So, heut kommt auch schon das nächste Chap!

Ich werd Freitag Abend noch eins hochladen, bin dann aber bis zum 20. im Urlaub!

Danke für die lieben Reviews von: geli-chan, little Nightowl und Salazar Azrael Slytherin! euch alle ganz doll knuddel

Viel spaß beim Lesen!


Wo bin ich hier?

Harry bemerkte, wie sein Kopf von der fremden Präsenz befreit wurde, die sich in der Großen Halle seiner bemächtigt hatte.

Flashback:

Er stand da, genoss einfach nur das seltene Gefühl der Geborgenheit, dass das Gewitter ihm vermittelte. Er wusste nicht, wieso es so war, da er doch kurz vorher noch eine solche Angst vor diesem gehabt hatte, aber er würde sich hüten und sich beschweren.

Durch seine, alles andere als schöne Kindheit, hatte er nur sehr selten das Gefühl gehabt, akzeptiert zu werden, oder gar geliebt. Doch genau dieses Gefühl gab ihm das Unwetter, das draußen mit unverminderter Heftigkeit tobte.

Doch dann geschah etwas sehr merkwürdiges; er hatte das Gefühl, als wäre er nicht mehr allein in seinem Kopf. Es war nicht so wie bei Snape, sondern sanft und er bildete sich sekundenlang ein, eine Stimme zu hören, welche ihm beruhigend zuflüsterte.

Er bemerkte wie die andere Präsenz die Kontrolle über seinen Körper an sich brachte und zog sich zurück, da er spürte, dass dieses Andere stärker als er war.

Das Letzte was er hörte, war Snapes schnarrende Stimme, die sagte: "Warum tut sich da eigentlich nichts? Potter steht nur so da und nichts passiert...!". Dann spürte er nichts mehr und versank in Schwärze, welche ihn freudig willkommen hieß.

Flashback ende

Langsam öffnete er seine Augen und bemerkte, dass er in einem sehr weichen Bett lag. Außerdem war er allein, soweit er das erkennen konnte.

Vorsichtig setzte er sich auf und schlug die schwarz, grüne Bettdecke zurück. Auf dem Bettrand sitzend, musste er kurz die Augen schließen, da ihn ein leichter Schwindel überkam.

Als er sich sicher war, dass das Zimmer nicht mehr Karussel mit ihm spielte, sah er sich neugierig um. Es war ein großes, gemütlich eingerichtetes Zimmer mit einem Schreibtisch, einem gigantischem Kleiderschrank, einer Sitzecke (welche seeeehr kuschelig aussah) und großen Fenstern, durch die die Sonne hereinschien. Und alles war in den Farben Schwarz, Silber und Grün gehalten.

Außerdem gab es noch einen Balkon und zwei Türen, eine führte wohl auf den Flur und die andere ins Badezimmer. Gähnend streckte er sich und fuhr mit den Händen über sein Gesicht.

Er wusste, er hätte eigentlich Angst haben, oder zumindest ein klein wenig nervös sein müssen, aber komischerweise fühlte er sich hier wohl. Es wirkte alles so vertraut.

Seufzend gestand er sich ein, dass er, hätte er ein eigenes Zimmer, es wohl genauso eingerichtet hätte.

Vorerst aber stand er auf und ging ins Badezimmer; er versuchte seine innere Stimme zum schweigen zu bringen, da diese ihm weis machen wollte, dass er allen Grund hatte um Angst zu haben.

Das Problem war, dass er genau die nicht hatte, aber das schien diese Nervensäge nicht im Geringsten zu stören. Also ignorierte er sie kurzerhand, was nach einiger Zeit Wirkung zeigte, da sie von nun an schwieg. Was im Moment in Hogwarts los war, daran dachte er nicht; zu aufregend war diese neue Umgebung.

Als er im Bad stand, drehte er sich einmal im Kreis und pfiff anerkennend.

Nicht schlecht, dachte er. Im Gegensatz zu dem Zimmer, in dem er aufgewacht war, war dieses in hellen und angenehmen Blautönen gehalten.

Es gab einen großen Spiegel, eine große Duschkabine, ein Waschbecken und eine Toilette. So, wie es sich für ein Badezimmer gehörte. Aber das wirklich beeindruckende war die rießige Badewanne, die sich in der Ecke befand. Sie war magisch vergrößert, sodass man garantiert auch in ihr schwimmen konnte, oder eben auch ertrinken, ganz wie man wollte. Außerdem hatte sie jede Menge Wasserhähne; ob wohl aus jedem etwas anderes kommen würde, so wie im Vertrauensschülerbad?

