Hallo und willkommen zum neuen Kapitel! ^^

Eine Warnung, ich hatte schon seit 2 Wochen keinen Kontakt mit meinem Beta-Leser, dementsprechend ist Kapitel 4 noch in der Rohform.

Im schlimmsten Fall verzögert sich nächste Woche das hochladen. Ich werde natürlich selber mein bestes tun, Fehler zu finden und am Ausdruck zu feilen, aber ich weiß wirklich noch nicht, ob ich es so hochladen sollte.

Disclaimer: Pokémon gehört nicht mir, (leider TT^TT) und auch diese Story ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich übersetze sie nur.

Kapitel 3

LUNAS

Ich war auf dem Weg, das schlafende Brutalanda zu wecken. Oder zumindest etwas genauso gefährliches, wenn nicht sogar noch furchteinflößenderes.

In Wahrheit betrat ich den Schlafsaal der Ranger von Ringstadt, also von Solana und mir. Spencer hatte sein eigenes Quartier und Moritz hatten wir schon vor Jahren an die Vereinigung verloren. Auf die Frage, warum wir für ihn noch keinen Ersatz erhalten hatten, hatte Spencer seine eigene Theorie aufgestellt.

„Auch wenn es schwer zu glauben ist, ich war nicht immer so perfekt wie jetzt", teilte er uns mit. „Als ich noch jünger war und auf die Ranger-Schule ging, war ich manchmal ein richtiger kleiner Störenfried. Lag definitiv an Joels und Andreas' Einfluss…Darum bin ich mir nicht sicher, ob die Ranger-Schule so ganz dazu bereit ist, mir einen ihrer Schüler anzuvertrauen."

„Oder sie warten darauf, dass der passende ahnungslose Idiot vorbeikommt", hatte Solana gestichelt.

Jedenfalls war ich gegenwärtig im Schlafsaal, um Solana zu wecken. Das eine Problem bestand darin, dass die Morgenpatrouille anstand. Das andere, dass Solana es hasste, früher geweckt zu werden. Gleich würde ich ihren Wurfgeschossen ausweichen müssen.

Aber es ging nicht anders. Spencer brauchte unbedingt eine Pause, nachdem er gestern von dem Ast getroffen worden war, und da wir außergewöhnlich wenige Ranger zur Verfügung hatten, blieb diese unliebsame Aufgabe wohl oder übel an mir hängen. Außerdem war Solanas Reaktion auf einen Weckruf in gewisser Weise recht lustig.

„Solana", säuselte ich in einer Singsang-Stimme. „Es ist Zeit für das dynamische Duo."

Ich hörte ein Rascheln vom Bett und konnte mich gerade noch rechtzeitig ducken, um dem Kissen auszuweichen, das mich sonst im Gesicht getroffen hätte. „Weißt du eigentlich, wie sehr sich meine Reflexe verbessert haben, seitdem du unserem Team beigetreten bist?", witzelte ich. Das nächste Kissen traf.

„Aua", ich schmollte, doch meine Laune besserte sich schnell wieder, als ich mich an meinen Schlachtplan erinnerte. „Solana, ich habe Frühstück gemacht."

Eine Sekunde lang herrschte Stille im Raum. „Okay, ich komme gleich", stöhnte sie.

Ich grinste triumphierend und ging zur Tür. Die einzige Möglichkeit, sie morgens aus dem Bett zu kriegen, führte durch den Magen.

Ffump. Auf dem Weg nach draußen traf sie mich am Kopf.

SOLANA

Ich hasste den Morgen. Ich hasste die Morgensonne. Ich hasste die morgendliche Kälte. Aber am meisten hasste ich Lunas' morgendliche Weckrufe. Er war für die Uhrzeit einfach zu gut drauf.

Noch ganz verquollen wankte ich zur Küche, Tunnelblick aufs Frühstück gerichtet. Von dem einsamen Schälchen Haferbrei an meinem Platz war ich mehr als enttäuscht, hatte aber noch nicht die nötige Energie, mein Missfallen kundzutun.

„Haferbrei?", fragte ich kleinlaut, setzte mich und rieb mir den Schlaf aus den Augen.

Lunas war damit beschäftigt, seine eigene Portion Brei zu verschlingen, wobei er eine vor sich ausgebreitete Ausgabe der Zeitung von Fiore las. „Ja, Haferbrei, Solana. Probier mal, schmeckt echt gut."

Ich starrte betrübt in mein Schälchen. „Aber ich wollte Eier."

„Gut, dann nehme ich nächstes Mal am Abend vorher deine Bestellung auf", meinte Lunas nur mit einem sarkastischen Augenrollen, aber ich war noch nicht wach und konnte seine Worte kaum verstehen.

„Spencer macht mir immer Eier", nörgelte ich weiter, lustlos in meinem Pams herumrührend.

Lunas blickte von seiner Zeitung hoch in meine Augen und tätschelte mir dir Hand. „Iss einfach nur den Haferbrei, Solana."

Ich nickte und aß einfach nur den Haferbrei.

LUNAS

Es wurde besser, sobald wir in Bewegung kamen. Plusle und Minun, die, bevor wir losgegangen waren, noch so lange wie möglich geschlafen hatten, rannten herum, spielten miteinander und benahmen sich überhaupt alles andere als müde. Ich sah kurz zu Solana herüber, um sicherzugehen, dass es sie nicht nervte. Es sah nach ihrem normalen Morgen-Nerv-Gesicht aus.

