A/N: Ohgottohgott. Ich sollte mich was schämen, so lange gebraucht zu haben –inner Ecke verkriech- Naja. Jetzt hab auch ich es geschafft und ein neues Kapitel hochgeladen. Ich weiß grad noch nicht so, ob ich es eher gut oder schlecht finde…. ^^ Tja, wird schon irgendwie so ein bisschen okay sein.

Disclaimer: -heul- Alle Rechte liegen natürlich bei J.K. Rowling und den Warner Bros. (und was-weiß-ich-wem-noch) jedenfalls nicht bei mir. Ich hab mir nur den Handlungsverlauf ausgedacht. Ich bekomme hierfür kein Geld und will auch der armen J.K.R. nicht ihre Charas klauen. Aber wenn sie mir irgendwann mal einen schenken will, nur zu! :D Ich behandle ihn auch gut und zieh ihm hübsche Klamotten an und wasche ihn und füttere ihn und tu dies und tu das und… hach. ^^

Warnings: Naja, slash halt, ne? ^^ Don't like, don't read.


Hermine waren ein paar Tränen in die Augen gekrochen und Harry stand dort mit offenem Mund herum und strich Hermine besänftigend über den Rücken. Ron war es momentan noch herzlich egal, was seine Freunde nun von ihm halten würden. Es wäre doch eh keine schöne Freundschaft, wenn er nicht mal ehrlich sein durfte. Gerade, als er sich umdrehen und gehen wollte, fing Hermine an kläglich zu schluchzen und fiel ihm um den Hals.

„Ron, du Idiot! Warum hast du uns nicht früher gesagt, was los ist! Wenn nicht Draco schuld an allem ist, hättest du uns ja schon vorher deine Probleme mitteilen können." Ein weiteres Schluchzen entkam Hermines Kehle und Ron drückte sie etwas fester an sich. Auch wenn dies sicher keine Situation war, in der es erfreulich war, wie Hermine sich an ihn klammerte, konnte er es doch genießen. Wie lange hatte er sich danach gesehnt, sie so im Arm halten zu können. Auch wenn es sich nicht unbedingt so anfühlte, wie er es sich erhofft hatte. Eventuell war er ja doch nicht unbedingt in sie verliebt? Warum sonst hatte er sich nämlich auf Draco eingelassen? Aber für all diese Gedanken war im Moment keine Zeit, wo er doch die weinende Hermine im Arm hielt und sie nur noch trösten wollte.

„Jetzt mach ich mir Vorwürfe, nicht selbst bemerkt zu haben, wie sehr ich dich bemängelt habe! Es tut mir so leid!" Ein Schniefen war zu vernehmen.

„Schht Mine. Ist schon gut. Alles ist gut."

„Nein ist es nicht!" Hermines Schultern zuckten vom vielen Weinen.

„Doch Mine. Hätte ich meinen Mund früher aufbekommen, müsstest du jetzt nicht weinen. Und deine Entschuldigung nehme ich sowieso an. Jetzt ist doch alles geklärt, hm?" Leise schniefte Hermine nochmals und Ron hielt sie ein wenig von sich weg, um ihr besser ins Gesicht sehen zu können. Einige Tränen hatten sich den Weg auf ihre Wangen gesucht und ihre Augen waren rötlich geschwollen. Sanft schob Ron mit dem Daumen Hermines Tränen aus ihrem Gesicht. Auch wenn er sonst eher der nachtragende Typ war, konnte er Hermine einfach nicht lange böse sein. Erst recht nicht, wenn sie sich so herzzerreißend bei ihm entschuldigte.

Ein leises Lächeln war auf ihrem Gesicht zu erkennen.

„Du bist viel zu gutmütig, Ron." Sanft küsste sie ihm auf die Wange und löste sich aus der Umarmung. Sie stellte sich wieder zu Harry, der anscheinend noch etwas neben sich stand, wegen Rons deutlicher Aussage von vorhin.

