Und da auch das ein kurzes Kapitel ist, gibt es das heute schon.
Hoffentlich hat es euch bis hierher gefallen, denn bald geht das eigentliche Buchlesen endlich los.
Wie immer, nix meins, alles J.K.R.s bis auf die Idee.
Nun viel Spaß und bis ans Ende
3. Kapitel – Und so beginnt es
Die Winkelgasse hatte sich offensichtlich nicht sehr verändert. Natürlich fehlte der knallbunte Laden von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze, aber im Großen und Ganzen war die lange Einkaufsstraße gleich geblieben.
Die Hexen und Zauberer um die beiden Frauen herum sahen ihnen starr hinterher. Wann sah man mitten im magischen London schon mal zwei junge Frauen mit solch seltsamen Haarfarben, dazu noch solche seltsam geschnittenen Umhänge?
Alles Starren ignorierend gingen sie zu Gringotts um mit ihrem mitgebrachten Gold neue Verließe zu eröffnen, suchten sich neue 'alte' Roben und Hermione tauchte für über eine Stunde in die Tiefen von Flourish & Blotts.
'Diese ganzen älteren Bücher...' seufzte sie innerlich, sich zwischen den Regalen umblickend.
Schließlich blieb nur noch ein Zwischenstop, denn beide stellten fest, dass sie ihre ihnen vertrauten Tiere vermissten.
"Sieh mal, Ginny, ist der nicht wunderschön?" 'Kroah' 'Natürlich bin ich schön, bildschön sogar.' Der junge Rabe hielt sich ein wenig aufrechter auf seiner Stange und blickte majestätisch in die Runde.
Ginny hatte sich in der Zeit mit einem jungen Falken angefreundet und ging mit ihm zur Theke.
Plötzlich ertönte ein jämmerlicher Schrei aus dem rückwärtigen Ladenbereich. Die jungen Frauen sahen sich geschockt um, als auch schon ein Poltern zu hören war und zwei kleine Katzenbabys aus dem Hinterraum gerannt kamen. Der Ladenbesitzer wollte sie gerade wieder einfangen, als der Blick der beiden Hexen auf die zitternden Fellknäule fiel. Sie beugten sich herunter und nahmen jede eines der kleinen Babys hoch und setzten es auf die Theke.
Zehn Minuten später verließen sie das Geschäft mit ihren Vögeln auf den Schultern und den kleinen Katzen in ihren Armen. "Und was machen wir nun mit einem Falken, einem Raben, ner Schneeleopardin und nem Löwen?" Hermione blickte ihre Freundin ratlos an
"Naja, ich denke mal, wir müssen erstmal den Schulleiter fragen, ob das überhaupt ok ist, wenn wir diese beiden Süßen hier" sie hielt den Schneeleoparden hoch "mit ins Schloss bringen. Wird schon gut gehen." Sie zwinkerte fröhlich und verschwand mit einem leisen 'Plop'.
Albus Dumbledore hörte sich ihre Erlebnisse im Tiergeschäft an und entschied schließlich, dass es wohl durchaus möglich sei, als Nicht-Schüler etwas ... interessantere Tiere zu haben.
'Natürlich ist das in Ordnung, ich bin ja auch hier.' Fawkes machte Flügelschlagend auf sich aufmerksam und ließ sich sogar dazu herab, mit den kleinen Babys ein wenig zu spielen.
"Aber bitte vermeidet, dass meine Schüler von ihnen gefressen werden, das wäre ein Formularaufwand, welchen ich umgehen wöllte." Mit einem Lächeln entließ er sie aus seinem Büro.
Zurück in ihrem Quartier richteten Hermione und Ginny ihre Wohnungen erst einmal für ihre neuen Mitbewohner ein. Zwei Menschen und vier Tiere, denn die jungen Vögel durften natürlich auch bleiben, trafen sich kurze Zeit später in ihrem gemeinsamen Wohnzimmer.
Hermione versank kurz darauf ins Studium der empfohlenen Literatur für ihre Lehrlingsstellen, den kleinen Löwen 'Malik' auf dem Schoß.
Ginny dagegen setzte sich auf den Boden und spielte mit der Schneeleopardin, die sie kurzerhand 'Leila' getauft hatte.
Shadow, der Rabe und Gryffin, der Falke saßen auf ihren neuen Stangen und schliefen nach einem reichhaltigen Abendessen, beide offensichtlich geschafft von den Erlebnissen des Tages.
Während die Schüler alle in der großen Halle saßen, lagen die beiden Frauen auf ihrem Teppich und überlegten, wen sie alles in die Änderung der Zukunft einbeziehen wollten.
"Nunja, wir können sie mit reinnehmen. Aber vielleicht hat sie gar kein Interesse?"
"Zumindest wäre es noch ein Slytherin, darauf müssen wir achten, sonst endet das ganz schnell in einer Katastrophe."
"Du hast Recht, lass sie uns einladen, wenn sie kommt, schön, wenn nicht, kein Verlust. Schließlich hat sie zuletzt ihren Wert bewießen."
