Disclaimer: Kein Naruto. Noch nicht.

A/N: Der Titel kommt ausnahmsweise nicht im kapitel selbst vor. ich steh nur auf diese wendung "mit ohne" die kinder (und komischerweise erwachsene) häufig verwenden :D MIT OHNE! whatever. Tribüne frei für Sakura und Inu!


3. Kapitel - Ich will dich nackt mit ohne Kleidung sehen

Sakura ging durch den Gang, auf dem Weg zu ihrem Sensei Tsunade. Etwas ließ sie stutzen. Auf der Bank neben dem Zimmer saß ein Junge. Vielleicht so alt wie sie. Er fiel durch seine lässige, breitschultrige Position auf und den non-chalanten Blicken, die er den Mädchen zuwarf, die an ihm vorbei gingen. Durch die wirren, grauen Haare, die durch einen Wirbel nach rechts vom Kopf abstanden, kam er ihr seltsam bekannt vor.

„Hey Mädchen! Ich hab meine Adresse vergessen, kann ich deine haben? Wow, ich glaub ich hab meine neue Traumfrau gefunden! Bleib mal stehen… kennen wir uns nicht irgendwoher? Ahja, du siehst aus wie meine nächste Freundin", Die Mädchen gingen entweder augenverdrehend gar nicht auf seine Sprüche eingehend oder zwinkernd und kichernd weiter.

Egal welche Reaktion kam, er sank danach immer selbstzufrieden zurück auf die Bank.

Nachdem sich das Schauspiel mehrere Male in verschiedenen Variationen abgespielt hatte, seufzte sie geschlagen und ging auf ihn zu. Er war eben dabei, zwei Mädchen hinterher zu pfeifen, als sie neben ihm stehen blieb.

„Ist gerade jemand drinnen?" fragte sie. Er zuckte zusammen. Für einen Moment war die aufgesetzte Lässigkeit verschwunden. Im nächsten hatte er die Augen schon wieder halb geschlossen und eine Augebraue spielerisch angehoben.

„Die haben sicher noch ne Weile zu tun. Willst du derweil ein paar Abenteuer erleben?" Sie verzog argwöhnisch das Gesicht. „Gleich um die Ecke sind die Toiletten", Er nickte mit dem Kopf. „Du darfst es dir aussuchen. Herren oder Damen?"

Ihre Faust zuckte. Mit zusammen gebissenen Zähnen setzte sie sich neben ihn und atmete erst mal tief durch. „Ich hab wohl echt Glück", meinte er. „Von all den Mädchen setzt gerade DU dich zu mir. Ich könnte mir keine bessere wünschen", Der Satz an sich war so süß, dass sie rot wurde. Aber die Art wie er sie damit anlächelte, ließ ihr nun endgültig die Hand ausrutschen.

Er kippte vorn über. „Woah, das tat weh", Er versuchte sein Grinsen zu halten. „Gut, dass ich auf temperamentvolle Mädchen stehe",

„Kannst du nicht einfach still sein?" fragte sie verbissen, da es ihr erneut in der Hand juckte.

„Kannst du nicht einfach zugeben, dass du Schmetterlinge im Bauch hast? Dass du es in Erwägung ziehst…" Er rutschte doch tatsächlich näher. „Mit mir… um die Ecke zu gehen?"

„Nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen", knurrte sie und stieß ihn mit einer Bewegung von sich und die Bank herunter. Seine Beine hangen zuckend in der Luft.

Er ließ nicht locker. Im nächsten Moment saß er schon wieder neben ihr.

„Ich mag diese Hard-to-get Methode. Da geht es im Nachhinein noch leidenschaftlicher zu", Zu ihrem Leidwesen kamen ihr wirklich die verschiedensten Bilder hoch. Ihr Kopf wurde knallrot. „Außerdem bin ich ein vorzüglicher Jäger. Wenn du willst-" Sie hatte ihn am Kragen geschnappt und dicht an ihr Gesicht gezogen.