„Hey, Mann. Du weißt, dass ich das nicht so gemeint habe. Also doch, schon, aber ich wollte dich nicht beleidigen. Ich weiß, dass du dir die Strafarbeiten nicht wünschst und so weiter. Ich musste das alles nur mal loswerden. Du bist mir jetzt böse, oder? Aber wir sind immer noch Freunde…", kam es gequält von Ron, während sich der letzte Satz eher wie eine Bitte anhörte. Darauf musste Harry sich ein Grinsen verkneifen.

„Natürlich, du Trottel! Ich werd doch nicht wegen so was unsere Freundschaft kündigen. Dass du mir so was zutraust, also wirklich! Eigentlich sollte ich jetzt sauer auf dich sein!"

„Eigentlich…?", fragte Ron grinsend nach.

„Ja. Aber eigentlich habe ich darauf gar keine Lust." Nun konnten sie beide nicht mehr an sich halten und prusteten los. Es war zu schön, wieder so miteinander lachen zu können. Auch Hermine konnte sich ein Kichern nicht verkneifen.

„Typisch Jungs!", rief sie lachend aus, als sie auf die Treppen des Jungenschlafsaals hinaustrat. Die beiden waren echt einmalig.

Ron hatte sich mit, vom Lachen erröteten Wangen auf sein Bett gesetzt, neben ihm Harry. Eine Zeit lang herrschte Schweigen. Keiner von ihnen hielt es für nötig, etwas zu sagen und es störte auch niemanden. Man konnte draußen den leisen Wind hören und ab und zu glaubte Ron, eine Eule aus der Ferne schuhuhen zu hören.

Harry war es, der das Schweigen durchbrach, nachdem er, einmal herzhaft gähnend, seine Arme ausgestreckt hatte.

„Sag mal, bist du jetzt eigentlich wirklich in Mine verliebt? Auch noch nach dem, was mit Malfoy war?" Da hatte Harry genau die Frage gestellt, die auch Ron sich wieder und wieder selbst gestellt hatte, ohne auf eine konkrete Antwort zu kommen.

„Ich bin mir nicht sicher. Ich denke, ich mag sie immer noch. Aber, wenn ich wirklich in sie verliebt wäre, hätte mir das mit Draco… ähm…, ich meine Malfoy doch nicht gefallen, oder?"

„Also hattest du dich nicht gegen Malfoy gewehrt?", fragte Harry neugierig nach.

„Doch. Anfangs… aber irgendwie hab ich's dann einfach gelassen und mehr oder weniger mitgemacht."

„Und, hat es dir gefallen?" Harry stand die Neugierde quasi ins Gesicht geschrieben. Ron hingegen lief rot an, wobei sich seine Hautfarbe mit der seiner Haare biss.

„Ähhh… also schlecht war es nicht. Aber es waren ja auch nur Küsse… und so. Da hätte es genauso gut ein Mädchen sein können."

„Schon, aber die gehen doch nicht so ran."

„Oh Gott, Harry! Weißt du, wie peinlich mir das ist? Ich hatte vorher noch nie eine Beziehung. Weder mit 'nem Mädchen, noch mit 'nem Jungen. Ich hab von so was keine Ahnung."

„Hm. Jetzt hast du ja Malfoy. Oder Hermine. Je, nach dem."

„Seit wann bist du eigentlich so offen, verdammt?" Harry zuckte desinteressiert mit den Schultern.

„Ich bin jetzt fast 16, da ist das doch nicht verwunderlich. Mich wundert nur, dass du trotz schlechtem Einfluss der Zwillinge so… prüde bist."

„Was? Ich bin doch nicht prüde!"

„Ach, ja?", fragte Harry sarkastisch. Es war doch schon fast süß, wie wenig Erfahrungen sein bester Freund erst hatte. Und die wenigen Erfahrungen, die er schon hatte, hatte er anscheinend allesamt einem Jungen zu verdanken. Und das war ausgerechnet Draco Malfoy. Harry konnte sich vorstellen, dass dieser nicht unbedingt der sanfteste Liebhaber war.

