Hermine schafft das alles!
- Was willst du von mir Albus, ich habe
den ganzen Tag unterricht gehabt und bin jetzt nicht gewillt meine
kostbare und wenn ich das mal so sagen darf rare Freizeit damit zu
verbringen dir beim Tee trinken zu zuschauen. - Severus saß im
gemütlichen Büro des Direktors und merkte eh schon schlecht
gelaunt, dass die ehemaligen Schulrektoren ihn vergnügt
beobachteten.
Albus saß in seinem Sessel hinter dem
Schreibtisch und überlegte wie er es anstellen sollte Severus
sein Anliegen beizubringen.
- Nun mein Junge, der Krieg tobt immer
noch, doch scheinbar scheint Voldemort sich eine Pause zu gönnen.
Sehr zu unserem Glück, was man wohl kaum erwähnen muss. -
Severus dachte mit großer Verbitterung an das letzte Todesesser
Treffen zurück und es kam ihm vor als würde die Beinwunde,
die er Malfoy Senior verdankte wieder höllisch brennen.
- Nun
dadurch haben wir die Möglichkeit, das du dich wieder deinem
Element widmen kannst. Ich brauche von dir einen sehr wirkungsstarken
und vielleicht entscheidenen Trank, der Harry dabei helfen soll zu
gewinnen. -
- Und was soll er bewirken, dein so wie ich dich kenne
verdammt schwerer Trank? -
Albus lächelte ihn wissend und
väterlich an.
- Er soll bewirken, dass sich die Flüche
die von den Todesessern und von Voldemort persönlich kommen von
Harry abprallen und auf die Flüchesprecher zurückspringen.
Ich weiß das erscheint dir jetzt unmöglich und in deiner
raren Freizeit wie du es so dezent ausgedrückt hast kaum
machbar. Nun da gebe ich dir recht und aus diesem Grunde, mein Junge
gebe ich dir eine Assistentin... -
In Severus Kopf begann sich
ein Gewitter zusammen zubrauen.
Das kann der alte Narr doch nicht
ernst meinen! Ich habe weder Zeit noch Lust darauf so eine nichts
wissende Frau einzuweisen. Und vor allem habe ich keine Lust mit ihr
die meiste Zeit des Tages zusammenzuarbeiten.
- und zwar Miss
Granger! -
Und vor allem nicht mit ihr! Da mach ich nicht mit, ich
kann ihr ja jetzt noch nicht mal in die Augen sehen und das alles ist
jetzt schon 3 Wochen her. Nein, da kann er sich auf den Kopf
stellen!
- Nein Albus! Nein, nein und nochmals NEIN! Du kannst mir
doch keine Schülerin als Assistentin aufs Auge drücken!
-
Albus lächelte. Er wusste ganz genau, dass es nicht leicht
werden würde, aber er würde es wie immer schaffen seinen
Tränkemeister zu überreden.
- Severus, Hermine Granger
ist wohl die Einzige, die über die nötige Intelligenz und
das ebenfalls nötige Talent zum Tränkebrauen verfügt.
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass Miss Granger
Feuer und Flamme sein wird, wenn sie von ihrer großen Chance
erfährt. -
Ha wenn du wüsstest!
- Also gut Albus,
aber sollte sie auch nur einmal meine Nerven, mehr als üblich
strapazieren, dann wars das. Gut, jetzt da du deinen Willen bekommen
hast, kann ja gehen. -
Severus wollte sich gerade aus seinem Stuhl
erheben, als ihn der Schulleiter noch einmal zurückhielt.
-
Bitte Severus, dieser Trank ist sehr wichtig! Nicht nur für
Harry sondern für uns alle! Ich werde Miss Granger zu dir
schicken sobald ich mit ihr geredet habe, also wundere dich nicht
wenn sie heute oder morgen vor deiner Tür steht. So und nun
wünsch ich dir einen schönen Abend mein Junge. -
Severus
ließ einen Laut von sich, der sich stark nach der Abneigung
anhörte, die er der ganzen Situation widmete.
Nächster Tag nach dem Unterricht
Ginny wunderte sich mittlerweile kaum
noch darüber, dass Hermine nicht zum gemeinsamen Essen in der
großen Halle erschien. Doch heute machte sie sich ernsthafte
Sorgen um ihre beste Freundin. Harry hatte ihr erzählt, dass sie
gleich nach dem Unterricht zu Madame Pomfrey gegangen war, und dass
Prof. McGonagall Hermine wohl zum Direktor bestellt hatte.
Ginny
hatte sich schon vor einer Woche vorgenommen, Hermine genauer im Auge
zu behalten, doch das war gar nicht so einfach wenn man haufenweise
Hausaufgaben auf hatte und mit einem Harry Potter zusammen war der
auch die Zärtlichkeiten seiner Freundin genießen wollte.
Ginny Weasley konnte es immer noch nicht ganz glauben, dass sie
jetzt schon seit fast vier Monaten mit Harry zusammen war.
Und
ihrer Meinung nach lief es einfach nur großartig. Doch jetzt
konnte sie sich keine Gedanken über ihren Freund machen, sondern
musste zusehen, dass sie ihre beste Freundin fand.
Sie war
mittlerweile bei Hermines privaten Räumen angekommen und klopfte
an, doch keiner machte ihr die Tür auf, worauf sie das Passwort
murmelte, welches Hermine ihr für speziale Notfälle gegeben
hatte, Stress mit Harry oder ihren Mitbewohnerinnen.
