Yay! Neues Kapitel! Ich hatte das schon eine Weile auf meiner Festplatte, bin nur nich dazu gekommen es nochma Fehler-zu-lesen ()" Aber ich habs ya nu doch geschafft! Ich hab au noch n paar Tage Urlaub jetz 3 Vielleicht schaff ich ya noch eins! Eigentlich wollte ich nämlich nich in so großen Abständen updaten (..) Wie auch immer, viel Spaß mit dem dritten Teil von "Bond"!

Chapter 3

Oktober 1 - Oktober 4

Tag 11, Freitag

Draco wachte auf und stöhnte. Fuck. Das war ziemlich lebhaft gewesen. Er drehte sich in seinem Bett, sah automatisch nach, ob Potter noch schlief.

Gott sei Dank, ja. Er war besorgt, dass er im Schlaf gesprochen hatte und wenn man betrachtete wovon er geträumt hatte, wäre das außerordentlich peinlich geworden, wenn man es nett ausdrückte.

Das war das zweite Mal in den letzten zwei Nächten das er so unbefriedigt aufwachte; er hatte es aufgegeben zu zählen wie oft er stattdessen mit klebrigem Bettlaken aufgewacht war. Dank Gott für Marcus Flints Reinigungs-Zauber, oder er hätte Potter erklären müssen warum er seine Bettwäsche jeden Tag wechseln musste. Er versuchte genau zehn Sekunden lang sein Unbehagen zu ignorieren und wieder einzuschlafen, bevor er aufstand und ins Badezimmer ging.

„Malfoy?" Potters verschlafene Stimme stoppte ihn. „Bist du Okay?"

„Uhm, j-ja," stotterte er, Potters Timing verfluchend.

Potter setzte sich langsam auf. „Nein, bist du nicht, was ist los?"

„Eh, nichts, ich … muss mal wohin," nuschelte Draco, schloss die Tür des Bads hinter sich und lehnte sich mit dem Rücken an diese, bevor er sich so schnell und leise wie möglich um sein Problem kümmerte, Erleichterung durchflutete ihn als er fertig war. Er blieb eine Weile an die Tür gelehnt stehen, von seinem Hoch herunterkommend, dann säuberte er sich und wartete ein paar weitere Minuten, hoffte das Potter wieder eingeschlafen war, wenn er wieder ins Bett ging.

Er nahm einen tiefen Atemzug und öffnete die Badezimmertür leise, bemerkte sofort als er die Tür geöffnet hatte, das Potter immer noch aufrecht in seinem Bett saß, Arme um die Knie geschlungen.

„Bist du in Okay?" wiederholte er als Draco wieder ins Bett kroch. Draco nickte.

„Eh … wollen wir darüber reden?" fragte Potter leise.

„Was gibt es da zu reden?"

„Ich … Ich weiß was los ist," sagte Potter hastig, „Pomfrey hat gesagt-"

„Ja, und? Jetzt weißt du es also." Draco war dankbar das der Raum zu dunkel war als das Potter die Röte sehen konnte, die sein Gesicht erhitzte, und mindestens genauso dankbar das seine Stimme normal klang. „Was gibt's darüber zu reden?"

„Ich hab nur gedacht – Ich meine, gibt es – uhm, gib es irgendwas das, uhm … oh vergiss es." Potter gab auf, legte sich wieder hin und drehte sich rum.

Draco lag da und beobachtete ihn, bemerkte die angespannte, verkrampfte Linie seiner Schultern, fühlte die Unruhe und Verwirrung.

Er atmete geräuschvoll aus. „Potter."

„Hmm."

„Hast du auch diese Träume?"

Potter seufzte. „Hmm."

„Seit wann?"

„Seit ein paar Tagen, keine Ahnung, ist schwer zu sagen."

„Worüber."

„Was denkst du denn? Über das was Pomfrey gesagt hat." Sie hatte sie mit klinischer Distanz darüber informiert, das die üblichen, nächtlichen Jungen-Fantasien spezifischer werden würden und sich auf den Anderen fokussieren würden anstatt auf wahllose Bilder, Gefühle oder Leute.

Es folgte eine lange, angespannte Pause.

„Ich hab wirklich gehofft, dass das nicht passieren würde. Sagte Potter sanft.

„Du hast auch auf einen platonischen Bund gehofft?"

„Hmm."

„Du wusstest, dass das unwahrscheinlich war. Fast unmöglich. Wir sind keine Brüder, oder lebenslange beste Freunde."

„Ich hab trotzdem gehofft." Potter drehte sich auf den Rücken, missmutig die Decke anstarrend. „Und du offensichtlich auch. Richtig?"

Draco seufzte schwer. „Ja."

„Wir müssen das Pomfrey sagen."

„Was du nicht sagst."

Potter schloss die Augen. „Ich denke nicht …" Seine Brauen verengten sich und er schien nach den richtigen Worten zu suchen. „Ich denke nicht das ich das kann," sagte er endlich, sehr sanft.

„Ich denke nicht das wir ein Wahl haben," merkte Draco an.

„Das ist wie ... das ist fast wie Vergewaltigung, diese Verpflichtung mit jemandem Sex zu haben, mit dem du absolut nicht willst-"

„Merlin, Potter, warum denkst du sind unfreiwillige Ehe-Zauber so illegal?" schnappte Draco. Befrei uns von der grenzenlosen Begriffsstutzigkeit, dachte er, aber stoppte sich bevor er es laut aussprechen konnte. Pomfrey hatte angemerkt, und absolut begründet, dass wenn er Potter zu sehr verärgerte, dieser nicht in der Lage wäre genug zu entspannen um der Natur ihren Lauf zu lassen. Und während Draco das anfangs absolut nicht interessiert hatte, war er mittlerweile zu der widerwilligen Erkenntnis gekommen, dass es sehr wohl etwas ausmachte. Desto unwohler sich Potter fühlte, desto länger würde es dauern um seinen Widerstand zu brechen. Und jegliche Art von Druckausübung war nicht wirklich eine Option. Seine Nerven schrieen förmlich mit Potters Unbehagen; wenn er Potter noch defensiver machte, würde er es durch ihren Bund zu spüren bekommen.

Wunderbar. Hier lag er, immer öfter ernsthaft erregt und die einzige Person die ihm mit seiner Erregung helfen konnte, war ein erbärmlicher Verlierer, der zu viel Angst hatte seine Jungfräulichkeit zu verlieren und der zu viel Angst vor seinen eigenen Gefühlen hatte, um irgendwas zu unternehmen. Und noch ärgerlicher war, das besagter Verlierer offensichtlich genauso angeturnt war, immer häufiger, was wahrscheinlich Dracos eigene Erregung beeinflusste, was wiederum Potters beeinflusste und sie turnten sich gegenseitig an wegen ihrer konstanten Nähe und dieser dummen, dummen Ehe, und es gab absolut nichts was Draco diesbezüglich unternehmen konnte. Außer zu versuchen übermenschliche Geduld heraufzubeschwören, oder diese zumindest vorzutäuschen, um dieses verfluchte Kind mit dem er verheiratet war nicht zu verängstigen.

„Ich will wirklich nicht, nicht …" stammelte Potter. „Ich meine – ich will, aber ich will nicht."

„Wirst du letztendlich. Es ist nicht direkt Vergewaltigung Potter. Zu dem Zeitpunkt an dem du es machen wirst, wirst du es definitiv wollen. Ansonsten wird die Person mit der du verheiratet bist nicht mal versuchen irgendwas zu versuchen, weil sie deine Abneigung durch den Bund spüren wird."

„Du kannst das fühlen?"

„Natürlich kann ich das du-" Draco biss sich fast die Zunge ab bei dem Versuch die Beleidigung, die herausrutschen wollte, aufzuhalten. „Ich fühle es. Momentan hast du Angst vor uns beiden. Vor mir, weil du Angst hast das ich dich bedränge, vor dir selbst, weil ein Teil von dir will das ich das mache."

„Woher weiß du das?" fragte Potter nach einem kurzen, geschockten Moment.

„Das ist wohl kaum fortgeschrittene Arithmantik Potter." Draco rieb seine Stirn, bemerkte, dass er während des Verlaufs ihrer Unterhaltung angeturnt wurde, schon wieder. Er setzte sich auf. „Also, das ist fabelhaft. Wir fühlen das beide, aber deine kleinen moralischen Skrupel und Gefühlsbelange hindern uns daran irgendwas diesbezüglich zu unternehmen, für wer weiß wie lange. Das ist fabelhaft. Das ist einfach … fabelhaft." Draco schloss seinen Mund und verließ das Bett bevor er noch etwas sagen konnte was Potter verunsicherte.

