Ein herzliches Dankeschön an:

Anka: Vielen Dank für Lob und Review. Freut mich sehr, dass dir die Story gefällt :D

Psycho: lach Ich habe nicht vergessen, dass es Zauberer sind. Allerdings ist die gesamte Geschichte nicht unbedingt ein Logikwunder, deshalb: Just Fun ;o) Es freut mich sehr, dass du es dennoch lustig findest ;D

Simsly: Du erinnerst dich richtig; ich hatte sie auf FF.de stehen (und sie wurde einmal auf Animexx veröffentlicht, allerdings nicht von mir g) Freut mich sehr, dass es dir gefällt und vielen Dank!

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In Malfoys Verlies…

… stand Lucius mit Unschuldsmiene seiner Frau gegenüber, die Wurmschwanz am Schlafittchen hatte.

„Was geht hier vor?", keifte sie und schüttelte den jammernden Peter kurz, um Lucius deutlich zu machen, was sie meinte.

Ihr Mann zwang sich zu einem Lächeln; mit Narzissa auszukommen, wenn sie so unentspannt war, war nicht gerade angenehm.

„Hier? Nichts geht vor, Liebes."

„Tu' nicht so unschuldig! Ich kenn dich doch. Was verheimlichst du vor mir?"

Lucius ließ ein unsicheres Lachen hören.

„Wie kommst du nur immer auf solche Ideen, Schatz?"

Narzissa hob ungläubig eine Braue und wandte sich Wurmschwanz zu.

„Spuck´s aus, du Freak, was habt ihr angestellt?"

Lucius verfluchte sich, er hätte Peter in die Eiserne Jungfrau stecken sollen. Da hätte Zissi ihn nicht so schnell entdeckt.

Narzissa hob bedrohlich knurrend eine Augenbraue und Wurmschwanz packte aus.

„Ich habe den Dunklen Lord getötet! Und Lucius wollte ihn vor dir verstecken."

Er zeigte auf den Tisch und Narzissa war ihrem Mann einen Hab-ich-es-doch-gewusst!-Blick zu, ehe sie sich die Sache mal genauer anschaute.

Lucius machte schon mal sein Testament, als sie den Lord entdeckte – zu Recht, es ging sogleich zur Sache.

„Bei Salazar, ich kann nicht glauben, dass ihr so dämlich seid!"

„Aber, Liebes…"

„Willst du uns ruinieren?"

„Nein, Schatz…"

„Schaff' das aus meinem Haus!"

„Ich…"

„Sofort!"

„Aber…"

„Was sollen die Nachbarn denken, wenn sie uns nach Askaban bringen?"

Dass sie gar keine Nachbarn hatten, spielte in diesem Moment keine Rolle.

Lucius hielt vorsorglich die Klappe und ließ seine Frau erst mal toben, er kannte das schon.

„Da ist man mal eine Stunde nicht da und schon werden hier Orgien gefeiert!"

„Keine Orgien, Liebes…"

„Ach nein? Was hatte dann die Ratte in meinem Hobbyraum zu suchen? Und warum liegt ein toter Dunkler Lord hier rum? Kannst du mir das mal erklären?"

Konnte er natürlich nicht, Narzissa ließ ihn ja nicht zu Wort kommen.

„Du hast Zeit bis morgen früh! Und wehe du lässt dich oben blicken, bevor du DEN hier entsorgt hast!"

Damit rauschte sie hinaus und Lucius wandte sich Peter zu.

„Ab nach nebenan!", schnaufte er. „Mein Stresspegel ist schon wieder angestiegen!"

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Am nächsten Morgen in Hogwarts…

… saß Neville hundemüde am Gryffindortisch. Hermine beugte sich vor und schüttelte ihn sanft.

„Neville? Bist du noch wach?", fragte sie besorgt.

„Hä? Sorry, Hermine, hab' dir nicht zugehört", antwortete Neville. Verschlafen rieb er sich die brennenden Augen.

