Kapitel 2 - ChaChaChanges
"Gib mir noch einen Drink, Tom.", bellte Fadien Bulstrode.
Der fünfundzwanzigjährige Mann war gerade dabei sich die Hucke vollzusaufen. Er bestellte nun schon seine dritte 'Devil Snare', denn er versuchte den Mut dafür aufzubringen, was er heute Abend tun musste und dafür brauchte er starke Nerven. Tom, der Barmann des Tropfenden Kessels, reichte ihm ein unheimlich aussehendes, dampfendes Getränk.
"So ist's richtig. Immer her damit." Fadien setzte das Glas an die Lippen und ließ die kalte Flüssigkeit seinen Hals hinunter rinnen. Er atmete tief ein und genoss das Brennen.
Ein schwarzhaariger, junger Mann setzte sich neben ihn an die Bar und gestellte einen Drink. Der neu angekommene Zauberer fuhr sich durch die zerzausten Haare und entblößte dabei seine Stirn. Fadien starrte auf die blitzförmige Narbe.
"Hey! Ich weiß wer du bist. Du bist Harry Potter, stimmt's?"
Der Junge richtete seine, von einer Brille umrandeten, grünen Augen auf ihn.
"Nicht heute Nacht.", antwortete Harry mürrisch. Er sah zurück auf seinen Drink und nahm einen Schluck.
Fadien grinste.
"Schaut aus, als bräuchtest du ein bisschen was Stärkeres. Tom, noch eine 'Snare' bitte und auch eine für meinen neuen Freund hier."
Tom knallte zwei weitere Drinks auf den Tresen. Er sah schnell zum Helden der Zauberwelt. Der Junge sah miserabel aus.
"Das geht aufs Haus für den jungen Mr Potter.", sagte er schroff. "Aber nicht für dich."
Fadien zog belustigst eine Augenbraue hoch.
"Tom, ich dachte wir wären Freunde! Du verletzt mich mit deiner Feindseeligkeit."
Er legte theatralisch eine Hand auf die Brust. Tom grunzte, aber sparte sich einen Kommentar. Er bediente einen anderen Gast.
Fadien wandte sich wieder zu Harry um und hielt ihm seine Hand entgegen.
"Ich bin Fadien, Fadien Bulstrode. Schön dich kennen zu lernen."
Harry nahm die Hand nicht, stattdessen blickte er Fadien argwöhnisch an. "Bulstrode? Woher kenn ich den Namen?"
"Meine Schwester geht nach Hogwarts, siebentes Jahr. Sie heißt Millicent."
Harry schnaubte. "Oh ja, ich weiß wer sie ist. Sie ist eine Slytherin."
Er erinnerte sich an Hermine und das Vielsaftrank-Fiasko in ihrem zweiten Jahr. Er sah Fadien misstrauisch an, die Slytherin-Zugehörigkeit ließ bei ihm die Alarmglocken schrillen.
Fadien grinste. "Oh hey, ich bin kein Todesser. Ich hasse diesen Scheiß. Ich bin mit allen befreundet: Muggel, Schlammblüter, oder wie sie dazu sagen. Ich bin jedermanns Freund. Die Dunkle-Lord-Scheiße ist schlecht fürs Geschäft. Ich wär für Frieden und Liebe."
Er lächelte Harry glücklich an. Harry lachte und nickte. "Ja, dafür bin ich auch, besonders für den Frieden."
Er runzelte sie Stirn und wandte sich wieder seinem Drink zu.
Fadien blickte Harry neugierig an. Er hatte die Geschichten vom Jungen, der lebt gehört. Und jetzt saß dieser in Fleisch und Blut neben ihm. Fadien interessierte sich nicht sonderlich für die Dinge, die in der Zaubererwelt geschahen, doch selbst er konnte die Rückkehr von Voldemort nicht ignorieren. Es war eine Schande, dass dieser gutaussehende Junge gegen dieses Monster kämpfen musste.
Fadien hatte nicht gewusst, dass der Junge, der lebt so jung war. Er schätzte, dass er so alt wie seine Schwester, Millicent, sein musste. Außer Harrys Alter bemerkte er auch, dass ihn eine dunkle Aura umgab, welche sich wellenartig von ihm ausbreitete. Fadien kannte diese Art von Schwingungen. Er kannte sich mit schwarzer Magie aus und hatte viele Freunde, die sich mit verschiedensten schwarzmagischen Themen beschäftigten. Verdammt, sein Komplize war ein Werwolf.