„Wo gehst du hin?" fragte Potter überrascht.

„Ich werde eine lange, kalte Duschen nehmen du Idiot." Sagte Draco entnervt. „Schlaf weiter."

ooooooo

Tag 13, Sonntag

„Harry … du kannst nicht ewig davor wegrennen," sagte Lupin verständnisvoll an diesem Sonntag.

„Es ist nicht mal das ich Angst davor hab, es ist, es ist, ich vertraue ihm nicht, ich mag ihn nicht-

„Aber-"

„Ich weiß. Aber es ist außerdem – wir streiten sogar noch mehr seit-" Harry biss sich auf die Lippe.

Zu schnell. Alles geriet außer Kontrolle.

Er wollte verzweifelt diese Träume loswerden, diese Gefühle, den Fakt das ihre Berührungen, anstatt sich normal anzufühlen, begannen etwas zu bedeuten. Malfoys Hand auf Harrys Schulter um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen, verweilte etwas länger. Harrys schubsen um Malfoy aus dem Weg zu drängen war etwas härter, weil ein Teil von Harry ihn stattdessen näher ziehen wollte. Sie maulten sich immer öfter an – Harrys Kleidung die über den Stuhl geworfen war und Malfoys Unfähigkeit sich zu erinnern wo er seine Krawatte hingeworfen hatte, wurden zu großartigen Streitpunkten und selbst diese hatten einen sexuellen Aspekt weil Harry davon abgelenkt wurde wie lebendig Malfoy aussah wenn er richtig, richtig wütend war. Malfoys abfällige Kommentare und sein höhnischer Spott ärgerten ihn und zeigten, dass er die Kontrolle hatte. Seine wütende Tirade weil Harry seine Robe über dem Stuhl hatte hängen lassen und somit Malfoys Aufsatz versteckt hatte an dem er drei Stunden lang geschrieben hatte … darin lag keine Kontrolle oder Distanz. Es war nichts als übermäßiger Ärger über eine relativ kleine Sache, etwas was ihn nie zu solchen Höhen der Wut getrieben hätte, wäre diese Spannung nicht zwischen ihnen.

Harry konnte außerdem Malfoys Wut und dessen Frustration fühlen. Er konnte nicht länger unterscheiden welche Gefühle die seinen und welche Malfoys waren, er wusste nur das da eine Menge waren und sie waren intensiv und sie machten ihn fertig.

„Du musst deine anderen Freunde sehen," sagte Lupin.

„Aber es ist, es ist peinlich. Im Unterricht, in der Bibliothek, wir fangen an uns zu streiten und die Leute hören das, und, und ich hasse es das sie uns ansehen. Und darüber nachdenken was los ist und warum wir uns streiten. Einige der Slytherins haben sogar Wetten laufen wann …" er schluckte hart. „Und Hermine sagt der Prophet und der Quibbler reden immer noch die ganze Zeit über uns …"

„Ja, ich hab es gesehen." Lupin schüttelte angewidert seinen Kopf. „Außerordentlich dummes Zeug."

„Ich bin fast froh das wir nicht in der großen Halle essen dieser Tage. Die starrenden Leute, das wird ziemlich ermüdend nach einer Weile."

„Kann ich mir vorstellen," sagte Lupin. „Bekommst du Besuch von deinen Freunden in euren Räumen?"

„Nicht mehr so viel. Ich … wir …"

Wie sollte er das erklären? Wie sollte er das Unbehagen erklären wenn sie sich dabei ertappten wie sie sich zu lange ansahen und die Leute um sie herum es wahrscheinlich bemerkt hatten. Es ließ Harry erröten und stottern; Malfoy zog sich abweisend zurück oder verhöhnte Harry noch mehr während des Unterrichts. Es brachte Malfoy dazu seinen Freunden mürrisch zu erzählen das er allein in ihren Räumen lernen musste, und es brachte auch Harry dazu seine Freunde abzuweisen, nicht mit den wissenden Blicken untereinander klarkommen zu müssen, während ihrer Konflikte oder ihrer Verärgerung darüber wie Malfoy sie alle behandelte.

Es war schrecklich. Sich so abgeschottet zu fühlen, und so wütend und … und so oft Angst zu haben, so oft. Und erregt, das durfte man nicht vergessen, die ganze Zeit über erregt. Die ganze verdammte Zeit lang. Abgelenkt von Malfoys Haar, seinen Augen, der sauberen Linie seines Kiefers … er ertappte sich dabei wie er während des Unterrichts fantasierte und er gewöhnte sich daran, und trotzdem, diese Fantasien wirklich werden zu lassen war einfach zu schrecklich um es auch nur zu erwägen. Er saß in Arithmantik und er würde realisieren das er sich vorgestellt hatte Malfoy zu berühren und dann lag seine Hand tatsächlich auf der von Malfoy und er würde darüber nachdenken ihre Finger zu verlinken und näher zu rutschen und dann – dann würde Malfoy ihn mit hochgezogener Augenbraue ansehen und er würde sich abgewiesen und wütend und ängstlich fühlen.

„Harry?"

„Ich kann nicht." Ich kann darüber nicht sprechen." Sagte Harry, ein Knoten bildete sich in seinem Hals. Er schielte rüber zu dem Platz an dem Malfoy lernte, nur das Malfoy nicht lernte, er beobachtete ihn, und seine Augen waren dunkel und hungrig und selbst als sie sich anstarrten verspürte Harry das Verlagen näher zu rutschen, ihn zu berühren und wegzurennen und ihn zu sich zu ziehen und ihn anzuschreien und-

„Ich kann nicht. Tut mir Leid. Wir reden morgen." Stotterte Harry und floh aus dem Wohnzimmer ohne auf eine Antwort von Lupin zu warten.

oooooo

Tag 14, Montag

Das war eine Art bizarre psychologische Folter, dachte Draco trostlos. Zaubertränke war niemals so flau gewesen während der ganzen sieben Jahre. Es war so als ob Snape sich mit demjenigen der ihren Fluch ausgesprochen hatte, verschworen hatte, er sprach in einem so monotonen Tonfall und erzählte so absolut uninteressante Dinge, das es absolut nichts für Dracos Gehirn zu tun gab, als in einer weiteren sinnlosen Fantasie von Potter zu schwelgen. Über Berühren und Halten und Ausziehen und sich zusammen zu bewegen und …

Er wurde tiefrot, nicht in der Lage sich zu konzentrieren als Potter weiter neben ihm schrieb, anscheinend auf den Unterricht konzentriert und sich der Gedankengänge die Draco einschlug völlig unbewusst. Draco wurde rasch besessen von der Entfernung zwischen seinem und Potters Mund, und Potter machte sich einfach nur Notizen. Nicht mal durch ihren Bund beeinträchtigt. Dracos Wut stieg, was andere Körperteile unglücklicherweise auch ansteigen ließ, bevor er versuchte innezuhalten und dankbar dafür zu sein das Potter gerade nicht in seine Richtung sah. Ansonsten würden sie wieder dieses offensichtliche ‚In dem Blick des Anderen versinken' machen und das hatten sie schon zu oft getan and die amüsierten Blicke ihrer Freunde wurden etwas alt.

So. Potter war also nicht abgelenkt, was gut war, denn so hatte Draco eine Chance seine eigene Ablenkung loszuwerden. Er könnte sich zum Beispiel Notizen machen obwohl diese absolut keinen Sinn ergeben würden weil alles was er fertig brachte, war jedes sechste oder siebte Wort was Snape sagte, niederzuschreiben. „Es verdeutlichen und Skandinavisches wird verwandeln Moreso" war sein letzter Satz auf der Seite.

Oder er könnte etwas näher an Potter heranrutschen, nur ein bisschen, das würde genug sein um sich zu berühren, sie machten das immer öfter in der letzten Zeit, es würde das nagende Unbehagen etwas lindern, vielleicht …

Potter legte seine Feder nieder und rieb sich die Augen und Draco sah auf sein Blatt.

Potter machte sich keine Notizen. Er hatte das Dänische Runenalphabet dreimal aufgeschrieben, einmal das griechische, er hatte ein Bild einer Feder gezeichnet, einen Schreibtisch, einen Stuhl, Hermine Granger, und zwölf kleine drei-dimensionale Quadrate und hatte einen einfachen Zauberspruch benutzt um das alles in Bewegung zu versetzen.