Allerdings hatte er momentan keine Lust, das herauszufinden; er wollte erst einmal duschen. Komischerweise fühlte er sich nämlich so, als hätte er das dringend nötig; ein Beweis dafür waren seine fettigen Haare. Schon komisch, dabei hatte er sie doch erst am Morgen gewaschen!

Schulterzuckend schälte er sich aus seinen Klamotten und genoss kurze Zeit später das warme Wasser, dass auf seinen Körper niederprasselte. Eine halbe Stunde später drehte er das Wasser dann ab und stieg leicht dampfend aus der Kabine.

Mit einem Handtuch um die Hüften und einem weiteren, mit dem er sich die Haare trockenrubbelte, trat er wieder in 'sein' Zimmer und ging auf den Kleiderschrank zu.

Vielleicht hatte er ja Glück, und dort waren Kleidungsstücke drin, die ihm sogar passten. Aber als er dann die Schranktüren öffnete, blieb ihm vor Staunen der Mund offen stehen.

Dies änderte sich auch nicht, als er in den vollen Schrank griff und ein T-Shirt herausholte; eher waren nun auch seine Augen erstaunt geweitet.

Nein, nicht nur, dass der Schrank voll von Klamotten war, die wie neu aussahen; diese passten ihm auch noch wie angegossen!

Als er dann schließlich zwanzig Minuten später fertig angezogen war und sich im Spiegel (welcher an der Schranktür befestigt war), ansah, musste er sich verkneifen, sich selbst hinterherzupfeifen.

Denn die Klamotten, wem auch immer sie gehörten, standen ihm ausgezeichnet; er trug einen schwarzen Rollkragenpullover und eine enge Jeans. Er war zu bescheiden, um sich einzugestehen, dass er auch ohne diese Kleidung toll aussah.

Denn, obwohl er es erst nicht glauben konnte, er hatte sich verändert, und zwar gewaltig.

Seine Haare waren nun nicht mehr strubbelig, sondern glatt und reichten ihm bis zu den Schulterblättern. Am Außergewöhnlichsten war die Farbe; seine Haare waren von einem so dunklem Schwarz, dass es das Licht zu verschlucken schien. Vereinzelt ließen sich dunkelgrüne und blutrote Strähnen erkennen, die je nach Lichteinfluss schimmerten.

Sein Gesicht hatte sich ebenfalls verändert, es wirkte nun weicher. Seine Augenform war nun mandelförmig, doch die Farbe hatte sich nicht verändert. Bis auf die rote Umrandung der Pupille, diese war neu.

Sein Körperbau hatte sich ebenfalls verändert; er war nun nicht mehr so schlacksig wie vorher, sondern schlank und hatte gut proportionierte Muskeln, die so manch anderen Jungen grün vor Neid werden lassen würden. Es war nicht zu viel, nicht zu wenig; es war genau richtig.

Zudem war er von seinen vorherigen 1.70 m auf 1.80 m gewachsen.

Langsam drängte sich ihm nun doch die Frage auf, wo er denn eigentlich sei, wie er hierher gekommen war und wieso er nun so aussah. Und eine Antwort auf diese Fragen würde er wohl nicht in diesem Zimmer bekommen.

Also sammelte er seinen berühmten 'Gryffindormut' und trat auf den Flur. Nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte, lehnte er sich kurz dagegen und musterte seine Umgebung.

Er musste sich in einem Schloss befinden, denn die Wände waren aus Stein, das war ihm im Zimmer gar nicht aufgefallen. Diese waren mit Gobelins und Portraits geschmückt und im Abstand von zwei Metern erhellten Fackeln den Gang.

Fehlen nur noch die Ritterrüstungen., dachte der Schwarzhaarige sarkastisch.

Ihm war bewusst, dass mehr als nur ein neugieriges Augenpaar auf ihm ruhte, aber er ignorierte die Blicke der Portraits gekonnt und lief langsam und nun doch ein klein wenig unsicher den Gang entlang.

Während er sich wahrscheinlich hoffnungslos verirrte, überdachte er zum ersten Mal seine momentane Situation. Er war in einem fremden Bett aufgewacht, in einem Zimmer dass er nicht kannte, welches zu einem Schloss gehörte, dass er nicht kannte und suchte nun nach etwas, dass er (wie konnte es auch anders sein?) nicht kannte. Nicht gerade sehr beruhigend, wie er sich zögernd eingestand.

Er lief gerade an einem Fenster vorbei und wollte hinausblicken, um sich vielleicht so ein wenig orientieren zu können, als er hinter sich ein leises Plopp hörte. Erschrocken drehte er sich um und stand einem kleinem Hauself gegenüber, der ihn freudig anblickte.

