So, Leute hier mal wieder ein neues chap, da im Moment Zeugnisferien sind werden es wohl noch ein bis zwei bis zum nächsten Dienstag aber ab da wird ich's wohl nur ein oder zwei mal die Woche schaffen neu zu updaten. Ich hoffe ihr verzeiht mir das, aber das ist eine Sache die man dann sehen wird…
Pottermanor
Nachdem Harry wieder in den Ligusterweg zurück appariert war ging er sofort in sein Zimmer um seinen bevorstehenden Umzug vorzubereiten. Er zückte seinen Zauberstab und packte auf Magische Art seinen Koffer (diese Haushaltszauber waren zwar einfach, aber da sie für Harrys überleben wohl nicht SO wichtig waren hatte er sie noch nicht so weit perfektioniert um sie auch ohne Zauberstab problemlos hinzubekommen). Einen Schwung des Zauberstabs später also war sein Koffer gepackt, Hedwigs Käfig gesäubert und Harry war abreisebereit.
Die Dursleys waren in einen Freizeitpark gefahren, also brauchte er sich auch nicht von ihnen zu verabschieden und was Dumbeldore und seine Imbissbude vom halben Phönix anging… na ja die hatten sich ja eh nie so wirklich um ihn gekümmert und ihn eigentlich immer nur manipuliert, wobei die Ordensmitglieder selbst sicher auch nur als Schachfiguren missbraucht worden waren und gar nicht realisiert hatten, dass sie Harry nicht halfen sondern ihn sogar noch behinderten. Was für Idioten, nicht einmal selber denken konnten sie.
Aber das war jetzt alles vorbei, heute würde er nach Hause zurückkehren und zwar nicht nach Hogwarts oder in den Fuchsbau, die ja inzwischen so eine Art Zuhause für Harry geworden waren, sondern dahin wo seine Eltern (zumindest manchmal) gelebt hatten.
Jetzt brauchte er nur noch jemanden der ihn dorthin führte.
„Twix!"
Kaum hatte Harry den Namen genannt, erschien mit einem Plopp ein Hauself vor ihm. Wie der alte Kobold es voraus gesagt hatte, denn zu einem so großen Manor wie das der Potters, beziehungsweise der Gryffindors, denen es ja früher gehört hatte, gehörten auch jede Menge Hauselfen und in diesem Fall war es die, mit 17 Hauselfen, größte Ansammlung eben dieser in England. Hogwarts zählte nicht da es ja kein Privatbesitz war.
„Master Potter hat gerufen, Sir und Twix kann endlich kommen um Master Potter zu dienen Sir. Endlich hat sich der Traum von Twix erfüllt!" Quiekte der kleine Hauself und verbeugte sich soweit das seine Nase beinahe den Boden berührte.
„Hallo Twix", begrüßte Harry den Hauselfen, „Wie geht es dir?"
„Master Potter fragt wie es Twix geht?" Die Augen des Hauelfen weiteten sich erstaunt und er schloss noch schnell ein „Gut Master Potter" hinten dran als ihm einfiel das sein Herr ihm eine Frage gestellt hatte.
„Das freut mich Twix, aber ich möchte das du das Master weglässt und mich einfach nur Harry nennst, ok?" Wenn Harry etwas nicht leiden konnte, dann dass ihn alle wie jemand Höhergestelltes behandelten, wie ein Herrscher oder ein Held.
Jetzt musste er nur noch nach Pottermanor und das ging nicht so ohne weiteres, denn er kannte weder die Koordinaten noch das Gebiet an sich und somit konnte er auch nicht apparieren. Aber genau dafür hatte er ja seinen Hauselfen herbeordert, denn mit dessen Hilfe konnte er eine Seit-an-Seit Apparation Durchführen. Das Gepäck würde er einfach nachher holen nachdem er wusste wo er hin musste.
Twix dagegen hatte scheinbar andere Pläne, er schien erkannt zu haben, dass Harry gewissermaßen „Ausziehen" wollte, schnippte einmal mit den Fingern und Koffer, Käfig und Besen waren verschwunden.
„Was hast du da gerade getan, Twix?" Fragte der erstaunte Harry den Hauselfen.
„Ich habe ihr Gepäck nach Pottermanor geschickt Mast… äh… Harry, sollte ich das nicht?" fragte der leicht verunsicherte Hauself und war schon dabei seinen Arm zu heben um die eben genannten Gegenstände zurück zu holen, als Harry ihn unterbrach.
„Nein, Twix ich war nur ein wenig erstaunt. Eigentlich hatte ich geplant mit dir nach Pottermanor zu apparieren um dann zurück zu kehren und die Sachen zu holen. Aber ich muss sagen, das mir dein Weg doch um einiges besser gefällt, dann brauch ich dieses verdammte Haus überhaupt nicht mehr zu betreten!" Mit diesen Worten lächelte er des kleinen Elfen gütig an, welcher sich darauf auch sofort wieder entspannte und Harry bat seine Hand zu ergreifen.