Er stieß Harry sanft den Ellenbogen in die Seite. „Pass auf." Murmelte er. Potter nickte langsam, schluckte hart und nahm seine Feder wieder auf, Draco in die Augen schauend. Draco fühlte wie sein Herz einen Schlag lang aussetzte, oh, Gott, Potters Gesicht war leicht gerötet und seine Lippen waren leicht geöffnet und sie zogen Dracos Augen auf sich und Potter war warm und nah und sein Brustkorb hob sich leicht und der Schmerz wurde größer, Gott, er konnte nicht einfach hier sitzen und nichts machen, nicht wenn er so sehr näher rutschen wollte und ihre Beine waren aneinander gepresst, Knie bis zur Hüfte, auch das kam immer öfter vor in der letzten Zeit aber jetzt, jetzt war es nicht beruhigend, es war zum Verrücktwerden, nicht ausreichend, er rutschte auf seinem Stuhl hin und her. Versuchte sich diskret zurechtzurücken aber es gelang ihm nur sich noch mehr anzuturnen, oh Gott, Potter bewegte sich ebenfalls und er ließ eine Hand unter den Tisch verschwinden, berührte Harrys Bein sanft und hielt es fest. „Mach das nicht, das hilft nicht," flüsterte er und Potter ließ ebenfalls eine Hand zwischen sie wandern und verlinkte ihre Finger und Draco biss sich auf die Lippen um ein Keuchen daran zu hindern zu entkommen.

„Wir sind mitten im Unterricht, wir können nicht …" flüsterte er, Frustration mit jeder Minute wachsend, das war unangemessen, wenn er sich wenigstens damit beruhigen könnte das er etwas Erleichterung bekommen würde nach dem Unterricht, aber das konnte er nicht, Potter hielt sie beide auf diesem untragbaren Level von Verlangen-

Er kniff seine Augen zusammen und versuchte an etwas anderes zu denken. Nützte nichts. Er öffnete seine Augen wieder und Blaise sah ihn mit gerunzelter Stirn an, sah zwischen ihm und Potter hin und her und zog die Augenbrauen in die Höhe. Draco schüttelte seinen Kopf und schloss seine Augen wieder, aber nicht bevor er nicht sah, wie sich Weasleys blaue Augen verengten, die Situation richtig einschätzend.

„Harry?" lehnte sich Weasley rüber. „Geht's dir gut?"

Potter schüttelte seinen Kopf, ließ Dracos Hand unter dem Tisch los und bedeckte sein Gesicht.

„Mr. Potter?" näselte Snape und Dracos Magen verkrampfe sich in böser Vorahnung. „Würden sie uns bitte erläutern, welche der Eigenschaften von Ginseng kritisch in diesem speziellen Trank sind?"

„Nein würde er nicht." Sagte Draco bevor er sich aufhalten konnte, entsetzt darüber wie rau und unsicher sein Stimme klang. „Bitte fragen sie jemand Anderen."

Es folgte eine schockierte Stille als du Schüler sich umdrehten und sie ansahen und Snape war sprachlos.

„Professor, bitte fragen sie jemand Anderen." Wiederholte Pansy. Snape räusperte sich und rief nahtlos einen anderen Schüler auf.

„Danke Pansy," sagte Draco leise.

„Ihr müsst aus dem Unterricht raus," flüsterte Weasley.

„Und was genau sollen wir dann machen?" schnappte Draco. „Schach spielen?"

Weasley ignorierte ihn. „Guck mal Harry, du kannst nicht – Harry, komm schon. Das ist Blödsinn. Du kannst nicht so weiter machen, ihr macht euch beide verrückt," sagte er, seine Stimme besorgt. Draco fühlte einen Schwall Dankbarkeit, gemischt mit Entrüstung das Weasley derjenige war der Potter anbettelte irgendwas zu unternehmen. Weasley redete immer noch eifrig auf ihn ein, aber Draco konnte spüren wie Potters Wände hochgingen und wusste das Weasley seine Zeit verschwendete.

„Okay, ich gehe," verkündete er abrupt, richtete seine Robe und begann seine Hand zu heben.

„Nein, nicht, Malf-" Potter griff seinen Arm doch Draco schüttelte ihn ab.

„Professor?"

„Ja Mr. Malfoy?"

„Würden sie mich entschuldigen?" sagte er so normal wie möglich und Snapes Blick flog zwischen ihm und Potter her, bevor er kurz nickte. Draco stand auf und ging aus der Klasse, vorbei an einem Zimmer voller neugieriger Augen, mit einem erzürnten Potter an der Leine.

„Was zur Hölle sollte das – hast du kein bisschen Selbstkontrolle?"

„Mit Sicherheit verdammt mehr als du – dein eigener bester Freund sagt dir, das du dich nicht so haben sollst und es endlich hinter dich bringen sollst und du bist zu stur um-"

„Halt Ron da raus!"

„Du treibst uns beide in den Wahnsinn!" schrie er Potter an, sämtliche Geduld verschwunden.

„Du bist derjenige der uns in den Wahnsinn treibst! Du bestehst darauf das wir die ganze Zeit alleine sind und wenn wir unter anderen Menschen sind bist du absolut unmöglich – wie soll ich da bitte-"

„Der Fluch setzt nicht voraus, dass du mit anderen Leuten sozialisieren sollst, oder dich wie zwei verdammte Liebeskranke verhalten sollst Potter! Er sagt uns genau was wir machen sollen und wenn du nicht so ein Minderbemittelter Trottel wärst, könnten wir es schon längst getan haben!"

„FICK DICH!" schrie Potter.

„Glaub mir, das würde ich liebend gern! Aber leider bin ich mit Mr. ‚Ich hebe mich für Gott weiß was auf' verheiratet und ich schwöre dir, wenn du mir erzählst das hier ist keine Ehe dann bring ich dich um, das ist genau das was eine Ehe ist, NICHT die Person flachzulegen du die flachlegen SOLLTEST, und nicht in der Lage zu sein irgendwen anders zu vögeln!"

„Ich VETRAUE dir nicht und ich MAG dich nicht, kriegst du das nicht in deinen dicken Schädel rein!"

„Warum kriegst du nicht in deinen dicken Schädel rein das Vertrauen und Mögen nichts mit einem Bund zu tun haben?"

„Du-"

„In Ordnung!" schrie Malfoy. „Okay, wie du willst. In einer Stunde gibt es Mittagessen, wir werden in die große Halle gehen. Und du wirst mich sicher entschuldigen wenn ich noch eine eiskalte Dusche nehme und versuche so weit wie nur menschenmöglich von dir fern zu bleiben."

ooooooo

Zu der Zeit in der sie bei der großen Halle angekommen waren, war die Wut zwischen ihnen so gewaltig, dass sie kaum sehen konnten. Potter ging geradeaus zum Gryffindor Tisch und Draco ließ sich automatisch in einen Stuhl am Slytherin Tisch fallen. Potter hielt überrascht inne und sah Draco an. „Was machst du?"

„Ich hab gesagt wir würden in der großen Halle essen. Ich hab nicht gesagt wo.

„Ich sitze nicht an deinem Tisch.

„Wunderbar, guten Appetit." Spuckte Draco aus, nahm sich einen Teller und besorgte sich Mittag. Suppe, Salat, Kürbissaft, das Übliche, wieder an seinem alten Tisch mit seinen alten Hauskameraden und alles hätte sich fantastisch normal angefühlt, wenn doch nur dieser hämmernde Schmerz in seinem Kopf aufhören und seine Sicht nicht immer mehr verschwimmen würde.

Er begann mechanisch zu essen, an den Unterhaltungen um ihn herum nicht teilnehmend, das physische und emotionale Unwohlsein verdrängend, und verzweifelt versuchend sich auf irgendetwas zu konzentrieren, auf irgendwas. Zum Beispiel die interessante Art und Weise wie die Gespräche um ihn herum weniger wurden und verstummten, als seine Tischgenossen untereinander neugierige Blicke austauschten wegen seiner unerwarteten Anwesenheit.