Ein etwas unangenehmes Schweigen drängte sich wieder zwischen die beiden, doch diesmal war es Ron, der es brach.

„Aber dich widert es nicht irgendwie an, was Dra- Malfoy und ich gemacht haben?"

„Nein. Nicht wirklich. Bei Seamus hat mich das doch auch nicht gestört."

„Seam hatte was mit Draco?"

„Was? Oh Gott, nein! Ich meinte, dass es mich nicht stört, dass er schwul ist."

„Er ist WAS?"

„Wusstest du das etwa nicht?"

„Nein, wusste ich nicht! Woher auch? Ohgottohgott... Seam ist schwul? Oh Gott."

„Beruhig dich doch mal. Das klingt ja so, als hättest du erfahren, dass er schwanger ist, oder so." Da hatte Harry nicht Unrecht, doch konnte Ron einfach nicht anders, als geschockt zu sein.

„Aber wieso hat mir das niemand erzählt?", jammerte Ron.

„Ich dachte, du hättest es mitbekommen. Siehst du denn nicht, wie er immer wieder mit Zabini hinter der Ecke verschwindet? Und dann in Zaubertränke ist er immer ganz zerzaust. Als wäre das kein Beweis. Und abends verhext er sein Bett, sodass man von außen nichts hört."

Ron fühlte sich wie gerädert. Warum war ihm das nicht schon früher aufgefallen. Blöd musste man sein.

„Aber, dass es ausgerechnet Zabini sein musste… Tse, tse tse.", meinte Harry und bemerkte nicht, wie geschockt Ron war. „Obwohl, gut sieht er ja aus."

„Harry, hörst du dich überhaupt sprechen?"

„Hm? Ja, klar. Weshalb' Ich darf doch finden, dass Zabini gut aussieht." Ron atmete einmal tief ein und aus. Es brachte nichts, jetzt zu verzweifeln- dazu noch völlig sinnlos, wo Seamus doch nur… mit Blaise Zabini zusammen war. RuhigRon,ruhig.Seamuskanndochschwulsein.Machtnix,auchwennesZabiniist.Herrgott,wasregtdichdaseigentlichauf.Dubistdochselbstschwul.Unddasauch,dankeinesSlytherin.Natoll Also empfand er sich doch als schwul? Ron hatte sich, so weit es ging wieder eingekriegt und fühlte sich gleich ein wenig besser. Es war nur eine banale Neuigkeit. Ebenso, als hätte man ihm mitgeteilt, dass der Honigtopf umgezogen war… nur doch etwas anders.

„Findest du ihn nur gut aussehend, oder stehst du auf ihn?" Vonwegenprüde,dachte sich Ron. Schließlich durfte er ja auch mal neugierig sein. Harry zog, anscheinend erstaunt, eine Augenbraue hoch.

„Nein. Ich stehe nicht auf ihn…Aber zurück zu dir. Wie geht das jetzt mit dir und Malfoy weiter?"

„Ich weiß nicht genau. Es hat etwas unschön geendet. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Malfoy nichts mehr von mir will."

„Wieso das?" Harry hatte sich interessiert aufgerichtet und saß jetzt im Schneidersitz vor Ron. Also waren er und Malfoy wirklich nicht sehr weit gegangen?

Nun begann Ron zu erzählen, wobei es ihm etwas peinlich war, zu gestehen, weshalb Draco aufgestanden war, um die Tür zu versiegeln. Harry konnte sich dabei nur ein Grinsen verkneifen. Nicht nur, dass Ron eine mehr oder minder geheime Liebschaft hatte, nein es war ein Slytherin und sie waren dabei, die Tür zu verriegeln… Doch als Ron zum Ende der Erzählung kam, tat es ihm schon irgendwo leid. Ron hatte doch wirklich nur gewollt, dass niemand Verdacht schöpfte- was allerdings sowieso eher erfolglos geblieben war.