Kaum hatte Harry getan wie im geheißen, hatte er das Gefühl als ob sein Körper aufgelöst wurde und sich sofort wieder zusammensetzte. Der Moment in dem er nicht zu existieren schien fühlte sich sein Körper merkwürdig beweglich an, als ob er aus Luft bestehen würde.
Eine deutlich angenehmere Art des Reisens, als das Apparieren oder das Reisen mit Portschlüsseln, wie er fand nachdem er sich klar darüber wurde, dass er sich nicht mehr in seinem Zimmer im Ligusterweg befand sondern in einer riesigen Eingangshalle, auch wenn diese nur halb so groß war wie die in Hogwarts.
Das also war Pottermanor. Der alte Gringotts-Kobold schien also doch keine Witze gemacht zu haben, als er sagte das es ein Schloss war, und nicht wie Harry angenommen hatte ein recht großes Herrenhaus. Auch wenn Harry sich sehr gut vorstellen konnte, dass es ganz schön einsam werden würde, hier so ganz allein leben zu müssen, so freute er sich dennoch auf sein neues Zuhause, denn besser als im Ligusterweg würde es allemal sein.
Somit ließ er sich von Twix erst einmal Griffindor Castle zeigen. Es gab eine Art Ball-Saal einen Trainingsraum den Harry wohl schon bald ausprobieren würde, eine riesige Bibliothek, welche der in Hogwarts gute Konkurrenz machte und eine ganze Menge Gästezimmer. Wobei Gästezimmer wohl nicht ganz zutreffend war, denn jedes „Gästezimmer" bestand aus einem Aufenthaltsraum, ein bzw. zwei Schlafzimmer und einem angeschlossenes Badezimmer.
Zu guter letzt ging es noch in die Küche wo Twix die anderen Hauselfen vorstellte (hoffentlich konnte er sich die Namen irgendwann mal merken, aber zur Zeit war daran noch gar nicht zu denken).
Halt war es wirklich der letzte Raum gewesen? Denn auf dem Weg auf den höchsten Turm des Schlosses, von dem aus Twix ihm die Schlossgründe zeigen wollte kamen sie an einer schweren Stahltür vorbei.
„Twix, was ist hinter dieser Tür? Ich kann mich nicht erinnern, dass du sie mir vorhin gezeigt hast?" Verheimlichte der Hauself ihm etwas? Seine Fragen wurden sofort beantwortet. Sowohl die, die er gestellt hatte, als auch die, welche er sich selbst gestellt hatte.
„Dummer Twix, ganz dummer Twix!" Begann der Hauself an seiner Seite plötzlich zu murmeln und begann sich an den Ohren zu ziehen.
„Halt Twix, ich verbiete dir dich selbst zu bestrafen. Sag mir einfach nur was hinter dieser Tür ist!"
„Das ist die Waffenkammer, Harry!"
„Das Schloss hat eine Waffenkammer? Was für Waffen werden dort gelagert, Twix?"
„Alles mögliche Sir. Degen, Schwerter, Armbrüste, Lanzen…Früher war es üblich das ein Zauberer aus einer Reinbluts Familie mit einem Degen oder einem Schwert umgehen konnte. Eine Tradition der heute nur noch in den ältesten Zauberer Familien Bedeutung beigemessen wird. Die Familien Zabini oder Malfoy zum Beispiel gehören zu denen, die diese Tradition bis heute wahren!"
„Vielleicht sollte ich auch mal anfangen den Schwertkampf zu erlernen!" Grübelte Harry während er hinter Twix hoch zum Turm weiter stiefelte.
Dort angekommen Verschlug es ihm fast die Sprache. So wie schon in Hogwarts, als er das erste Mal den Astronomie-Turm besichtigt hatte, war auch hier die Aussicht einfach überwältigend. In Hogwarts hatte er sich bereits an die Aussicht gewöhnen können, aber hier war es eine ganz neue Erfahrung. Im Osten konnte er den Lough Conn erkennen, an dem das Manor lag (ein See in der Größe des Steinhuder Meers), Im Westen dagegen lag der Nephin, der sich über 800 Meter gen Himmel reckte.
Ansonsten sah man nichts als grünen Wald und endlose Wiesen. Ein wirklich Idyllisches Bild ohne große Muggel Ballungszentren.
Nachdem Harry einfach nur ein paar Minuten so dagestanden hatte und die dunklen Gedanken verdrängt hatte, um sich dem hier herrschenden Frieden hingeben zu können war es Zeit wieder seine Pläne weiter zu verfolgen. Und die betrafen in diesem Fall Hermine. Sie wusste noch nichts von Harrys Erbe, geschweife denn von seinem derzeitigen Aufenthaltsort und es wurde Zeit das er sie mal besuchte und ihr für ihre Bemühungen dankte, die das alles hier eigentlich erst ermöglicht hatten.
Wenn er könnte würde er die Gelegenheit gleich nutzen um Ron die Fresse zu polieren, aber das ging nicht denn er hatte auch mit ihm noch so seine Pläne. Er würde Ron missbrauchen so wie Dumbeldore es bereits mit ihm getan hatte. Bisher hatte Dumbeldore Ron als Spion verwenden können, aber genau das würde Harry sich zu Nutze machen. Er würde Dumbledore manipulierten indem er ihm durch Ron falsche Informationen zukommen ließ.
