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Disclaimer: Der Plot gehört mir - der Rest gehört J.K. Rowling

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III. Stufe II: Härtere Maßnahmen

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Unfair. Das Leben war einfach nur unfair. Irgendjemand schien es darauf angelegt zu haben, dass er versagte. Er wusste nicht, womit er diese Strafe verdient hatte – und eine besserwisserische Gryffindor war eindeutig eine Strafe – er hatte doch nichts verwerfliches getan.

Wenn man wollte, dass etwas gut gemacht wurde, dann musste man es eben selber machen, da durfte man sich nicht einfach auf seine Untergegeben verlassen. Er würde wohl oder übel selber in Aktion treten und drastische Maßnahmen ergreifen müssen.

Denn das kleine Schlammblut hatte es doch tatsächlich geschafft, wieder zurück in die Bibliothek zu kommen und saß dort nun schon seit mehreren Stunden und schien ihn alleine mit ihrer bloßen Anwesenheit zu verhöhnen.

So etwas konnte er sich einfach nicht bieten lassen – sie tanzte ihm praktisch auf der Nase herum.

Bestimmt war sie zu ihrem Potterhelden gerannt und hatte sich bei ihm ausgeheult. Der hatte dann mit dem verrückten Schulleiter geredet und dieser wiederum mit Madame Pince, die dann schließlich das Bibliotheksverbot wieder aufgehoben hatte. Genauso war es abgelaufen, da war er sich sicher.
Pah. Wahrscheinlich hatte Potter nach der ersten halben Stunde einfach keinen Bock mehr auf den nervigen Bücherwurm gehabt und sie deswegen schnell abgeschoben – damit sie nun hier war und ihn nervte.

Eigentlich hatte er fest darauf vertraut, dass Pansys Pergamentverbrennaktion ein eindeutiger Wink gewesen war, aber die verdammte Gryffindor schien sich so leicht nicht einschüchtern zu lassen. Sie hatte ein gutes Drittel ihrer Aufzeichnungen bereits wieder hergestellt und war gerade mit dem Fach Geschichte der Zauberei fertig geworden - ein sehr trockenes Fach, wenn man ihn fragte, aber ihn fragte ja keiner.

Nun nahm sie sich Zaubertränke vor – nicht, dass er sie beobachten würde oder so etwas. Er beobachtete sie nicht, nein, er observierte sie. Genau, observieren war das richtige Wort. Immerhin musste er sie im Auge behalten, wenn er etwas finden wollte, dass sie wirklich verzweifeln lassen würde.
Er streckte sich und lehnte sich im Stuhl zurück. Woher nahm sie nur diese Energie? Wenn er alleine an Geschichte der Zauberei dachte, wurde er automatisch schon müde.

Verärgert schnaubte er auf, als er merkte, dass sie bereits seit mehreren Stunden ungestört arbeitete. Gerade malte er sich die schlimmste Folter für den Slytherin aus, der seinen Einsatz verpennt hatte, als ihm auffiel, dass er selbst den Schichtplan nach Pansys Aktion auf Eis gelegt hatte.

Ein großer Fehler, wie er jetzt im Nachhinein zugeben musste.

Die Gryffindor war einfach zu ausgeruht.

Der Plan musste grundlegend umstrukturiert werden, sie sollte vor Erschöpfung noch nicht einmal mehr auch nur in die Nähe ihrer Bücher kommen – dann war er erst zufrieden.

„Draco? Wir müssen miteinander reden."

Wer wagte es, ihn zu stören, wenn er sich Gedanken über seinen Erzfeind machte. Moment – Granger und Erzfeind? Er sollte sich nicht so in diese Sache hineinsteigern. Hinterher dachte er nur noch an das Schlammblut – Stopp! Ganz böser Gedanke.

Sie sollte terrorisiert werden und nicht er.

„Was gibt's, Blaise?", erwiderte er ohne aufzusehen.

„Wir haben uns gefragt, wie du in der Sache weiter verfahren willst. Die anderen haben sich gewundert, dass du den Plan eingestellt hast."

„Haben sie das.", schnarrte er gelangweilt. „Sag ihnen, dass der Plan weitergeführt wird, aber mit doppelter Besetzung."

„Du willst zwei gleichzeitig auf sie ansetzen?", wisperte er ungläubig und warf einen Blick über die Schulter auf die Gryffindor.

„Du hast es doch gehört. Doppelt. Unsere Bemühungen waren nicht ausreichend."

„Den Druck wird sie nicht lange aushalten."

Er legte seine Feder auf den Tisch und sah seinem Gegenüber in die Augen. „Und? Ich verlasse mich auf dich, Blaise.", sagte er kalt.

„Natürlich, Draco.", murmelte der Slytherin und verschwand wieder aus der Bibliothek.

Ab jetzt würde alles genauso laufen, wie er es wollte.
Die Gryffindor würde in wenigen Tagen um Gnade betteln und sein Ziel kam immer näher – es sei denn natürlich, dass wieder irgendetwas Ungeplantes geschah.
Er hoffte nur, dass ihre Freunde nicht so intelligent waren wie sie und ebenfalls vermuteten, dass er hinter alledem steckte – nicht, dass er Granger für intelligent hielt, es war nicht wirklich etwas besonderes, mehr Grips als Potty und das Wiesel zu haben – aber die beiden würden es bestimmt nicht bei einer verbalen Auseinandersetzung belassen.

Primitive Gryffindors eben – aber mit den beiden halben Portionen würde er schon fertig werden, da hatte er keine Angst. Angst gehörte zu den Wörtern, die im Wortschatz eines Malfoys einfach nicht vorhanden waren.

Seufzend nahm er wieder seine Feder in die Hand. Die Sache mit Granger sollte sich bald erledigt haben, sonst würde er extrem ungehalten werden – denn Malfoys bekamen immer das, was sie wollten.

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V

‚Projektfortschritt: Ein kleiner Rückschlag.'

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Autorengeschwafel: Ein großes Danke an meine Beta Draco's CoffeeGirl und natürlich an meine lieben Reviewer dramine, LunaNigra, Rosifer, broeselchen, D.V.G.M.1, Gifty und Zauberfee1979.

Please R&R

Nina