Nach einigem Überlegen und mehreren durchgestrichenen Namen einigten die beiden sich auf acht Personen, welche sie in ihre mögliche Zukunft einweihen wollten.
Am nächsten Morgen flogen die Posteulen während des Frühstücks in die große Halle. Minerva griff überrascht nach dem Brief, der auf ihrem Müsli mit besonders viel Milch gelandet war.
"Sehr geehrte Professor McGonagall,
Bitte finden Sie sich nächste Woche nach dem Mittagessen vor Barnabas dem Bekloppten ein.
(Freitag, 10.09.1976)
Erwähnen Sie den Termin und diesen Brief niemandem gegenüber. (Schulleitung ausgenommen)
Mit freundlichen Grüßen
Die Frau im Mond"
Verwirrt blickte sie noch einmal auf den Brief in ihrer Hand und beugte sich dann zum Schulleiter neben ihr, nur um zu sehen, dass er ihr gerade einen ganz ähnlichen Brief zeigte.
"Nun, Minerva, es sieht so aus, als hätten wir nächsten Freitag eine Verabredung. Es wäre mir eine Ehre, wenn du mich begleiten würdest." Er lächelte ihr mit funkelnden Augen zu.
Könnte irgendjemand es ihm ausreden?
Die Professoren bemerkten jedoch nicht die Verwunderung am Gryffindortisch, denn auch dort hatten einige Leute Briefe bekommen. Sie lasen sich ganz ähnlich und sie überlegten sofort, wer wohl diese ominöse Frau sei, die sie in Hogwarts in einen völlig uninteressanten Korridor einlud.
'Nun, lohnt nicht, darüber jetzt nachzudenken. In sieben Tagen wissen wir mehr.'
Für die beiden Lehrlinge flogen die Tage nur so vorbei. Die Professoren hatten sie einige schwierige Tests absolvieren lassen um zu sehen, auf welchem Stand sie in Theorie und Praxis des jeweiligen Fachs waren. Am Samstag mittag trafen sich beide Freundinnen am See, nachdem Hermione ihre letzte theoretische Überprüfung in Zaubertränke hinter sich gebracht hatte.
Sie lagen nebeneinander am Seeufer, kraulten den Riesenkraken und unterhielten sich leise.
"Es ist seltsam, oder?" Ginny sah sie einen Moment verwirrt an.
"Nun ja, sie waren die ganze Zeit da, oder? Die Grabmäler, die kleine Steinmauer, die Erinnerungen..." Hermione sah zum Schatten des Schlosses, wo in einer anderen Zeit die vielen kleinen Grabmäler standen.
"Weißt du, ich glaube, sie wären glücklich, nein...ich weiß, dass sie glücklich sind mit dem, was wir tun. Wir werden es ändern, Hermione, wir werden dafür sorgen, dass es nicht alles umsonst war."
"Was hältst du von ihm? Meinst du, wir können ihm trauen? Ich meine, wir wissen nicht, wie er heute ist, nur, wie er in unserer Zeit wurde. Ich meine, er hat es in Kauf genommen, er ist davon ausgegangen, dass...er...sterben wird."
Ginny sah ihre Freundin sorgenvoll an. Sie wusste, was Hermione und die anderen erlebt hatten und konnte sich vorstellen, was es für sie bedeuten musste, den Glauben an eine Authoriätsperson auf diese Weise zu verlieren. "Ich weiß es nicht, aber weißt du was? Diesmal sind wir hier, um darauf zu achten, dass Dumbledore nicht noch einmal die gleichen Fehler macht. Und Professor McGonagall ist ja auch noch da, wenn sie das alles erfährt, wird sie jeden seiner Schritte bewachen."
Angesichts dieser Aussicht mussten beide lachen, konnten sie sich doch nur zu genau ausmalen, wie ihre Hauslehrerin reagieren würde.
Sie blieben noch eine ganze Weile am See und genossen das schöne Wetter, den Samstag effektiv zu einem freien Tag erklärend.
Sonntag und die gesamte nächste Woche dagegen versprach deutlich stressiger zu werden.
Die Professoren ließen sie dem Unterricht beiwohnen, doch sollten sie Lehrstil und -Methoden notieren, sowie auch Besonderheiten der einzelnen Jahrgänge, Klassen und Schüler. Immer wieder schrieben sie Abhandlungen über Theorien der Magie oder spezielle Zauberstabbewegungen, Wissen und Definitionen, welche sie seit dem ersten Schuljahr nur noch anwendeten und nicht mehr direkt wussten. Als Lehrlinge eines Professors allerdings mussten sie später auch beweisen, dass sie in der Lage waren, Informationen nicht nur zu sammeln und anzuwenden, sondern eben auch weiterzugeben.
Schneller als beide es dachten, war Freitag, der 10. September und sie machten sich auf den Weg in den siebten Stock, um den Raum der Wünsche vorzubereiten.
Ihre Tiere hatten sie mitgenommen, denn sie würden eine ganze Weile hier bleiben und ihre neuen Lieblinge sollten sich nicht vernachlässigt fühlen.
