Halli hallo liebe Leser!
Ein Zitat wurde bereits von MagusFeles entdeckt =) Aber es verstecken sich noch gaaanz viele Zitate aus Film, Fernsehen, Buch und Co in dieser Geschichte… wer aufmerksam liest kann sie evtl alle finden =D
Und wer noch ein, zwei Zitate übrig hat - immer her damit! Ich baue sie überall in dieser Geschichte ein...
LG und viel Spaß mit Elite-Team-Mitglied Nummer drei ;-)
Mel
2. Luna Lovegood
„So, dann wollen wir doch mal ...", Luna Lovegood nahm einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette und überflog mit gerunzelter Stirn das laminierte Kärtchen. Der graue Dunst umkringelte in gemächlichen Schwaden ihre langen blonden Haarsträhnen, die unordentlich unter den Kragen ihres Trenchcoats gerutscht waren. Die rote Londoner Telefonzelle, in der sie stand, ließ den kalten Rauch nicht entweichen, und so sammelte sich an den Scheiben eine dünne graue Nebelwand.
Luna wischte durch den Schleier und nahm den Telefonhörer von der Gabel, aus dem ein altmodischer Ton knisternd tutete. Mit der Zigarette in der Hand tippte sie die Zahlenfolge, die auf dem Kärtchen angewiesen stand, über das Nummernfeld ein. Unschlüssig, wie sie mit diesem Muggelgerät weiter verfahren sollte, hielt sie den Hörer vor ihr Gesicht und lauschte dem fernen Knacken in der Leitung.
„Also, das ist ja ein seltsames Ding!", murmelte Luna und beäugte den schäbigen Hörer von allen Seiten. Sie wollte ihn gerade wieder in die schweigsame Ruhestellung hängen, die in Zeiten von Smartphones und Flatrates einem Todesurteil gleichkam (was Luna aber nicht besser wusste, da sie mit Smartphones und Flatrates nichts zu tun hatte), als das Rauschen in eine ziemlich laute, freudige Stimme umschlug.
„Miss Lovegood!", dröhnte es aus dem Hörer, den Luna vor Schreck fallen ließ und der unsanft gegen die Scheibe sauste. „Uuuh, Sie sind ja temperamentvoll!"
„Wo sind Sie?", Luna blickte sich zu allen Seiten um und zog den Hörer vorsichtig an dem mit Metall umwickelten Kabel nach oben. „Sind Sie etwa hier in diesem komischen, gebogenem Ding?"
„Wie bitte?", leierte die Stimme ungläubig aus der Muschel und Luna setzte ihre Zigarette an die Lippen. Nervös schnippte sie die Asche auf den Telefonzellenboden und strich sich ein paar verirrte Strähnen aus der Stirn.
„Wer sind Sie?", Luna schaute mit zusammen gekniffenen Augen in die klitzekleinen Löcher des Hörers, doch sie konnte niemanden darin sitzen sehen. Prüfend pustete sie etwas Qualm herein, doch niemand beschwerte sich.
„Nennen Sie mich einfach Charlie, Miss Lovegood!"
„Brauchen Sie meine Hilfe?", flüsterte sie in den Hörer und warf einen schnellen Blick über die Schulter auf die Londoner Seitengasse, in der die Telefonzelle stand. „Die Karte mit den Hinweisen auf eine krasse Story, die kam doch von Ihnen, nicht wahr, Charlie?"
„Ja, in der Tat!", knisterte die Stimme von Charlie und Luna vernahm ein weit entferntes Räuspern.
„Was meinen Sie?", fragte Luna und nahm den letzten Zug an der Zigarette, bevor sie sie achtlos auf den Boden warf und austrat.
„Wie, was meine ich?"
„Brauchen Sie nun meine Hilfe? Wenn ja, wie? Und was ist mit der Story, die Sie mir versprochen haben?", Luna griff in die Tasche ihres Trenchcoats und angelte eine rote Packung Zigaretten hervor. Ohne Umschweife zündete sie sich den nächsten Glimmstengel an und verwandelte zunehmend die Telefonzelle in eine türkische Dampfsauna.
„Miss Lovegood, alles zu seiner Zeit!", lachte die Stimme und Luna lehnte sich entspannt an den siffigen Rahmen dieses Muggelkabuffs. Sie wusste, wie sie zu einer guten Story kam, und manchmal musste man einfach warten. Sie hatte Kontakte bis in die Nocturngasse, über die Muggelwelt und zurück. Sie war der Dreh- und Angelpunkt zeitgenössischer, journalistischer Berichterstattung auf hohem Niveau.
„Sie bekommen Ihre Story, meine Liebe!", knisterte Charlies Stimme und in Lunas Körper fing die Neugierde an zu kribbeln.
„Exklusivrechte für den Tagespropheten?"
„Exklusivrechte für SIE!"
„Verraten Sie mir, um was für eine Story es genau geht?", Luna hielt gespannt den Atem an.
„Das hängt ganz von den nächsten Ereignissen ab..."
„Ich kann warten", meinte Luna leichthin und nahm wieder einen ausgiebigen (vermutlich krebserzeugenden) Atemzug.
„Ich leider nicht", sickerte es aus dem Hörer und Luna beugte sich interessiert nach vorne. „Miss Lovegood, ich brauche dringend Ihre Hilfe. Ich weiß um Ihre Kontakte und Fähigkeiten, Leute um den Finger wickeln zu können."
„Ach, Sie reden von Erpressung?"
„Sie erpressen Leute?", klang Charlie leicht pikiert.
„Manchmal", Luna bließ den Rauch in den Hörer. „Ich habe so viele Informationen über gewisse Leute, dass ich durchaus in der Lage bin, meine Wünsche auch auf die rabiate Art und Weise durchzusetzen."
„Miss Lovegood, Sie gefallen mir außerordentlich gut!"
„Danke, aber wie kann ausgerechnet ICH Ihnen helfen? Sie brauchen meine Kontakte? Schön, dann sagen Sie mir auf der Stelle, worum es eigentlich geht!"
Ein kurzes Seufzen knackte durch die Leitung.
„Es geht um M.I.S.T."
Äh…. was? Worum geht es? Das ist ja… haha… also… was da wohl hintersteckt?
Wir werden sehen…
LG
Mel