„Oh Mann, das ist hart. Meinst du, er wird sich morgen wieder normal verhalten?"

„Sicherlich. Immerhin ist es Malfoy, von dem wir hier sprechen. Er flippt schnell aus und ist sau nachtragend."

„Vielleicht musst du ihm nur etwas entgegenkommen…?", fragte Harry achselzuckend.

„Will ich ihm denn entgegenkommen?", fragte Ron zurück. Er war sich wirklich nicht sicher.

Ich weiß nicht, was du willst. Zumal Hermine nun wirklich glaubt, du seiest in sie verliebt. Eventuell solltest du das vorher noch mit ihr- und zu aller erst mit dir selbst klären, bevor du auf Draco zugehst." Damit stand Harry von Rons Bett auf und gähnte noch einmal herzlich, ehe er zu seinem Eigenen tapste. Ron nickte nur geistesabwesend. Harrys Worte hatten ihn zum Nachdenken gebracht.

Hermine war durchaus akzeptabel. Sie sah gut aus. Ein hübsches Gesicht und ein schlanker, schöner Körper. Sie war gut mit Harry und ihm befreundet, was grundsätzlich schon ein guter Anfang war. Des Weiteren war sie sehr klug und hilfsbereit. Aber es fehlte doch irgendwas. Denn dieselbe Beschreibung konnte er ebenso auf andere Mädchen zuschneidern. Zum Beispiel Ginny - nun gut. Kein gutes Beispiel, da sie seine Schwester war. (Obwohl sowohl sie, als auch Hermine bei ihm den Beschützerinstinkt weckten…) Dann eben Luna. Okay, Luna mochte etwas schräg sein, aber sie war hübsch, mit ihm befreundet und durchaus klug und hilfsbereit. Auch wenn er zwar definitiv lieber mit Hermine Zeit verbrachte, konnte man das doch trotzdem recht gut vergleichen. Schließlich hatte er an Hermine keine besonderen Merkmale- einfach nichts, das er besonders gern an ihr hatte. Nun musste er noch dieselbe Statistik mit Draco durchführen.

Ron stand von seinem Bett auf und kramte Pergament und Feder hervor. Wennschon,dennschon. Er setzte sich damit wieder aufs Bett, zog die Vorhänge zu und legte einen Stillezauber darüber. Er fühlte sich so wesentlich unbeobachteter, selbst wenn er nicht sprach.

Malfoy sieht nicht schlecht aus. Zugegebenermaßen sogar sexy…

Er ist klug

Er ist viel zu arrogant und beleidigt alle

Ich weiß verdammt wenig über ihn

Anscheinend ist er schwul

Er kann mir doch eigentlich total egal sein

Er ist gut in Zaubertränke

Warum mach ich das hier überhaupt?

Ron legte die Feder beiseite und betrachtete das Geschriebene. Er wusste wirklich nicht viel über Draco und das, was er wusste war nicht unbedingt alles positiv. Er musste mehr über ihn herausfinden. Es konnte doch nicht so schwer sein.

Ron seufzte, sprach die Formel, die den Zauber wieder aufhob, den er vorhin über sein Bett gelegt hatte. Es wäre sinnlos noch länger hier rum zu sitzen und sein Pergament anzustarren. So räumte er alles wieder weg, ging ins Bad und duschte sich ausgiebig. Eine schöne, heiße Dusche hatte ihm noch nie geschadet.

Nachdem er fertig war, trocknete er sich ab, putzte die Zähne und zog sich sein Schlafgewand an. Es würde ihm nur gut tun, wenn er mal etwas früher zu Bett ging.

Tatsächlich war Ron bald eingeschlafen und träumte von sich und Draco.

Ron kam gerade vom Quidditchtraining und zog sich in der Mannschaftskabine um. Es war ein sehr schwüler Tag und er hatte sich vorher noch geduscht.

