So ihr Lieben,
Kapitel 2 ist da. vorher möchte ich noch mal bitten, dass ihr Kapitel 1 ließt,da ich die Sotry komplett geändert habe.
Viel Spaß beim Lesen
IamFallen
Kapitel 2:
Fear is only in or minds, taking over all the time. (Evanescence)
Hermine schaute sich noch einmal in ihrem Zimmer um. Sie musste träumen. Das alles konnte einfach nicht wahr sein. Vor ihr stand der Geist von Severus Snape, der seit einigen Monaten tot ist, auf dessen Beerdigung sie war. Herminsche schluckte, und schüttelte den Kopf. Wenn man in der Zauberwelt lebt, passieren merkwürdige Sachen. Sie räusperte sich.
„Professor? Sie wissen, ja…ähm...das Sie ein Geist sind?"
Hermine kniff sich innerlich selbst für diese dumme Frage, aber man musste sicher sein, dass sein Gegenüber wirklich wusste, was los war. Der Geist vor ihr kam auf sie zu und starrte ihr offen ins Gesicht.
Hermine erkannte die kleine Hackennase, das schwarze viel zu glatte Haar, kleine Narben im Gesicht. Das war ganz sicher Severus Snape.
„Miss Granger, ich weiß, dass ich ein Geist bin. Deswegen bin ich bei Ihnen, Sie dummes Mädchen. Ich brauche Ihre Hilfe. Nun ja, wie Sie wohl sehen, ist meine Seele nicht weitergegangen. Ich stecke in dieser Welt fest, weiß aber nicht warum. Ich bitte Sie einfach nur, in ein paar Bücher über Geister und das Leben nach dem Tod zu schauen und zu recherchieren, was womöglich die Ursache ist."
Hermine starrte den Geist einfach nur an. Das war doch wirklich alles nur ein Scherz oder. Das kann doch alles nicht wahr sein. Während sie überlegte, strich sie sich einer ihrer dichten Locken aus dem Gesicht. Das alles ist einfach nur unmöglich.
„Da ich Ihnen keine Wahl lasse, befehle ich es Ihnen!"
Der Snape vor ihr grinste sie an.
Plötzlich flackerten die wilden Augen der Gryffindor. Befehlen? Hermine ließ sich nichts befehlen, schon gar nicht von einem Geist!
„Wenn sie so zu mir kommen, mir Befehle unterstellen und dann noch Hilfe erwarten? Tot hin oder her, ich denke, Sie haben ihren Verstand nicht verloren. Wenn ich Sie nun bitte aus meinem Zimmer gehen würden!"
Sie starrte den Geist funkelnd an. Snape sah sie leicht verwirrt an. Wahrscheinlich hatte er geglaubt, so ihren Gryffindor Mut anzustacheln. Sie lächelte kalt.
Der Geist von Severus Snape schnaubte. „Sie haben noch nicht gewonnen, Miss Granger!"
/-/-/
Hermine musste raus. Sie musste weg von ihrem Zimmer, weg vom Schloss. Sie packte ihren Umhang und stürzte hinaus.
Manchmal war ihr das alles einfach zu viel. Dann ging sie einfach raus, in die Natur und da war sie endlich die Hermine, wie sie wirklich war.
Als sie sich durch Unmengen von Schülern gedrängt hatte und am Eingangstor war, schloss sie kurz ihre Augen, bevor sie aus dem Schloss trat.
Es war gerade Herbst und die bunten Blätter der Bäume färbten den Horizont. Ein paar jüngere Schüler spielten im Laub und die letzten Vögel zwitscherten.
Hermine ging sicher zu einem Baum in der Nähe des Sees und setzte sich. Sie lehnte sich gegen den dicken Stamm der Eiche. Um sie herum schwirrten die letzten Insekten und der Wind wehte ihr durch das Haar.
Wie sehr sie die Natur liebte, besonders den Herbst mit seiner Farbenpracht. Hier, in der Nähe des Baumes, fühlte sie sich geborgen und frei.
Hier erwartet keiner von ihre gute Leistungen oder eine fröhliche Schulkameradin, hier konnte sie einfach so sein, wie sie wollte. Wie oft hatte sie in der Nähe der Bäume geweint, hatte von der Natur Trost empfangen und war immer wieder aufgestanden, in eine Welt voller Erwartungen.
Der Wind strich ihr um ihren Körper und plötzlich wusste sie, dass er neben ihr stand. Sie brauchte irgendwie nicht hinzugucken, sie spürte nur den kalten Wind und eine Einsamkeit, die er ausstrahlte.
„Hier also verstecken Sie sich immer, wenn Ihnen alles zu viel wird."
Hermine schloss die Augen. Verstand er nicht, dass sie in Ruhe gelassen werden will? Verstand dieser Mann nicht, dass sie alleine sein wollte?
„Miss Granger, ich bitte Sie."
Hermine wandte ihren Kopf zu der Gestalt. Severus Snape stand neben ihr, sein Blick gen See gerichtet. Der Zaubertrankmeister bat sie um etwas? Sie sah ihn nun fragend an.