/ Hey, lehn dich mal nach links! Sehr gut und jetzt: Augen geradeaus… Perfekt/

– Wie… Hä? –

„Schaust du mir grade in den Ausschnitt, Neville?", fragte Hermine entrüstet und der Junge wurde knallrot.

„Äh… nein… ich…"

– Du Idiot! Was soll sie denn jetzt von mir denken? –

/ Was denn? Die Aussicht ist wirklich entzückend. /

„Wenn ich nicht wüsste, dass du auf Zabini stehst, hätte ich dir jetzt eine gelangt!"

Hermine lächelte schon wieder und Neville war erleichtert. Ihre Rechte war nicht ungefährlich – Draco Malfoy konnte davon ein Liedchen singen.

„Ich habe nicht hingesehen. Naja, zumindest nicht extra", versuchte er sich herauszureden und lächelte Hermine entschuldigend an.

/ Ich schon. /

– Mit diesem Unsinn bringst du mich in Schwierigkeiten. –

/ Du bist kleinlich! Das war doch nur ein Blick! Bei der würden mir noch ganz andere Sachen einfallen…/

– Das las mal schön bleiben, okay! –

In diesem Moment ging Blaise am Tisch vorbei und in Neville stieg unwillkürlich eine Erinnerung auf.

/ Bäh…denk' an was anderes. Los! Schließlich bin ich auch noch da. /

– Wer ist jetzt kleinlich? –

Aber Neville wollte mal nicht so sein und dachte an ein Mädchen.

/ Iiiihhh….was war das denn/

– Pansy Parkinson. –

/ Ein Trollweibchen, richtig/

– Eine Slytherin. –

/ Denk wieder an den Kerl sonst wechsel' ich auch noch den Besen. /

– Och, die lässt dich bestimmt mehr als nur einen Blick riskieren. –

/ Darauf kann ich verzichten, Kleiner! Und auf deine dummen Witze auch/

Grinsend machte Neville sich auf den Weg in die Gewächshäuser. Kräuterkunde stand an, eines der wenigen Fächer, in denen er gut war.

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Im Verlies…

… schauten Nott und Dolohow bei Malfoy vorbei, um seine Fortschritte zu begutachten.

Dieser saß jedoch nur in einer Ecke und starrte die Wand so böse an, als wäre sie schuld an seinen Problemen.

„Du hast es also noch nicht geschafft?"

„Sieht das so aus Dolohow?"

„Hat Zissi ihn schon entdeckt?", fragte Nott, der einen Heidenrespekt vor Mrs. Malfoy hatte.

„ Jepp."

„Und was hat sie gesagt?"

„Eine ganze Menge, aber die Grundaussage war in etwa: schaff ihn weg, sonst knallt´s."

„Vielleicht hast du Glück und sie lässt sich scheiden."

„Vielleicht hab ich ja noch mehr Glück und sie heiratet danach dich, Dolohow!", fauchte Lucius und sein Freund wurde bleich.

„So meinte ich das aber nicht."

Ratlos sahen die drei Männer ihren reglosen Herrn und Meister an.

„Vielleicht könnten wir eine Mauer drum herum bauen", überlegte Nott laut.

„Und was bezwecken wir damit?", fragte Lucius gereizt.

„Nun, immerhin läge er dann nicht mehr ganz so offensichtlich mitten im Raum herum", verteidigte Nott seine Idee.

„Kommt nicht in Frage! Ich könnte ja keine Nacht schlafen! Stell dir vor, der wacht auf!", schrie Lucius und rief mit seiner Brüllerei Narzissa auf den Plan.

„Was denn, ist er immer noch da? Und du hast dir Freunde eingeladen! Toll, Schatz, machen wir doch eine Party draus!"

Bei dem schrillen Geschrei zuckten die drei Männer zusammen.

„Wir überlegen schon, was wir tun können, Zissi", versuchte Dolohow sie zu beruhigen und bekam gleich seine Abreibung.