Unschlüssig, ob er noch zum See gehen wollte, saß er nun dort und band sich die Schuhe. Er war komplett in Gedanken versunken, als er plötzlich eine Tür und anschließend Schritte hören konnte.

Wer ist da?" Keine Antwort. Hastig zog er sich den Schuh fertig an und ging langsam um die Ecke. Als er erkannte, wer dort stand, freute er sich und ging direkt auf die Person zu, um sie stürmisch zu umarmen.

Was machst du denn hier, Draco?" Angesprochener stieß Ron von sich weg und sah finster drein, auch wenn sich ein leichter Rotschimmer auf den Wangen abzeichnete.

Nenn mich gefälligst beim Nachnamen, Weasley." Diese Worte hatten Ron mehr verletzt, als Draco es eigentlich beabsichtigt hatte. Seine Augen glitzerten bedrohlich, als würden sich sehr bald Tränen daraus lösen.

Ach, hör doch auf zu flennen, das steht dir nicht.", kamen die kalten Worte. Draco konnte sich nicht erklären, warum er das nicht einfach lassen konnte. Er wollte Ron nicht zum Weinen bringen. Er war eigentlich sogar hergekommen um ihm seine Gefühle zu gestehen und Ron hatte ihn sogar umarmt. Das war mehr, als er sich jemals erhofft hatte – und jetzt? Jetzt hatte er Ron gleich wieder so weit provoziert, dass dieser mit ihm streiten würde.

Eine Träne stahl sich aus Rons grün-blauen Augen.

Wenndunurhergekommenbist,ummirzusagen,wiehässlichichdochbin,kannstdugleichwiederabhauen,Malfoy.",sagteRonmitzittrigerStimme.Erhättesichverfluchenkönnen.WarumhatteerDracoauchumarmenmüssen.UndwarumverletztenihndessenWortesosehr?DracoaußerAchtlassendgingerzurückindieKabine,setztesichaufeinederBänkeundvergrubseinGesichtinseinenHänden.Eswareinfachungerecht,wiewenigersichinDracosNäheunterKontrollehatte.EinleisesSchluchzendrangandieOhrendesBlonden.HatteerRonnunzumweinengebracht?Diesmalhatteereswirklichverbockt.AufleisenSohlengingerRonhinterherundmusstemitansehen,wiedieserweinte.EsbrachihmdasHerz,zusehen,waserangerichtethatte.EinSeufzenentkamihm.RonblickteerschrockenundmitgerötetenAugenauf.

Geh weg Malfoy. Geh und erzähl allen, dass Weasley heimlich heult." Diese Worte trieften nur so vor Abscheu. Warum musste Draco auch hier herkommen.

Nein.", kam seine prompte Antwort.

Wie bitte?"

Ich werde nicht gehen." Ron blinzelte. Er hatte sich wohl nicht verhört, denn Draco stand immer noch dort.

Tu, was du nicht lassen kannst." Ron hatte sich seinen Umhang geschnappt und wollte sich an Draco vorbeizwängen, doch dieser hielt ihn am Arm fest.

Was soll das, Malfoy? Lass mich gefälligst los!" Ungeduldig versuchte Ron sich aus dem festen Griff Dracos zu befreien, doch es gelang ihm nicht.

Nein, werde ich nicht. Ron, ich bin wegen etwas komplett Anderem hier hergekommen." Dracos Ton hatte nun etwas Sanftes an sich, das Ron zum stutzen brachte. Draco hatte ihn noch nie bei seinem Vornamen genannt und auch noch nie so liebenswürdig geklungen. Er musste hart schlucken. Es war ihm auch so schon recht schwer, nicht über Draco herzufallen und jetzt, wo dieser so… lieb klang wollte er sich nur noch in seine Arme schmeißen. Doch riss er sich zusammen um Draco ausreden zu lassen. Dieser bugsierte sich und Ron sanft zurück auf die Bank und schaute ihm lang und tief in die Augen. In diesen grün-blauen Seelenspiegeln konnte man so leicht versinken und doch musste er langsam anfangen zu sprechen. Leise seufzte er auf. Wenn nicht jetzt, würde er nie wieder die Gelegenheit dazu haben.