Allerdings
hielt Ginny dies auch für einen Notfall.
Als sie Hermines
Arbeitszimmer betrat traf sie der Schlag und sie wurde immer blasser
je weiter sie ins Zimmer kam. Im ganzen Raum sah es aus als hätte
eine Bombe eingeschlagen. Fast alle Bücher lagen verstreut auf
dem Boden und alle Papiere waren vom Schreibtisch gefegt
worden. Auch der Stuhl war nicht verschont worden, sondern wurde mit
ziemlicher Wut gegen die einzige, freie Wand geschleudert und lag nun
ebenfalls in vielen Einzelteilen auf dem Boden.
Doch es wurde
auch nicht besser, als sie ins Schlafzimmer schaute. Alle Kleider und
Schubladen waren auf dem Teppichboden verstreut und viele Dinge die
Ginny sich nicht weiter ansehen wollte, da sie wahrscheinlich zu
Hermines absoluten Privatsachen gehörten waren durch die Gegend
geschmissen worden.
- Oh Merlin was ist hier passiert? Hermine...
Hermine wo steckst du? - Ginny stand in der Mitte des verwüsteten
Schlafzimmers und hatte keine Ahnung was sie nun tun sollte.
Während
sie fieberhaft überlegte, was wohl geschehen war und ob sie
Hilfe holen sollte, hörte sie ein leises Wimmern und Schluchzen.
Ginny folgte den Geräuschen bis hin zum Badezimmer, das
nicht anders aussah wie das Wohn- oder Schlafzimmer, Spiegel
zerschlagen und alles war auf dem Boden verteilt. Doch was die
rothaarige, junge Frau am meisten ängstigte und schockierte war
ihre beste Freundin, die zusammengekauert neben der übergroßen
Badewanne saß und jämmerlich weinte.
Ginny war sofort
bei ihr und nahm Hermine schützend und tröstend in die
Arme.
Leise sprach die Rothaarige auf Hermine ein.
- Hermine
was ist passiert, was ist hier geschehen? Geht es dir gut, bist du
verletzt? -
Auch wenn Ginny wusste, das sie jetzt erst einmal
nichts aus ihrer Freundin heraus bekommen würde, musste sie
einfach fragen. Sie wusste nun, das es Hermine gewesen war die ihre
"Wohnung" so verwüstet hatte.
Der Anblick der sich
Ginny nun bot, zerriss ihr das Herz. Sie fühlte immer mit
anderen, doch wenn es um ihre Freunde, ihre Familie ging, dann fühlte
sie sich immer als ob ihr das gleiche passiert sei.
Nach fast
einer halben Stunde hatte sich Hermine scheinbar wieder so beruhigt,
dass Ginny sie zurück in ihr Schlafzimmer begleiten konnte.
Hermine machte es sich auf ihrem Bett so bequem wie es ging und
vergrub ihren Kopf in ihr weiches Kissen. Ginny hatte nichts mehr
gesagt und war umso erstaunter als Hermine von selbst anfing zu
sprechen, doch sie musste sehr genau hinhören um sie überhaupt
ein wenig zu verstehen.
- Es war ein Unfall, ich konnte doch
nicht ahnen, dass ich jetzt dafür bezahlen muss, obwohl er
genauso daran beteiligt war. Und nun muss ich auch noch jeden Abend
mit ihm an einem Kessel stehen. Dumbledore denkt natürlich das
das ganz toll für mich ist. -
Ginny hatte keine Ahnung wovon
sie sprach, nur das Snape damit etwas zu tun haben musste.
- Was
meinst du Hermine? Wofür musst du bezahlen? -
Hermine setzte
sich mit einem Ruck auf und Tränen rannen ihr wieder die schon
nasse und rote Wange hinunter.
- Ich und Snape wir haben dank
eines Unfalls, den Neville verursacht hat, miteinander geschlafen und
jetzt bin ich schwanger! Außerdem will Dumbledore, dass ich mit
Snape an einem Trank arbeite. Die werden mich beide umbringen und ich
kann meinen Abschluss und mein Studium vergessen! -
Ginny konnte
nicht anders, sie starrte Hermine aus schock geweiteten Augen an.
Nach einigen Augenblicken fasste sie sich allerdings wieder ein
bisschen und lächelte Hermine ein wenig unsicher an.
- Jetzt
weiß ich auch warum es hier so aussieht, beim Merlin das ist
ein wirkliches Problem! Aber trotzdem eine Frage, wenn du erlaubst?
Willst du das Kind bekommen und großziehen? -
-
Ja und es ist mir egal, ob er es mit großzieht, aber erfahren
muss er es und Dumbledore auch! - Hermine hatte sich wieder in ihr
Kissen vergrabe und fluchte, dass Ron stolz auf sie gewesen wäre.
-
Hermine liebst du Snape? -
Die Angesprochene hob den Kopf und
schüttelte diesen zaghaft.
- Ich glaube nicht, aber selbst
wenn, er liebt mich garantiert nicht und muss es auch nicht. Denn
Hauptsache mein Baby hat eine Mommy. So und jetzt gehe ich runter und
werde mit ihm reden oder streiten was ich eher glaube. -
Ginny
lächelte ihrer Freundin noch einmal zuversichtlich zu und
umarmte hermine noch einmal, bevor diese sich auf den Weg in die
Höhle des Löwen machte.