„IHR überlegt also! Ihr seid doch zu blöd, euren Arsch mit zwei Händen zu finden, wenn der Lord euch keine Wegbeschreibung gibt! Ich hole jetzt Bella her, sonst liegt der Lord noch an Ostern hier!"

Erleichterung machte sich breit, als sie den Kerker wieder verließ.

„Scheiß Wechseljahre", murmelte Lucius und die anderen Todesser tätschelten ihm mitfühlend die Schulter.

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In Hogwarts…

… verlor der Lord gerade die Nerven.

/ Jetzt hör schon auf, ihn anzustarren. Das ist ja absolut auffällig. Und dann auch noch mit traurigem Hundeblick – wirf dich ihm doch gleich zu Füßen. /

– Ich kann nichts dafür. –

/ Bei Merlin, wäre ich doch in Malfoys Jungen gelandet. Aber nein, ich musste ja ausgerechnet dich erwischen/

– Wenn du Draco meinst, muss ich dir Recht geben, das wäre mir auch lieber. Außerdem würdest du Harry dann wirklich gut kennen lernen! –

/ Wie meinst du das/

– Schau mal genau hin. –

Neville wandte sich Draco und Harry zu, die grade schamlos flirteten.

/ Das, äh, hat sicher nichts zu bedeuten…/

– Seit einem Jahr hat das was zu bedeuten. –

/ Verdammt, langsam geht mir der Nachwuchs aus! Kein Wunder das die Reinblüter aussterben, die sind ja alle schwul/

– Nicht alle, nur ein paar. –

/ Diese paar waren meine große Hoffnung/

– Dann solltest du deine Prioritäten ändern. –

/ Das ist aber nicht mein Stil/

– Seit wann hast du Stil? –

/ Schon immer. Schließlich bin ich Lord Voldemort. /

– Wer´s glaubt… –

/ Was soll das denn heißen/

– Ich glaube nicht, dass du dieser gewisse Jemand bist! Du-weißt-schon-wer klopft bestimmt nicht in einer Tour dumme Sprüche und starrt Mädchen in die Bluse. –

/ Öhhh… naja, nicht so offensichtlich, das stimmt. Wo bliebe da die Autorität? Aber jetzt kann ich mich ja ausleben, das würde dir eh kein Mensch glauben. /

Neville musste ihm Recht geben und wenn er so darüber nachdachte, könnte es wirklich der Lord sein.

/ Bist ein Schnellmerker, was/

– Shit! Ich bin geliefert, besessen von Du-weißt-schon-wem! Granny killt mich! –

/ Das ist doch echt ein Witz! Vor Snape hast du Angst, vor deiner Granny hast du Angst. Aber vor mir nicht/

– Zurzeit kannst du mir ja nichts. Außerdem kommst du vielleicht nie mehr raus aus meinem Kopf. –

/ Das möge Salazar verhüten! Was sollen denn meine Todesser ohne mich anfangen? Allein kriegen die doch nichts auf die Reihe. /

Kräuterkunde war beendet und Neville musste zur nächsten Stunde. Ihm schwante Übles, aber der Lord war hellauf begeistert.

/ Super, Verteidigung gegen die dunklen Künste. Ich wollte schon immer mal wissen, was sie euch da so beibringen. /

– Haben wir bei Dumbledore. –

/Der alte Sack darf noch unterrichten? Ihr seid echt arme Schweine. /

– Ich mag ihn! –

/ Du musst dir ja auch keine Moralpredigt anhören, wann immer er dich zu fassen kriegt. /

– Du bist ganz schön gemein. –

/ Einer muss ja der Schurke sein. /

– Ach, du willst eigentlich gar nicht böse sein? –

/ Ich wollte NUR die Weltherrschaft und dann kommen ein paar Möchtegern-Helden vorbei und vermasseln mir alles/

– Bei dir sind immer die anderen Schuld. –

/ Natürlich, schließlich bin ich ein Genie! Ich mach nichts falsch. /

– Deine genialen Pläne sind aber immer nach hinten losgegangen. –

/ Waren auch die Anderen schuld und natürlich Potter, der ist so lästig wie ein Pickel am Hintern/

Dumbledore erwartete seine Schüler mit einem milden Lächeln.