Interessant, ja. Außer das es schwierig war sich darauf zu konzentrieren, wenn die ganze Welt aus Nichts außer desorientierenden physischen und emotionalen Empfindungen bestand. Schmerzendes Verlangen, summen, Übelkeit, angegriffene Nerven, Kopfschmerzen, Jucken, Unbehagen. Berühren, sich hinlegen, wieder aufstehen, sich bewegen, schreien, nachgeben, heulen, schlafen …

Er griff die Tischkante und konzentrierte sich auf die Tischplatte als sich die Welt zu drehen begann und die Stimmen um ihn herum lauter wurden und sanft und still und schrieen

„Draco? Draco? Bist du-" und dann verschwamm der Tisch gänzlich und die Welt wurde schwarz.

ooooooo

Snape sah gerade rechtzeitig auf um zu sehen wie Draco Malfoy plötzlich nach vorne fiel und Pansy Parkinson ihn mit ihrer Schulter auffing, der Rest seines Haus schrie überrascht auf – am Gryffindor Tisch stand Potter mit wackligen Beinen auf, drehte sich zum Slytherin Tisch und krächzte ein „Nein-" bevor auch er zusammenbrach und von Weasley aufgefangen wurde. Snape und MGonnagal sprangen sofort auf und eilten zu den Tischen, drängten sich durch die kleine Menge von Slytherin und Gryffindor Schülern. Snape nahm Draco, sah das kreidebleiche Gesicht, den zitternden Körper, die halb geschlossenen Augen. Draco stöhnte sanft, versuchte vor Snapes Berührungen zu fliehen, sein Atem in kurzem keuchen kommend.

„Severus!" rief McGonnagal. „bring ihn hier rüber." Aber Snape war schon auf dem Weg, einen kleinen Gewichtsverringernden Zauber murmelnd, nahm er Draco auf den Arm wie ein kleines Kind und eilte hinüber zum Gryffindor Tisch wo McGonnagal bereits Potter hingelegt hatte. Er legte Draco sanft neben ihn, Schulter an Schulter, und atmete erleichtert aus als die beiden Jungen ihre Anwesenheit zu spüren schienen und leicht entspannten, ihr Atem weniger keuchend, ihr Zittern weniger ausgeprägt.

McGonnagal beobachtete sie besorgt und Weasley sagte etwas zu ihr. „Ja, ich bitte darum," sagte sie. „Wir brauchen Madam Pomfrey." Weasley rannte aus der großen Halle. Snape wischte Draco die Haare aus dem Gesicht, bemerkte das seine Haut feucht war und sein Puls raste.

„Poppy hat uns gewarnt das so etwas passieren würde," sagte McGonnagal. „Ich hätte darauf bestehen solle das sie beide am selben Tisch sitzen, es war nicht vorgesehen das sie sich außer Reichweite voneinander befinden, aber sie hatten einander so satt-"

„Lasst mich durch!" konnte man Madam Pomfreys schroffe Stimme hören. „Machen sie schon!" Sie hastete in Sichtweite, sah die beiden bewusstlosen Jungen auf dem Tisch.

„Was ist passiert?" verlangte sie u wissen, legte eine Hand auf die Stirn der beiden und begann sie zu untersuchen.

„Sie aßen-" fing McGonnagal an.

„Wo?"

Potter saß am Gryffindor Tisch und Malfoy bei den Slytherins-" McGonnagal zögerte als Pomfreys Kopf nach oben schnellte und sie mit einem ungläubigen Blick fixierte.

„Sie waren an getrennten Tischen!" zischte sie und McGonnagal und Snape zuckten zusammen. Potter stöhnte leise und bewegte sich als sie etwas nuschelte was ihn zu beruhigen schien, dann fixierte sie McGonnagal erneut mit einem erzürnten Blick. „Wer hat das zugelassen?"

„Poppy, sie haben sich beide in den Wahnsinn getrieben-"

„Natürlich haben sie sich in den Wahnsinn getrieben, das würde jeder machen der dazu gezwungen wurde 24 Stunden am Tag mit jemandem zu verbringen den sie hassen, aber darum geht es nicht! Sie sollten konstanten nahen Kontakt zueinander aufrechterhalten und nicht länger als fünf Minuten voneinander getrennt sein! Welcher Teil davon war zu undeutlich?"

„Sie schienen in Ordnung zu sein-" begann Snape.

„Sind sie der Meinung, dass diese beiden in Ordnung sind? Sie nennen sich beide verantwortungsvolle Erwachsene – sie hätten ihnen Handschellen anlegen sollen bevor sie etwas dermaßen Dummes machen konnten!"

Die Schüler standen staunend um sie herum, als sie sahen wie Madam Pomfrey zwei ihrer Professoren in der Öffentlichkeit zur Schnecke machte und besagte zwei Professoren es ohne etwas zu erwidern hinnahmen.

„Nun gut, treten sie zurück, alle von ihnen – aus dem Weg! Minerva, Severus, nehmen sie sie und helft mir sie in den Krankenflügel zu bringen. Im Ernst, ich kann nicht – das ist in Ordnung Mr. Malfoy," sagte sie beruhigend als Dracos Augen aufflogen und er ein kleines ängstliches Geräusch verlauten ließ. „Wir gehen nur in den Krankenflügel, sie werden sich wieder erholen – sie werden Nächte lang Alpträume haben, das was sie sich da geleistet haben, merken sie sich meine Worte – nein Mr. Potter, das ist schon in Ordnung, wir sind es bloß, Mr. Potter," tröstete sie auch ihn. „In ein paar Minuten geht es ihnen wieder gut …" und der kleine Trauerzug verließ die große Halle. , Pomfrey ihre Tirade aufrechterhaltend als sie den Flur betraten.

ooooooo

Tag 15, Dienstag

Draco öffnete seine Augen und stöhnte. Der verfluchte Krankenflügel. Und sein Kopf brachte ihn um den Verstand. Eigentlich tat der Großteil seines Körpers furchtbar weh.

„Draco, bist du wach?" sagte eine sanfte Stimme, nah an seinem Ohr, und er drehte sich um Pansy neben seinem Bett sitzen zu sehen.

„Ich bin schon wieder im Krankenhaus?"

„Hmm, an wie viel erinnerst du dich?"

„Nicht viel. Wir waren beim Abendessen und mir wurde schwindelig-"

„Du warst fast grau! Dann bist du ohnmächtig geworden, Potter auch und Pomfrey hat euch beide hierher gebracht."

Was zur Hölle. Tatsächlich, da war Potter, immer noch ohnmächtig neben ihm. Er stöhnte wieder, rieb sich die Augen und versuchte den sengenden Schmerz zu ignorieren.

„Draco? Geht es dir gut?"

„Nein," brachte er geradeso heraus. „Hol Pomfrey-" sie rannte davon.

„Sie sind wieder wach, nicht Mr. Malfoy? Nun, sie werden bemerken, dass sie sich nicht ganz 100 fühlen werden. Sie haben sich eine Menge Schaden zugefügt mit ihrem kleinen Stunt."

„Ich wollte nur weg von-"

„Ja, ohne Zweifel. Aber diese reißenden Kopfschmerzen und die anderen Schmerzen, die sie im Moment spüren, sind der Preis den sie zahlen müssen für diesen kleinen Moment der getrennten Ruhe."

„Fühlte sich nicht an wie Ruhe – oh," keuchte er, versuchte ein schmerzvolles Keuchen zu unterdrücken.

„Hier," Pomfrey nahm Potters Schulter und manövrierte ihn herum, sehr zu Dracos Verwirrung. „Ich versuche ihn so zu legen das sie sich so viel wie möglich berühren."

„Was?"

„Es wird den Schmerz lindern. Hier, versuchen sie so zu tun als ob er ein Teddybär wäre, das sollte genügen."

„Er wurde etwas rot da Pansy da war und das ganze mitbekam, aber er hätte alles getan um den Schmerz loszuwerden, Draco nahm Potter in die Arme, legte dessen Kopf auf seine Schulter und arrangierte sich mit Potters bewusstloser Gestalt. Er seufzte als der Schmerz spürbar abnahm.

„Besser?"

„Hmm." Nuschelte er und schloss seine Augen. Gott ja, viel besser, aber immer noch schrecklich. Er konnte sich nicht vorstellen Potter jemals wieder loslassen zu wollen, nicht wenn das bedeutete, dass er sich wieder so mies wie grade eben fühlen würde.

Eine Welle der Abneigung und des Verdrusses überkam ihn. Er sollte sich nicht mit solchen Dingen auseinandersetzen müssen. Er sollte sich um seine NEWT's und den neuen aufsteigenden dunklen Lord sorgen, und nicht darüber ob sein Kopf entzwei springen würde wenn er nicht den Erzfeind seiner Familie, und rein zufällig auch den des dunklen Lords, wie einen Teddy knuddeln würde.

oooooo

„Draco."