Seine Gedanken wurden durch ein Tippen auf seine Schulter unterbrochen. Er drehte sich ruckartig um, sauer, gestört worden zu sein. Doch sein Ärger verwandelte sich in Freude, als er erkannte, wer ihn gestört hatte: Besagter Komplize, Nicos.
"Fadien, wir müssen los. Wir sind schon viel zu spät dran. Ich will mir diesen Scheiß nicht wieder anhören.", sagte der Werwolf ungeduldig. Fadien nickte, leerte sein Glas und dann grinste er. Er zog Nicos hinüber auf Harrys Seite.
"Harry, das hier ist mein Freund Nicos. Nicos, das ist der berühmte Harry Potter.", sagte er edelmütig. Nicos unheimlich goldene Augen sahen Harry anerkennend an.
"Harry Potter! Ich hätte nie gedacht, dass ich dich mal persönlich kennen lernen würde. Aber das warten hat sich gelohnt. Schön dich mal in Fleisch und Blut kennen zu lernen." Nicos Augen schienen Harry aufzufressen.
"Hör zu, wir müssen gehen. Aber was hältst du davon, wenn wir Morgen zusammen ein bisschen rumhängen? Wird sicher lustig, und du siehst aus, als könntest du ein bisschen Spaß brauchen. Wir können uns ja hier um elf Uhr treffen, okay?", fragte Fadien.
Harry dachte über das Angebot nach. Es war nicht seine Natur, mit komplett Fremden Menschen rumzuhängen, schon gar nicht wenn diese Fremden Familienmitglieder in Slytherin hatten. Vielleicht war es der Alkohol, der ihm den Kopf vernebelte, aber Harry hörte sich selbst sagen: "Ja, klingt gut. Ich hab ein Zimmer hier, also geht das klar."
Fadien klopfte Harry auf den Rücken. "Cool, dann sehen wir uns morgen." Er warf ein paar Galleonen auf den Tresen.
"Genieß deinen Drink." Und damit verließen die beiden Männer den Tropfenden Kessel.
-
Er hatte überhaupt nicht gut geschlafen. Nachdem Fadien gegangen war, hatte Harry noch drei weitere Drinks hintergekippt. Tom und ein weiterer Gast hatten ihn auf sein Zimmer tragen müssen.
Harry wachte mit dem Gesicht ins Kopfkissen gepresst auf. Er war überrascht und enttäuscht nicht erstickt zu sein. Er trug noch immer die Klamotten und Schuhe vom Vortag und er hatte den Geschmack von schalem Bier und Erbrochenem im Mund.
Er sah sich im Raum um. Woher kam dieses Geräusch? Er bemerkte, dass es eine Eule war, welche gegen das Fenster klopfte. Er war Pig, Rons Eule. Ron hatte ihm also einen Brief geschrieben. Er stolperte durch den Raum und öffnete das Fenster. Die kalte Morgenluft tat ihm gut, aber das Sonnenlicht sandte höllische Schmerzen durch seinen Kopf. Schnell befreite er die Eule von ihrer Last und öffnete den Brief. Er war nicht von Ron, sondern von Hermine.
Harry,
Ich wollte nur wissen, ob alles okay bei dir ist. Du bist gegangen, ohne dich zu verabschieden, auch wenn Professor Lupin meinte, dass du es getan hast. Geht es dir gut?
Ginny hat seit gestern größtenteils geschlafen. Oh, Harry, es tut ihr leid, was passiert ist. Bitte halte ihr das nicht vor. Sie war nicht sie selbst, seit du nach Rumänien gegangen bist. Sie möchte sich wirklich für ihr Verhalten entschuldigen.
Ron war die letzten Tage erstaunlich ruhig. Er hat über die Vorkommnisse kein Wort verloren.
Bitte schreib zurück, damit wir wissen, dass du wohlauf bist.
In Liebe,
Hermine
Harry fühlte sich schuldig. Die Weasleys waren eher seine Familie, als die Dursleys es je hätten sein können, aber er wollte sie jetzt nicht sehen. Diese schreckliche, peinliche Szene mit Ginny fühlte sich an, als wäre sie jemand anderem passiert. In seinem vernebelten Kopf fühlte sich dieses Erlebnis so weit weg an.
Er befürchtete, dass alle ihn für Ginnys Zusammenbruch verantwortlich machen würden. Warum waren die Dinge nur immer so kompliziert?
