Neue Woche, neues Kapitel. Den Reviewern sei gedankt für ihre Rückmeldungen ;), für die Schwarzleser lasse ich mir noch vodoomäßig was einfallen.
Potio felis
Anmerkungen:
Flehmen: Das Verhalten einer Katze, wenn sie etwas Erregendes riecht. Meist begleitet von abwesendem Ausdruck der Augen und leicht geöffnetem Mund.
Kapitel
3
Harry erwachte schnurrend, wenn man nach einem Zustand in dem man nicht wirklich geschlafen hat von Erwachen sprechen kann. Er tauchte also aus den Tiefen auf, in welche ihn das Ohrenkraulen geschickt hatte, und wenn dieser Gedanke nicht einer von jenen war, von denen er nie gedacht hätte, sie zu haben, dann wusste er auch nicht weiter. Er wusste, dass dies nur auf seinen neuen kätzischen Teil zurückzuführen war, aber wenn dass das Gefühl war, das Katzen beim Kraulen empfanden, dann wusste er nicht genau, ob er wieder ganz Mensch sein wollte. Kein Wunder das Krummbein, nachdem man mit dem Streicheln aufhörte, immer bissig wurde.
Trotzdem ließ sich das phantastische Gefühl von Entspanntheit und gleichzeitiger Erregtheit seiner Meinung nach nicht durch bloßes Kraulen erklären. Das war auch ungefähr der Moment, indem er sein offenes Hemd bemerkte. Er sah über die Couchlehne zu Snape, der ganz versunken über einem Staple Pergamente saß und nicht so aussah, als ob er eine Störung begrüßen würde, wenn man den Gewitterwolken über seinem Kopf trauen durfte. Scheinbar hatte irgendein armer Erstklässler den Zorn des Tränkemeisters auf sich gezogen und die entsprechende Zukunft des armen Schweins in diesem Fach erforderte keine Berechung, die einen einfachen Denker veranlasst hätte die Finger zu Hilfe zu nehmen.
Trotz allem wagte Harry eine Frage zu äußern.
„Sir? Wieso ist mein Hemd offen?"
Irrte er sich oder überzog Snapes Gesicht eine leichte Röte? Aber schon im nächsten Augenblick wandte Snape ihm sein Gesicht zu und in seinen schwarzen Augen glühte eine Todsünde. Allerdings war Harry sich nicht sicher welche und verzichte daher näher darauf einzugehen.
„Ich habe nicht die geringste Ahnung, Mr. Potter und es ist mir auch egal. Wahrscheinlich sind Sie ein sehr unruhiger Schläfer."
Insgeheim hoffte Snape von Herzen, dass Harry nicht eins (dass Snape bei ihm gewesen war und ihn gekrault hatte) und eins (das offene Hemd) zusammenzählen und auf das unvermeidlich richtige Ergebnis von zwei und Entlassung kommen würde. Er fluchte innerlich, dass er das Hemd vergessen hatte. So ein dämlicher Fehler wäre ihm früher nicht unterlaufen und zeigte nur, wie sehr ihn Harrys Nähe erschütterte.
Harry überlegte kurz, zog die Brauen zusammen, zuckte mit den Schultern und drehte sich um.
Snape starrte ihn ungläubig an. Der Junge mochte ja wirklich anziehend sein, aber er war doch des Öfteren nicht sehr helle. Ein böses Grinsen legte sich über sein Gesicht. Perfekt.
Harry schien sich offenbar zu langweilen und unternahm eine Erkundungstour durch den Raum. Er steifte an den Bücherregalen entlang und las sich die Titel durch. Entgegen seinen Erwartungen besaß Snape nicht nur Bücher über Zaubertränke und die Dunklen Künste, sondern auch über so ziemlich alles andere inklusive Muggelliteratur von Shakespeare bis Jane Austen und sogar ein oder zwei zerflederte Quidditchmagazine. Er ging einmal durch das ganze Zimmer, bis er bei Snape ankam.
Da er der Ansicht war, dass er, wenn er hier schon festsaß, auch Zugangsrecht zu allem besitzen sollte, beugte er sich über Snapes Schulter, um ein paar der zweifellos tödlichen Kommentare zu lesen, die der Professor auf die Essays kritzelte. Als er so über Snapes Schulter hing, stieg ihm plötzlich ein intensiver, köstlicher Geruch in die Nase, etwas, das eine Mischung aus Kräutern, Trankdämpfen und unverwechselbar Snape war. Er sog den Geruch tief ein und bewegte sich noch dichter an Snape heran, um soviel wie nur möglich von dem Geruch einzufangen, ohne zu bemerken, dass er erneut angefangen hatte zu schnurren.