Oh wunderbar. Draco hielt seine Augen geschlossen, ihm tat alles viel zu sehr weh, als das er so eingeschüchtert reagierte wie er es wahrscheinlich sonst getan hätte. „Vater."

Es gab ein kleines scharrendes Geräusch als Lucius Malfoy einen Stuhl an Dracos Bett heran schob.

Dann folgte eine lange, lange Pause.

„Severus hat erklärt was passiert ist." Lucius Ton war sehr mild. Draco nickte. „Du siehst schrecklich aus."

Draco nickte wieder.

„Bist du in der Lage zu sprechen?" Lucius milder Ton hatte einen Tadelnden Unterton und Draco öffnete seine Augen und versuchte seinen festen Blick zu treffen. Er seufzte, schaute weg.

„Ich würde es gern von dir hören," sagte Lucius, sein Ton immer noch der Inbegriff der Vernunft und des besorgten Vaters. „Weil es den Anschein hat, dass ihr euch das selbst zuzuschreiben habt."

„Haben wir."

„Ich verstehe."

Eine weitere lange Pause.

„Ist er schon wieder zu Bewusstsein gekommen?"

Kein Grund zu fragen wer „er" war, da „er" derzeit friedlich schlummerte, den Kopf auf Dracos Schulter gelegt und sein Körper der Länge nach an Dracos gepresst.

„Noch nicht. Madam Pomfrey hat gesagt das er okay ist, es hat ihn nur etwas schlimmer erwischt als mich."

„Ich verstehe."

Diese langen Pausen begannen unangenehm zu werden.

„Es tut mir leid Vater," sagte Draco, seine Augen wieder schließend.

„Das kann ich mir vorstellen," sagte Lucius. „"Darf ich fragen warum ihr beschlossen habt jegliche medizinische Hinweise zu missachten und euch erlaubt habt euch von eurem frisch Vermählten zu trennen?"

„Ich weiß es nicht."

„Das scheint mir unmöglich."

Draco seufzte. „Ich konnte ihn nicht mehr ertragen. Er … er ist unmöglich-" und mit vagem Schrecken stellte er fest das sein Hals sich verengte und er nah daran war einfach loszuheulen. Er hielt den Atem an und dachte an etwas anderes – Arithmantik Tabellen schienen eine gute Ablenkung zu sein um zu vermeiden vor seinem Vater, von allen Leuten, weinend zusammenzubrechen.

Lucius wartete geduldig bis Draco seine Haltung wieder gewonnen hatte. „Deine Professoren haben angedeutet, dass ihr relativ feindselig zu einander wart in den letzten Tagen. Es ist unglücklich, das deine Mutter und ich das von ihnen, anstatt von unserem Sohn hören mussten. Ich war in der Annahme, dass wir aus dem Grund jeden Abend mit einander sprechen um detaillierte und relevante Informationen wie möglich auszutauschen?"

Draco schluckte schwer. „Ich wollte nicht – ich wollte nicht das … es schien nicht so wichtig, wir streiten uns die ganze Zeit, ich wollte euch nicht damit belästigen-" er schnitt sich das Wort ab als Potter sich rührte.

Potter öffnete seine Augen und sah seine Umgebung verschlafen an als er seinen Kopf von Dracos Schulter hob. Er holte erschrocken Luft bei dem Anblick von Dracos Vater, welche sie, zwei Fuß entfernt, teilnahmslos ansah. Er begann sich aufzusetzen aber Draco verstärkte seinen Griff um ihn.

„Nicht. Dein Kopf wird sich anfühlen als ob er zerbrechen will. Außerdem, wir sollen so viel wie möglich in Kontakt bleiben." Potters Körper versteifte sich mit Abneigung und Unbehagen und Draco rieb unbewusst beruhigend über seine Schulter. Versuchte ihn etwas zu beruhigen. Potter, den Blick nie von Lucius Malfoy abwendet, entspannte und legte den Kopf mit einem seufzen wieder auf Dracos Schulter.

„Wie rührselig." Sagte Lucius geringschätzig. „Wenn ihr euch wie verantwortungsvolle Erwachsene verhalten hättet, wäre dieses charmante kleine öffentliche Schauspiel der Zuneigung, nicht nötig gewesen, richtig?"

„Das können wir nicht wissen, Mr. Malfoy," sagte Pomfrey, welche Potters aufwachen bemerkt hatte und zu ihrem Bett geeilt war. „Wir haben sie darüber informiert, dass Madam Pantere annimmt, dass der Fluch nicht ordentlich ausgeführt wurde. Sie wären letztendlich sowieso im Krankenflügel gelandet, durch die Nebeneffekte die von der Unprofessionalität des Fluches herrühren."

„Hätten sie. Sind sie aber nicht. Sie sind hier geendet weil sie sich wie Kinder, anstatt wie Erwachsene Männer verhalten haben."

„Sie sind keine erwachsenen Männer, Sir," legte sie bestimmt fest. „Sie mögen Volljährig sein, aber es sind immer noch Teenager, die gezwungen sind, sich einer Situation zu stellen, mit der die meisten überfordert wären, erwachsen oder nicht." Pomfrey fixierte Lucius mit einem ebenbürtigem Blick. „Jedenfalls ist es wahrscheinlich eine gute Idee die Anschuldigungen aufzusparen bis sie sich wieder etwas erholt haben. Wenn sie uns nun bitte entschuldigen würden, ich muss meine Patienten untersuchen." Sie wartete einen Moment. „Privat."

Lucius Malfoy verengte seine Augen, stand aber ruhig auf und verließ den Krankenflügel, Draco und Potter nicht beachtend als er ging.

„Nun dann Potter," sagte Pomfrey brüsk, „Wollen wir mal sehen wie es ihnen geht und dann werden wir sehen wo wir etwas zu Abend für sie herbekommen."

„Abendessen? Wie lange war ich bewusstlos?"

„Fast 30 Stunden." Potter erbleichte. „Ja, das war ein echter Stunt den sie sich da beide erlaub haben." Sagte sie trocken. „Machen sie sich keine Sorgen, was passiert ist, ist passiert. Setzen sie sich bitte. Sie auch Malfoy, das wird nicht Mal eine Minute dauern.

oooooo

Draco seufzte gegen Potters Schulter, wünschte sich nichts lieber als wieder einzuschlafen und zu vergessen das das alles je passiert war. Unglücklicherweise wollte Esposito, die Spezialistin von St. Mungos, die sich mit schief gegangenen Ehehzaubern befasste, eine nette kleine Gesprächsrunde mit all ihren Elternfiguren, Professoren und dem medizinischen Personal welches an ihrem ‚speziellen Fall' arbeitete. Deswegen befanden sie sich nun hier. Immer noch in ihrem Krankenbett, endlich erlaubt aufzusitzen aber immer noch gezwungen sehr nah beieinander zu liegen oder erhebliches Unbehagen zu erleiden, mit genug Leuten um ihr Bett versammelt um eine verdammte Seance abzuhalten.

„Also gut, lassen sie uns beginnen." Sagte Esposito. „Ohne Zweifel sind wir alle besorgt über das was gestern passiert ist und würden gerne sicherstellen, dass sich das nicht wiederholt. Ihr hattet Glück Jungs; ihr mögt ohnmächtig geworden sein, aber außer das sie ein kleines Unwohlsein verspüren, scheint es ihnen gut zu gehen. Der Schaden hätte viel, viel schlimmer sein können. Einer von ihnen hätte einen Herzinfarkt erleiden können, oder in ein anhaltendes Koma verfallen können." sie fixierte sie mit einem ernsten Blick. „Und auf jeden Fall wurde der Fortschritt eurer Ehe durcheinander gebracht, was bedeutet das es wahrscheinlich weit länger dauern wird als wir dachten, bis sie wieder ohne Probleme ein paar Minuten von einander getrennt sein können. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit Jungs. Spielen sie nicht leichtfertig herum mit einem Ehezauber."

Draco biss sich auf die Lippe, er brauchte keinen Bund um Potters Abneigung und Furcht zu spüren, da Potter sich neben ihm versteifte und sowieso fühlte Draco das Gleiche.

„Wie auch immer. Ich denke das das, was passiert ist, sie beide genug abgeschreckt hat und sie in Zukunft etwas verantwortungsvoller handeln werden?"

Draco und Potter nickten schnell.