/ Ahhh…bei diesem Blick kommt mir glatt die Galle hoch! Kein Mensch ist ständig lieb und nett und ich wette, Albus hat auch ein paar Leichen im Keller/

Der Unterricht begann und der Lord konnte sich seine bissigen Kommentare natürlich nicht verkneifen.

/ Das stammt ja aus der Steinzeit! Und mit solchen Methoden will er mich vernichten? Ist ja lachhaft/

– Eigentlich soll dich ja Harry vernichten. –

/ Ach ja? Glaubst du denn, dass Superpotter das schafft/

– Es ist schließlich seine Bestimmung, er ist der Auserwählte. –

/ Willkommen in der Matrix.../

– Hä? –

/ Vergiss es, Kleiner. /

„Mister Logbottom bitte bleiben Sie noch einen Augenblick. Die anderen dürfen gehen", rief Dumbledore am Ende der Stunde.

/ Glaubst du er hat was gemerkt/

– Keine Ahnung. –

/ Guck einfach unschuldig und lass ihn nicht merken, dass ich da bin. /

Neville versuchte den Rat des Lords so gut es ging zu befolgen und setzte seinen besten Ich-war-es-nicht-Blick auf.

„Mister Longbottom, wie Sie wissen, fangen am Samstag die Ferien an. Sie werden vom Kamin des Lehrerzimmers aus nach Hause reisen. Seien Sie also um Punkt neun Uhr da."

Neville und der Lord atmeten erleichtert auf.

/ Keine Moralpredigt, wenigstens etwas. /

„Danke, Sir."

Vor dem Klassenzimmer blieb Neville plötzlich stehen und keuchte erschrocken auf.

– Ich kann nicht nach Hause fahren! –

/ Und warum nicht/

– Deinetwegen! –

/ Lass dich von mir nicht stören. Tust du doch sonst auch nicht. /

– Granny wird es merken. –

/ Quatsch! Bis jetzt ist es noch keinem aufgefallen. Muss daran liegen, dass du seltsam bist. /

– Ich bin nicht seltsam! –

/ Natürlich bist du seltsam. Also ich kenn sonst niemanden, der sich rund um die Uhr verscheißern lässt. Obwohl doch, Wurmschwanz ist auch so. /

– Das ist ja wohl meine Sache. –

/ Ich steck aber hier fest und werd' kräftig mitverarscht, Kleiner! Und ICH bin solch eine Behandlung ganz sicher nicht gewohnt. /

– Und was soll ich dagegen tun? –

/ Aufhören zu jammern und anfangen einigen Leuten in den Hintern zu treten/

– Aber…das ist so gar nicht meine Art… –

/ Es ist auch nicht meine Art, Ratschläge zum Verbessern der Lebensumstände zu geben. Für dich wäre ich aber bereit, über meinen Schatten zu springen. /

– Und warum willst ausgerechnet du so etwas Selbstloses tun? –

/ Ach, weißt du, ich hab doch grad eh nichts anderes vor. /

– Und wo soll ich anfangen mein Leben zu ändern? –

/ Bei den Klamotten/

– Was hast du gegen meine Sachen? –

/ Du siehst aus wie ein Idiot. /

– Stimmt doch gar nicht. –

/ Ach nein? Wer rennt denn heute noch im Pullunder durch die Gegend? Idioten! Ha/

– Den hat Granny mir gekauft. –

/ So sieht der auch aus! Also soll ich dir nun helfen oder nicht/

– Ja, schon… aber… –

/ Lass die Widerworte und geh nach oben, ich muss wissen was dein Schrank so hergibt. /

Tbc…