Nach einer längeren Unterbrechung geht es weiter. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen ;)

Das nächste Kapitel (falls es denn weitergeht) wäre ein Rückblick. Interesse?

Kapitel 3 - Tränen in der Nacht

Nach dieser besagten Nacht war es nicht einfacher geworden. Unser Verhältnis zueinander war voller Tücken. Im Unterricht behandelten wir uns genau gleich wie vor Monaten. Wir waren zwei sehr gute Schauspieler. Manchmal, wenn ich an dir vorbeiging um deine Arbeiten zu kontrollieren, musste ich mich beherrschen um nicht dein Haar zu streicheln oder dich im Gesicht zu berühren. Immer wieder hast du mich in meinen Räumen besucht, unentdeckt von Slytherins die deinen Weg kreuzten. Wir verbrachten kaum eine Nacht getrennt und wenn, dann nur um die Aufmerksamkeit von uns abzulenken. Bisher denken wohl alle ich lasse dich stundenlang nachsitzen, doch wenn sie wüssten was wir Nacht für Nacht tun.. Dass Potter und Weasley noch nicht misstrauisch wurden, wundert mich schon ein wenig. Die beiden kleben sonst an dir, meine Liebste. Ob du ihnen etwas gesagt hast? Ich küsse so gerne deinen Hals und deine Hände. Sie sind weich und warm, voller Liebe und Fürsorge. Ich kann mir nicht vorstellen dich zu verlieren, dich an einen anderen Mann abzutreten. Ich habe Angst dass ein junger, gutaussehender Mann kommt der dir viel mehr bieten kann als ich. Ein gutes Leben. Ein Leben nicht hinter dicken Schlossmauern. Du hast mir jetzt schon öfters gesagt dass du nach deiner Schulzeit hier bleiben möchtest. Ich habe immer geschwiegen, mich nicht weiter zu deinen Vorschlägen geäussert. Willst du das wirklich? Willst du den Rest deines Lebens in Hogwarts verbringen? Du bist so jung, du sollst noch etwas von der Welt sehen. Ich möchte dich nicht einsperren. Du sollst das machen können was du willst.

Ich liege hier in meinem ett in den Kerkern und kann einerseits an nichts mehr anderes als an dich denken. Andererseits weiss ich dass es nicht deiner Natur entspricht bis in alle Ewigkeit mit mir in Hogwarts zu hocken. Vielleicht sollte ich mich von dir trennen, die schönen Wochen mit dir vergessen und alleine weitermachen. Ich sollte dich deinen Traummann finden lassen auch wenn du immer gesagt hast dass ich dieser Traummann bin. Es wäre einfacher für uns beide. Doch will ich es mir einfach machen? Ich merke wie eine einzelne Träne seinen Weg sucht. Eigentlich wäre es so einfach und doch ist es so schwer. Ich kann nicht loslassen, ich möchte auch gar nicht loslassen.

Morgen sind deine Abschlussprüfungen. Natürlich wirst du alle Fächer mit ausgezeichneten Noten bestehen. Du wirst Studienplätze angeboten bekommen wie keine andere Hexe vor dir. Und danach? Ich werde zu dir stehen und dich in allem unterstützen was du tun wirst. Wenn du hier bleiben wirst, werde ich dich heiraten. Ja, das werde ich tun. Und ich bin überzeugt dass es die beste Entscheidung meines Lebens sein würde. Ich drehe mich zur Seite und blicke in dein schlafendes, engelgleiches Gesicht. Du lächelst. Mit einem sanften Kuss auf deine Stirn besiegle ich meinen Entschluss.