Mit Grabesstimme knurrte sie: „Wenn du nicht sofort die Klappe hältst, mach ich dich dem Erdboden gleich",

„Alles was du willst, meine-" Ihr Herz blieb stehen, als er plötzlich den Kopf neigte und die Augen schließen wollte. Der Moment wurde unterbrochen, als die Tür aufknarrte. Mit einem Sprung war Sakura auf den Beinen. Doch es war nicht Tsunade, sondern eine andere Frau.

Mitte dreißig mit langen braunroten Haaren, die ihr über die Schultern fielen. Auf ihren Wangen klebten zwei Pflaster. Ihr ganzer Körper war ab dem Hals entweder mit Kleidung oder Bandagen bedeckt. Die blauen Augen musterten sie mit einem abschätzigen Blick.

„Komm, Inu. Wir suchen uns eine Unterkunft", sagte sie und ging ohne auf ihn zu warten los. Angesprochener Inu verlor zum zweiten Mal seine übertrieben lässige Macho-miene und wurde zum schmollenden Jungen.

„Aber wieso?? Ich war eben dabei sie zu knacken!!"

„Sah eher nach ner Anzeige wegen sexueller Belästigung aus",

„Überhaupt nicht. Sie wollte mich küssen!"

„Inu. Kein Mädchen mit einem Funken Geschmack würde dich küssen wollen",

„So kannst du doch nicht über mich reden! Ich bin dein SOHN!"

„Wieso musstest du mich daran erinnern… der Tag war eben noch so schön", Die Frau ging unbeeindruckend den Gang entlang, während Inu mit großen Gesten auf sie einredete. Doch anstatt die Treppen zum Ausgang zu neben, sprangen sie beim nächsten Fenster einfach hinaus.

Sakura blieb verwundert an ihrer Stelle stehen und sah ihnen nach. Eigenartige Familie. Eine Bewegung aus dem Raum vor ihr gewann ihre Aufmerksamkeit.

„Oh! Sensei! Geht es Ihnen gut??" Sie beeilte sich zu ihr hinein zu kommen. „Ich habe ihre Medizin und das Öl. Darf ich es Ihnen einmassieren?"

„Ja, das wäre sehr hilfreich", meinte Tsunade abgespannt und ließ abermals ihren Mantel fallen.

„Wer waren denn diese Leute eben?" fragte Sakura und schüttete sich etwas Flüssigkeit in die Hände. Tsnuade beugte sich vor, verschränkte die Finger ineinander und legte die Stirn hinein.

„Das war Rin Tori. Sie hat ihre Ninjaausbildung hier in Konoha angefangen… gemeinsam mit deinem Sensei Kakashi. Die zwei waren ein unglaubliches Team. Haben viele Aufträge, die eigentlich für mehrere Jounins gedacht waren, zu zweit gemeistert… Aber sie hat ihre Ausbildung während des Krieges abgebrochen und ist durchs Land gezogen. Ich habe sie hier her gerufen, weil sie schon damals eine unglaublich gute Sanitäterin war. Hat mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung gestanden sind, wahre Wunder vollbracht… wenn noch einer eine Idee gehabt hätte, wie man mich heilen könnte, dann wäre es sie gewesen…",

„Und? Hat sie eine?"

„Ich weiß es nicht. Sie zögert. Zwar hat sie ja gesagt, aber sie wollte noch vier Tage etwas suchen… vier Tage Bedenkzeit. Es ist ein gefährliches Jutsu, das sie anwenden will",

„Welches Jutsu, Sensei", Sakura hielt in ihren Bewegungen inne und horchte auf.