„Mr. Potter, warum, wenn ich fragen darf, schnuppern Sie an mir?"
„Tu ich gar nicht", verteidigte sich Harry abwesend, bevor er seine Nase direkt an Snapes Hals brachte und tief einatmete. Der Duft war würzig, herb und so männlich. „Rawrrrrr", machte Harry aus tiefster Kehle und lehnte sich, benebelt von dem Geruch, wie von Alkohol, gegen Snapes Seite.
Snape erstarrte. Dann legte den Kopf schief, sah Harry an und überlegte. Er hatte zwar nie eine Katze besessen, kannte sich aber dennoch ein wenig mit ihnen aus. Er wusste, dass Katzen einen ausgeprägten Geruchssinn hatten und der Ausdruck den er auf Harrys Gesicht sah, der leicht abwesende Blick und der etwas geöffnete Mund, wiesen darauf hin, dass der junge Mann etwas gerochen hatte, dass ihn erregte. Das war in der Tat eine Information, die interessant war.
Er drehte sich mit seinem Stuhl ein wenig und wie er schon vermutet hatte, handelte Harry mehr nach Instinkt, als nach Überlegung. Seine Bewegungen waren katzenhaft und so geschmeidig, als hätte er wesentlich mehr Gelenke, als ein normaler Mensch. Er schlängelte sich an Snape heran und kroch auf dessen Schoß. Die Augen geschlossen, positionierte er seine Beine angewinkelt rechts und links neben Snape auf dem Stuhl und schmiegte sich an den anderen Mann.
Snape, weit davon entfernt Einspruch gegen seine Verwendung als Kissen zu erheben, betrachtete den jungen Mann vor sich. Harrys roter Mund schien ihm einladend anzulächeln, aber das war wohl mehr Wunschdenken, als Realität. Seine Hände umklammerten die Lehnen seines Stuhles, bis die Knöcheln weiß hervortraten. Merlin, selbst so fern ab davon zu begreifen was er tat, sah der Junge einfach wunderschön aus. Wenn er doch nur wüsste, in welche Gefahr er sich begab mit dem was er tat. Harry drehte den Kopf zur Seite und sogleich schoss Snapes Hand zu dessen Kinn, um sein Gesicht wieder zu sich zurückzudrehen. Harrys Augen waren vernebelt und ohne Fokus und Snape fühlte seine Kontrolle schwinden.
Harrys Schnurren wurde stärker, bis spürbare Vibrationen von seinem Körper ausgingen. Er lehnte sich vor und begann an Snapes Hals zu lecken und zu knabbern und das war alles was es brauchte, um Snapes Libido das lang ersehnte ‚okay' zu geben. Seine Arme schlangen sich um Harry, und ohne sich die Mühe zu machen Knöpfe oder ähnliches zu bemühen, zog er ihm das Hemd über den Kopf und schloss seinen Mund um eine von Harrys Brustwarzen. Die Reaktion war augenblicklich und heftig. Harry schrie auf, der Ton eine Mischung auf Miauen und Stöhnen und sein gesamter Körper wurde schlaff und nachgiebig, bis auf eine bestimmte Stelle, deren Position sich unschwer in zentraler Lage ausmachen ließ. Snape packte Harry unter den Achseln und hob ihn, als wöge er nicht mehr als eine Feder, auf seinen Tisch. Die Essays, diverse Bücher und nicht zuletzt das Tintenfass bezahlten diese Aktion mit ihrem Leben, doch Snape konnte es nicht weniger kümmern.
Unter leisem Fluchen aufgrund der mangelnden Kooperation des Verschlusses schaffte er es schließlich Harry seiner Hose zu entledigen, die er gleich samt Unterwäsche auf den Boden beförderte. Ausgestreckt und nur noch mit den schwarzen Socken bekleidet lag Harry vor ihm und Snape verschwendete keine Zeit. Er entledigte sich seiner Robe, beugte sich, seine Hände auf Harrys Hüften gestützt, damit dieser keine übereifrigen Bewegungen machen konnte, vor und schloss die Lippen um die, um Aufmerksamkeit bettelnde, Erektion.
Harrys gesamter Körper schien bestrebt von seiner Unterlage abzuheben und nur Snapes Hände verhinderten das Aufbäumen. Ein erneuter Schrei, halb menschlicher, halb feliner Natur, entrang sich Harrys Kehle und seine Zehen krümmten sich ekstatisch. Seine Hände krallten sich in Snapes schwarzem Haar fest, dann an seinen Schultern und fanden schließlich Halt an der Kante des Tisches, an dem man die ausgeprägten Fellatiofähigkeiten Snapes schon nach Sekunden anhand tiefer Kratzspuren messen konnte.