Er schrieb schnell eine Antwort, um sie mit der Winzeule, die geduldig wartete, zurück zu schicken. Er hatte geschrieben, dass er im Tropfenden Kessel wohne, dass er bleiben würde bis das Schuljahr begann und dass er Abstand bräuchte und sich wieder melden würde.
Er duschte, zog sich an und ging dann hinunter in die Kneipe, um zu frühstücken. Er wurde grade mit seinem Toast fertig, als Fadien und Nicos eintraten. Fadien winkte ihm enthusiastisch zu.
"Morgen Harry.", rief er und winkte ihn herüber. Nicos sagte nichts, sondern blickte nur finster drein. Harry fragte sich, was den anderen Mann anpisste, aber er entschied, dass es unhöfliche wäre, danach zu fragen.
Fadien legte einen Arm um Harrys Schulter und geleitete ihn hinaus. Allerdings nicht in Richtung Winkelgasse. Stattdessen betraten sie die Mugglestraße. Harry hielt an und schaute sich um.
"Wo gehen wir hin?", fragte er.
Fadien grinste breit. "Muggle London! Du wirst sehen, dass es auch außerhalb der Winkelgasse unsere Welt gibt."
Harry überlegte kurz. Er hatte fast vergessen, dass er seine ersten elf Lebensjahre als Muggle verbracht hatte. Danach war er jeden Sommer zu seinen Verwandten zurückgekehrt, um bei ihnen die Ferien zu verbringen. Harry konnte nicht glauben, dass er das beinahe vergessen hatte. Er lachte laut auf. Fadien und Nicos tauschten überraschte Blicke aus.
"Bist du einverstanden damit, Harry?", fragte Nicos. "Warst du vorher jemals in der Muggle Welt?"
Harry wandte sein gerötetes Gesicht den beiden Männern zu. Er lachte immer noch. "Ja, es ist okay. Mir ist nur gerade wieder was eingefallen. Also, gehen wir."
Den ersten Halt machten sie in einem Plattenladen in West End, in der Nähe des Leicester Square. Fadien kaufte etliche CDs. Er war mit Muggle Geld eingedeckt und schien den Laden gut zu kennen, da viele Leute ihn mit Namen grüßten. Fadiens leichtes Lächeln und seine charmante Art hatten den Gryffindor beruhigt. Sie redeten extrem viel in der U-Bahn, sodass Harry eine Menge über den Mann erfahren hatte. Nicos war eher zurückhaltend, aber schien freundlich zu sein.
Ihr nächstes Ziel war ein schwach beleuchteter Laden in Notting Hill. Sie wurden von einer hübschen, schwarzen Frau begrüßt, die ein hellgrünes Shirt und einen dunklen Rock trug. Ihre Haare waren zu Zöpfen geflochten, die ihr bis über die Schultern reichten. Sie lächelte sie mit einem atemberaubenden Lächeln an.
"Also, Fadien, wer ist dieser leckere Junge, den du mir da bringst?" Sie leckte sich über die Lippen, als sie Harry sah. Dieser fühlte, wie er rot wurde.
"Celeste, das ist Harry Potter."
Etliche Leute in dem Laden drehten sich zu ihnen um. Harry vermutete, dass nicht alle Menschen in dem Muggle-Laden auch wirklich Muggle waren. Seine Vermutung wurde bestätigt, als Celeste auf ihn zutrat und ihn musterte,
"Aahh… jetzt weiß ich, warum Rita Kimmkorn sich so sehr auf dich fokussiert. Du solltest den Tagespropheten verklagen, diese Bilder die sie abdrucken werden dir in keinster Weise gerecht."
Sie schnalzte zustimmend mit der Zunge. Harry bemerkte, dass sie etliche Piercings trug. Sie bemerkte, dass er es bemerkte und lächelte.
"Ich hab noch ein paar mehr, die man gerade nicht sehen kann, aber es würde mich freuen, sie dir auch zu zeigen. Ich steh auf Jüngere." Sie zwinkerte ihm zu.
Harry bezweifelte, dass er noch mehr erröten konnte.
Fadien nutzte den Moment, um zu sprechen. "Ähm… Ich hab noch Geschäfte zu erledigen." Celeste nickte mit dem Kopf auf eine Tür im hinteren Teil des Ladens zu. "Du kennst ja den Weg."
Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Harry zu.
"Hey, Hübscher, du solltest dein Ohr piercen lassen. Das würde richtig sexy aussehen. Komm setz dich, du kannst dir aussuchen, was du haben willst." Das war kein Angebot, sondern ein Befehl.