„Also gut. Madam und ich haben den Tag damit verbracht die Situation zu diskutieren, während sie bewusstlos waren und wir haben beschlossen das wir ein paar Veränderungen ihrer speziellen Situation bezüglich, unternehmen müssen. Die wichtigste Angelegenheit wäre, eure Wohnarrangements zu verändern." Sie räusperte sich. „Nachdem ich mit eurer beiden Freunde und Häuser gesprochen habe, glauben wir das das größte Problem darin besteht das, während wir versucht haben ihnen Ratschläge und Unterstützung zu geben, wir sie von Ihresgleichen isoliert haben, als sie sie am meisten gebraucht haben.

„Ich denke wir waren vielleicht zu voreilig damit, das wir sie wie Erwachsene behandelt haben. Das, kombiniert mit der Tatsache das ihre beiden Häuser rivalisieren … na ja. Zu der Zeit sahen wir keine Alternative als sie aus ihren Häusern herauszunehmen. Wir denken jetzt das das ein schwerwiegender Fehler war. Als sie nach Hogwarts kamen, wurde ihnen erzählt, dass ihre Häuser wie ihre Familien sein würden in der Zeit wo sie hier sind und wir haben diese Familien getrennt ohne ihnen etwas Gleichartiges als Ersatz zu bieten."

„Aber Malfoy kann nicht mit in den Turm kommen und ich kann nicht mit in die Kerker gehen, was sollen wir sonst machen-" fing Potter an und McGonnagal fiel ihm ins Wort.

„Es gibt eine Lösung, Mr. Potter. Wir hatten anfangs einfach nicht gedacht, dass es möglich wäre. Aber in Anbetracht der gestrigen Ereignisse, haben ich und Professor Snape mit ihren Hauskameraden gesprochen und ihnen die Situation geschildert und verfügt, dass sie beide den Eintritt in beide Häuser haben. Sie werden ermutigt an den beiden Haustischen zu sitzen, die Gemeinschaftsräume zu benutzen und, wenn sie es wünschen, auch in ihren Schlafsälen zu schlafen. Und wenn sie wählen sollten dies zu tun, dann werden wir ihnen einen Spruch beibringen, der effektiv einen eigenen Raum kreiert sobald die Vorhänge geschlossen werden, so das niemand in der Lage sein wird in irgendetwas reinzuplatzen oder etwas zu belauschen."

Draco war beinahe amüsiert genug, trotz seines eigenen Unbehagens, zu Grinsen als er Potters Verlegenheit bei dieser letzten Bemerkung spürte. Gryffindors, so prüde.

„Wir werden außerdem ein paar andere Zauber versuchen," teilte ihnen Esposito mit. „Aufheiterungszauber, Beruhigungszauber, solche Sachen. Wir waren der Meinung das es nicht klug war das zu tun, vor allem da wir herausgefunden haben das ihre Ehe nicht mit der größten Fähigkeit geschlossen wurde, aber ich denke das sie eindeutig bewiesen haben das es verheerend wäre, nichts zu unternehmen. Wir müssen einfach unsere Chancen ausprobieren und sie beobachten um sicher zu gehen das wir keine Zauber benutzen, die sich negativ auf ihre Ehe auswirken."

„Fragen?" wollte Pomfrey wissen.

Draco schüttelte müde den Kopf, wollte die Diskussion mit seinem Vater nicht unnötig verlängern.

„Ich habe eine Frage," sagte Lucius Malfoy. Und Draco war schwer versucht genervt zu aufzustöhnen – nicht nur weil eine Frage bedeutete, dass er noch nicht wieder schlafen konnte, sondern weil er diesen „Ich werde meinen Willen kriegen auch wenn keiner hier damit einverstanden ist" Ton in der Stimme seines Vaters hören konnte. Und wenn man sich die Leute um sie herum betrachtete … er konnte sich nicht vorstellen das er in der Lage war diese effektiv zu bedrohen oder zu bestechen und ihn schnell wieder in Ruhe zu lassen.

„Ja, Mr. Malfoy?"

„Ich bin der Auffassung das die derzeitige … Misslage der Ehe zum Großteil darauf zurückzuführen ist das Potter gewisse Aspekte der Ehe nicht akzeptieren möchte."

Draco konnte fühlen wie sich Potters Herzschlag beschleunigte als Potter erschrocken die Luft ein sog.

„Ich würde nicht sagen das das ganz akkurat-" begann Heilerin Esposito und Lucius unterbrach sie gelassen.

„Ich nehme an das sie dieses Zögern magisch beseitigen werden?"

Was?" Potter setzte sich auf, außer sich vor Wut und Draco biss frustriert die Zähne zusammen als der Raum in einen Streit ausbrach.

Wie absolut typisch, und was für eine völlige Zeitverschwendung. Sein Vater war, wie immer, überzeugt, das er jeden einschüchtern konnte um zu bekommen was er wollte, aber Potters Reaktion zufolge, würde dieser eher dem Cruciatus Fluch zustimmen als irgendeinem „Auflockerungs-" Zauber, Trank oder Spruch. Ein kurzer Blick i den Raum sagte ihm das niemand, außer vielleicht Snape, empfand das dieser Vorschlag irgendeinen Wert hatte.

Und Potters tief verankerte Sturheit kennend, und auch wissen das Potter den vollen Rückhalt von Dumbledore und McGonnagal hatte, von dem angesehen St. Mungos Heiler und Madam Pomfrey gar nicht zu sprechen machten Draco klar das sein Vater ohne jeden Zweifel verlieren würde.

Er rieb seine müden Augen, verlor den Faden der Diskussion. Er musste eh nicht zuhören. Potter würde sagen das er keinen Sprüchen die sein Privatleben noch mehr durcheinander bringen zustimmen würde. Sein Vater würde einwerfen das es nicht nur Potters Privatleben betraf das involvier war, sondern auch Dracos und das Potters Zurückhaltung nur ein Produkt der mangelhaften Muggel Erziehung war und nicht ernst genommen werden sollte. McGonnagal würde meinen das sie keinen Grund sah warum sie nicht ein bisschen Geduld aufbringen konnten, Pomfrey würde anmerken das Lucius kein Heiler war und überhaupt keine Ahnung hatte von was er sprach, Snape würde sagen das Lucius Vorschlag nicht unbegründet war und das sich Potter nur unerträglich stur stellte, die Heilerin würde ohne Zweifel etwas tiefsinniges sagen, Dumbledore würde nur dastehen und die Situation observieren und Draco hatte keine Ahnung was der verdammte Werwolf sagen würde aber das war egal weil sowieso niemand außer dem schrulligen Dumbledore und Potter Wert auf dessen Meinung legte.

Draco lehnte sich gegen die Kissen, absolut nicht interessiert an den Argumenten um ihn herum und dachte stattdessen an den Slytherin Gemeinschaftsraum.

Slytherin … er hatte sich schon damit abgefunden nie wieder zurückzukehren und er versuchte sich einzureden das es egal war. Es war nur ein Schlafsaal. Erheblich besser möbliert als die meisten, da Slytherin wohlhabendere Schüler, als, zum Beispiel Hufflepuff anzog, aber trotzdem nur ein Schulschlafsaal. Nicht wert das man daran hing, erst recht nicht als Malfoy Erbe. Er hatte sich sogar eingeredet das es, trotz der beklagenswerten Umstände und der Tatsache das er mit Potter zusammenleben musste, sehr angenehm war seine eigene Suite zu haben. Viel angemessener für seinen Lebensstand als in ein Schlafsaal mit 70 anderen Schülern gequetscht zu sein.

Außer das ihm eine kleine Stimme sagte, dass er noch ein ganzes Leben seine eigene Wohnung haben würde. Das war das letzte Jahr in dem er die Möglichkeit hatte mit Leuten seines Alters zusammenzuleben; zusammen zu lernen, in dem er Verbindungen eingehen würde, die sein Leben beeinflussen würden, mit denen er sogar ab und an Spaß hatte, all die dummen Sachen machte die man als Teenager machte bevor er sich dazu niederließ eine Familie zu gründen.

Ein kleiner Teil on ihm hatte den plötzlichen Verlust von all dem bedauert, genauso wie ein Teil von ihm bedauert hatte nicht mehr im Quidditchteam zu sein, der Verlust seiner Freiheit, der Verlust eines angemessenen Partners von dem die Malfoy Familie profitieren würde, der Verlust von Ansehen seiner Familie weil er mit dieser trostlosen Heirat gestraft war, der wahrscheinliche Verlust des Einflusses seines Vaters als Helfer des dunklen Lords …

Und jetzt konnte er wenigstens einen kleinen Teil von dem zurückhaben was er verloren geglaubt hatte.