„Ich war schon überall, ich wollte mich vergewissern, ob mich jemand sieht. Aber außer Ihnen sieht mich keiner, hört mich keiner, kann mir keiner Hilfe leisten. Wissen Sie, es ist für mich im Moment das wichtigste, gehört und gesehen zu werden. Als Geist kann ich nichts anfassen, nichts greifen. Und deswegen brauche ich Ihre Hilfe, bitte!"
Hermine sah den Geist an und fühlte einwenig Mitleid. Doch sie konnte und wollte ihm nicht helfen.
„Prof. Snape, es tut mir leid Ihnen sagen zu müssen, dass ich im Moment vollkommen ausgelastet bin und ich keine neue Aufgabe auf mich nehmen will. Ich habe bald Abschlussprüfungen und ich muss sie bestehen."
Severus Snape sah sie nun an. Sie sah das erste Mal wirklich in seine Augen. Auch wenn dieser Mann tot war, so empfand er immer noch. Hermine sah in seinen Augen eine Angst und Verzweiflung.
„Für mich als Geist war es schwer nach Hogwarts zu kommen. Normalerweise bleibt der Geist dort, wo er gestorben ist und hat kaum Bewegungsfreiheit. Es hat mich eine Menge Kraft gekostet, ins Schloss zu kommen. Ich war Monate lang nicht des Willens, mich zu bewegen. Und dies hat Zeit gekostet, wertvolle Zeit. Sie sind die Einzige, die mich sieht, verdammt."
Hermine schüttelte den Kopf. „Ich möchte bitte alleine sein!"
Der Geist neben ihr seufzte laut, bevor er verschwand. Ihr war es irgendwie egal, was mit ihm passierte. Hermine erschrak einwenig. Früher hatte sie um die Rechte anderer gekämpft. Sie wäre sofort aufgestanden und hätte Snape gerettet. Doch ihr Mut und ihr Wille wollten nicht mehr. Sie konnte nicht mehr. Sie legte ihr Gesicht in die Hände und schloss die Augen.
„Ich kann einfach nicht mehr!"
/-/-
„Was machst du dieses Wochenende?"
Ron stand vor Hermine und sah eher eine Schuhe an, als Hermine. Sie war in der Bibliothek, als er mit rotem Kopf fand.
„Ich muss noch ein paar Aufgaben für Zaubertränke und Verwandlung machen. Außerdem möchte Neville, dass ich ihm auf die Prüfung vorbereite. Das weißt du doch, wieso fragst du mich?"
Ron nestelte nervös an seiner Robe. „Ich wollt dich fragen, ob du Lust hast, mit mir nach Hogsmeade zu gehen?"
Hermine blinzelte Ron lächelnd an.
„Klar, ich wollt dort eh hin!"
Ron schluckte und sein Kopf nahm die Farbe eines sehr hellen rot an. Er setzte zweimal an, bevor er mit ihr sprach.
„Gut, dann treffen wir uns Samstag, ja? Also dann im Gemeinschaftsraum."
Er lächelte sie noch einmal schüchtern an, bevor er mit großen Schritten die Bibliothek verließ. Hermine kicherte leise und fühlte ihre Wangen, die leicht warm wurden.
„Oh nein, wie süß. Weasley hat Sie zu einem Date eingeladen!"
Wieder war er da. Wieder mit einem Gefühl der Kälte. Hermine schnaufte.
„DAS geht Sie nichts an."
Severus lachte kalt.
„Ach, jetzt sind Sie wieder so fröhlich und heiter. Vorhin hatte ich einen anderen Anschein. Was spielt den die liebe Miss Granger nur für ein Spiel?"
Hermine taxierte den Geist kalt an.
„Lassen Sie mich in Ruhe. Sie haben doch keine Ahnung."
Der Geist schwebte in ihre Nähe und Hermine fing an zu zittern, als die Kälte ihr näher kam.
„Ich hab etwas gegen Sie, meine Liebe. Was wäre, wenn der liebe kleine Weasley erfährt, dass sie ihm dies alles nur vorgaukeln. Das Sie mit seinen Gefühlen spielen. Was würde dann auch der Potter machen, wenn er weiß, dass Die seinen besten Freund ausnutzen?"
„Sie können doch eh nichts sagen. Es sieht sie keiner, sie können nicht einmal schreiben!"
Hermine hatte diese Worte in der Wut gezischt. Sie schlug sofort ihre Hand vor dem Mund. Das kann nicht sein. Sie fühlte sich ertappt. Aber sie möchte Ron. Sie liebte ihn noch nicht. Doch Liebe kann daraus werden.
„Wie Sie sich dies alles nur einreden. Außerdem hab ich ein Weg gefunden, meine Mitmenschen etwas mitzuteilen. Wenn ich meine Gedanken in ein Denkarium legen würde, so könnte sie eigentlich von jedem gesehen werden. Und da Sie vorhin nichts vehement abgestritten habe, habe ich die Wahrheit gesagt. Wunder gibt es wirklich. Wer hatte geglaubt, dass eine Gryffindor wie eine Slytherin handelt?"
Der Geist vor ihr lachte kalt.
„Sie haben nun keine andere Wahl, Miss Granger. Sie müssen mir helfen!"
Review?