Es gab keinen Zweifel daran, dass Snape in dem was er tat begabt war, denn sehr bald wand sich Harry stöhnend und wimmernd auf dem Tisch und als Snape seine Zunge erst über die dicke Vene an der Unterseite von Harrys Erektion gleiten und dann in den kleinen Spalt an der Spitze der Eichel eintauchen ließ, war es um den jungen Mann geschehen. Unter Schreien, die selbst die professionellen Stillezauber von Hogwarts Tränkemeister auf eine harte Probe stellten, hatte Harry den Feuerblitz unter den Orgasmen und sein salzig-bitterer Samen füllte Snapes triumphierend verzogenen Mund.
Harry lag zufrieden miauend, mit sich und der Welt eins, auf dem Tisch und schien mit einem Kiefer brechenden Gähnen die Möglichkeit zu erwägen hier und jetzt einzuschlafen, doch der entschlossene Klaps, den Snape ihm auf den Hintern versetze, kam dem zuvor.
„Manieren, Mr. Potter", ermahnte Snape mit vor Lust heiserer Stimme und glitzernden Augen. Harry schupperte seinen Rücken glücklich gegen das Holz der Tischoberfläche und als Snape seine Hand über seinen Bauch gleiten ließ, war Harry im Himmel. Allerdings stoppte Snapes Hand nicht auf seinem Bauch, sondern glitt tiefer, tiefer, bis sie zwischen Harrys Beinen verschwand und ein ergreifendes mreaww teilte Snape mit, dass Harry gegen die Entwicklung der Situation nichts einzuwenden hatte, auch wenn zu vermuten war, dass er nicht zu hundert Prozent Herr seiner Handlungen war.
Snape accio'te ein kleines Fläschchen mit einer bläulichen Flüssigkeit zu sich und zog den Korken mit den Zähnen heraus. Er benetzte die rechte Hand mit der Flüssigkeit und ließ sie wieder zwischen Harrys Beinen verschwinden. Ein kleiner Ruck und Harrys Augen schossen auf und ein leises Maunzen erklang.
„Shhhh", beruhigte Snape ihn. „Es tut nicht weh."
Harry nickte und entspannte sich unter der sanften seidigen Stimme seines Herrn und öffnete die Beine weiter. Sein Herr hatte ihm bisher nur wundervolle Dinge gezeigt und er vertraute ihm. Das zuerst seltsame, volle Gefühl ließ etwas nach und stattdessen durchzuckten kleine Blitze aus Feuer seinen Körper, immer dann, wenn sein Herr den Finger in ihm über eine bestimmte Stelle gleiten ließ. Auf den ersten Finger folgten bald ein zweiter und ein dritter und Harry begann erneut hin und her zu wackeln, aber diesmal nicht, weil ihn das Gefühl störte, sondern weil es nicht genug war.
„Mehr", keuchte er, das eine Wort guttural und heiser gewispert.
Snape, der Harry die ganze Zeit über genauestens beobachtet hatte und sich bei seinem Anblick kaum mehr zügeln konnte, öffnete mit seiner linken Hand seine Hose. Sich zu entkleiden war er nicht mehr in der Lage, denn dies hätte Zeit erfordert, die sein momentaner Zustand nicht zu verschwenden gestattete und wagte. Auch wenn er es hin und wieder genoss die Hauselfen in die Verzweiflung zu treiben gab es Dinge, die niemand wissen musste und besudelte Hosen hätten definitiv Fragen aufgeworfen, die zu beantworten er nicht bereit war.
Als er sah, dass Harry bereit war, benetzte er sich ebenfalls mit der blauen Flüssigkeit. Er umfasst Harrys Schenkel und zog ihn über den Tisch näher an sich heran, positionierte sich an der geölten Öffnung und presste sich hinein.
Hitze. Enge, feuchte Hitze, die ihm umfing wie ein Handschuh und jeden Gedanken aus ihm fegte, wie eine Feuersbrunst einen vom Sommer ausgetrockneten Wald verschlang. Er versank in dem willigen Körper unter sich, sinnlose Worte murmelnd, beruhigende Worte, ob an Harry oder sich selbst gerichtet wusste er nicht. Alles was er wusste war, dass er an einem Herzinfarkt sterben würde, wenn er sich nicht bewegte und so begann er sich zurückzuziehen um gleich darauf erneut in die Hitze einzudringen. Nach ein paar Momenten fand er einen Rhythmus und Harry fiel in die Bewegungen ein, sein Becken hob und senkte sich im gleichen Takt, in dem ihr Atem aus ihnen floss. Schweiß brach aus ihren Poren und vermischte sich dort, wo sich ihre Leiber trafen und Snape beugte sich zu Harry hinab, um seine Lippen in einem verzehrenden Kuss einzufangen. Ihr Atem vermischte sich und ihre Zungen begannen den Tanz, den jeder, den die Leidenschaft einmal in ihren Klauen gehalten hatte, kannte.