"Oh, der junge Master ist erwacht! Das wird Ihren Vater aber sehr freuen, ja das wird es. Kommen Sie mit, Nokky wir Sie zu ihm bringen, ja das wird er."

Verwirrt blinzelnd starrte der Grünäugige dem kleinem Geschöpf hinterher und folgte ihm dann einfach. Was meinte 'Nokky' damit, er würde ihn zu seinem Vater bringen? James Potter war doch seit 15 Jahren tot...oder etwa doch nicht?

Heftig schüttelte er den Kopf, Krone war tot und Basta!

Wahrscheinlich handelte es sich nur um einen bedauernswerten Irrtum, der sich gleich aufklären würde.

Nach einer Weile hielt Nokky vor einer großen Eichentür, drehte sich noch einmal zu dem Strubbelkopf um, verbeugte sich und mit einem weiteren Plopp war er wieder verschwunden.

Unsicher stand der Gryffindor nun minutenlang vor der Tür und konnte sich dann schließlich doch noch dazu durchringen, leise zu klopfen.

Sekundenlang passierte gar nichts und er wollte schon erleichtert den Rückzug antreten, als die Tür mit einem Ruck geöffnet wurde und er einem grimmig dreinblickenden Mann gegenüberstand. Als dieser jedoch erkannte, wer da angeklopft hatte, ließ er ihn mit einem freudigen Leuchten in den Augen herein.

Ein wenig misstrauisch ob dieser Freude, ging der Schwarzhaarige an ihm vorbei in das Zimmer und sah sich um. Es handelte sich offenbar um ein Büro, denn der große Schreibtisch war voller Papiere, Dokumente etc.

"Wie ich sehe, bist du endlich aufgewacht?", hörte er den Mann hinter sich fragen.

Angesprochener drehte sich um und nickte leicht, während er sein Gegenüber musterte.

Der Mann war um die 1,85 groß und hatte kurze, braune Haare. Aus einem angenehmen Gesicht blickten ihn zwei amüsierte, braune Augen an; er war wohl so um die Mitte dreißig.

"Na, hab ich die Musterung bestanden?", witzelte der Ältere.

Aber der Gryffindor ging gar nicht darauf ein; stattdessen stellte er nun ebenfalls eine Frage.

"Wo bin hier? Und wer sind Sie?" Er hatte ziemlich schroff geklungen, das war ihm klar, aber so langsam wollte er wirklich wissen, was eigentlich passiert war.

Ein Schatten huschte über das Gesicht des fremden Mannes und er seufzte, ehe er sich in einem der großen Sessel fallen ließ.

"Setz dich doch bitte.", bat er den Kleineren.

Dieser folgte der Anweisung und ließ sich ihm gegenüber nieder, ebenfalls in einem großen Sessel. Dann schaute er gespannt auf den Anderen und fühlte wieder diese Geborgenheit, die ein Gewitter ihm vermittelte. Allerdings war er sich sicher, das draußen die Sonne schien; es hing wohl mit dem Mann zusammen, der nun verzweifelt nach Worten suchte.

"Zuerst, meinen Namen werde ich dir erst gleich verraten, sonst lässt du mich vielleicht nicht ausreden.", begann er dann schließlich. Dass er verwirrt angesehen wurde, ignorierte er.

"Nun, wie soll ich sagen? Wir haben uns im Sommer ... kennengelernt und du bist hierher gezogen. Du hast einiges erfahren, was dich anfangs ziemlich verwirrt hat, aber du bist dann ziemlich schnell damit fertiggeworden und hast es akzeptiert... Nun ja, in der Kurzform: Als die Ferien zuende waren und du wieder zur Schule musstest, haben wir uns alle darauf geeinigt, dir und ... noch jemanden das Gedächtnis zu verändern, sodass ihr beide alles, was in den Ferien passiert ist, vergessen habt und euch stattdessen an ganz normale Ferien erinnert."

An dieser Stelle wollte der Schwarzhaarige entsetzt auffahren, wurde aber von nur einem Blick seines Gegenübers zum Schweigen gebracht. Grummelnd setzte er sich wieder hin.

"Dies hatte einen sehr wichtigen Grund! Denn wenn Dumbledore herausgefunden hätte, was passiert ist, dann wären wir alle mittlerweile in großer Gefahr. Da du aber deine Okklumentik-Künste noch nicht richtig beherrscht hast, war es notwendig, dein Gedächtnis zu ändern. Das des Anderen haben wir auf seinen eigenen Wunsch hin manipuliert... wieso, das wirst du gleich wieder wissen. Denn ich werde dir deine Erinnerungen gleich zurückgeben."

