. Alice, und ja ich hab auch verstanden, dass ich stinke, denke ich mir.

Ich bin leicht genervt.

Als ich mich angezogen habe und meine Haare in einen losen Pferdeschwanz zusammengebunden habe, gehe ich wieder nach unten zu den anderen.

Ich finde sie im Wohnzimmer auf der Couch sitzen. Sie spielen eines ihrer zahlreichen Computerspiele. Wii-Sport, eine merkwürdige Vorstellung, Vampire spielen am Fernseher Sport. Alice sitzt auf Jaspers Schoß, daneben sitzt Edward und rechts von ihm sitzen Emmett und Rose. Ich überlege einen Moment mich zu ihnen zu setzten. Entscheide mich aber dagegen. Obwohl ich sicher bin, dass sie mich bemerkt habe, dreht sich keiner zu mir um. Selbst Edward nicht. Kinder.

Ich setzte mich in einen der beiden Sessel und nehme mir eine Zeitschrift zur Hand. Wenn sie mich nicht beachten wollen, dann beachte ich sie auch nicht. Ich sehe aus dem Augenwinkel immer wieder einen von ihnen aufstehen um zu Bowlen. Aber ich zwinge mich dazu zu lesen und nicht zuzuschauen.

Ich bin froh als mich Esme zu sich ruft, in die Küche.

„Bella. Ich hab Pasta Alfredo gekocht. Ich dachte mir, du könntest dann die Reste für Charlie mit nach Hause nehmen. Aber es wäre bestimmt besser, wenn du es noch abschmecken könntest." Esme fühlt sich zunehmend wohler in der Küche und das kochen scheint ihr Spaß zu machen. Auch so könnte ich zu ihr nie nein sagen.

Ich nehme mir einen Löffel und koste.

„Gut." Sage ich. „Vielleicht noch etwas Salz und Pfeffer." Esme reicht mir die Salz- und die Pfeffermühle und ich würze noch etwas nach. Nachdem ich alles noch einmal vermengt habe, koste ich erneut.

„Perfekt." Sage ich zu ihr.

Sie reicht mir einen Teller und ich nehme mir eine Portion heraus und setzte mich an den selten genutzten Esstisch. Nachdem ich aufgegessen habe, räume ich meinen Teller in die Spülmaschine und gehe ins Wohnzimmer. Die 5 Cullen-Geschwister spielen noch immer, Tennis, nehme ich nach ihren Bewegungen an. Ich greife wieder nach der Zeitschrift und lese.

Ich höre wie die Eingangstür geöffnet wird und Carlisle nach Hause kommt.

Nachdem Carlisle Esme begrüßt hat, kommt er zu uns ins Wohnzimmer. Sein Blick richtet sich sofort auf mich und dann auf die anderen fünf.

„Wie geht es?" Fragt er.

„Gut." Antworten wir alle. Er glaubt uns nicht.

„Was ist passiert?" Fragt er.

„Ich hab eine Wette gegen die fünf gewonnen." Sage ich und sehe wie er schmunzelt.

„Was war das für eine Wette?" Fragt er nach.

„Ich hab gewettet ich kann höher springen als ein Baum. Und sie glaubten mir nicht." Antworte ich.

„Ein Baum kann nicht springen." Sagt Carlisle augenblicklich.

„Danke." Sagt Rose und steht auf. „Das wissen wir jetzt auch." Sie verlässt den Raum, ich nehme an in Richtung der Garage.

„Der Mensch hat die Wette auch nur Dank des Hundes gewonnen." Sagt Emmett.

„Hab ich nicht." Sage ich.

„Hast du doch. Alice…"

„Ja genau, Alice hat den Ausgang nicht gesehen, aber das ist auch nur fair. Ihr seit es doch die immer mit unfairen Mitteln mir Streiche spielen." Antworte ich trotzig.

„Aber trotzdem hast du sie nur durch ihn gewonnen, alleine wärst du nie auf diese Idee gekommen." Sagt Emmett.

„Okay kann sein." Antworte ich. „Ein Spielchen Emmett, keine Hilfe von euch anderen. Ich stelle dir zwei Fragen, du darfst einmal mit nein antworten und einmal mit ja. Verstanden?" Frage ich.

„Was ist da so schwer zu verstehen. Fang an."

„Okay erste Frage: Bist du dumm?"

„Nein." Antwortet er.

„Zweite Frage: Hast du gelogen?"

Bevor ich auch nur versuchen konnte zu reagieren, sah ich wie eine der Fernbedienung der Wii in meine Richtung flog. Es war Carlisle die sie nur Zentimeter von meinen Kopf entfernt auffing.

„Emmett McCarthy Cullen, es ist schlimm genug, dass du mit Sachen nach deinen Geschwistern wirfst. Aber tu so was nie bei Bella." Ermahnt ihn Esme in einen strengen elterlichen Ton. „Und jetzt entschuldige dich bei Bella."

„Aber…"

„Entschuldige dich. Es gab ein Sprichwort dass mir meine Oma noch beigebracht hat und das hieß: wer austeilt muss auch einstecken können. Und wie oft ist Bella das Opfer eurer Streiche gewesen?" Fragt Esme.

„Ich denke es ist besser wenn ich Bella nach Hause bringe." Unterbricht Edward und will aufstehen.

„Hinsetzen." Sagt Esme. Und ohne Widerspruch setzt sich Edward auf seinen Platz.

„Erst eine Entschuldigung und dann wird Esme Bella nach Hause bringen und ich werde mit euch allen ein paar Wörter reden." Sagt Carlisle ebenfalls in einen ernsten Ton.

„Entschuldige." Sagt Emmett.

„Angenommen." Antworte ich.

„Komm Bella, lass uns gehen." Esme führt mich aus dem Wohnzimmer. Ich greife nach meiner Schultasche und dem Plastikbeutel mit meiner Wäsche.

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Wollt ihr weiterhin die Geschichte in Bellas Perspektive oder wollt ihr die Wette aus Jasper Perspektive haben?