Die Minuten dehnten sich in kleine Ewigkeiten aus, unterbrochen und wieder zusammengefügt, wie auch ihre Körper sich trennten und wieder zusammenfügten, begleitet von Keuchen und Stöhnen, der Musik der Lust. Harrys Arme fanden ihren Weg auf Snapes Rücken und im schneller werdenden Rhythmus der Stöße, die ihn weiter und weiter auf einen Abgrund zujagten, malten seine Nägel rote Striemen auf weiße Haut. An einigen Stellen brach das Fleisch auf und rubinfarbene Tropfen rannen an Snape herab, der jede Wunde, jeden kurzen scharfen Schmerz mit einem noch härteren, noch tieferen Stoß quittierte, ihn noch intensiver über das kleine Nervenbündel im Inneren von Harry drängen ließ, bis dieser sich, unfähig seine Empfindungen in Töne zu packen, seine Zähne in Snapes Hals versenkte.
Flammen rasten über ihre Haut, Ströme aus Feuer bündelten sich in ihren Unterleibern und schickten Strahlen durch ihre Körper, kleine Explosionen, denen schon bald eine Eruption aus Lava folgen würde. Ihre Körper schienen zu klein für die Ekstase, die sie durchrannte, ihre Welt wurde kleiner und immer kleiner, kein Geräusch, kein Gedanke drang zu ihnen durch, alles zog sich zusammen und das Verlangen nach Erlösung von dem, was in seinem Ausmaß schon fast an Schmerz grenzte, nahm schließlich Überhand.
Zwei Münder öffneten sich und schrieen als der Abgrund sie verschlang.
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Nach Minuten oder vielleicht auch Stunden kam Snape wieder zu sich. Er war nicht wirklich ohnmächtig gewesen, aber alle Kraft war geschwunden in dem Moment, als er Harrys Körper verlassen hatte. Mit dem letzten freien Gedanken hatte er seine Kleidung gerichtet, die zwei Schritte rückwärts vollbracht und sich auf seinen Stuhl fallenlassen, statt, was für ihn in dem Augenblick auch eine annehmbare Alternative gewesen wäre, sich einfach auf den Boden niedersinken zu lassen.
Harry schien tatsächlich weggetreten zu sein. Die aufreizende Position in der er auf dem Tisch lag, mit seinen gespreizten Beinen, die über der Kante baumelten, schien Snape, wenngleich verführerisch, so doch nicht wirklich bequem, aber den jungen Mann schien es in seinem post-koitalen Glück (oder Ohnmacht) nicht zu stören. Die Vorteile der Jugend. Snape betrachtete ihn nachdenklich und war erstaunt zu bemerken, dass der Anblick ihn trotz der gerade vollbrachten Meisterleistung erregte. Aus seiner Perspektive hatte besten Blick auf die Überbleibsel ihrer Aktivitäten, die sich in diesem Augenblick ihren Weg an Harrys Schenkeln hinab bahnten. Ja, es gab eine definitive Bewegung in Snapes Lenden.
Er vergrub das Gesicht in den Händen. Er hatte ja immer vermutet, dass Harry Potter eines Tages sein Tod sein würde. Aber dass der Junge ihn, ihm fiel kein anderer Ausdruck ein, zu Tode vögeln würde, das war etwas, was er nicht in seine Überlegungen einbezogen hatte.
Nun ja, es gab schlimmere Arten des Sterbens. Hier würde er immerhin ein Lächeln, oder zumindest sein Äquivalent dazu, auf den Zügen tragen. Er gab sich einen Moment lang seinen verrückten Gedanken hin und stellte sich die Schlagzeile des Daily Prophet vor:
„Junge-der-lebt-und-Voldemort-vernichtet-hat legt Ex-Deatheater erst flach und dann um. Bericht und weitere Artikel auf Seiten 1, 2, 3, 4, 9 und 12. Fotos auf Seiten 13 bis 15."
Rita Skeeter würde beim Schreiben dieser Ausgabe vermutlich multiple Orgasmen haben.
Er lachte, vielleicht ein wenig hysterisch, und fing sich dann wieder, denn wenn er sich dazu jetzt auch noch Dumbledores Gesicht und seine Totenrede am Grab des glücklich Verstorbenen vorstellen würde, wäre es vermutlich für immer um seinen Verstand geschehen.
