Wortanzahl: 580 Wörter

Kapitel 3 - Nach "Gesucht und Gefunden" (Lost and Found)

"Dieser Junge hatte sogar einen Ferrari Bett genauso wie der Ferrari, den Magnum fuhr. Wie cool ist das?"

Maddie lachte wie es schien für das zweitausendste Mal während Tonys Erzählung von den letzten Tagen. Jede neue Beschreibung vom Kind oder seines Raumes oder seiner Eigenheiten ließ sie in Gelächter explodieren.

So sehr Tony es auch liebte, Maddie lachen zu hören, würde er langsam wütend, dass er den Witz nicht mitbekam. "Was? Was ist so lustig über dieses Kind?"

"Du kapierst es wirklich nicht? Dieses Kind bist du. Er ist dein Mini-Me. Er ist eine schürzenjägerische, charmante, film- und fernsehsüchtige neunjährige Version von dir. Ich wette du warst genauso wie er in seinem Alter."

"Vertrau mir, ich war kein Stück wie er als ich neun war. Zumindest hat er Eltern, die ihn tatsächlich mögen und lieben", Tonys Stimme wurde ruhig und gefühlvoll als er sich von Maddies Futon wegbewegte. "Möchtest du ein Bier?"

Die Hand ausstreckend, erwischte sie sein Handgelenk bevor er sich zu weit weg von ihr war. "Tony, es tut mir leid. Ich ... Möchtest du darüber reden?"

"Nicht wirklich", sanft löste er ihre Hand und ging zur Küchenecke, sich wünschend, dass sie in seiner Wohnung wären, sodass er tatsächlich in diesem Moment in einen anderen Raum gehen könnte.

Ihre Knie an ihre Brust ziehend, seufzte sie. "Als ich klein war, habe ich mir gewünscht ich wäre ein Gibbs. Ich dachte Kelly wäre glücklich, weil ihr Papa niemals ihre Mama schlug."

"Was?", Tony drehte sich schnell um und sah herunter auf diese wunderschöne junge Frau am Ende der Wohnung. Er dachte, er kenne sie so gut. "Dein Vater schlug deine Mutter?"

"Bis wir alt genug waren das er uns benutzen konnte."

Zwei große Schritte und er war quer durch den Raum, sie in seine Arme ziehend. "Maddie, es tut mir so leid. Ich hatte keine Ahnung. Du ... du sahst nie danach aus ... ich wusste nicht ... Du bist so ..."

Ihre Arme um seine Taille schlingend, lächelte sie zu ihm hoch. "Wir tragen keine Zeichen, Tony. Wir stempeln uns nicht auf die Stirn 'Mein Vater benutzte mich als Boxsack' oder 'Mein Vater interessierte es nicht, ob er mich alleine zurückblieb.' Wir tragen diese Narben, diesen Schmerz, diese Wut und diesen Groll in uns. Bis wir jemanden genug vertrauen um es mit ihm zu teilen. Mein Vater ist tot und ich hatte genügend Therapien um meine Probleme auszuarbeiten, darum ist es etwas worüber ich mit jedem spreche."

"Warum ich, Mads? Warum erzählst du es mir?"

"Weil ich dir schon mit meinem Leben vertraute, nun denke ich das ich dir auch mit meiner Seele vertrauen kann."

Ihr direkt in die Augen sehend, streichelte er sanft ihre Wange. "Meine Mutter starb, als ich acht Jahre alt war, drei Monate später nannte mich mein Vater zum ersten Mal wertlos. Ich hatte ein B (Ü/N: eine Zwei) in einem Mathetest bekommen, wo ich wirklich zu kämpfen hatte um es zu verstehen. Bei meinem nächtlichen Bericht, während er seinen Scotch hatte, sagte er es mir. Er nannte mich wertlos und sagte mir, dass ich in der Gosse ende. Bis zu diesem Moment war ich so verdammt stolz auf dieses B gewesen. Das nächste Mal als er mich wertlos nannte..."

Als Tony fortfuhr zu reden, bewegte sich Maddie leicht neben ihm, sodass sie ihn halten konnte, als er ihr die harten Wahrheiten über den Narren, der nicht einen jungen Anthony DiNozzo liebte, erzählte.

Ende Kapitel 3