Während der ersten Stunde auf Patrouille sagte ich gar nichts. Endlich brach Solana das schweigen. „Wann ist Aria gegangen?" Sie klang immer noch nicht sehr glücklich.

„Schon ganz früh", antwortete ich, erleichtert, ein Gesprächsthema gefunden zu haben. „Ich habe sie noch verabschiedet."

„Das glaube ich gern", kicherte sie. Das tat sie oft, kichern.

Ich gab keinen Kommentar ab, sondern grummelte vor mich hin.

„Oh, nein, nicht grummeln!", neckte Solana und sah dabei schon viel wacher aus. „Entschuldige, dass ich mich so über Aria und dich lustig mache, aber ihr macht es mir so schön einfach und es macht eben Spaß. Aber mal ehrlich, ich finde es total toll, dass ihr beide zusammen seid."

„Oh bitte." Ich schnaubte ungläubig. „Aus deiner und Spencers Ecke kommen doch nichts anderes als Sticheleien."

„Nein, wirklich", beharrte sie und sah dabei jetzt todernst aus. „Ich habe eure Beziehung doch schon ganz am Anfang abgesegnet."

Ich schüttelte den Kopf. „Ach ja? Daran kann ich mich aber nicht erinnern."

„Echt nicht? Auf der Party, nachdem wir die Power-Rock-Bande besiegt hatten. Ihr habt euch geküsst und ich hab dir ein Daumen-hoch-Zeichen gegeben."

„Das weiß ich gar nicht mehr." Ich schaute über ihre Schulter und musste lächeln.

„Was ist los?", sie runzelte die Stirn. „Und wieso weißt du das nicht mehr?"

„Da ist Moritz", ich zeigte auf unser ehemaliges Team-Mitglied, das uns aufgeregt zuwinkte. Angesichts dieser neuen Wendung war der Streit augenblicklich vergessen und Solana grinste genauso breit wie ich.

Sie umarmte Moritz sogar, als er in Reichweite war, eine Ehre, die nur wenigen zuteil wurde. Er hatte wohl auch nicht damit gerechnet, denn sie warf ihn fast um. Plusle und Minun tanzten um Moritzs Flegmon herum, der den leeren Blick seines Partners gerade täuschend echt nachahmte.

„Moritz, du hast uns so lange nicht besucht! Es tut so gut, dich zu sehen!", sprudelte es aus Solana hervor. So benahm sie sich wirklich nur, wenn Moritz hier war, als würde er eine versteckte Seite von ihr entfesseln.

Moritz kratzte sich am Kopf, bis ganz langsam ein Lächeln auf seinem Gesicht erschien. „ Es tut auch gut, dich zu sehen, Solana." Er schüttelte meine Hand. „Lunas."

„Hey, Moritz", entgegnete ich, nach Solanas herzlicher Begrüßung etwas verunsichert. „Schön, dich zu sehen."

„Sag mal, ist, ähm, ist Spencer da?", wollte er wissen und deutete auf ein blondes Mädchen hinter sich, das ich vorher nicht bemerkt hatte. Sie trug eine nagelneue Ranger-Uniform und sah nervös aus. Sie musste gerade erst die Ranger-Schule abgeschlossen haben.

„Ja, klaro", antwortete eine plötzlich vor Elan nur so strotzende Solana. „Er ist in der Basis." Sie wandte sich an das Mädchen. „Kommst du von der Ranger-Schule? Wirst du unserem Team beitreten? Wie heißt du?"

„Mann, Solana, beballer die arme doch nicht mit so vielen Fragen", konnte ich sie nun endlich ein bisschen zurück ärgern.

„Ich bin Melodia", stellte das Mädchen sich vor, trotz aller Aufregung selbstbewusst. „Ich komme aus Havebrück in Almia. Ich habe die Ranger-Schule abgeschlossen und wurde eurer Basis zugeteilt." Sie grinste breit. „Ich kann es überhaupt nicht erwarten."

„Na dann, willkommen in Ringstadt, Melodia", Solana erwiderte ihr Grinsen. „Ich bin Solana und dieser Trottel hier heißt Lunas."

„Hey", spielte ich den Ärgerlichen, sagte aber nichts weiter dazu.

„Oh, und das hier ist mein Partner-Pokémon, Plusle." Plusle sprang auf Solanas Schulter, während Minun das bei mir tat.

„Das ist Minun, mein Partner", folgte ich ihrem Beispiel.

„Und Spencer ist unser Anführer", fuhr Solana munter fort. „Er ist noch in der Basis. Lunas wird euch hinbringen, ich habe noch etwas zu erledigen." Damit machte sie sich auf den Weg die Straße entlang, aber ich wollte noch wissen, was sie vorhatte.

„Wartet mal bitte kurz", bat ich Moritz und Melodia, und lief Solana hinterher, bis wir außer Hörweite waren. „Was musst du denn so dringend erledigen?"

„Ich wollte schnell bei Bernhard vorbeischauen", erklärte sie mit einem kleinen, gemeinen Lächeln. „Spencer hat gesagt, das wäre bei einem neuen Rekruten meine Aufgabe. Ich muss Bernhard sagen, dass er es genauso wie damals bei mir machen soll. Melodia wird nicht lange auf ihre erste Mission warten müssen."