Solange weder Dumbeldore noch Ron wussten was wirklich gespielt wurde würde er seinen Vorteil ausnutzen und beiden eins auswischen können. Das war der Erste Teil durch den er sich an seinem einstmals besten Freund und seinem Schulleiter rächen würde.
Also ging er erst mal in seine eigene kleine Wohnung um sie ein wenig herzurichten, wobei er feststellen musste, das sein Koffer bereits ausgepackt war und er sich somit die Zeit sparen konnte. Er würde sich später bei Twix bedanken, denn er war sich ziemlich sicher, dass es der kleine Elf, den Harry inzwischen mindestens genauso ins Herz geschlossen hatte wie Dobby, Hierfür verantwortlich war.
Seine Wohnung bestand aus einem geräumigen Schlafzimmer mit Himmelbett, einem Wohnzimmer (beide Zimmer hatten Kamine welche jedoch aufgrund des Sommers nicht entflammt waren) und nicht zu vergessen ein Badezimmer, mit einer Badewanne, die andere Leute wohl eher als kleinen Swimmingpool bezeichnet hätten und ein eigenes kleines Arbeitszimmer, an dessen Wänden einige Portraits von wichtigen Zauberern hingen. Erst als eines der Portraits ihn ansprach erkannt er, dass er vor dem Bild von Godric Gryffindor selbst gestanden hatte.
„So, so, der letzt Potter kehrt also endlich zurück um sein Erbe anzutreten!" ließ Godric, mit einem Funkeln in seinen Augen, aus seinem Portrait vernehmen.
Harry dagegen schrak erst einmal ordentlich zusammen, als er merkte wer ihn da angesprochen hatte.
„Gryffindor? Godric Gryffindor?" War alles war er mit einigem Gestammel zustande brachte.
„Eben jener Harry. Ich freue mich dich endlich mal kennen zu lernen. Über das Portrait in Hogwarts konnte ich dich ja schlecht ansprechen da Dumbeldore sofort davon erfahren hätte, denn er hat seine Ohren überall. Aber ich war mich sicher, dass du früher oder später hierher finden würdest. Und ich habe mich nicht getäuscht, oder?"
„N…nein, ich glaube nicht Mister Gryffindor." Eine Bemerkung die Gryffindor ein herzhaftes Lachen entlockte.
„Nun, da du ziemlich Materiell vor mir zu stehen scheinst geh ich mal einfach davon aus, dass du tatsächlich echt bist und nicht nur ein Geist oder etwas Ähnliches. Aber bitte, Harry, nenn mich Godric, ok? Diese Mister hörte sich schon immer ein wenig seltsam an!"
„Ok, äh Godric!" Erst jetzt fiel Harry wieder ein das er ja tatsächlich ein Nachkomme von dem Mann war der ihn gerade aus seinem Bild heraus grinsend musterte.
Auch Harry musterte seinen Vorfahren und erkannte auf einmal die Schwarzen verstrubbelten Haare. Warum waren sie ihm nicht schon früher aufgefallen? Immerhin war das ein fast eindeutiges Markenzeichen der Potters. Schon erstaunlich über wie viele Generationen sie hinweg vererbt worden waren.
Nach dem Abendessen, Ging er erst mal in den absolut genialen Trainingsraum, denn den hatte Harry zum einen noch gar nicht ausprobieren können und zum anderen hatte er heute noch gar keine Zeit gehabt zu trainieren, wobei der Besuch in der Winkelgasse und seine Besichtigung des Manors schon anstrengend genug gewesen war, wie er fand.
So trainierte er zwei Stunden lang seine Muskeln und war am Ende doch reichlich geschafft. Nicht so geschafft jedoch wie die Dummies an denen er seine Wut ausgelassen hatte, denn eben jene hatte er zuvor in fast perfekte Abbilder von Dumbeldore und Dudley selbst verwandelt und die Personen zusammenschlagen zu können, welche ihm mit am meisten in seinem Leben angetan hatten war auf eine seltsame Art, richtig befriedigend.
Seinen Besuch bei Hermine würde er auf den nächsten Tag verschieben müssen, denn nach Harrys Meinung hatte er an diesem Tag wirklich genug getan und so k.o. wie er war konnte er schließlich schlecht dem Traum seiner schlaflosen Nächte gegenüber treten. Außerdem konnte er dann auch gleich abchecken wie Dumbeldore und co. auf sein Verschwinden reagiert hatten, denn seine morgend- und abendliche Jogging Runde mussten die Wachposten des Ordens einfach bemerken, oder besser gesagt nicht bemerken da sie diesmal nicht stattfinden würde.
Mit dem Gedanken das er morgen seine beiden besten Freunde (Ron hatte seinen Platz inzwischen ohne es zu wissen mit Ginny getauscht) wieder sehen würde schlief er zum ersten mal in seinem Bett in Pottermanor ein und Träumte keine Träume von Voldemort, so wie es vor den Ferien und seinem Okklumentik-Training gewesen war, sondern von einer ganz bestimmten Person, für die er mehr empfand als er es sich je hatte vorstellen können.