Sein Blick fiel erneut auf Harry und er seufzte. Er nahm an dass es nicht korrekt wäre, wenn er ihn einfach auf dem Tisch liegen lassen würde und zu Bett ginge. Sein Karmapunktekonto war mit diesem Abend ohnehin genug belastet worden und er hatte so den Verdacht, dass er sich am nächsten Tag genug würde anhören müssen, ohne das noch ein steifer Rücken und eine Verkühlung dazu kamen.
Er stand auf und schob seine Arme unter den Schlafenden, hob ihn an und schritt in Richtung seines Schlafzimmers davon. Harrys Kopf fiel gegen seine Schulter und der junge Mann vergrub sein Gesicht in den Falten der schwarzen Robe, atmete tief ein und gab ein zufriedenes Geräusch von sich. Gegen seinen Willen lächelte Snape und drückte den warmen Körper enger an sich.
In seinem Schlafzimmer angekommen legte er ihn vorsichtig auf seinem Bett ab und ging ins Bad um von dort einen Lappen mit warmem Wasser zu tränken. So bewaffnet kehrte er zu Harry zurück und begann ihn sanft aber gründlich zu säubern. Dann deckte er ihn zu, löschte das Licht und begab sich in seine Arbeitszimmer.
Irgendwie hatte er das Gefühl, die ganze Sache nicht richtig überdacht zu haben. Anfangs war ihm das Ganze als eine wirklich gute Idee vorgekommen, nun aber beschlich ihn der Gedanke daran, dass Harry nach seiner Kurierung möglicherweise eine eigene Meinung zu der Angelegenheit entwickeln könnte und diese unter Umständen nicht allzu positiv für ihn ausfallen könnte. Andererseits war Harry durchaus mit Leib und Seele bei der Sache gewesen und hatte auch keine Einwände gehabt. Es war zwar möglich, dass die Auswirkungen seiner teilweisen Verwandlung ihn beeinflusst hatten, aber nicht bis zu dem Punkt, an dem er nicht mehr mitbekommen hätte, was vor sich ging.
Snape presste seinen Kopf gegen die kühle Steinwand. Er hätte die Sache wirklich besser überdenken sollen. Ach, wem wollte er hier eigentlich etwas vormachen? Der Teil von ihm, der die Angelegenheit entschieden hatte, war bestimmt nicht in seiner Kopfnähe. Er sollte ernsthaft darüber nachdenken seinem kleinen Freund einen Namen zu geben, damit Dinge, die sein ganzes verdammtes Leben verändern konnten, nicht von einem Fremden beschlossen wurden.
Wieder stieg ein Hauch Hysterie in ihm auf, wurde aber sofort genauso hart abgewiesen, wie ein Schüler, der ihn um Rat ersuchte.
Es war unsinnig weiter darüber nachzudenken, er würde den Morgen abwarten müssen und dann würde sich ja zeigen, ob Harry seinen Kopf auf einem Pfahl oder lieber auf einer goldenen Platte wollte. Für diesen Abend gab es nur noch eine Sache die er tun konnte. Er ging hinüber zu dem Glaskabinett und öffnete es. Dort, in einem Regal hinter Dutzenden und Aberdutzenden von Phiolen stand die Absolution. Eine Flasche Glen Odgens Bester. Er erwog kurz ein Glas zu benutzen, entschied dann aber dass dieser Tag das Trinken aus der Flasche durchaus rechtfertigte.
Gedacht, getan. Er ließ sich auf der Couch, die ihm in dieser Nacht als Schlafgelegenheit dienen würde, nieder, ohne die Erinnerungen, die brüllend und kreischend auf ihn einstürmten, zu beachten und nahm einen tiefen Zug des goldenen Whiskeys, doch selbst das warme Brennen vollbrachte es nicht, den ungleich süßeren Geschmack Harrys aus seinem Mund zu verbannen.
Ein paar interessante Tage, ja, in der Tat.
Das nächste Mal, wenn er eine tolle Idee hatte, würde er Hagrid bitten, ihm eine Schaufel über den Kopf zu ziehen.
Nur um sicher zu gehen.
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Ich weiß, ihr mögt eure Reviewhilfe, deswegen enhalte ich sie euch auch nicht:
:-) - Die Geschichte ist klasse. Ich hab mich übrigens gerade in deinen PC gehackt und wenn du nicht sofort updatest, siehts für deinen Tagebuchordner schlecht aus... mwahahaha...
:-/ - Irgendwie... nee...
:-( - Jeder hat ein Talent. Such weiter, du findest deins schon noch...