Oder?

Er konnte wieder nach Slytherin gehen, ja. Aber das würde er mit seinem immer präsenten Anhängsel tun. Was würde das bedeuten? Würde ihm irgendjemand vertrauen – insofern man irgendeinem Slytherin eben vertrauen konnte? Würde irgendjemand seine Wachsamkeit etwas senken um offen mit ihm über Dinge zu reden die Potter nicht hören sollte? Würde irgendjemand Potter glauben wenn dieser behauptete er hätte einen Stille-Zauber über sich ausgesprochen? Glaubte er es ihm selbst?

Wie würde er sich wieder einordnen? Wie würden sich seine Hauskumpanen fühlen, dazu gezwungen Potter in ihrer Mitte zu akzeptieren? Besonders wo sie ihn nur wegen Draco akzeptieren würden, wessen Ehe ihn umbrachte weil er … was? Einsam war? Der Erbe der Malfoys, nicht in der Lage mit einer kleinen Unbequemlichkeit wie einer erzwungenen Hochzeit, klarzukommen weil er einsam war?

Oh fuck, das wäre nicht gut. Sein Haus würde weniger Respekt vor ihm haben, würden wahrscheinlich der Meinung sein das Draco ihnen etwas schuldete dafür das sie ihm erlaubten zurückzukommen.

Obwohl das davon abhing wie Snape es ‚formuliert' hatte das Potter in Slytherin ein und ausgehen konnte. Snape war ein gewandter Spieler und hatte die Malfoys immer unterstützt. Draco solle ihn wahrscheinlich fragen wie er die Situation seinem Haus beigebracht hatte. Hoffentlich hatte er es so rüberkommen lassen, als ob Potter das kleine verängstigte, einsame Kind war, das er war, und dass, da der Gryffindor sein Haus brauchte, es nur gerecht war wenn auch Draco sein Haus besuchen durfte, ob Draco das Verlangen danach hatte oder nicht. Er sollte Snape wahrscheinlich fragen-"

„… Draco?"

Draco bemerkte plötzlich das alle still waren und ihn ansahen und er realisierte alarmiert das das letzte was er gehört hatte die Stimme seines Vaters gewesen war und er kein Ahnung hatte was als letztes gesagt wurde.

„Tut mir leid Vater, könntest du das wiederholen?" fragte er, versuchte seine Stimme neutral zu halten.

„Ich habe gefragt was du darüber denkst," wiederholte er mit dieser ungeduldigen, herablassenden Art die Draco immer traf.

„Über-"

„Darüber den sexuellen Teil eurer Ehe mit magischen Mitteln zu beschleunigen." Sagte Pomfrey unverblümt.

„Nein," sagte Draco ohne nachzudenken und biss sich fasst die Zunge ab als er geschockt realisierte was er soeben getan hatte. Er hatte seinem Vater geradeaus widersprochen, vor anderen Leuten. Panik durchfuhr ihn als er Lucius verblüfften Blick sah und er versuchte verzweifelt seine Gelassenheit beizubehalten während er panisch nach einem Weg suchte wie er sich aus dieser Situation retten sollte.

Entspann dich, atme. Es ist alles in Ordnung.

Er konnte die Worte fast hören; fühlte die Panik schimmern und wie eine Blase zerplatzen, bemerkte das keine Gefahrensituation bestand. Her schielte zu Potters Hand die ruhig auf seinem Arm lag. Er hatte also widersprochen; solange er keine offensichtliche Respektlosigkeit gegenüber seinem Vater zeigte, bestand immer noch die Möglichkeit das Lucius seine Entscheidung akzeptierte.

„Ich meine, es ist offensichtlich eine gute Idee-" die Hand auf seinem Arm griff fester zu, „aber ich denke nicht das wir zu solchen Mitteln greifen müssen, insbesondere da wir nicht sicher sein können wie solche Sprüche mit der Ehe reagieren." Die Hand entspannte sich. Er lächelte, „und ohne jemanden beleidigen zu wollen, aber das Opfer von einem Schiefgegangenem Spruch der meine Privatsphäre verletzt lässt mich nicht unbedingt darauf brennen einen weiter, noch viel persönlicheren Zauber zu versuchen, für den Fall das auch dieser schief geht. Ich will mir gar nicht vorstellen was bei diesem passieren könnte." Er erschauderte übertrieben und es fuhr eine kleine amüsierte Welle durch die Erwachsenen.

Und Dank Gott und Merlin, das gefährliche Licht in den Augen seines Vaters war verschwunden und dieser hatte stattdessen ein kleines Lächeln auf den Lippen. Und Potter fühlte … vorsichtige Akzeptanz. Interessant.

Er sah runter auf Potters Hand, immer noch auf seinem Arm, sah wieder auf. Potter sah ihn neugierig an, sein Kopf auf die Seite gelegt so als ob er versuchte irgendetwas herauszufinden.

„Wie dem auch sei, für die nächsten paar Tage werdet ihr kaum etwas zu befürchten haben diesbezüglich," sagte Heilerin Esposito. „Wie ich bereits sagte, ihre Ehe wurde beschädigt. Sie werden höchstwahrscheinlich zu schwach sein um irgendetwas Sexuelles zu spüren. Und wer weiß, vielleicht haben sie bis dahin ihre Konflikte gelöst. Wunder passieren von Zeit zu Zeit."

Eine kurze Pause.

„Also gut," sagte Madam Pomfrey, zu ihnen hinüberschielend. „Wir haben noch einige andere Dinge zu besprechen, aber es liegt in meinem Interesse das so schnell wie möglich zu tun. Ich habe zwei Patienten die ihren Schlaf brauchen.

oooooo

Endlich. Fertig. Dracos Augen schlossen sich bereits als sein Vater den Raum verließ. Er legte sich hin, Erleichterung durchflutete ihn. Schlaf, Gott sei Dank.

Er murmelte „Potter, hast du irgendwas während des Meetings mit mir gemacht? Als mein Vater mich gefragt hat was ich von Sprüchen für dich halte?"

„Hmm, hast du was gefühlt?" fragte Potter gähnend und legte sich ebenfalls hin.

„Hmm, du musst mir sagen was du gemacht hast," auch Draco gähnte, drehte sich auf die Seite, rutschte näher an Potter heran und warf einen Arm über dessen Brustkorb.

„Hmm, okay, Morgen." Potter zog Dracos Arm näher und schmiegte sich an ihn. „Hast du das ernst gemeint als du gesagt hast das du keine benutzen wolltest?"

„Gott Ja," murmelte Draco. „Verdammt dumme Idee."

Potter lachte leise. „Du musst mir erklären was du damit gemeint hast."

„Morgen." Sagten sie beide und Draco lächelte müde.

„Nacht Potter."

„Hmm, Nacht,"

ooooooo

Tag 16, Mittwoch

Harry unterdrückte ein Gähnen als er versuchte sich auf seine Zaubertränke Aufzeichnungen zu konzentrieren. Grundgütiger, wie konnte das irgendjemand mögen und damit für seinen Lebensunterhalt sorgen.

Er schielte zu Malfoy rüber, immer noch schlafend, und fragte sich ob er Malfoy bitten sollte ihm zu helfen wenn er aufwachte. Beschloss das nicht zu tun. Malfoy war zwar einer der besten Schüler in Zaubertränke aber er war ein lausiger Lehrer – keine Geduld, keine Gabe die Konzepte zu erklären, kein Verlangen anderen Schülern zu helfen. Gelegentlich hatte er gesehen wie er einige Slytherins geholfen hatte, aber diese Hilfe schien immer mit großen Gefallen erkauft worden zu sein.

Außerdem, es war nicht so, das er noch mehr sozialen Kontakt zu Malfoy brauchte als er ohnehin schon hatte.

Harry rieb sich die Augen, sich fragend ob er einfach wieder schlafen sollte, nicht ganz überzeugt. Das schien das einzige zu sein was sie dieser Tage machten. Außer Frühstück und Mittagessen, und kurzen Besuchen von Madam Pomfrey, ein paar Lehrern und Freunden, hatten sie den Großteil des Tages bewusstlos verbracht. Pomfrey hatte erklärt das sie sich erholten und sich erlauben sollten die nächsten paar Tage zu ruhen, aber Harry fing an sich zu langweilen.

Wie auch immer. Zaubertränke zu lesen half seiner Langeweile nicht unbedingt. Er legte sein Buch weg und legte sich hin, automatisch an Malfoys schlafenden Körper anschmiegend. Er starrte leer auf ihren Nachttisch, zählte die Schubladen und Schrammen darauf, dann starrte er die Regale an und fragte sich was Pomfrey wohl in ihnen aufbewahrte.