Harry zögerte. Er hatte nie darüber nachgedacht, sich das Ohr piercen zu lassen, auch wenn er es schon an vielen Männern gesehen hatte. Er zuckte mit den Schultern. Warum nicht? Er setzte sich auf den Stuhl, den Celeste ihm anbot. Sie reichte ihm ein Buch und ein Glas mit einer roten Flüssigkeit zum Trinken. Harry sah es prüfend an.
"Ein einfacher schmerzstillender Trank. Muggle halten es für Kool-Aid. Das ist der Grund warum mein Laden so beliebt ist. Niemand fühlt irgendeinen Schmerz wenn er sich piercen oder tattoowieren lässt. Ich bin eine geschäftstüchtige Hexe. Und ich verdiene viel mehr Geld in der Muggle Welt. Es gibt halt mehr von ihnen als von uns, stimmt's?"
Harry fand den perfekten Ohrring. Es war ein schwarzer Blitz, mit einer rotorangefarbenen Nuance, die aufschimmerte, wenn Licht darauf fiel. Harry sah den Blitz als Symbol für seinen Feuerblitz und die schwarze Farbe symbolisierte Sirius.
Celeste schaffte es auch, ihm ein Zaubertattoo aufzuschwatzen, bei dem das Bild sich bewegte wie bei Zaubererbildern. Harry wählte eine Lilie, die sich um das Geweih eines Hirsches wand, an Gedenken an seine Eltern. Er wollte es direkt über sein Herz gestochen haben.
Celeste stand vor ihm und musterte ihn. Harry hatte die schönsten grünsten Augen. Sie nickte, als ob sie ihren Gedanken bestätigen wollte.
"Die Brille muss weg. Nicht nur, dass du die stechensten Augen hast, die ich je gesehen habe, aber wie willst du Du-weißt-schon-wer besiegen, wenn du auf dem Boden rumkriechst und murmelst 'Ich kann nichts sehen ohne meine Brille…'? Erwartest du wirklich, dass sie auf deiner Nase bleibt, wenn du mit einem Crucio belegt wirst? Ich bete, dass du ihn besiegst, aber wenn nicht, dann musst du wenigstens mit Würde gehen."
Sie meinte es todernst.
Harry lachte schnaubend. Ihre Worte, von denen er wusste, dass sie sie ohne Bosheit gemeint hatte, fand er wahnsinnig komisch. Er wollte nicht anmerken, dass seine Brille während etlichen Kämpfen mit Voldemort und seinen Todessern nie runter gefallen war. Aber sie hatte Recht. Es war Zeit für eine Veränderung.
"Mach was du willst.", sagte er freundlich.
"Oh, Baby. Die Dinge die ich mit dir tun will…", sagte Celeste grinsend. "Jetzt lehn dich zurück und entspann dich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Einmal einen Trank, der deine Sehkraft wieder komplett herstellt, oder ich kann einen Zauber anwenden, dieser wird jedoch nach sechs Monaten nachlassen, also muss er erneuert werden. Der Trank hingegen ist dauerhaft."
Harry wusste, dass nur Hermine vielleicht in der Lage war, den Zauber zu erneuern.
"Ich nehme den Trank."
"Hab ich mir gedacht." Sie ging in den Lagerraum am hinteren Teil des Ladens und kehrte mit einen Glas zurück, indem sich eine wasserähnliche Flüssigkeit befand. Er sah es interessiert an.
"Es ist ein Tarnzauber darüber ausgesprochen worden, sodass es wie Wasser aussieht. Der eigentliche Illuminare-Trank ist pink. Aber ich will nicht, dass die Muggle zu viele Fragen stellen. Trink aus!"
Harry setzte das Glas an die Lippen. Der Trank schmeckte scheußlich süß und Harry verschluckte sich daran. Es fühlte sich an, als ob der Zucker direkt in seine Venen gespritzt werden würde. Dann fühlte er ein leichtes Kribbeln in den Augen und plötzlich war alles verschwommen.
"Hey! Ich seh alles total unscharf!" Er wandte sein Gesicht Celeste zu, die neben ihm stand.
Sie lachte. "Du musst deine Brille absetzen, Dummchen." Sie zog ihm die abgenutzte Brille von der Nase.
Harry zwinkerte und staunte, als er Celestes Gesicht scharf erkennen konnte. Er grinste breit.
"Ich nehme an, du bist zufrieden. Schau in den Spiegel!" Sie reichte ihm einen großen Handspiegel.