Ron, ich… ich bin ursprünglich hergekommen, um dir etwas zu sagen." So weit, so gut. Ron blickte ihm etwas misstrauisch entgegen.

Was willst du mir sagen… Draco?" Es fühlte sich unglaublich richtig an, sein Gegenüber beim Vornamen nennen zu können.

Nun, ich… ich wollte dir gestehen, dass… dass ich mich… in dich verliebt habe." Ron bekam den Mund nicht mehr zu. Hatte er das gerade eben richtig verstanden? Als könne Draco Gedanken lesen, sprach er weiter.

Es ist nicht nur dein Aussehen. Jedes Mal, wenn ich dich wieder beleidige, könnte ich mich selbst erwürgen, mache ich es doch nur, um zu erwirken, dass du dich wieder auf mich stürzt. Ich ertrage gern die Schmerzen, die du mir manchmal zufügst. Ich finde das selbst von mir so dämlich. Doch als du gar nicht mehr darauf reagiertest, habe ich es unglaublich vermisst und mir ist aufgefallen, dass ich mich in dich verliebt hab. So lange hat mich dieses Wissen gequält und ich konnte es dir nicht länger verheimlichen." So schnulzig diese Worte auch klingen mochten, sie waren so unglaublich ehrlich, dass Ron erneut die Tränen kamen. Diesmal aber, weil er so gerührt war, von dem, was Draco ihm gestanden hatte. Schluchzend warf er sich erneut in Dracos Arme, der sie diesmal bereitwillig um den Gryffindor schlang.

Du Idiot. Warum hast du mir das nicht schon früher gesagt, Draco? Ich habe mich doch auch in dich verliebt.", schniefte er in Dracos Umhang, doch dieser fuhr nur immer wieder beruhigend mit seiner Hand über Rons Rücken, bis das halb traurig- halb fröhliche Schluchzen abgeklungen war und er sich beruhigt hatte. Langsam hob er den Kopf und blickte Draco direkt in die Augen. Sie funkelten aufgeregt und auf seinen Lippen zeichnete sich ein wunderschönes Lächeln ab.

Du gehörst ab jetzt nur noch mir.", flüsterte Draco leise und beugte sein Gesicht langsam zu Rons, bis sich ihre Lippen berührten und zu einem sanften Kuss verschmolzen..

Ächzend wachte Ron auf. Was hatte er da nur wieder geträumt?

Verschlafen zog er seine Vorhänge beiseite und blickte nach draußen in die dunkle Nacht. Es war wohl sehr spät. Alle anderen lagen schon in ihren Betten und schliefen. Seufzend zog er die Vorhänge wieder zu und legte sich zurück in die Kissen.

Er konnte sich an jedes Detail aus seinem Traum erinnern. Es war unglaublich kitschig und unrealistisch gewesen und doch hatte es ihm ziemlich gefallen. Wäre Draco tatsächlich so, könnte es sich durchaus lohnen, mehr von ihm erfahren zu wollen.

Mit diesen Gedanken sank er erneut in einen- diesmal traumlosen - Schlaf.


So. Das wares dann auch schon wieder. Ich hoffe, es hat nicht gestört, dass so viel kursiv war und, dass es so kitschig war und, dass es irgendwie so gar nicht heiß war ^^ Aber ich denke, es ist doch ganz akzeptabel, das Kapitel.

Und damit ihr mich nicht hauen müsst, werde ich mich auch jetzt gleich an Kapitel 4 setzen. Vielleicht schaff ich es ja diesmal in weniger als einer Woche.

Über Reviews freue ich mich natürlich immer ;D

Ganz liebe Grüße, SpinatKeks