Wieder wurde er von dem Jüngeren unterbrochen, der nun zornig fragte:

"Und wofür? Nur, um sie mir dann nach den Weihnachtsferien wieder wegzunehmen? Vergessen Sies!"

Der Braunhaarige hob beruhigend die Hände und sprach schnell weiter:

"Das wird dann nicht mehr nötig sein, hörst du? Denn du beherrscht die Kunst der Okklumentik und noch so einige andere Dinge nun vollkommen perfekt. Du hast doch sicherlich bemerkt, dass bei Gewitter etwas seltsames mit dir geschieht, oder?"

Der andere schnaubte, wurde aber ignoriert.

"In diesen Momenten erwachte dein wahres Wesen immer ein Stückchen mehr. Immer dann, wenn dein Unterbewusstsein die Kontrolle über dich gewann, lerntest du weiter mit deinen neuen Kräften umzugehen; sie zu kontrollieren. Leider dauert so etwas seine Zeit, aber vor drei Tagen bist du dann vollkommen erwacht und ich musste dich aus Hogwarts herausholen. Du hast sicher gespürt, dass etwas die Kontrolle über dich übernommen hat; nun ja, das war ich. Entschuldige bitte, aber das ließ sich nicht vermeiden."

Leicht geschockt saß der Schwarzhaarige auf seinem Platz und musste diese Informationen erst einmal verdauen. Das war doch ein bisschen viel auf einmal. Aber komischerweise, störte ihn an der Erzählung nicht, das der Schulleiter offenbar böse war und jemand an seinem Gedächtnis herumgepfuscht hatte.

Nein, das alles war ja noch in Ordnung...aber hatte der Mann da gerade tatsächlich 'vor drei Tagen' gesagt?

Laut wiederholte er seine Frage und wartete auf eine Antwort, die auch prompt kam:

"Genau, vor drei Tagen. Denn du hast ganze drei Tage durchgeschlafen um dich zu erholen, mein Kleiner."

Oookay...auf das 'Kleiner' ging er lieber gar nicht erst ein. Aber nun hatte er zumindest einen Grund dafür, weshalb er sich schmutzig gefühlt hatte und seine Haare fettig gewesen waren.

Was aber noch komischer war, war dass er dem Mann glaubte. Er wusste nicht wieso, aber er hatte das Gefühl, ihm vertrauen zu können. Und auf sein Gefühl konnte er sich eigentlich immer verlassen. Also, warum nicht auch jetzt? Außerdem war ihm so, als hätte er sich schon einmal in einer ähnlichen Situation befunden. Nur wusste er im Moment nicht, wann und wieso.

Leicht lächelnd sah er auf und direkt in zwei braune Augen, die ihn warm anblickten. In diesem Moment, kam er sich vor, als wäre er nach Hause gekommen...

Leise sagte er:

"Ich glaube Ihnen. Es ist zwar seltsam, aber daran kann ich nichts ändern. Würden Sie mir nun bitte Ihren Namen verraten?"

"Nun gut, wenn du es so willst. Mein Name ist Tom Salazar Slytherin..."

Einen Moment war es vollkommen still in dem Büro, als plötzlich ein leises Kichern zu hören war. Verwirrt sah Tom den Anderen an, welcher sich nicht mehr einbekam. Er wollte sich gerade Sorgen machen, als...

"Irgendwie hab ich es geahnt. Es war ja klar, dass du Voldemort bist. Dieser Tag hat ja schon so verrückt angefangen, also warum soll er nicht auch so enden?"

Während er dies sagte, wischte er sich ein paar Lachtränen aus dem Gesicht. Tom war wirklich froh, dass er das alles so gut aufgenommen hatte.

"Nun, wollen wir dann dafür sorgen, dass du deine Erinnerungen wieder bekommst, oder lieber erst morgen? Denn das wird alles auf dich einbrechen und du wirst dann wieder für ein paar Stunden bewusstlos sein, damit dein Unterbewusstsein das alles verarbeiten kann."

Der Kleinere dachte kurz nach, entschied sich dann aber dafür, es noch heute hinter sich zu bringen. Also standen beide auf und stellten sich voreinander.

Tom legte ihm seine Hände an die Schläfen und Beide schlossen für einige Minuten die Augen. Als der Braunhaarige seine dann wieder öffnete, klappte der Jüngere zusammen und wurde schnell von Tom aufgefangen. Dieser trug ihn schließlich wieder in sein Zimmer.

Er hoffte nur, dass alles gut ging...


Das wars!

würd gern eure Meinung wissen...

bye, wölfin