Harry sah in seine eigenen Augen und konnte endlich sein Spiegelbild betrachten. Er drehte den Kopf, um seinen neuen Ohrring zu bewundern. Der Spiegel sprach leise zu ihm, "Oh, du bist heiß." Harry errötete wieder.
"Oh, du wirst dir die Leute mit einem Stock von dir fernhalten müssen, Harry Potter. Wenn du dachtest, dass du vorher Aufmerksamkeit auf dich gezogen hast, dann warte ab, was jetzt passieren wird." Celeste strich sich mit einer ihrer manikürten Hände eine schwarze Strähne aus dem Gesicht. "Und jetzt gehen wir shoppen."
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Harry kehrte spät und mit Tüten beladen zum Tropfenden Kessel zurück. Celeste hatte verkündet, dass sie Harry für diesen Nachmittag als ihren Sohn adoptieren würde und hatte ihr 'Meisterstück', wie sie ihn nun nannte, beendet. Sie hatte ihn mit nach Oxford genommen und in die Bond Streets, welche berühmt für ihre Einkaufszentren war. Er war sogar in Harrod's gegangen, einem Laden in den er als kleines Kind immer hinein wollte. Dudley hatte rein gedurft, Harry hingegen nicht. Er hatte ein bittersüßes Gefühl verspürt, als er endlich den riesigen Laden betreten konnte. Harry war noch nie shoppen gewesen, zumindest nicht so. Celeste hatte seine Galleonen in Muggle Geld umgetauscht und sie war eine wahre Shopping Expertin.
Sie hatte sich danach von ihm mit freundlichen, ermutigenden Worten verabschiedet und ihm eine Überraschung versprochen, wenn er sie wieder besuchen würde.
Harry setzte sich auf sein Bett und sah sich seine Errungenschaften an.
Fadien war lange bevor Celeste mit Harry fertig war, gegangen. Er hatte Harry von einer Party erzählt, die er am Wochenende veranstalten wollte. Nachdem er ihm die Adresse gegeben hatte, hatten Fadien und Nicos den Laden verlassen.
Harry hatte bemerkt, dass die beiden Männer ein wenig genervt schienen, aber er hatte nicht die leiseste Ahnung warum. Er wusste nicht, was sie im Hinterraum des Ladens gemacht hatten, aber vielleicht war es nicht wie gewünscht verlaufen.
Harry sah sich lange im Spiegel an. Es war das erste Mal, dass er es tun konnte, ohne die Augen zuzukneifen. Er zuckte mit den Schultern und eilte hinunter zu seinem Lieblingsplatz: der Bar.
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Auch wenn Fadien kein Todesser war und er sich für den Krieg, der die Zaubererwelt teilte, nicht interessierte, so wendete er doch Dunkle Magie an. Er war freundlich und nett, aber er scheute es nicht zu stehlen und zu lügen, um das zu bekommen, was er wollte. Was Harry nicht wusste, war, dass Fadien in der Muggle- und Zaubererwelt mit Drogen dealte und er war berühmt für seine eigenen Drogenmischungen.
Sein Auftrag an dem Abend, an dem er Harry kennen gelernt hatte, war es, einen Gegenstand zu erwerben, der einst Grindelwald gehört hatte. Der berühmte Albus Dumbledore hatte den Zauberer vor vielen Jahren besiegt, aber etliche seiner Besitztümer existierten noch immer.
Dieses spezielle Objekt, das Meisterstück des schwarzen Magiers, war bekannt dafür, die Wirksamkeit eines jeden Trankes, Zaubers und auch jeder Droge zu erweitern. Mit diesem Meisterstück von Grindelwald würde es Fadien möglich sein jede Konkurrenz auszustechen und eine ganz neue Kundenbasis zu erschaffen.
Fadien lud normalerweise keine Fremden auf eine Shoppingtour ein, aber er hatte sich überlegt, was für ein Coup es wäre, den Jungen, der lebt in der Tasche zu haben. Es würde sich herausstellen, ob Harry Freund oder Kunde werden würde. Fadien bevorzugte letzteres.
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Da ich noch eine Woche Ferien habe, dachte ich mir ich kann es mir erlauben schon heute ein Kapitel hochzuladen. Das Nächste wird am Freitag kommen. Und danach werde ich versuchen jeden Freitag ein neues Kapitel hochzuladen, weil Freitag so ein schöner Tag ist.
Desweiteren bitte ich um Reviews. Da auch ScorpioPhoenix die Reviews liest, lasst bitte auch Kommentare darüber da, wie euch die FF gefällt, da wird sie sich sicher darüber freuen