Nach dem Mittagessen in der großen Halle gingen der Schulleiter und seine Stellvertreterin in den siebten Stock, ersterer fröhlich lächelnd und ein Bonbon lutschend, während seine Begleiterin eher neugierig und gleichsam vorsichtig wirkte.
"Na, was hat dich denn an diesen Ort verschlagen, Schniefelus?" Die Stimme von einem ihrer Löwen reichte, um Minervas Schritte zu beschleunigen. 'James Potter und Severus Snape an einem Ort, wir haben also noch etwa vier Sekunden, bevor sie sich mit Flüchen eindecken.'
Sie kamen gerade um die Ecke, als die beiden Schüler gerade ihre Zauberstäbe hochrissen.
"Nun, ich bin mir sicher, die Herren werden sich in Anwesenheit so vieler Damen zurückhalten können, nicht wahr?" Geschockt starrten die Angesprochenen auf den Schulleiter.
"Hn" Ein Schnauben ertönte hinter ihnen. "Wirklich Snape, war das nötig?" Hinter ihm stand Narcissa Black
Sie sah ihn an mit einem Blick, der nur zu deutlich war. 'Also wirklich, man würde denken, er könnte sich inzwischen mal selbst verteidigen, aber nein, er lässt sich von diesem Gryffindordreck auch noch einkreisen. Mir würde das nicht passieren und Lucius ist viel zu verschlagen für so etwas.'
Auf der anderen Seite der Schüler stand mit einem missbilligendem Blick Lily Evans. Sie sah von einem zum anderen und war offenbar auf alle wütend.
Severus sah kurz zu ihr, doch sie wandt sich von ihm ab.
"Nun, wer von Ihnen hat uns alle hierher eingeladen? Denn ich nehme mal an, Sie alle sind nicht an diesem wunderschönen Tag zufällig in einem beliebigen Korridor?" Noch während sie sprach, erschien an der Wand gegenüber des Wandteppichs eine Tür, wurde immer deutlicher und schwang schließlich in den Gang hinaus auf.
"Das bin dann wohl ich gewesen, Professor McGonagall." Aus der Tür trat Hermione, sah sich einmal in der Runde um und trat einen Schritt von der immer noch offenen Tür weg.
Fragende Blicke trafen sie, sodass sie ein wenig mehr erzählte.
"Ich habe Ihnen allen eine schriftliche Einladung geschickt, da mir keine sichere Methode einfiel, alle auf einem Fleck zu versammeln. Wenn Sie mir nun bitte folgen würden?"
Damit drehte sie sich um und ging wieder in den Raum der Wünsche hinein. Der Schulleiter lächelte nur und folgte ihr ohne jedes Zögern. 'Albus, bist du dir sicher bei ihr? Du könntest geradewegs in eine Falle laufen.'
Die Schüler zögerten, dem Lehrling in den Raum zu folgen, für Slytherins gehörte das zu den Grundtugenden, ihre Gryffindors jedoch...
"Nun, das Zögern von zwei der Schüler verstehe ich, aber wieso stehen meine Löwen hier wie zu furchtsamen Salzsäulen erstarrt? Hinein mit euch, los" Minerva trug ihre gewöhnliche strenge Miene, was für alle Grund genug war, sofort durch die Tür zu eilen.
Als auch die Slytherins langsam in den Raum gegangen waren, trat auch sie ein und schloss die Tür hinter sich.
Als sie sich im Raum umblickte, traute sie ihren Augen kaum.
Es war wie ein großer, gemütlicher Gemeinschaftsraum. Ein Kamin prasselte an der einen Wand, kleine Tischchen standen auf einem flauschigen Teppich und drumrum waren mehrere Sessel und Sofos drapiert. An der Wand stand ein langes Bücherregal, komplett gefüllt und sich leicht durchbiegend.
Alle anderen hatten sich bereits hingesetzt, sodass sie sich mit auf Albus' Sofa niederließ.
"Und, was soll das jetzt alles hier? Warum wurden wir von Ihnen hierher gerufen?" Minerva sah ihren Schüler streng an "Mr. Potter, ein wenig freundlicher, wenn möglich."
Aus einer Seitentür, welche die anderen noch gar nicht gesehen hatten, trat Ginny und ließ sich auf einem Sofa neben ihrer besten Freundin nieder.
"Das alles soll eine Möglichkeit sein, Mr. Potter, Geschehnisse zu verändern. Ihnen wird von uns die Chance gegeben, Ihre Sichtweisen zu verändern, Ihr Verhalten und vielleicht sogar Ihre Zukunft."
So, jetzt gehts im nächsten Kapitel endlich richtig los. Unsere Helden sind alle beisammen, der Raum der Wünsche ist erschienen und es kann starten.
Ich hoffe natürlich, euch hat auch dieses Kapitel wieder gefallen und dass der ein oder andere vielleicht ein klitzekleines Review da lässt.
Keine Sorge, das nächste Kapitel kommt auch schnell, nur danach wird die Arbeit mehr, da werden die Updateabstände etwas größer.
Bis demnächst
Euer Twilight jackal
