Ü/N: Diesmal ein sehr kurzes Kapitel, aber dafür wird das Nächste wieder etwas länger…

Wortanzahl: 571 Wörter

Teil 3

Drei Tage nachdem sie sowohl mit Damon als auch mit Alaric geschlafen hatte, liegt Elena zusammengerollt auf der Couch im Wohnzimmer als Alaric aus der Schule nach Hause kommt. Es ist das erste Mal seit jener Nacht, dass sie alleine sind und Elena findet sich dabei wieder wie sie errötet, eine Reaktion, die er mit ihr teilt.

Alaric holt eine Flasche Wein aus dem Schrank, bevor er zwei Gläser hinstellt. Elena ist überrascht als er sich neben sie setzt, ihr eins der Gläser reicht und erklärt: „Nun, das ist unangenehm."

Sie kichert und nimmt einen Schluck von dem süßen Dessertwein. „Denkst du?"

Es ist das Mal, dass sie wirklich miteinander sprechen, seit sie vor einigen Wochen bei ihm und Damon hineingeplatzt war. Sie bietet ihm eine Erklärung an wie sie und Damon zusammen gekommen waren und er erwidert diese. Sie sprechen nicht direkt an, was zwischen ihnen vor drei Nächten in Damons Schlafzimmer passiert war, aber Elena fühlt es ganz hinten in ihren Gedanken und wie es langsam immer weiter nach vorne drängt.

Der Wein hat gerade angefangen sie zu wärmen als Alaric beiläufig eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht streicht. Es ist nicht als sexuelle Geste gedacht, aber es erinnert Elena so stark an Stefan, dass sie fühlt wie Erregung in ihr aufflammt.

Sie versucht alles damit sie nichts an Stefan erinnert, wenn sie mit Damon zusammen ist. Trotz Damons Bemühungen ließ Elena nie zu, dass er sie auf die gleiche Art behandelte wie Stefan es getan hatte, wenn Damon zum Beispiel versucht langsamer vorzugehen oder versucht eine Art Intimität zu erschaffen, weist sie ihn immer ab. Es ist nicht, dass sie Damon nicht liebt oder dass sie nichts mehr von ihm will, es ist einfach nur, dass sie weiß, dass sie Stefan betrügt und sie muss so tun als würde sie nichts Tieferes mit Damon teilen.

Aber Elena vermisst es: die sanften Berührungen, die federleichten Küsse, die faulen Vormittage zugebracht im Bett. Sie weiß, sie könnte dies mit Damon haben, aber es schien weniger wie eine Sünde sich nach vorne zu beugen und mit ihren Lippen Alarics zu streifen.

Er seufzt ihren Namen, seine Stimme trug einen Anflug von Zurückhaltung, und Elena schiebt sich leicht in seinen Schoß, ihre Beine gespreizt als sie ihn erneut küsst und versuchte eine Erwiderung aus ihm herauszulocken.

„Elena, wir können nicht", flüstert er als sie ihre Arme sich um seinen Nacken schlingt.

„Warum nicht? Du tust es mit Damon, ich tue es mit Damon."

„Aber Damon ist nicht hier", weist er hin.

„Ric…"

Sie sagt nichts weiteres, aber Elena kann den Schmerz, die Sehnsucht, in ihrer Stimme hören. Und dann küsst Alaric sie, lange, langsam und süß.

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Alaric gibt eine Woche nach dem ersten Mal zu, dass er mit Elena geschlafen hat. Er erwartet, dass Damon wütend oder eifersüchtig ist, ihm ins Gesicht schlägt oder sein Genick bricht, aber Damon zuckt nur mit den Schultern und nimmt einen weiteren Schluck von seinem Bourbon.

„Du bist nicht wütend?"

„Warum sollte ich böse sein?", fragt Damon.

Alaric stottert für einen Moment, bevor er zugibt: „Weil wir es ohne dich getan haben."

„Und du wirst es mit mir tun, darum spielt es keine Rolle, wer was wann mit wem tut." Mit einem Glucksen erklärt Damon: „Manchmal bist du so jung."

Alaric ist sich nicht sicher, ob er es als Beleidigung meint, aber es fühlt sich auf jeden Fall wie eine an.

Ende Teil 3