„Potter?" Malfoys schläfrige Stimme war gefolgt von Malfoy der sich umdrehte und die Decke anlinste. „Wie spät ist es?"

„Fast fünf."

„Oh." Malfoy rieb sich die Augen, gähnte. „Mh, du hast mir nie erzählt was du gestern Abend gemacht hast," sagte er undeutlich.

„Wann?"

„Aals mein Vater mir diese Frage gestellt hat."

„Oh, das." Harry versuchte nachzudenken. „Ich weiß es nicht, wirklich – ich denke ich habe einfach Ruhe auf dich projiziert."

„Ruhe projiziert?"

„Ja, du warst – angespannt." Harry konnte sich gerade noch hindern ‚ängstlich' zu sagen. „Ich hab versucht dagegen zu wirken. Hat es funktioniert?"

„Hmm."

„Wie hat es sich angefühlt?" Malfoy zuckte mit den Schultern. „Wie hast du gewusst das ich etwas gemacht hab?"

„Keine Ahnung." Malfoy dachte einen Moment lang nach. „Es … hat sich merkwürdig angefühlt. So als ob jemand da war der mir vorgeschrieben hat wie ich mich fühle soll, in meinem Kopf. Ein bisschen wie das was du durch den Bund fühlst. Aber … anders." Eine kleine Pause. „Warum hast du daran gedacht?"

„Ich weiß nicht. Ich denke ich hab mich nur daran erinnert was Pomfrey uns am ersten Tag erzählt hat, über die Vorteile die eine Ehe mit sich bringt, und das eins davon war – in der Lage zu sein der anderen Person zu helfen sich sicherer zu fühlen."

Malfoy runzelte die Stirn. „Ich hab dich nicht gebraucht."

Harry dachte schnell nach. Doch, hatte er verdammt noch mal – sein Panik hatte auch Harry durchfahren durch ihren Bund – aber Malfoy wollte das anscheinend nicht zugeben. „Wir waren beide müde. Und ich wollte endlich schlafen und ich dachte wenn du eine Hilfe hättest die dir helfen würde was du sagen solltest, wäre die Diskussion schneller beendet."

Malfoy nickte. „Ja, okay, es hat funktioniert."

„Stell dir das vor," sagte Harry trocken. „Endlich ein Vorteil bei diesem dummen Ding. Und wir haben nur 16 Tage gebraucht um das herauszufinden." Malfoy lachte leise.

„Warum hast du deinem Vater nicht zugestimmt bei … du weißt schon, den Sprüchen?" fragte Harry, nutzte die unerwartet zivile Unterhaltung die sie gerade hatten.

„Ich wusste das du nie zustimmen würdest. Du bist zu starrköpfig, und Dumbledore und McGonnagal standen eh hinter dir. Zeitverschwendung, darüber zu reden.

Harry nickte. Das machte Sinn. Es war eine kleine Überraschung das Malfoy das bemerkt hatte, aber er vermutete das selbst Malfoy ab und an das Offensichtliche erkannte und einen verlorenen Fall erkannte wenn er einen sah.

„Denkst du das sie uns morgen gehen lassen?" fragte er tatenlos.

„Wahrscheinlich nicht. Pomfrey hat gesagt es wird ein paar Tage dauern bis wir nicht mehr die ganze Zeit schlafen."

„Mmm." Harry schloss die Augen.

„Verdammt." Sagte Malfoy plötzlich.

„Was?"

„Wir mussten bis heute einen Verwandlungsaufsatz fertig haben."

„Ich denke wir könnten McGonnagal überzeugen uns einen kleinen Aufschub zu gewähren."

„Ich kann es nicht leiden so sehr hinterher zuhängen."

„Warum machst du dir darum sorgen?"

„Was?"

„Über deine Noten, über Schulaufgaben. Es ist nicht so das du Spitzennoten haben musst um beim Ministerium angestellt zu werden oder so."

„Gott Potter – du hast keine Ahnung." Kicherte Malfoy. „Es geht nicht darum einen Job zu kriegen, es geht darum sich Respekt zu verschaffen um Einfluss auf andere Leute ausüben zu können. nur weil du der Nachkomme einer angesehenen Zaubererfamilie bist, heißt das nicht das du dich zurücklehnen kannst und deinen Namen all die Arbeit machen lassen kannst."

„Nicht?"

„Nein du Schwachkopf. Wenn du ein Dummschwätzer bist ist kein Name genug um dir Respekt zu verschaffen. Mein Vater bringt die Leute nicht dazu das zu machen was er will nur weil er einer alten Familie abstammt; er ist außerdem sehr intelligent und die Leute wissen das."

„Er ist außerdem ein arroganter, manipulierender-" Harry verkniff sich den Rest seiner Meinung und Malfoy lachte leise.

„Du sagst das so als ob das etwas Schlechtes wäre."

„Ist es."

„Potter, darf ich dich daran erinnern das das dein Schwiegervater ist über den du da sprichst?"

„Oh Gott nein," stöhnte Harry und Malfoy lachte. Harry lächelte und dann realisierte er plötzlich etwas.

Malfoy hatte über etwas gelacht was Harry gesagt hatte. Nicht bösartig, nicht verächtlich, sondern ernsthaft amüsiert. Noch dazu hatte er ihn aufgezogen, auch nicht auf eine verächtliche Art und Weise. So wie jemand einen Freund aufzog. Und sie hatten gerade beide eine absolut zivile Konversation – und das auch nicht das erste mal. Nur ein Austausch von Gedanken und Ideen, ohne niedere Motive den anderen zu verletzen.

Harry schluckte schwer. Dinge hatten sich verändert, schon wieder; sie hatten sich verändert ohne das Harry es mitbekam, und er kam erst jetzt, in diesem speziellen Moment zu der Erkenntnis, als sie in den Armen des Anderen lagen, wo sie auch schon die letzten paar Tage verbracht hatten. . die Tatsache da sie hier gelandet waren weil sie sich so sehr verabscheuten das sie etwas äußerst gefährliches getan hatten nur um voneinander los zu kommen und es schien nicht im Entferntesten so viel auszumachen wie der Fakt das sie sich im Moment nicht aktiv hassten. Ob es der gezwungen Kontakt odr die Erschöpfung war oder irgendetwas anderes, in diesem Moment existierten sie an einem Ort fern allen Hasses und Abscheu und es war … etwas beängstigend.

„Was denkt er über das Ganze hier?" fragte Harry, suchte nach einem Gesprächsthema damit er nicht darüber nachdenken musste.

„Vater? Er ist höchsterfreut. Er hat immer gehofft das ich weit unter meinem Wert heiraten würde, jemanden der absolut unangemessen ist in jedweder Hinsicht. Das hier überschreitet seine wildesten Träume."

Harry bemerkte den gereizten Ton und dachte nicht darüber nach, dass ein Teil von ihm ziemlich erleichtert über diesen Tonfall war. „Gibt er dir die Schuld?"

„Weil ich durch eine Tür gelaufen bin?" Merlin Potter, mein Vater setzt hohe Erwartungen in ich denke nicht das selbst er denken könnte es wäre meine Schuld."

„Trotzdem … ich bin sicher, das macht die Sache … unangenehm für deine Familie."

„Mit Sicherheit," sagte Malfoy kurz angebunden."

„Erzählt er dir nichts?"

„Wenn du jedes Mal im Zimmer bist wenn wir reden? Komischerweise nicht."

„Ich benutze einen Stille-Zauber."

„Ja, und Slytherins sind gut bekannt dafür das sie auf die Ehrlichkeit ihrer Feinde vertrauen. Das ist ein Teil von dem wie wir im Leben vorankommen."

„Harry entschied das Thema fallen zu lassen. Sie befanden sich auf dünnem Eis, und während ein Teil von ihm erleichtert war das sie wieder halbwegs Feindselig zueinander waren, wollte er es nicht übertreiben. Er spielte kurz mit dem Gedanken Malfoy zu fragen was er davon hielt wieder in ihre Häuser zurückzukehren sollten sie endlich entlassen werden, aber bemerkte dann das es ihn nicht nur nicht interessiert sondern das er sich außerdem nicht in der Stimmung befand im Moment zu reden.

„Kannst du das Licht von mir wegdrehen falls du lernen solltest?" fragte er, drehte sich um und schlief sofort ein.