„Dai Bebi Dai – No Jutsu", sagte sie mit düsterer Stimme. „Mit diesem Jutsu kann man einen Menschen, der im Sterben liegt, vollständig heilen. Allerdings braucht man für diese Kunst soviel Chakra, das man es selbst nicht überlebt. Oder zumindest hat es bis jetzt noch keiner überlebt… aber sie sagt, sie kennt einen Weg",

„Sie scheint sehr weise zu sein",

„Weise aber unberechenbar", korrigierte Tsunade seufzend und ließ den Kopf hängen. „Ich hoffe, ich kann mich auf sie verlassen. Sie ist die letzte Hoffnung, die wir noch haben", Sakura rief sich noch mal das Bild von dieser Rin in den Kopf. Sie hatte wirklich nicht sehr vertrauenserweckend ausgesehen. Eher unnahbar und kalt.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Tsunade machte nicht einmal Anstalten, ihren Oberkörper zu bedecken. Kakashi kam bei der Tür herein. Sein Stirnband über beide Augen gezogen.

„Ihr habt gerufen, Hokage?" fragte er und blieb im geraumen Abstand zu ihrem Schreibtisch stehen. Sakura grinste breit bei seinem ernsten Anblick und der im krassen Gegenzug stehenden Augenbinde.

„Ich habe einen Auftrag für dich, Kakashi. Du wirst dich ja noch an deinen Schüler Sasuke Uchiha erinnern, oder?" Sakura erstarrte in ihrer Bewegung. Ihre Augen rissen auf.

„Ja, der ist nach dem Kampf gegen seinen Bruders vor zwei Jahren nicht mehr aufgetaucht",

„Genau. Ich habe einen Suchtrupp losgeschickt um eine Person ausfindig zu machen. Bei dieser Mission hat einer meiner Leute einen Auftrag aufgeschnappt. Er stammt von der Akatsuki", Sie machte eine bedeutungsvolle Pause. „Und lautet: Vernichtet den restlichen Uchiha-Clan",

„Tja. Da haben sie ja nicht mehr viel zu tun", meinte Kakashi frohlockend.

„Wir werden das nicht zulassen", erwiderte Tsunade unbeirrt. „Ich will, dass du Sasuke hier her nach Konoha bringst. Wir werden ihn beschützen",

„Und wie genau soll ich ihn finden? Er könnte auch so gut wie tot sein", Bei den leichtfertig ausgesprochenen Worten zog sich Sakuras Herz zusammen. Nein. Das durfte so nicht sein.

„Er lebt", Sofort schlug es freudig aus. „Wir haben ihn in Armage gefunden. Du, als sein Meister, wirst ihn überzeugen und sicher hier her bringen", Eben wollte Kakashi zustimmen, als Sakura ausrief: „Ich will mit! Sensei, ich bitte Sie!!" Sie lief vor den Schreibtisch und breitete die Arme aus: „Sasuke bedeutet mir unglaublich viel. Ich… ich will auch dabei sein und ihn hier her zurückholen. Hier her… nach Hause. Verstehen Sie? Bitte!"

Tsunade taxierte sie mit einem ernsten Blick, wechselte zu Kakashi. Dieser zuckte mit den Schultern, als hätte er den Blick bemerkt.

„Du kannst gehen. Aber bringe dich nicht unnötig in Gefahr. Haben wir das verstanden? Ich habe dich sicher nicht fünf Jahre umsonst ausgebildet!" erklärte sie mit strenger Stimme.

„Natürlich nicht, Sensei. Danke für ihre Erlaubnis", Sakura verbeugte sich mehrere Male und ging dann wieder um den Tisch herum, um ihre Massage zu beenden. „Eure Mission startet morgen",

„Wer hätte das gedacht", meinte Kakashi, als würde er zu sich selbst reden und ging aus dem Zimmer. „Hat er diesen Kampf also doch überlebt", Sakura grinste entschlossen. Ja. Sie würde Sasuke wieder nach Hause bringen. Zu ihr.


A/N: Soso, Sasuke kommt ins Spiel! Und sieht so aus, als ob die sich wiedersehen werden. Kann ja nur ein Desaster werden :D Bei Inas rasender Feindseligkeit Kakashi und Inus betörender Zuneigung Sakura gegenüber ;) Nächstes Kapitel bald! Reviews sind immer willkommen :)